Im Rausch der Zeit.

Vom 4. Dezember 2020 bis 28. Februar 2021 widmet sich die Galerie Stihl Waiblingen mit der Schau Im Rausch der Zeit. Expressionismus von Kollwitz bis Klee der Druckgrafik des Expressionismus.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und mit dem Erstarken einer jungen Republik profitierte nur ein geringer Teil der Bevölkerung vom wirtschaftlichen Aufschwung durch die Hochindustrialisierung. Die überwiegende Mehrheit der Menschen litt unter Perspektivlosigkeit und Verunsicherung.

Max Beckmann, Pierrot und Maske, 1920, Lithographie, Osthaus Museum Hagen“ © Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen, Foto: Jürgen Spiler / VG Bild-Kunst, Bonn 2020

In einer solchen Zeit des Rausches, aber auch des Unbehagens und der Frustation entwickelte sich die aufstrebende Kunstform des Expressionismus zu einem Ausdrucksmittel für Empfindungen und diente der Äußerung von Kritik an bestehenden gesellschaftlichen Zuständen.
Die Ausstellung spannt einen Bogen von 1893 bis 1962, ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den politisch wie wirtschaftlich brisanten 1920er-Jahren. Rund 100 Arbeiten aus dem reichen Bestand des Osthaus Museums Hagen vermitteln einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Kunstform und rücken den Menschen als fühlendes, leidendes und hoffendes Wesen in den Fokus.

Käthe Kollwitz, Mutterglück, 1931, Lithographie, Osthaus Museum Hagen © Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen, Foto: Jürgen Spiler

Bekannte Namen wie Max Beckmann, Otto Dix, Erich Heckel, Paul Klee oder Karl Schmidt-Rottluff prägen die Sammlung. Mit einem umfassenden Konvolut von Käthe Kollwitz präsentiert die Schau eine starke weibliche Perspektive.


Galerie Stihl Waiblingen, Weingärtner Vorstadt 12, 71332 Waiblingen,
Fon (07151) 5001-1686,
www.galerie-stihl-waiblingen.de

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