Shida Bazyar

Vom 17. bis zum 27. Oktober 2017 dreht sich in Stuttgart alles um das Buch

Shida Bazyar © Joachim Gern

„Eine Stadt liest ein Buch“ bezeichnet eine Form der intensiven, Generationen übergreifenden Leseförderung, bei der über mehrere Wochen möglichst viele Menschen einer Stadt ein bestimmtes Buch lesen und auf Veranstaltungen mit bekannten oder unbekannten Personen darüber sprechen.
Die Auswahl des Buches obliegt in der Regel der Einrichtung, die das Projekt anstößt und durchführt. Es können Titel ausgewählt werden, die mit der austragenden Stadt und ihrer Geschichte in Verbindung stehen, aber auch moderne Klassiker, die sich durch eine besondere thematische Vielfalt auszeichnen und literarisch interessant sind. Wichtig ist, dass das ausgewählte Buch von Jung und Alt gleichermaßen gelesen werden kann, um so einen lebendigen Austausch zu ermöglichen.
Veranstalter sind in erster Linie Kultur- und Bildungseinrichtungen aus der betreffenden Stadt wie in Stuttgart etwa alle Stadtteilbüchereien, die Volkshochschule, die Musikhochschule, verschiedene Museen, der Hospitalhof, die Hochschule der Medien, die Universität sowie die Schulen. Auch soziale Einrichtungen wie Altenheime, Krankenhäuser und Mehrgenerationenhäuser können sich daran beteiligen. Sie alle werden unterstützt vom ortsansässigen Buchhandel.
Die Idee zu dem Projekt stammt aus Chicago, dort wurde es erstmals als „One City – One Book“ realisiert. In Deutschland haben seit 2002 bereits einige Städte wie Frankfurt, Köln, Hamburg und Düsseldorf sehr erfolgreich “ihr” Buch gelesen.
Die festliche Eröffnung mit Shida Bazyar findet am 17. Oktober 2017 um 20.00 Uhr in der Musikhochschule Stuttgart statt.


Am Eröffnungsabend des Lesefestes »Stuttgart liest ein Buch« steht die Autorin Shida Bazyar aus Berlin im Mittelpunkt. Im Gespräch mit Thorsten Dönges vom Literarischen Colloquim Berlin wird Shida Bazyar über die Entstehung ihres 2016 erschienenen Romans »Nachts ist es leise in Teheran« sprechen.
Das künstlerische Rahmenprogramm gestalten Studentinnen und Studenten der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Stuttgart. Das Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik unter der Leitung von Professor Annegret Müller trägt Passagen aus dem Roman vor. Die Studierenden haben das Buch in das Semesterprogramm integriert und präsentieren das Ergebnis ihrer kreativen Auseinandersetzung. Im Anschluss lädt das Schriftstellerhaus zu einem kleinen Empfang.

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