Vera Molnar und Lichtkunst aus der Sammlung

Die Ausstellung Vera Molnar. Promenades en carré zeigt das umfangreiche Œuvre der 1924 in Budapest geborenen und seit 1947 in Paris lebenden Künstlerin. Ausgehend vom Quadrat, dem Kreis und der Linie generiert Vera Molnar eine Vielzahl an Serien, die das Auge einladen, in abstrakten Bildwelten spazieren zu gehen. Die Grande Dame der Geometrischen Abstraktion verweigerte sich von Anfang an der subjektiven Komposition und gründete ihre „visuellen Forschungen“ auf ein kombinatorisches Verfahren, das sie als „machine imaginaire“ bezeichnete. Bereits 1968 erhielt sie die Möglichkeit, mit einem Computer zu arbeiten, der anhand vorgegebener Algorithmen unvorhersehbare Bildergebnisse erzeugte. Vera Molnar gilt als Pionierin der Computerkunst. Die Schau präsentiert über 60 Arbeiten in offenen Kapiteln: von frühen Zeichnungen, Gouachen und Buchstaben-Bildern, die das Streben nach Serialität sichtbar machen über Computerplots und Malereien, in denen Verschiebung, Verformung und Zufall als gestalterische Prinzipien vorherrschen bis zu Arbeiten, die sich konzentriert etwa mit der Farbe Rot oder einzelnen Ikonen der Kunstgeschichte befassen.

Vera Molnar, 9 rond, 3 couleurs, Foto: Gerhard Sauer, 1966 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Highlights. Lichtkunst aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter führt die anhaltende Begeisterung von Künstlerinnen und Künstlern für die gestalterischen Möglichkeiten des Lichts vor Augen, befeuert von neuesten Leuchtmitteln und innovativer Technik. Viele Lichtkünstler der Gegenwart verwenden LEDs, deren Lichtfarben sich per Computer steuern und dynamisch verändern lassen. Hightech und Sinnlichkeit, technisches Kalkül und Poesie wirken in ihren Werken eindrucksvoll zusammen. Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig Licht eingesetzt wird. Zu sehen sind Objekte und Installationen von Werner Bauer, Brigitte Kowanz, Adolf Luther, Manfred Mohr, François Morellet, Jan van Munster, Maurizio Nannucci, Miriam Prantl, Betty Rieckmann, Gregorio Vardanega.
Dauer: 18. Oktober 2020 bis 11. April 2021


Weitere Informationen: Museum Ritter,
Alfred-Ritter-Straße 27, 71111 Waldenbuch, Fon 07157/ 53511-0,
Öffnungszeiten: Di. bis So. 11 – 18 Uhr; www.museum-ritter.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.