SpAcE – DyNaMiCs – Skulptur und Malerei im Dialog

Die Galerie von Braunbehrens zeigt vom 20. Juli bis 14. September 2018 unter dem Titel SpAcE – DyNaMiCs – Skulptur und Malerei im Dialog Arbeiten der Stuttgarter Künstlerin Christa Winter aus verschiedenen Werkgruppen, zusammengestellt in einer spannungsreichen Auswahl.

Christa Winters Arbeiten bewegen sich im Beziehungsfeld von Natur, Wissenschaft und Kunst. Und dies tun sie gleich auf mehreren Ebenen:
Malerei, Zeichnung, Plastik und Installation.

PROXIMA, 2018, Kunststoff und Federn, 155 x 115 x 60 cm

In üppiger Vielfalt bespielt die Stuttgarter Künstlerin Christa Winter in einer großen Einzelausstellung die Räume der Galerie von Braunbehrens am Stuttgarter Feuersee.
Winters Werke zeichnen sich durch starke Kontraste aus. Diesem Prinzip folgend, werden in der Ausstellung Skulpturen mit lichtreflektierenden Farben, sowie zarte Papier-Aquarelle aus der Serie ‚icon-aqua-planing‘ zu sehen sein, welche neu komponierte Renaissanceportraits mit Zitaten der zeitgenössischen Kunst verbinden. Umrahmt werden sie von monochromen Tafelbildern aus Fischsilber, einer großen Wandinstallation mit lasergeschnittenen „Galaxies“ sowie klassisch komponierten abstrakten Bildern. Des weiteren werden minimalistische Farbfeldarbeiten aus der ‚floating colour‘-Serie gezeigt, zarte abstrakte Groß-Aquarelle und Arbeiten aus der Serie ‚cosmic-garden-galaxy‘ mit ihrer barocken Formensprache. Des Weiteren erobern ihre neuesten schwerelosen ‚air-sculptures‘ den 3-dimensionalen Luftraum der Galerie. Das transluzente Konstrukt aus Kunststoffröhrchen, verwoben mit zarten Federn lässt Luft und Licht durchströmen und löst sich fast optisch im Raum auf.

BELTROVATA, 2008, floating colour auf Kunststoff, Sockel- und Wandskulptur, 97 x 43,5 x 19 cm

Zur Arbeitsweise der Künstlerin

Wenn die Stuttgarter Künstlerin ein Thema beschäftigt , so lässt es sie nicht mehr los – und so entsteht meist eine ganze Serie oder Werkgruppe, die dann Titel tragen wie z.B „Elements of Nature“, „floating colour“ oder „Cluster Babylon“. Mikro- und Makrokosmos sind bei ihr miteinander verbunden. Sie reizt das Erkunden organischer Formen wie Zellgebilde – dabei arbeitet sie mit Naturmaterialien, wie z.B Federn. Neben natürlichem Material sind es aber auch die Errungenschaften von Hightech, die sie inspirieren. Dazu erprobte und erforschte sie in ihrem Atelier über Wochen- und Monate hinweg die neusten Möglichkeiten von Farbe und Farbträgern. Für die Realisierung der Wandobjekte benötigte sie einen Partner zur Umsetzung, schließlich konnte sie ein Unternehmen aus der Automobilindustrie gewinnen, das normalerweise Prototypen herstellt. Der Serie, die mit den Sehgewohnheiten des Betrachters spielt gab sie den Namen „Floating Colour“. Die schimmernden Pigmente, der so entstandenen Bilder und skulpturalen Wandobjekte wechseln die Farben, verändern sich scheinbar fließend, je nach Perspektive, Standpunkt und Lichtverhältnissen. In der Serie „Cluster Babylon“ wiederum folgt sie dem bildnerischem Collageprinzip.

CYBELL 2008, Galaxy Laserschnitt, Öl auf Metall, Ø 67 cm

Als Inspirationsquelle dienen ihr dazu neben der freien Natur Abbildungen umd Elemente aus unterschiedlichster Fachpublikationen, Magazinen und dem Internet. Sie sammelt diese Einzelteile, isoliert sie aus ihrem Kontext und setzt sie in Öl auf Leinwand ungewohnt bildnerisch zusammen. Es entstehen neue „Architekturen“, sie läßt uns teilhaben an der Zusammensetzung neuer Welten. Das Thema „Zukunft“ ist einer ihrer wichtigsten Zentralgedanken.
So unterschiedlich die verschiedenen Werkgruppen zunächst erscheinen mögen, man erkennt in dieser großen Gesamtschau deutlich, wie sehr sie aus einer zusammengehörenden Einheit entspringen und halten so spannende Dialoge und überraschende Bezüge bereit.

Finissage und Katalogvorstellung:
Freitag, 14.09. ab 18 Uhr

Galerie von Braunbehrens
Rotebühlstraße 87
70178 Stuttgart
www.galerie-braunbehrens.de
Öffnungszeiten:
Di – Fr 11 – 18 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr und nach Vereinbarung
(Sommerpause: vom 07.08. bis 08.09. nach Vereinbarung)

CV – Christa Winter wurde in Duisburg geboren und studierte Kunst an der PH Münster bei Prof. Kuno Gonschior. Ihre Arbeiten sind in verschiedenen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter in der Staatsgalerie Stuttgart, Kunstmuseum Stuttgart, Daimler Art Collection sowie in den Sammlungen der EnBW, L-Bank, DSV Verlag, Jenoptik Jena, Ministerium f. Wissenschaft, Forschung und Kunst. Ausgewählte Werke waren zuletzt im Rahmen von Einzelausstellungen in der Städtischen Galerie Ostfildern, im Galerieverein Leonberg, in der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Berlin , Galerie Strezelski Stuttgart, Soraja Helac New York, Wurzel Mediengruppe Esslingen. Zuletzt zeigte sie Anfang diesen Jahres eine große Installationsarbeit und Bilder mit und im Dialog mit der SAMMLUNG FROEHLICH, Leinfelden-Echterdingen.
Christa Winter lebt und arbeitet in Stuttgart. Weitere Informationen über die Künstlerin finden Sie auf ihrer Homepage: www.christa-winter.com

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