Schmuckmuseum Pforzheim

Schmuck ist ein Menschheitsthema und  zieht sich durch alle Epochen und Kulturen. Unter der Überschrift Was ist Schmuck? Kreuz und quer durch die Sammlungen des Schmuckmuseums stehen Gemeinsamkeiten und Unterschiede, über vermeintliche Grenzen wie Kultur, Region oder Epoche hinweg,  im Fokus der Neupräsentation des Nachlasses Herion, die ab Anfang Dezember 2021 im Schmuckmuseum Pforzheim zu sehen sein wird. -Die ethnografische Sammlung „Eva und Peter Herion“ war zunächst Dauerleihgabe und gehört nun zum Bestand des Museums.

links: Amulettkästchen »Ga’u«, Silber, Türkis, Tibet, Lhasa, 20. Jh., Sammlung Eva und Peter Herion im Schmuckmuseum Pforzheim, Foto Petra Jaschke; rechts: Brosche »Moiré«, Silber, pulverbeschichtetes Edelstahlgewebe, Thanh-Truc Nguyen, Berlin, 2012, Schmuckmuseum Pforzheim, Schenkung von ISSP/Förderankauf »Junge, Schmuckkunst im Museum« 2014

Das Ziel, die Herion-Sammlung in Dialog mit der historischen und modernen Sammlung des Hauses zu präsentieren, ist ganz im Sinne der Sammler. Dem Pforzheimer Ehepaar Eva und Peter Herion, die in der Zeit von 1970 bis etwa 2006 unterschiedlichste Schmuckstücke auf Reisen vor allem nach Afrika und Asien erworben haben, lag an Schmuck in all seiner Vielfalt. Peter Herion war Unternehmer, Goldschmied und Künstler, und beide hatten sie großes Interesse an außereuropäischen Kulturen und deren Kunstschaffen.

Zunächst als wechselnde Ausstellung konzipiert, wird sie derzeit mit einem grundsätzlich neuen Ansatz umgestaltet. Die seit einigen Jahren geführte, in letzter Zeit aber verstärkte Diskussion über den Umgang mit ethnografischen Artefakten macht eine neue Sichtweise auf den außereuropäischen Schmuck notwendig.

links: Halsschmuck »Kina«, Perlmutt mit Rotholzpulver, Textil, Mendi, Papua Neuguinea, 20. Jh., Sammlung Eva und Peter Herion im Schmuckmuseum Pforzheim, Foto Petra Jaschke; rechts: Lunula-Anhänger, Gold, Granat, Nabatäisch-hellenistisch, 2. bis 1. Jh. v. Chr., Schmuckmuseum Pforzheim, Schenkung von ISSP, Foto Nick Bürgin
links: Brustschmuck »Pakol«, Muschelteile, Nassaschneckengehäuse,, Textil, Papua Neuguinea, Mendi, 20. Jh., Sammlung Eva und Peter Herion im Schmuckmuseum Pforzheim, Foto Petra Jaschke; rechts: Gürtelschließe, Horn, Silber, Piel Frères, Paris, Um 1904, Schmuckmuseum Pforzheim, Foto Rüdiger Flöter

Das Schmuckmuseum setzt daher ein neues Konzept um, das den Erkenntnissen und Schwerpunkten der aktuellen Diskussion Rechnung trägt. Wesentlich ist dabei, die Objekte gleichermaßen in ihrem jeweiligen kulturgeschichtlichen Kontext, im Hinblick auf ihren künstlerischen Anspruch und eingebettet in die globale Schmuckgeschichte zu betrachten.
Zur Eröffnungsmatinée am Sonntag, 5. Dezember, 11:30 Uhr, wird die Leiterin des Linden-Museums Stuttgart, Prof. Dr. Ines de Castro, sprechen.

Schmuckmuseum Pforzheim, Jahnstraße 42, 75173 Pforzheim
www.schmuckmuseum.de

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