BEGIN:VCALENDAR VERSION:2.0 PRODID:-//wp-events-plugin.com//7.4.5//EN TZID:Europe/Berlin X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin BEGIN:VEVENT UID:18947@arsmondo-online.de DTSTART;TZID=Europe/Berlin;VALUE=DATE:20260628 DTEND;TZID=Europe/Berlin;VALUE=DATE:20260629 DTSTAMP:20260530T222459Z URL:https://www.arsmondo-online.de/kulturtermine/der-fernseher-als-galerie -2026-06-28/ SUMMARY:Der Fernseher als Galerie DESCRIPTION:Ausstellung vom 30.05.2026 bis zum 10.01.2027. \n\nIm April 19 69 erschienen Kunstwerke der internationalen Avantgarde an einem unerwarte ten Ort: auf den Fernsehbildschirmen deutscher Wohnzimmer. Der Filmemacher Gerry Schum und die Kunsthistorikerin Ursula Wevers hatten das Fernsehen in einen Ausstellungsraum für Kunst verwandelt. Mit der Fernsehgalerie Ge rry Schum und der späteren videogalerie schum gehörten sie zu den Ersten \, die versuchten\, Fernsehen und Video als künstlerische Medien zu etabl ieren.\n\nDie Ausstellung Der Fernseher als Galerie. Das Archiv Gerry Schu m und Ursula Wevers erzählt die Geschichte dieses heute legendären Proje kts und ist zugleich mit einem bedeutenden Erwerb verbunden: Das ZKM über nimmt das Archiv Gerry Schum und Ursula Wevers und sichert damit eines der bedeutenden Archive der Kunst des 20. Jahrhunderts für künftige Generat ionen. Der Erwerb wurde durch die Unterstützung der Kulturstiftung der L änder\, der Stadt Karlsruhe und des Landes Baden-Württemberg ermöglicht .\n\nGegen Ende der 1960er Jahre wurde das Kunstwerk als Objekt zunehmend in Frage gestellt. Doch Prozesse\, Aktionen und ortsspezifische Werke wide rsetzten sich den gewohnten Formen des Sammelns und Ausstellens. Die Antwo rt von Gerry Schum und Ursula Wevers auf diese Situation war ebenso einfac h wie radikal: Diese Kunst brauchte ein neues Medium.\n\nAm 15. April 1969 ging die Fernsehgalerie Gerry Schum erstmals auf Sendung: Die ARD strahlt e mit LAND ART die erste Fernsehausstellung aus. Am 30. November 1970 f olgte mit IDENTIFICATIONS eine zweite Fernsehausstellung im Südwestfunk . Alle Filme waren für das Fernsehen konzipiert worden und existierten pr aktisch nur im Augenblick der Sendung. Die Produktionen\, die heute zum in ternationalen Kanon der Videokunst\, Land Art und Konzeptkunst zählen\, e ntstanden in Zusammenarbeit mit 30 Künstlern\, darunter Joseph Beuys\, Da niel Buren\, Jan Dibbets\, Richard Long\, Mario Merz\, Richard Serra und L awrence Weiner. Hinzu kamen die Fernsehinterventionen  von Keith Arnatt u nd Jan Dibbets\, die unangekündigt in das laufende Programm eingriffen.\n \n„Eine unserer Ideen ist die Kommunikation von Kunst anstelle des Besit zes von Kunstobjekten“\, erklärte Gerry Schum. Tatsächlich zielte das Projekt nicht nur auf ein neues Medium\, sondern auf eine andere Öffentli chkeit für Kunst und eine neue Ökonomie. Die Fernsehgalerie war ein Ge genentwurf zur Exklusivität von Museum\, Galerie und Kunstmarkt.\n\nDie s trukturellen Grenzen dieser Kritik an der Kunst als Ware zeigten sich jedo ch bald. Als die Fernsehsender sich weigerten\, die Zusammenarbeit fortzus etzen\, musste sich das Projekt an genau jene Strukturen des Kunstmarktes anpassen\, denen es ursprünglich entkommen wollte. 1971 gründeten Schum und Wevers in Düsseldorf die videogalerie schum und schufen damit ein neu es\, wegweisendes Modell – die erste Galerie in Europa\, die sich aussch ließlich der Produktion und dem Vertrieb von Videoeditionen widmete.\n\nD ie Ausstellung erzählt anhand des umfangreichen Archivs eine Geschichte v on Utopien\, von Gelingen und Scheitern – von Gerry Schums ersten Filmen ab 1967 bis zu seinem Suizid im Jahr 1973. Dabei löst sie diese Geschich te aus der Verkürzung auf einen einzelnen Protagonisten. Von Anfang an wa r das Projekt von Zusammenarbeit geprägt: im Vorfeld mit Bernhard Höke u nd Hannah Weitemeier\, dann vor allem mit Ursula Wevers\, die seit Oktober 1968 die Realisierung der Fernsehgalerie Gerry Schum und der späteren vi deogalerie schum maßgeblich mitgestaltete.\n\nGrundlage der Ausstellung i st das Archiv\, das von Ursula Wevers über 50 Jahre bewahrt wurde. Zu seh en sind nicht nur die bekannten Film- und Videoarbeiten\, sondern auch ori ginale 16-mm-Filme und Videobänder\, historische Videotechnik sowie Korre spondenzen\, Produktionsunterlagen\, Fotografien\, Drucksachen und Zertifi kate. Diese Materialien geben Einblick in die konzeptuelle Arbeit hinter d en Projekten\, in institutionelle Konflikte und in die praktischen Bedingu ngen der Produktion.\n\nDie Fernsehgalerie und die videogalerie schum sind nicht nur als wegweisende Kunstprojekte von Bedeutung. Sie zeigen auch mi t besonderer Klarheit eine Dynamik\, die auch unsere Gegenwart prägt: Neu e Medien verändern nicht nur die Gestalt der Kunst\, sondern auch ihre Be dingungen – ihre Produktion\, ihre Verbreitung und ihre Eigentumsverhäl tnisse.\nKünstler:innen / Mitwirkende\nGiovanni Anselmo\, John Baldessari \, Joseph Beuys\, Alighiero Boetti\, Marinus Boezem\, Stanley Brouwn\, Dan iel Buren\, Pier Paolo Calzolari\, Gino De Dominicis\, Walter de Maria\, J an Dibbets\, Barry Flanagan\, Hamish Fulton\, Gilbert &\; George\, Mich ael Heizer\, Bernhard Höke\, Gary Kuehn\, Richard Long\, Mario Merz\, Den nis Oppenheim\, Klaus Rinke\, Ulrich Rückriem\, Reiner Ruthenbeck\, Gerry Schum\, Richard Serra\, Robert Smithson\, Keith Sonnier\, Ger van Elk\, F ranz Erhard Walther\, Lawrence Weiner\, Hannah Weitemeier\, Ursula Wevers\ , Gilberto Zorio. ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://www.arsmondo-online.de/wp-content/upload s/2026/03/zeitraum2.jpg CATEGORIES:Film und Medien LOCATION:ZKM | Zentrum für Kunst und Medien\, Lorenzstraße 19\, Karlsruhe \, Baden-Württemberg\, 76135\, Mittlerer Oberrhein\, Deutschland X-APPLE-STRUCTURED-LOCATION;VALUE=URI;X-ADDRESS=Lorenzstraße 19\, Karlsruh e\, Baden-Württemberg\, 76135\, Mittlerer Oberrhein\, Deutschland;X-APPLE -RADIUS=100;X-TITLE=ZKM | Zentrum für Kunst und Medien:geo:0,0 END:VEVENT BEGIN:VTIMEZONE TZID:Europe/Berlin X-LIC-LOCATION:Europe/Berlin BEGIN:DAYLIGHT DTSTART:20260329T030000 TZOFFSETFROM:+0100 TZOFFSETTO:+0200 TZNAME:CEST END:DAYLIGHT END:VTIMEZONE END:VCALENDAR