François Boucher

François Boucher gilt bis heute als Inbegriff des französischen Rokoko. Seine Werke fanden europaweit Bewunderung, auch die badische Markgräfin Karoline Luise gehörte zu seinen Auftraggeber*innen. Boucher Werke prägten den Geschmack europaweit. Seine Kompositionen dienten als Vorlagen für Bühnendekorationen, Tapisserien, Möbel und Porzellane. Noch heute fesselt Bouchers Werk durch seine thematische wie stilistische Vielfalt. Seine Darstellungen ländlicher Idyllen, eleganter Genreszenen und mythologischer Motive sind gekennzeichnet von Erfindungsreichtum, Imagination, Humor und Ironie.

Abbildung: François Boucher, Junge Frau mit Kind um 1750, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

In der subtilen Ausführung und der farblichen Delikatesse sensibilisiert seine Kunst für die sinnliche Wirkung der Oberfläche. Der Arbeits- und Entwurfsprozess des Künstlers zeigt sich insbesondere in seinen Zeichnungen und Ölstudien. Kraftvoll und virtuos oder auch in selbstversunkener Zurückhaltung erlangten sie vielfach als eigenständige Werke Bedeutung. Bestandteil der Präsentation ist die interaktive Klanginstallation von Elina Lukijanova, in der formale Elemente des Rokoko in zeitgenössische Geräusch- und Sprachwelten umgesetzt werden.
14. November – 17. Februar Kunsthalle Karlsruhe

 

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