The Last Unicorn.
Das Einhorn im Spiegel der Popkultur

22. März bis 30. August 2020, Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd

Figurenuhr Einhorn, Augsburg, um 1600, Bronze, Ebenholz, Eisenräder, Horn, Messingplatine, Messing, vergoldet; Silber, vergoldet; Silber, 40 × 27 × 18 cm (mit Sockel). © Museum im Prediger

Bis heute beflügelt das Einhorn die menschliche Phantasie. »We live forever!« erklärt das wundersame Tier stolz in The Last Unicorn, dem Zeichentrickfilm-Klassiker von Jules Bass und Arthur Rankin Jr. aus dem Jahr 1982 nach dem gleichnamigen, 1968 erschienenen Roman von Peter S. Beagle. Erzählt wird die Geschichte eines Einhorns, das sich aufmacht, seine verloren geglaubten Artgenossen zu finden. Als erstes seiner Art erfährt es Angst und Leid aber auch Freundschaft und Liebe. Über die Lesart als Fantasy-Epos der Popkultur hinaus verhandelt der Film menschliche Daseinsfragen nach Gut und Böse und Themen wie gesellschaftliche Ausgrenzung, Selbstfindung, Liebe und Tod. Diesen sehr gegenwärtigen Faden nimmt die Ausstellung auf und knüpft daran die nahezu 750-jährige Tradition des Einhorns als Schwäbisch Gmünder Wappentier, die in den Museumssammlungen reich dokumentiert ist. Achtzig ausgewählte Werke verschiedener Epochen und Gattungen treten in einen beziehungsreichen Dialog. Der Bogen spannt sich von Albrecht Dürer über Emmanuel Leutze, Max Ernst, Nan Goldin und dem Meissen-Atelier bis zu zeitgenössischen Werken, die den Surrealismus wie auch die psychedelische Farbigkeit und Ästhetik der 1980er-Jahre ansprechen. In Kooperation mit Martina Tauber Fine Art, München. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Max Ernst, Soleil noir, um 1952, Öl auf Leinwand, 16,2 x 12,1 cm, Sammlung Würth. © VG Bild-Kunst, Bonn 2019; Foto: Volker Naumann, Schönaich

Weitere Informationen:
Museum im Prediger, Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon: 07171 603-4130,
Web: www.museum-galerie-fabrik.de
Geöffnet: Di, Mi, Fr 14-17, Do 14-19, Sa, So, Feiertage 11-17 Uhr. Montags geschlossen

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