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SUMMARY:Herbert Kapfer: Der Planet diskreter Liebe
DESCRIPTION:\n\n\n\n\nMünchen 1975: Bea und Kai folgen dem radikalen Aufru
 f des Ökofeminismus\, die Herrschaft der Männer über den Planeten zu be
 enden. Ihre Liebesbeziehung wird zum Experimentierfeld für eine Umwälzun
 g der patriarchalen Verhältnisse. Mit seinem Roman »Der Planet diskreter
  Liebe« erzählt Herbert Kapfer die Geschichte zweier junger Menschen\, d
 ie hoffen\, ihr intimer Machtwechsel könne der Auslöser einer planetaren
  Revolution werden. Das ZKM lädt ein zu Lesung und Gespräch mit dem Auto
 r.\n\nDer Roman führt ins München der 1970er-Jahre: Bea und Kai\, Anfang
  zwanzig und Teil der Kommune kollektiv 7\, wagen ein radikales Experiment
 . Sie kehren die Machtordnungen um. Bea und Kai beginnen eine sado-masochi
 stische Beziehung\, in der er der Diener und Glücksbringer und sie die He
 rrin und Königin ist. Für die Germanistikstudentin und den Schulabbreche
 r wird ihr leidenschaftliches Spiel von Unterwerfung und Erhöhung zu eine
 m gelebten Modell – einem ersten Akt\, um die feministische »Mutation«
  in der Welt zu realisieren.\n"Action und Theorie – diese Verquickung ke
 nne ich so nicht.“ (Elfriede Jelinek)\nKapfer gestaltet dieses Szenario
  als Kammerspiel in sieben Akten\, das Romanhandlung und Theorie auf einzi
 gartige Weise verbindet: Stimmen des Ökofeminismus\, allen voran Françoi
 se d’Eaubonne\, Autorin des Klassikers »Feminismus oder Tod« (1974)\, 
 erscheinen darin ebenso auf wie die künstlerischen Provokationen von VALI
 E EXPORT und Peter Weibel\, die utopischen Gesellschaftsentwürfe Charles 
 Fouriers oder die sprachlichen Experimente Rolf Dieter Brinkmanns. So ents
 teht ein Text\, der die intellektuelle Atmosphäre und die Hoffnungen der 
 1970er-Jahre lebendig werden lässt. Herbert Kapfer\, der sich als „meis
 terhafter Gedankenorchestrierer“ (Süddeutsche Zeitung) erweist\, erzäh
 lt mit »Der Planet diskreter Liebe« von einer brisanten Beziehung am Anf
 ang einer neuen Zeit und der Hoffnung\, eine "planetarische Bewegung gegen
  die Phallokratie" auszulösen.\n\nDas Gespräch mit Herbert Kapfer führt
  Margit Rosen (ZKM).\n\nHerbert Kapfer\, 1954 in Ingolstadt ­geboren\, is
 t Autor und Publizist. Von 1996 bis 2017 leitete er die Abteilung Hörspie
 l und Medienkunst im BR. Für »1919. Fiktion« (2019) wurde er mit dem Tu
 kan-Preis ausgezeichnet.\n\n\n\n\n
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