„Review Bauhaus“ im
SV Kunstfoyer

Das SV Kunstfoyer blickt vom 30. Januar bis 28. Februar 2020 auf 100 Jahre Bauhaus zurück. Vorgestellt werden ein Ausstellungsprojekt, ein Bildungsprogramm und Fördermaßnahmen, die mithilfe der SV Kunst- und Kulturförderung umgesetzt wurden. Außerdem werden Arbeiten aus der SV Kunstsammlung zum Thema Bauhaus zu sehen sein.

Fritz Winter, Abstrakte Landschaft, 1957, Acryl, Öl, Tempera, 49,0 x 69,5 cm,© SV Kunstsammlung, Foto: Reinhard Berg.

Im Mittelpunkt der Präsentation steht der Bauhaus-Künstler Kurt Schmidt, dessen Arbeiten in der Kunstsammlung Gera unter dem Titel „Kurt Schmidt – Intermediale Experimente am Bauhaus“ zu sehen waren. Die Kuratorin Dr. Claudia Tittel untersuchte darin Schmidts Werk zwischen rationalem Konstruktivismus und expressiver Abstraktion, welches mit den Lehren des Bauhauses und dem mechanischen Bühnenspiel einhergeht.

Kurt Schmidt, Entwurf für Das Mechanische Ballett, 1923/1975, Bleistift, Tempera, 20,8 x 39,5 cm, Kunstsammlung Gera, Foto: Christoph Beer.

Für das SV Kunstfoyer hat die Kuratorin den Fokus auf die Papierarbeiten zu seinem faszinierenden „Mechanischen Ballett“ gelegt, das 1923 in Thüringen uraufgeführt wurde und das als gleichwertiges Bühnenstück neben dem „Triadischen Ballett“ von Oskar Schlemmer zu nennen ist.

Oskar Schlemmer, Relief H, 1919/1963, Nachguss, Aluminium, 108,0 x 66,0 cm, © SV Kunstsammlung, Foto: Oliver Willikonsky.

Der zweite Teil stellt die Kooperation mit der Stiftung Deutsches Design Museum vor und präsentiert das Schulprojekt „Entdecke Design – Entdecke Bauhaus“. An 20 Schulen in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Teilen von Rheinland-Pfalz beteiligten sich Schülerinnen und Schüler an eintägigen oder einwöchigen Workshops, in denen kreative Konzepte umgesetzt wurden. Es entstanden u. a. „10-Minuten Bauhaus-Stühle“ aus Papier und Gummi und ein Kommunikationskonzept für Produkte wurde erarbeitet. Die Ausstellung zeigt einen Einblick in dieses Förderprojekt und präsentiert kleine Designobjekte und Kommunikationsideen der Schüler*innen.

Foto: Christof Jakob.

Zeitgleich in die theoretische Auseinandersetzung mit den Themen des Bauhauses fiel die Aufarbeitung der SV Kunstsammlung. Inspiriert durch die Ausstellung „BAUHAUS.LINES“ der Geraer Häselburg, wurde in der eigenen Sammlung „dem Bauhaus gefolgt“. So zeigt „Review Bauhaus“ auch Werke von Künstlern wie Oskar Schlemmer, Fritz Winter oder Rudolf Ortner, die am Bauhaus lehrten, sowie Arbeiten von Frank Badur, Paul Uwe Dreyer, Karl Hermann, Ben Muthofer, Karl-Georg Pfahler, Jürgen Reipka, Ricardo Saro, Anton Stankowski und Victor Vasarely.
In deren künstlerischen Konzepten drehte sich alles um die Einheit von Farbe und Raum sowie die Vereinfachung von Formen, die sich in den Kunstrichtungen der Farbfeldmalerei, Konkreten Kunst, Op Art, Minimal Art oder der Abstrakten Malerei nach 1960 weiterentwickelten.

Im Bauhaus Jahr 2019 förderte die SV SparkassenVersicherung gemeinsam mit der Sparkasse Mittelthüringen und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen zahlreiche Projekte und Ausstellungen in Thüringen.
Ein Überblick wird durch Kataloge in der Ausstellung gegeben.



Buch-Tipp
Intermediale Experimente am Bauhaus.
Kurt Schmidt und die Synthese der Künste
Ausst.-Kat. hrsg. von Claudia Tittel,
Gera: Kunstsammlung Gera 2019
Format 28 x 23 cm, 304 Seiten,
186 farbige Abbildungen, Fadenheftung.
isbn 978-3-910051-63-8

SV Kunstfoyer, Löwentorstraße 65, 70376 Stuttgart, Tel. 0711 898-46703
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 08:00 bis 18:00 Uhr

Weitere Infos: kunstfoyer@sparkassenversicherung.de und
www.sparkassenversicherung.de/kulturfoerderung

Die Kunst- und Kulturförderung der SV SparkassenVersicherung unterstützt Institutionen und fördert Ausstellungen sowie Festivals in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und in Teilen von Rheinland-Pfalz. Mit ihrem Engagement für Kunst und Kultur fördert sie die Begegnung mit Kunst und Künstlern, unterstützt die Kommunikation zwischen den Kunst- und Kulturlandschaften und baut Netzwerke zwischen den Kulturinstitutionen der
Regionen auf.

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