Aktuelle Ausstellungen

SQUARES IN MOTION
im Museum Ritter in Waldenbuch

Victor Vasarely, Katolar, 1973 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Kunst, die sich verändert, fällt ins Auge und zieht den Betrachter unmittelbar in ihren Bann. Die Ausstellung zeigt, auf welch unterschiedliche Weise kinetische Werke mit unserer Wahrnehmung spielen. Vom 14. Oktober 2018 bis 28. April 2019 sind Gemälde, Objektkästen und Plastiken aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter von den Fünfzigerjahren bis heute zu sehen. Eine erste große Blütezeit erlebte die kinetische Kunst um 1960, insbesondere mit der italienischen Arte programmata und mit Gruppen wie ZERO in Düsseldorf oder GRAV in Paris. Beflügelt vom Geist des Aufbruchs in einer veränderten, mobilen Lebenswelt, stellten diese Strömungen die traditionellen Vorstellungen von Kunst in Frage und führten Innovationen ein: Raum, Zeit, Dynamik und Rhythmus waren ihre Themen; Elektromotoren, mechanische Antriebe, Licht und Materialien wie Aluminium, Spiegel und Riffelglas ihre Mittel. Über die Jahrzehnte hinweg hat das Interesse an der Darstellung und Suggestion von Bewegung nicht nachgelassen. Unter Einbeziehung neuer Technologien wie computergesteuerter Elektronik oder LEDs ist in den vergangenen Jahren eine Vielzahl kinetischer Werke entstanden, die den Betrachter in Staunen versetzen. Ergänzt wird die Sammlungspräsentation durch zwei spektakuläre Leihgaben: einer interaktiven elektronischen Klangwand von Peter Vogel, die Bewegungen und Schatten in ein auditives Erlebnis verwandelt, sowie einem großen, roten Wirbel aus mehreren hundert Acrylglaselementen, mit dem der Künstler Achim Zeman eine ganze Museumswand schwungvoll in Bewegung versetzt.

Dauer: 14. Oktober 2018 – 28. April 2019
Weitere Info: www.museum-ritter.de


HEIMVORTEIL
Deutsche Künstler aus der Sammlung Schaufler

Georg Baselitz, O strass endet, 2013, © Georg Baselitz

Unter dem Titel HEIMVORTEIL zeigt das SCHAUWERK Sindelfingen eine Auswahl von mehr als 100 Werken deutscher Künstlerinnen und Künstler aus der Sammlung Schaufler. Damit bietet die Ausstellung einen vielfältigen Überblick über Malerei, Skulptur und Lichtkunst der letzten 60 Jahre in Deutschland.Positionen der ZERO-Avantgarde wie von Leo Erb, Heinz Mack sowie Günther Uecker repräsentieren in der Ausstellung einen bedeutenden Abschnitt deutscher Nachkriegskunstgeschichte. Mit einer reduzierten Formensprache und neuen Materialien strebten diese Künstler ab Ende der 1950er Jahre einen Neuanfang in der Kunst an. Anschaulich wird dies auch bei den Künstlern Horst Antes, Thomas Lenk, Walter Stöhrer und Ben Willikens, die in Karlsruhe und Stuttgart studierten oder lehrten. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Vertretern der konkreten Kunst wie Günther Förg und Ulrich Erben sowie minimalistischen Arbeiten von Imi Knoebel. Großformatige Gemälde von Georg Baselitz, A.R. Penck und Sigmar Polke, die zu den wichtigsten Künstlern ihrer Generation gehören, sind ebenfalls vertreten. Mit ihrer Übersiedlung aus der ehemaligen DDR in den Westen stehen sie gleichzeitig für ein Stück deutscher Geschichte. Figurative Skulpturen von Stephan Balkenhol sowie Arbeiten von Markus Oehlen und dem zu den Neuen Wilden zählenden Helmut Middendorf repräsentieren den künstlerischen Aufbruch der 1980er Jahre. Eine Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte und Identität lässt sich bei einigen Werken finden: So in einer Videoarbeit von Marcel Odenbach, für die der Künstler dokumentarisches Filmmaterial nutzte, bei Peter Bialobrzeskis Fotografien aus der Serie Heimat oder bei einem Gemälde von Josephine Meckseper, das neben Schwarz und Rot in einem verführerisch glitzernden Gold leuchtet.
28.10.2018–30.06.2019
SCHAUWERK Sindelfingen, Eschenbrünnlestraße 15/1, 71065 Sindelfingen,
Tel. 07031 932–49 00 und unter www.schauwerk-sindelfingen.de


EKSTASE
Kunstmuseum Stuttgart

Ekstasen sind so alt wie die Menschheit. Die Ausstellung EKSTASE im Kunstmuseum Stuttgart spürt dem Zustand des Außer-sich-Seins in seiner kunsthistorischen und der damit verbundenen kulturellen Bedeutungsgeschichte nach und nimmt dabei zentrale Themenbereiche in den Blick.
Kunstwerke von der Antike bis in die Gegenwart führen so verschiedene Facetten wie den dionysischen Kult, die religiöse Verzückung, das orgastische Erleben, den brasilianischen Candomblé oder die drogeninduzierte Ekstase vor Augen. Zudem spiegeln sie die Faszination von Jugendkulturen für Entgrenzungen, das ekstatische Potenzial des Tanzes und die kollektiven Ekstasen bei Sportereignissen wider. Mit der Licht- und Soundinstallation »Dream House« von La Monte Young und Marian Zazeela entsteht auf der gesamten dritten Ausstellungsetage ein außergewöhnlicher Erlebnisraum.

Albert Maignan Die grüne Fee, 1895 Öl auf Leinwand 175 x 115 cm Collection du Musée de Picardie, Amiens Foto: Claude Gheerbrant/Musée de Picardie

Von jeher gehen Menschen bewusst über physische und mentale Grenzen hinaus, um in einen an-deren Bereich der Wahrnehmung zu gelangen. Eben darin ist die Ekstase für Künstler_innen von ungebrochenem Interesse. 71 internationale Künstler_innen thematisieren in ihren Werken das Be-dürfnis nach Entgrenzung, darunter Marina Abramović, Jean Benner, Gian Lorenzo Bernini, Louise Bourgeois, Günter Brus, Lovis Corinth, Salvador Dalí, Rineke Dijkstra, Otto Dix, Marlene Dumas, Dan Graham, Andreas Gursky, Ayrson Heráclito, Carsten Höller, Paul Klee, Paul Pfeiffer, Pablo Picasso, Aura Rosenberg, Egon Schiele, Jeremy Shaw, Franz von Stuck, Wolfgang Tillmans, Andy Warhol, La Monte Young, Francisco de Zurbarán u.v.m.

29. September 2018 – 24. Februar 2019
Weitere Info: www.kunstmuseum-stuttgart.de
Kunstmuseum Stuttgart, Kleiner Schlossplatz 1
EKSTASE ist eine Ausstellung des Kunstmuseum Stuttgart in Kooperation mit dem Zentrum Paul Klee, Bern


sehen denken träumen
Französische Zeichnungen aus der Kunsthalle Karlsruhe

Odilon Redon: Weibliche Halbfigur mit großer Blüte und Profilkopf, um 1890 © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Zeichnungen gehören mit ihren leichten und fragilen Materialien zu den faszinierendsten Werken der Kunstgeschichte: Die künstlerischen Techniken und Ausdrucksmöglichkeiten sind unerschöpflich.
Zeichnungen sind die unmittelbarste Form der Bildproduktion, sie erzeugen bei dem*der Betrachter*in wie keine andere Kunstform eine Nähe zur Vorstellungskraft und zur ausführenden Hand der Künstler*innen.
In Frankreich wurde seit dem 17. Jahrhundert das Zeichnen als Grundlage jeder Kunstform akademisch eingefordert und ausgeübt. Es entwickelte sich neben der Malerei zu einer eigenständigen Kunstgattung, deren freie Ausdrucksformen von Sammlern geschätzt und in der Kunsttheorie erörtert wurden.Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe besitzt einen herausragenden französischen Zeichnungsbestand, aus dem eine Auswahl von rund 100 Werken vom 16. bis zum 20. Jahrhundert erstmals in dieser Zusammenstellung präsentiert wird. Dazu gehören außergewöhnliche Blätter des großen Landschaftskünstlers Claude Lorrain (um 1600–1682), virtuose Illustrationen voll dramatischer Lebendigkeit von Jean-Honoré Fragonard (1732–1806) und feinsinnige Darstellungen des zeitgenössischen Pariser Lebens von Edgar Degas (1834–1917). Anhand der Werke werden nicht nur die angewendeten Zeichentechniken und ihre Materialien thematisiert, sondern auch die zahlreichen Spuren und Hinweise, die zur Bedeutung eines individuellen Werkes beitragen: Wie ist es gezeichnet? Wofür hat der Künstler es geschaffen? Wem hat es gehört? Im „Laboratorium“, der Zeichenwerkstatt, können Besucher*innen selbst verschiedene Zeichenverfahren ausprobieren und so die ausgestellten Originale aus einer neuen Perspektive betrachten.

Dauer: 29.9.2018 – 13.1.2019
Weitere Info: www.kunsthalle-karlsruhe.de


Revolution (Make-up) Palette
Simone Westerwinter – eine Werkschau

Simone Westerwinter, JA, color, 2017, Acryl auf Leinwand (c) Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Das Werk der in Besigheim lebenden Künstlerin Simone Westerwinter ist medial und stilistisch breit gefächert von Malerei, Zeichnung und Skulptur über Bodenarbeiten, Objektkunst und Rauminstallation bis hin zu Video, Fotografie und Performance. Mit der Ausstellung »Revolution (Make-up) Palette« plant sie keinen Umsturz im Museum, sondern gibt einen umfassenden Einblick in ihr fast 30-jähriges Schaffen, das sich im Grenzbereich kritisch-narrativer Inhaltlichkeit und formaler Abstraktion bewegt. Für interaktive Arbeiten greift die Künstlerin beispielsweise Themen wie Boxen und Zuckerwatte oder Clownerie und Polonaise auf. Für die Bodenarbeit »Picknickdecke« knüpft sie an die Konkrete Kunst an und verbindet sie wiederum mit angewandter Kunst und Design. Daneben entwickelt sie mit einem »JA« und Regenbogenfarben die Farbfeldmalerei weiter. Simone Westerwinter bezieht sich auf die kunsthistorische Tradition und fügt ihr eine neue, revolutionäre Geste hinzu – etwas Schräges aus der Palette der Möglichkeiten, irgendwo auf der Skala zwischen Make-up und Revolution, von sanft bis kühn, von rot bis grün, von grell bis pastell.

Die Studioausstellungen widmen sich ebenfalls zwei Besigheimer Kunstschaffenden: Die dort geborene und überwiegend in Venezuela lebende Künstlerin Luisa Richter (1928–2015) zählt zu den meist beachteten Künstlerinnen Lateinamerikas. Die Ausstellung Variationen einer fixen Idee zeigt einen Ausschnitt aus ihrem umfangreichen Werk von Arbeiten auf Papier: experimentelle Collagen, zarte Pastelle und kalligrafische Tuschzeichnungen. Anlässlich seines 70. Geburtstages richtet der Besigheimer Künstler Matthias Gnatzy mit der Ausstellung Die vier Kammern des Herzens eine – kenntnis- und anspielungsreiche – Wunderkammer ein zu verschiedenen Themenbereichen wie Flora und Fauna oder Literatur und Musik.
Vernissage (für alle drei Ausstellungen): Freitag, 26. November, 19 Uhr
Öffentliche Führungen sonntags am 4. November und 16. Dezember 2018, jeweils um 11.30 Uhr sowie am 2. Dezember 2018 und 13. Januar 2019, jeweils um 16.30 Uhr. KÜNSTLERGESPRÄCHE mit Simone Westerwinter finden statt am Sonntag, 18. November, 11.30 Uhr und am Donnerstag, 3. Januar, um 18.30 Uhr.

Dauer: 27. Oktober 2018 bis 13. Januar 2019
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64, 74321 Bietigheim-Bissingen, Telefon 07142 74-483
http://galerie.bietigheim-bissingen.de


GRAPHIC NOVELS
Aktuelle deutsche Comic-Romane

Anna Haifisch: The Artist, 2016 © Reprodukt

Die Ausstellung präsentiert achtzehn zeitgenössische, national wie international bedeutende Vertreter sowie eine Auswahl herausragender Newcomer der deutschsprachigen Graphic-Novel-Szene. Mit Originalzeichnungen und Probedrucken gibt die Schau einen exklusiven Einblick in die Entstehung der Comic-Romane und beleuchtet die Absichten und Arbeitsweisen der Künstlerinnen und Künstler. Eindrucksvoll zeigt sich, wie unterschiedlich diese an ihre Projekte herangehen, wie vielfältig ihre Gestaltungsmittel, Erzählweisen und zeichnerischen „Handschriften“ sind. Imposante Bildwelten von verblüffendem Detailreichtum treffen auf pointiert verknappte Schwarz-Weiß-Szenen und farbintensive, expressive Grafiken.
Graphic Novels bedienen sich in der Verbindung von Text- und Bildelementen typischer Merkmale des Comics, gehen jedoch deutlich weiter, sowohl in der künstlerischen Gestaltung, als auch in der Komplexität ihrer Inhalte. Mit anspruchsvollen romanhaften Erzählungen richten sie sich an ein vorwiegend erwachsenes Publikum. Die thematische Bandbreite der in Waiblingen gezeigten Arbeiten reicht von der Kriminalgeschichte über Literaturadaptionen, von der Verarbeitung einschneidender persönlicher Erlebnisse über die Comic-Reportage bis hin zu Fantastischem. Im Zentrum der Ausstellung lädt ein geräumiger Lesebereich die Besucher dazu ein, sich in die Bücher zu vertiefen.

Dauer: 29. September 2018 bis 6. Januar 2019 in Waiblingen

Galerie Stihl Waiblingen, Weingärtner Vorstadt 12, 71332 Waiblingen,
Tel. 07151/5001-1686, www.galerie-stihl-waiblingen.de


Rainer Nepita & Jörg Bach – Malerei und Bildhauerei im Dialog

Jörg Bach, Neuland 2, 2018, Corten, 31 x 80 x 40 cm, Foto: Martina Strilic, Galerie Tobias Schrade, Ulm
Rainer Nepita, Basel schwarzgrau b, 2016, Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm Foto: Fotostudio Guido Gegg, Offenburg

Der Maler Rainer Nepita und der Bildhauer Jörg Bach bevorzugen aus der Linie entwickelte Zeichen und Kürzel, die sie in Durchdringungen und Verschlingungen zu einer komplexen Bildsemantik verdichten. Unabhängig von Material und Medium, hier Stahl, dort bemalte Leinwand oder Zeichnung auf Papier, eint die Künstler die Liebe zum Gestischen, zu einer zeichenhaft- schwerelosen Verwicklung, bei Bach räumlich-plastisch motiviert, bei Nepita der Natur entlehnt.
Jörg Bach, geboren 1964 in Wolgast, Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Walter M. Förderer, Hiromi Akiyama, Mitglied Künstlerbund Baden-Württemberg und Neue Gruppe München, lebt in Mühlheim/Donau.
Rainer Nepita, geboren 1954 in Schweinfurt, Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Peter Dreher, Stipendium für Literatur der Kunststiftung Baden-Württemberg, 1994 Kunstpreis Zeitgenössische Kunst der Stadt Offenburg, 2015 Gaststipendium der Stiftung Bartels Fondation, Basel, Schweiz, Mitglied Künstlerbund Baden-Württemberg, lebt in Oberkirch.

Dauer: 20. Oktober 2018 bis 10. Februar 2019
Städtische Galerie Offenburg, Amand-Goegg-Straße 2, Kulturforum, 77654 Offenburg, Tel. 0781/ 82 2040, galerie@offenburg.de
www.galerie-offenburg.de


To Catch a Ghost
Museum für Neue Kunst Freiburg

Das Okkulte hat gerade in Krisenzeiten Konjunktur und ist also derzeit in allen Medien präsent. Denn was unerklärlich scheint, verunsichert und fasziniert zugleich. Auch das Museum für Neue Kunst widmet sich dem Thema. Doch wurden die Geister, die es zu fangen gibt tatsächlich von den Künstler_innen geschaffen? Oder sind sie Zeugnisse unserer eignen Vorstellungskraft? Realität entsteht in unserem Gehirn. Eine Figurine verwandelt sich durch unsere Einbildung in ein mystisches
Wesen. Was gerade noch ein Besen war, kann zum unheimlichen Spukobjekt werden. Die Schau spielt mit Erwartungen, aber auch geheimen Ängsten und nebulösen Ahnungen. Ist da etwas, was wir nicht sehen, vielleicht nur spüren können? Wie ist Wahrnehmung zu beweisen? Ausgestattet mit handbetriebenen Taschenlampen suchen die Gäste ihren eigenen Weg durch Räume, die zum Teil komplett abgedunkelt sind. Manches Werk bleibt so vielleicht verborgen. Dass uns auch Geräusche erschaudern lassen, macht eine eigens komponierte Soundinstallation erfahrbar. Die gezeigten Gemälde, Skulpturen, Videoarbeiten und Installationen von der Neuen Sachlichkeit bis zur Gegenwart stammen aus der eigenen Sammlung. Das vermeintlich Vertraute verwandelt sich in Unheimliches.


Mit Werken von:
Arcangelo, Karin Hildegard Bilyk, Julius Bissier, Jürgen Brodwolf, Walter Diederichs, Rudolf Dischinger, Martin Disler, Peter Dreher, Sandra Eades, Gerhard Elsner, Alfred J. Enderlein, Franz Gutmann, Walter Giers, Gretel Haas-Gerber, Mathilde ter Heijne, Alfonso Hüppi, Michael Jäger, Horst Egon Kalinowski, Jochen Kitzbihler, Werner Knaup, Gudrun Krüger, Susanne Kühn, Anna Löbner, Priska von Martin, Chistopher Muller, Irene Müller, Lothar Quinte, Michel Sauer, Reinhard Schakowski, Walter Schelenz, Wilhelm Schnarrenberger, Melitta Schnarrenberger, Richard Schindler, Turi Simeti, Hubert Sonner, Curt Stenvert, Peter Vogel, Hannsjörg Voth, Romy Weber, Manfred Wild, Michaela Wirsig, Dietmar Josef Zapf

Dauer: 27. Oktober 2018 – 24. März 2019
Weitere Info Website Museum für Neue Kunst Direktlink


colorful . farbenfroh – Im Fokus: Dorothy Fratt
18. Februar 2018 – 20. Januar 2019

Im Zentrum der Ausstellung „colorful . farbenfroh“ im Museum Art.Plus Donaueschingen stehen Gemälde der jüngst verstorbenen amerikanischen Künstlerin Dorothy Fratt (1923-2017).

Ausstellung „colorful . farbenfroh – Im Fokus: Dorothy Fratt“ Dorothy Fratt, Red and Green, 1975 © Museum Art.Plus/Art.Plus Foundation

Die in Europa kaum bekannte Malerin ist eine echte Entdeckung. Ihr Werk ist im Zusammenhang mit der Washington Color School zu sehen, einer Gruppe abstrakter Künstler, die von Ende der 1950er-Jahre bis Ende der 1960er-Jahre in Washington, D.C. tätig war. Als Parallelentwicklung zum Abstrakten Expressionismus und dem color field painting der New York School entwickelten sie in ihren meist großformatigen Gemälden eine Formsprache, die weniger gestisch als vielmehr in der Fläche das Zusammenspiel von Farben und ihre Wirkung auf den Betrachter untersuchte. Zwar verließ Dorothy Fratt schon Ende der 1950er-Jahre Washington, D.C. und zog nach Arizona, wo sie bis zu ihrem Tod lebte, doch blieb sie diesem Stil treu und entwickelte ihn weiter. So entstand über viele Jahrzehnte ein umfangreiches Oeuvre, das es hierzulande noch zu entdecken gilt. Die Ausstellung zeigt erstmals in Europa eine größere Zusammenstellung von Werken der Künstlerin von den 1960er- bis in die 2000er-Jahre. Ergänzt werden die Arbeiten von farbenfrohen, zwei- und dreidimensionalen Kunstwerken weiterer internationaler Künstler.

Beteiligte Künstler: Gianni Dessì (IT), Rainer Fetting, Ralph Fleck, Dorothy Fratt (US), Günter Fruhtrunk, Winfred Gaul, Heidi Gerullis, Otto Herbert Hajek, Keith Haring (US), Emil Kiess, Gerhard Langenfeld, Thomas Lenk, Alessandro Mendini (IT), Helmut Middendorf, Georg Karl Pfahler, Lothar Quinte, Matthew Radford (GB), Gert Riel, Reiner Seliger, Paolo Serra (IT), Pierre Soulages (FR) 

Weitere Info: www.museum-art-plus.com

Die Welt im Fokus. Fotografien von Steve McCurry

Rund 100 „Ikonen“ des renommierten amerikanischen Fotografen Steve McCurry (*1950) sind zu sehen – bewegende und bemerkenswerte Aufnahmen eines mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrten, weltreisenden „visual storyteller“. Seine Bilder erzählen von Krieg und Katastrophen, aber auch von Schönheit und Poesie. Für seine Dokumentation der sowjetischen Invasion in Afghanistan im Jahr 1979 wurde er 1980 vom Overseas Press Club mit der Robert Capa Gold Medal ausgezeichnet. Seither führten ihn seine Fotoreportagen um die ganze Welt – er fotografierte im Iran-Irak-Konflikt, im Golfkrieg und dokumentierte den Jugoslawien-Konflikt.

Rangoon, Burma, 1994 © Steve McCurry

Seit 1986 ist er Mitglied der Fotografenagentur Magnum, bekannte Magazine und Zeitungen drucken seine Fotografien, Monografien befassen sich mit seinen Arbeiten, weltweit präsentieren Museen und Sammlungen seine Werke. Besonders aussagekräftig sind McCurrys Porträts. Aber auch wilde Landschaften und spannende Reportagefotos sind Teil dieser Ausstellung, die Motive aus aller Welt – von Afghanistan bis Tibet – präsentiert. Videos, in den der Fotograf sein Vorgehen erläutert, ergänzen die Schau.
Dauer: 6. Oktober 2018 – 13. Januar 2019 im Deutschordensmuseum
Bad Mergentheim

Weitere Info: www.deutschordensmuseum.de
Führungen nach Vereinbarung unter Tel. 07931/52212 möglich


Konstruktion der Welt:
Kunst und Ökonomie 1919-1939 und 2008-2018

12.10.18 bis 03.02.19 in der Kunsthalle Mannheim

Alexander Deineka, Beim Bau neuer Werkhallen, 1926, Tretjakow Galerie Moskau © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Alexej Sergeew

Zehn Jahre nach dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise 2008, die die Wirtschaftssysteme in Amerika und Europa in ihren Grundfesten erschütterte und unsere Gegenwart nachhaltig beeinflusst, verdeutlicht diese Themenausstellung erstmals den dramatischen Einfluss der Ökonomie auf die Kunst in einem weltweiten Vergleich und zeigt dies in der Gegenüberstellung zweier Epochen auf. Ökonomische Phänomene in der Klassischen Moderne der 1920/30er Jahre werden mit Fokus auf Deutschland, Russland und den USA reflektiert und künstlerischen Positionen der unmittelbaren Gegenwart gegenübergestellt.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier

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