Die Kunst der Linie
Rainer Nepita
und Armin Göhringer

Rainer Nepita und Armin Göhringer gehören zu den führenden Künstlern im deutschen Südwesten. Sie kennen sich nicht nur gut, sondern sind sich auch mit Blick auf ihre Arbeit nahe. Noch bis 8. Juli 2018 begegnen sich ihre Arbeiten nun auch in einer gemeinsamen Ausstellung. Obwohl sie mit unterschiedlichen Materialien und Medien arbeiten, spielt die Linie eine zentrale Rolle in ihren Werken.

Rainer Nepita, Alphabet R 3, 2013 Öl, Bleistift auf Leinwand

Die Grundlage der Arbeiten Rainer Nepitas sind vegetabile, insbesondere florale Formen, also beispielsweise Blätter, Ranken, Gräser, Gebüsche, die er nach der Natur zeichnerisch aufnimmt. Anschließend überträgt er sie in seine sehr persönliche Bildsprache, die unter anderem, auch von seiner Nähe zu fernöstlichen Philosophien geprägt ist. Über Armin Göhringer hat man zu Recht gesagt, dass er mit seinem bildhauerischen Werk dreidimensionale Zeichnungen schaffe. Göhringer arbeitet insbesondere mit Holz, so dass auch für ihn die Nähe zur Natur eine wichtige Voraussetzung der künstlerischen Arbeit darstellt.

Armin Göhringer o.T., 2008, Holz geschwärzt

Zugleich drückt sich in der Wahl des Materials auch Göhringers Nähe zu seiner Heimat, dem Schwarzwald, aus. Seit der Mitte der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts beschäftigt er sich mit der Polarität sich kreuzender Strukturen. Furchen mit der Kettensäge in Vorder- und Rückseite des Holzes eingekerbt, erzeugen Linien, deren Schnittpunkte zu Lichtöffnungen und zu neuen Räumen führen. Seine neueren Arbeiten erscheinen leicht und schwer zugleich. Schaut man genauer hin, wird offenbar, dass es bei seinen Werken stets um ein fein austariertes Gleichgewicht geht.

Weitere Informationen: Schloss Bonndorf, 79848 Bonndorf im Schwarzwald,
Fon 077/03/79 78, www.landkreis-waldshut.de.
Öffnungszeiten: Mi bis So und an Feiertagen 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr

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