Literatur unter Bäumen –

Von April bis Oktober erwartet das Publikum im Rahmen der Landesgartenschau Überlingen eine einzigartige Szenerie: eine Bibliothek mit rund eintausend Werken der Bodensee-Literaturgeschichte
„Der Bodensee ist eine Landschaft der Literaten“, so das Fazit des Literaturhistorikers Manfred Bosch und Autor des Buches „Bohème am Bodensee“ über die ungewöhnlich reiche Kultur- und Literaturlandschaft. Rund um den Bodensee sind hier seit rund 1000 Jahren in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz literarische Werke von Rang entstanden. Überlingen nimmt dabei eine ganz zentrale Rolle ein, denn zahlreiche Literaten waren hier ansässig oder regelmäßig zu Gast, seit mehr als sechs Jahrzehnten wird hier der Bodensee-Literaturpreis verliehen und mit Martin Walser lebt einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren in der Stadt. In den Regalen der Open-Air-Bibliothek findet sich – wetterfest untergebracht – eine einmalige Auswahl an Büchern zur Literaturgeschichte der Vierländerregion. Sie reicht von den Aufzeichnungen des Mönchs Walahfrid Strabo aus dem Mittelalter bis hin zu jungen Gegenwartsautoren. Rund 120 Verlage haben die Bücher beigesteuert. Begleitet wird die Bibliothek von einer Lesungsreihe mit renommierten Autorinnen und Autoren der Bodenseeregion. Mit dabei sind Peter Stamm, Eva Gesine Baur, Manfred Bosch, Verena Roßbacher und Zsuzsanna Gahse. Gleichzeitig erinnert die Reihe aber auch an bereits verstorbene Dichter vom See wie Werner Dürrson, Tami Oelfken, Annette von Droste-Hülshoff, Franz Michael Felder und Markus Werner.
Ausführliche Informationen zum Lesungsprogramm finden sich auf der Homepage der Landesgartenschau Überlingen.
www.ueberlingen2020.de