Das Theater Ulm –
Facetten des Bürgerlichen

Die Spielzeit 2018/2019 des Theaters Ulm steht im Zeichen des Intendantenwechsels. Kay Metzger hat Andreas von Studnitz abgelöst. Da eine neue Intendanz inhaltliche und personelle Veränderungen bedingt, darf sich das Publikum auf die Auftritte von Neigschmeckten freuen, die mit Beginn dieser Spielzeit an das Theater Ulm kommen. Und unter diesem Motto »neigschmeckt« firmiert auch das Programm des Hauses. Die kommenden Spielzeiten werden unterschiedlichen Facetten des Bürgerlichen einst und jetzt gewidmet sein und mit der Theaterarbeit soll zu Reflexion und Diskurs über Formen des stadtbürgerlichen Zusammenlebens, von Gemeinschaft und Exklusion, über Gefahren und Gefährdungen des bürgerlichen Selbstverständnisses und die Chancen von Urbanität in einer sich stark verändernden Stadtgesellschaft angeregt werden.

(c) Theater Ulm

Der Spielplan ist bewusst generationsübergreifend konzipiert und beinhaltet eine Vielzahl von Angeboten für Familien, Kinder und Jugendliche sowie die ambitionierten Bürgerbühnen. Lokale und regionale Bezüge sind prägend ebenso die Vernetzungen mit unterschiedlichen Institutionen. Schillers »Die Räuber« und das Ballett »Das kalte Herz« nach Wilhelm Hauff sind eine Referenz an die Dichter des Landes. Im Gedenken an die vor 75 Jahren hingerichteten Geschwister Scholl wird im Podium die Kammeroper »Weiße Rose« von Udo Zimmermann aufgeführt und mit der Uraufführung des Schauspiels mit Musik »Aufstieg und Fall des Uli H.« von Sarah Kohrs wird ein berühmter Ulmer Metzgersohn porträtiert.
Verstärkt kommt es am Theater Ulm in dieser Spielzeit zu Kooperationen mit anderen Bühnen: Vom Meininger Staatstheater wird »Lucia di Lammermoor« in der Inszenierung von Ansgar Haag übernommen, vom Landestheater Detmold »Der fliegende Holländer« und von der Königlichen Oper Stockholm die 2012 uraufgeführte und mit dem International Opera Award ausgezeichnete Oper »Written on Skin« von George Benjamin.
Mit vielen Veranstaltungen schwärmt das Theater in die Stadt aus – etwa mit der Lesereihe »Wort­Reich« und der Kooperation »Vis­à­vis« mit Kirchen in der Stadt, z.B. gleich zum Auftakt der Spielzeit mit dem Monolog »Judas« von Lot Vekemans in der Herzkammer der Stadt – dem Münster.

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