Laß leuchten! Peter Rühmkorf

Der vielfach preisgekrönte Lyriker Peter Rühmkorf lebte lange in Hamburg an der Elbe, doch seine Manuskripte „wohnen“ bereits seit 1980 im Deutschen Literaturarchiv.

Rühmkorf: Peter Rühmkorf. Foto: DLA Marbach.

Nun ehrt die Arno Schmidt Stiftung Rühmkorfs Leben und Werk mit der umfangreichen Ausstellung unter den Titel „Laß leuchten!“ im Schiller-Nationalmuseum. Die Ausstellung zeigt Rühmkorfs Werk und sein Leben als Künstler und streitbarer Intellektueller in allen Facetten. Zentrales Element der Ausstellung ist der „Raum der Gedichte“, in dem zehn Gedichte Rühmkorfs in Großprojektionen inszeniert werden. Peter Rühmkorf (1929–2008) publizierte seine Gedichte nicht nur in Büchern, sondern entdeckte auch immer wieder neue Orte für die Lyrik.

Schreibtisch: Rühmkorfs Schreibtisch über der Elbe. Foto: DLA Marbach.

Gemeinsam mit Musikern trug er sie als „Jazz & Lyrik“ in Kellerclubs, Kirchen und auf öffentlichen Plätzen vor. Er sammelte Kinder- und Spottverse, studierte und rezensierte Kollegen, bewunderte Dichter vergangener Jahrhunderte, schrieb Theaterstücke und erreichte mit seinem Erinnerungsbuch „Die Jahre die Ihr kennt“ ein großes Publikum. Rühmkorf arbeitete als Redakteur der Zeitschrift konkret, als Lektor des Rowohlt Verlags und engagierte sich in der Studenten- und Friedensbewegung.

Ich liebe Dich: Typoskripte mit handschriftlichen Korrekturen zu ‚Liebe dich, Liebe‘. Foto: DLA Marbach

Eine Auswahl weitgehend unbekannter Filmaufnahmen seiner „Jazz & Lyrik“- Programme aus mehreren Jahrzehnten ergänzt die in der Ausstellung gezeigten Gedichtprojektionen. Themenstationen widmen sich wichtigen Aspekten in Schaffen und Leben des Dichters, stellen einzelne Werkphasen vor und erläutern sein poetisches Konzept. Eine fünfzig Quadratmeter große Wandinstallation verdeutlicht am Beispiel des Gedichts Selbst III/88 (die digitale Erschließung ist jetzt auf www.peterruehmkorf.de zu finden) Rühmkorfs aufwendigen Arbeitsprozess.


Weitere Infos: www.dla-marbach.de

Die Ausstellungseröffnung findet am 25. Oktober statt.
Zur Eröffnung um 11 Uhr sprechen der Literaturwissenschaftler und Mäzen Jan Philipp Reemtsma und der Lyriker Nico Bleutge. Achtung: Coronabedingt ist das Sitzplatzangebot reduziert, weswegen nur bestätigte E-Mail-Anmeldungen (bis 16. Oktober) gültig sind.

Zur Ausstellung erscheint das Marbacher Magazin 171.172: Laß leuchten!
Peter Rühmkorf – selbstredend und selbstreimend,
ISBN 978-3-944469-52-2

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