Max Ernst

Max Ernst (1891–1976) zählt zu den anregendsten und einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Die Strahlkraft seines Œuvres reicht weit über seine Zeit hinaus. Ein Teil seiner biografischen Notizen ist fiktiv, und er hielt stets auch eine ironische Distanz zu seinen eigenen Werken und Techniken: In seinen Bildern findet sich sowohl Figuratives wie auch erfundene Formen, seine Kunst ist multimedial. Max Ernst war ein Grenzgänger und Meister des Zwischenreichs. Wie sein Leben ist auch sein Werk von Brüchen und Themenwechseln geprägt. Beides ist in der Gesamtheit Ausdruck seines visionär-skeptischen Weltentwurfs.

»Les éclairs au-dessous de quartorze ans« (Blitze unter vierzehn Jahren) Aus »Histoire Naturelle«, Blatt 24, Lichtdruck nach Bleistiftfrottage auf Lafuma-Papier, Max Ernst, 1926, Sammlung Würth © VG Bild-Kunst Bonn 2020;

In der Sammlung Würth gehört Max Ernst zu den zentralen künstlerischen Positionen. Den Kern des Ernst-Blocks bildet eine einzigartige Kollektion von Büchern und Grafiken. Darin wird das an Vielfalt kaum zu übertreffende, scheinbar grenzenlose bildnerische Universum des Surrealisten Max Ernst von seinen Anfängen bis zu seinem fantastischen Spätwerk erlebbar. Neben Grafiken werden auch einige Plastiken des Künstlers gezeigt. Überdies lässt die Ausstellung im Schmuckmuseum Pforzheim, die noch bis bis 17. Januar 2021 zu sehen sein wird, einzelne Stücke aus der Sammlung des Schmuckmuseums in Korrespondenz zu den Werken Max Ernsts treten.

Anhänger, Eugène Feullâtre, Paris, 1906/10, Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Rüdiger Flöter

Tipp: Begleitend zur Ausstellung gibt es eine Filmreihe im Kommunalen Kino Pforzheim in Kooperation mit dem Schmuckmuseum Pforzheim zum Thema Surealismus.
Termine: 14. Oktober, 20 Uhr – Ein andalusischer Hund & Das Goldene Zeitalter – Cineastischer Salon mit Prof. Dr. Evelyn Echle & Prof. Dr. Thomas Hensel ; 18. November, 20 Uhr: Buñuel im Labyrinth der Schildkröten; 16. Dezember, 20 Uhr – Songs From The Second Floor

Weitere Informationen: www.schmuckmuseum.de
Öffnungszeiten: Di bis So und feiertags 10 bis 17 Uhr

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