Street Art zwischen Buchdeckeln

Ob der Street Art-Künstler Stefan Strumbel sich hat träumen lassen, seine Ideen einmal in Bronze gegossen zu sehen? Ein größerer Gegensatz zur flüchtigen Kunst der Straße ist wohl kaum denkbar. Doch tatsächlich haben sich die Arbeiten Strumbels radikal gewandelt, seit er in den 1990er-Jahren in seiner Geburtsstadt Offenburg seine ersten Graffitis sprühte.Jetzt kommen sie, um zu bleiben. Längst finden sich seine poppigen, subversiven Kuckucksuhren in prominenten Privatsammlungen und statt Anzeigen gibt es mittlerweile offizielle Anfragen. Sei es für die Innengestaltung der katholischen Kirche in Goldscheuer, die Oper Stuttgart oder zum 300-jährigen Bestehen der Stadt Karlsruhe. Das Haus Baden bat ihn um ein Denkmal für Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach. Heimat ist bei Stefan Strumbel Pop-Kultur mit lokaler Provenienz und Pop-Kultur lokaler Alltag. Da ist die Einzelausstellung, die die Städtische Galerie Offenburg dem wohl bekanntesten Künstler der Stadt 2015 widmete, nur konsequent.

Blick ins Buch

Die Publikation reflektiert diese Werkentwicklung und zeigt den Entstehungsprozess wichtiger und aktueller Arbeiten, aber auch, wie sich ein Künstler neu erfindet: Die Straße als das natürliche Terrain eines Street Art-Künstlers hat dennoch Eingang in den Katalog gefunden, indem Stefan Strumbel fotografische Augenblicke von unterwegs zeigt.

Stefan Strumbel
Hg. Städtische Galerie Offenburg
Mit Texten von Gerlinde Brandenburger-Eisele und Peter Weibel
Deutsch / Englisch
Verlag: modo Verlag
ISBN: 978-3-86833-181-3

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