Werke aus den Sammlungen Grässlin und Wiesenauer.
Arbeiten von Meuser

Bereits seit 2006 präsentiert die Familie Grässlin im KUNSTRAUM GRÄSSLIN und den RÄUMEN FÜR KUNST ihre Sammlung nationaler und internationaler Kunst der 1980er, 1990er und 2000er Jahre. In insgesamt
acht Ausstellungen gab es bisher die Möglichkeit Einblicke in die private Sammlung zu bekommen. Jetzt wurde das Ausstellungskonzept erstmals erweitert, indem die Sammlung des Stuttgarter Ehepaars Ursula und Hanns Wiesenauer zu Besuch in St. Georgen ist. Unter dem Motto GASTSPIEL – WERKE AUS DEN SAMMLUNGEN GRÄSSLIN UND WIESENAUER treten ausgewählte Arbeiten in einen Dialog. Den Sammlungsschwerpunkten entsprechend, werden mit einem Fokus auf Malerei Positionen der 1980er und 1990er Jahre gezeigt. Die Werke aus dem Besitz des Ehepaars Wiesenauer werden durch das Gastspiel im KUNSTRAUM GRÄSSLIN und den RÄUMEN FÜR KUNST erstmalig einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Im KUNSTRAUM GRÄSSLIN wird mit Arbeiten von Meuser aus den 1980er bis 2000er Jahren ein Überblick über das Werk des Künstlers präsentiert, dessen Atelier und Materiallager der Schrottplatz ist. Schrott ist ein Material, das durch viele Hände ging und schließlich weggeworfen wurde. Meuser greift dieses Material auf und gibt ihm durch Zuschnitt, Schweißung, Stauchung, Faltung und Oberflächenbehandlung ein neues Leben, ohne dabei das alte unsichtbar zu machen.

 

KUNSTRAUM GRÄSSLIN – Meuser: Klotz am Bein, 1985, Eisen, Rostprimer, 163 x 65 x 65 cm Meuser: Trümmerfrauen/Extrarente, 2015, Stahl, Öl, 200 x 130 x 50 cm; Meuser: Ohne Titel, 1980, Stahl, Plastik, Farbe, Mennige, 220 x 240 x 30 cm, Meuser: Pommes Schranke, 1997, Aluminium, Öl, 30 x 300 x 17 cm © Meuser; Fotonachweis: Wolfgang Günzel, Offenbach

Meuser (* 1947 in Essen),  ist ein deutscher Bildhauer und Objektkünstler, der ausschließlich unter seinem Künstlernamen arbeitet. Von 1968 bis 1976 studierte er an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys und Erwin Heerich und belegte nebenbei die Studiengänge Philosophie und Kunstgeschichte. 1978 widmete ihm die Galerie Arno Kohnen, Düsseldorf, die erste Einzelausstellung und 1991 hatte er eine Ausstellung in der Kunsthalle Zürich. Seit 1992 hat er eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und nahm im gleichen Jahr mit einigen Werken an der documenta IX in Kassel teil. Meuser lebt heute in Düsseldorf.

RÄUME FÜR KUNST – KÜNSTLER AUS DEN SAMMLUNGEN

In den RÄUMEN FÜR KUNST, den über das gesamte Stadtgebiet verteilten externen Ausstellungsräumen der Sammlung Grässlin, werden ausgewählte Werke der 1980er und 1990er Jahre präsentiert. Die Künstler der 1980er Jahre sind mit Malereien, Skulpturen und Installationen von Werner Büttner, Günther Förg, Georg Herold, Martin Kippenberger sowie Albert und Markus Oehlen vertreten. Des Weiteren trifft man beim Rundgang durch die RÄUME FÜR KUNST auf konzeptuelle Arbeiten von Helmut Dorner, Imi Knoebel oder Heimo Zobernig und auf die sich zwischen Abstraktion und Figuration bewegenden Malereien von Herbert Brandl und André Butzer. Für ihr Konzept zur Vermittlung moderner Kunst und ihr jahrzehntelanges Engagement bekam die Sammlerfamilie 2010 den renommierten Art Cologne-Preis.

 

RÄUME FÜR KUNST, Bahnhofstraße 64a: Albert Oehlen: Das Privileg, 1999, Öl auf Leinwand, 200 x 144 cm Albert Oehlen: FM 7, 2008, Öl auf Leinwand, 160 x 200 cm © Albert Oehlen Fotonachweis: Wolfgang Günzel, Offenbach

Die Anfänge der Sammlung Grässlin liegen in den 1970er Jahren, als die Eltern Anna und Dieter Grässlin begannen Grafiken des süddeutschen Konstruktivismus und zahlreiche Werke des deutschen Informel zusammenzutragen. Ihre vier Kinder Bärbel, Thomas, Sabine und Karola, von der Sammelleidenschaft ihrer Eltern angesteckt, wandten sich Anfang der 1980er Jahre ihrer eigenen Generation zu und erwarben Werke von u.a. Werner Büttner, Günther Förg, Georg Herold, Martin Kippenberger, Meuser, Albert und Markus Oehlen oder Franz West. Später wurde die Sammlung um Positionen der 1990er und 2000er Jahre erweitert. Künstler wie Kai Althoff, Michael Beutler, Cosima von Bonin, Clegg & Guttmann, Mark Dion, Michael Krebber oder Heimo Zobernig fanden ihren Weg in die Sammlung.

In der Ausstellung vertretene Künstler:
Herbert Brandl, Werner Büttner, André Butzer, Helmut Dorner, Günther Förg, Georg Herold, Martin Kippenberger, Imi Knoebel, Meuser, Rachel von Morgenstern, Albert Oehlen, Markus Oehlen, Tobias Rehberger, Andreas Slominski, Alicia Viebrock, Heimo Zobernig
Außerdem sind Dauerinstallationen folgender Künstler zu sehen:
Michael Beutler, Asta Gröting, Erich Hauser, Kalin Lindena, Reinhard Mucha, Ulrich Rückriem, Franz West, Joseph Zehrer
Informationen zum Besuch der Ausstellung:
info@sammlung-graesslin.eu
Öffnungszeiten KUNSTRAUM GRÄSSLIN: nach Vereinbarung Private Gruppenführungen: nach telefonischer Anmeldung
SAMMLUNG GRÄSSLIN
Museumstraße 2, 78112 St. Georgen, Telefon 07724 / 91 61 805
Website: http://www.sammlung-graesslin.eu

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