Faust (Margarete)

Faust ist am Ende seines Wissensdrangs angelangt und wünscht sich seine Jugend zurück. Mit der Vision einer attraktiven Frau und dem Versprechen, dieser noch am selben Tag in verjüngter Gestalt begegnen zu können, überredet Méphistophélès Faust, ihm seine Seele zu verkaufen. Faust erhält, was er sich gewünscht hat. Auf seinem Weg zur persönlichen Erfüllung reißt er jedoch andere Menschen mit in den Abgrund: Marguerites Bruder Valentin stirbt im Duell mit Faust, sie selbst wird in geistiger Verwirrung zur Kindsmörderin und beendet ihr Leben im Gefängnis. Doch Marguerites reines Wesen ist der Garant dafür, dass sie dennoch Erlösung findet.
Charles Gounods (1818–93) Vertonung des neuzeitlichen Mythos’ wurde im 19. Jahrhundert ein Triumph auf der Musiktheaterbühne und gehört bis heute zu den beliebtesten französischen Opern. Komponist und Librettist beziehen sich nur bedingt auf das Werk Goethes: Im Mittelpunkt der Oper steht anstelle der Metaphysik die sehr irdische Geschichte zwischen einem Mann und einer Frau. Musikalisch wechseln in Faust schwelgende Arien und schwungvolle Ensembles einander ab. Eine Mischung, die bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat.

Premiere 16. März 2018
Bis Juni 2018 am Theater Heidelberg
Libretto von Jules Paul Barbier und Michel Florentin Carré, nach Carrés Drame fantastique Faust et Marguerite (1850) und Faust. Der Tragödie erster Teil (1806) von Johann Wolfgang von Goethe in der Übersetzung von Gérard de Nerval
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Am 17. März 2018 findet anlässlich der Inszenierungen im Musiktheater und im Schauspiel das sparten-übergreifende Symposion Gretchenfragen statt.

Weitere Infos:
www.theaterheidelberg.de

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