Heinz Mack. Werke im Licht (1956-2017)

Der ZERO-Mitbegründer, Maler und Bildhauer Heinz Mack hat in rund 70 Schaffensjahren ein fulminantes Werk entwickelt. Seine Pioniertaten auf dem Gebiet der Lichtkunst, die er mit visionären Projekten vorantrieb, üben bis heute ungebrochen Faszination auf uns aus. Kaum ein Künstler unserer Zeit kann es mit ihm in puncto Produktivität und Werkvielfalt aufnehmen. Der mediale Facettenreichtum seines Œuvres umfasst Lichtkunst, kinetische Arbeiten und Land-Art ebenso wie Zeichnung, Malerei, Plastik und Skulptur. Trotz der Fülle an Ausdrucksmitteln konzentriert sich Heinz Mack mit bemerkenswerter Beständigkeit in seiner Kunst auf Themen, die er früh für sich entdeckte: auf die Erforschung des Lichts und die dynamische Kraft von Strukturen.

Heinz Mack, Ohne Titel, 2016 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021; Foto: Archiv Heinz Mack

Im Wunsch, sich vom Ballast der Vergangenheit zu befreien wagten Heinz Mack und seine Mitstreiter von ZERO in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg einen radikalen Neubeginn. Bereits 1958/59 konzipierte er sein Sahara-Projekt, dessen Ideen er in den Folgejahren nach und nach realisierte. Das spektakuläre Projekt wird ausführlich in der Ausstellung beleuchtet; zu sehen ist unter anderem der preisgekrönte Film Tele-Mack (1968/69), in dem der Künstler das Licht in den Weiten der Wüste experimentell untersucht. Um das Licht geht es auch in den kinetischen und plastischen Werken der Schau. Neben dreidimensionalen Arbeiten aus modernen Materialien wie Edelstahl, Aluminium, Wellen- oder Acrylglas ist eine Auswahl an kleinen Marmorskulpturen zu sehen, die den hohen Stellenwert der klassischen Bildhauerei für den Künstler verdeutlichen.
Macks Malerei wird anhand von neueren Tuschzeichnungen und großen Leinwandbildern vorgestellt.
Die Ausstellung zum 90. Geburtstag von Heinz Mack würdigt ihn als einen großen Künstler unserer Zeit. Sie gibt einen weit gefassten Einblick in sein Schaffen und vereint rund 60 Werke, deren poetische Schönheit im Licht aufscheint.
MUSEUM RITTER, Alfred-Ritter-Str. 27, 71111 Waldenbuch,
Tel. 07157/53511-0,
www.museum-ritter.de

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