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SUMMARY:Prima Facie
DESCRIPTION:Ein Prima-Facie-Beweis (Latein für „Auf den ersten Blick“)
  beschreibt die juristische Annahme\, dass eine typische Situation auch ta
 tsächlich typisch verlaufen ist\, solange nicht das Gegenteil – zum Bei
 spiel eine Schuld – eindeutig bewiesen wurde.\nAn diesen Grundsatz glaub
 t auch Tessa Ensler\, eine junge und aufstrebende Strafverteidigerin. Sie 
 hat sich unter anderem auf die Verteidigung in Sexualstrafprozessen spezia
 lisiert und beherrscht die Methoden des Kreuzverhörs und der Beweisführu
 ng gegen die Kläger_innen in Perfektion. Es geht schließlich um Wahrheit
 \, um die juristische Wahrheit. Die Aufgabe der Verteidigerin ist es ledig
 lich\, die beste Geschichte ihrer Mandant_innen zu erzählen.\nTessas abge
 brühter Glaube an das Funktionieren und die Gerechtigkeit dieses Systems 
 wird schmerzhaft erschüttert\, als sie bei einem Date selbst Opfer einer 
 Vergewaltigung wird und sich nun in einer ganz anderen Rolle vor Gericht w
 iederfindet – wohl wissend\, dass die Chance auf Verurteilung bei Sexual
 delikten verschwindend gering ist. Denn wie so oft steht auch hier Aussage
  gegen Aussage.\nSuzie Miller\, Autorin und selbst ehemals Strafverteidige
 rin\, zeichnet in diesem preisgekrönten und vielfach aufgeführten Monolo
 g nach\, wie die (meist weibliche) Erfahrung von sexueller Gewalt nicht de
 n Logiken der Beweisführung eines patriarchalen Rechtssystems folgt. Und 
 dass ihr genau aus diesem Grund so selten Gerechtigkeit zuteil wird. Von S
 chuldumkehr und Rape Culture\, von Nein heißt Nein oder Nur Ja heißt Ja 
 – Suzie Millers PRIMA FACIE\, 2019 in London uraufgeführt\, spiegelt di
 e juristischen und gesellschaftlichen Debatten um sexuelle Selbstbestimmun
 g und die Strafrechtsreformen der letzten Jahre eindrücklich wider.
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LOCATION:Theater Freiburg Kammerbühne\, Bertoldstraße 46\, Freiburg\, Bad
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