Gesehenes, Gehörtes, Träume und Wortspiele

Der Oberrheinische Kunstpreis Offenburg 2020 geht an Peter Bosshart. Seine kraftvoll-figürliche Malerei findet ihre Motive im alltäglichen Leben. Der Künstler verwebt Gesehenes, Gehörtes, Träume und Wortspiele. Die Schilderungen sind oft hintergründig, geprägt von einem sehr persönlichen Humor. Es sind meist nur wenige Motive, manchmal stark vergrößert, häufig umfasst die Palette nur wenige Farben.

Peter Bosshart, Liege 2018, Öl auf Leinwand, Foto: Serge Hasenböhler

„Ich versuche das Reich der Malerei zu entdecken, in dem ich es beschränke,“ sagt der Künstler über seine Vorgehensweise. Das Vergnügen des Betrachters ist ihm wichtig. „Über- und Untertreibung liegen hautnah beieinander, hier in liebevoller Rivalität, dort in labilem Gleichgewicht. Allerlei Realität wird ins Piktogramm geschnürt und mit Ironie und Farbe aus der Fessel wieder befreit.“ So beschreibt Prof. Dr. Klaus Gallwitz diese „klassische ‘Schilderkunst‘, wie seine Kollegen in den Niederlanden seit alters die Malerei so anschaulich wie konkret benennen und handhaben.“

Peter Bosshart, Vehikel, 2019, Öl aufLeinwand 120x145cm

Peter Bosshart, 1966 in Lörrach geboren, lebt und arbeitet in Efringen-Kirchen. Nach Studienjahren in Basel und Frankfurt am Main bei Thomas Bayrle, Martin Kippenberger und Andreas Slominski kehrte er 1998 in seine Heimatregion zurück. 2018 erhielt er den Kunstpreis der Stiftung der Sparkasse Markgräflerland. Der Künstler wurde ausgewählt von einer Jury unter Vorsitz des Kunsthistorikers und internationalen Kurators Prof. Dr. Klaus Gallwitz und den weiteren Mitgliedern Julia Garimorth, Chefkonservatorin, Musée d‘ Art Moderne de la Ville de Paris, Sören Grammel, Leiter Kunst ab 1960 / Gegenwartskunst, Kunstmuseum Basel, Dr. Christine Litz, Direktorin des Museums für Neue Kunst Freiburg, und Dr. Bernhard Serexhe, Kurator, Karlsruhe. Die Stadt Offenburg und der Förderkreis Kunst + Kultur e.V. verleihen 2020 zum vierten Mal den Oberrheinischen Kunstpreis Offenburg. Die Auszeichnung beinhaltet ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro sowie eine Ausstellung in der Städtischen Galerie Offenburg.


Dauer der Ausstellung: vom 18. Oktober 2020 bis 21. Februar 2021. Zur Ausstellung erscheint ein dreisprachiger Katalog immodo verlag Freiburg. Weitere Informationen: Städtische Galerie Offenburg,Fon 0781/ 82 20 40, www.galerie-offenburg.de

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