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SUMMARY:Willi Siber. b.a.r.o.c.k.e.p.r.a.c.h.t
DESCRIPTION:Kunst: b.a.r.o.c.k.e.p.r.a.c.h.t – schon der Titel der Ausste
 llung mit Willi Siber setzt ein Zeichen.\n\nVom 18.06.2023 bis 20.08.2023.
 \n\n„Ich will faszinieren\, was die Ästhetik und die Sinnlichkeit\, was
  die Wechselwirkung von Licht und Raum\, was den Zauber angeht\, der uns w
 egführt von unserer funktionalen\, nüchternen Welt“\, sagt Willi Siber
 . Der 1949 geborene Bildhauer\, Maler und Zeichner zählt zu den wichtigst
 en süddeutschen Künstlern von internationalem Renommee. In über 40 Jahr
 en schuf er ein unverwechselbares Œuvre\, das immer wieder durch neue Bil
 d- und Formfindungen überrascht. Für sein in über 40 Jahren gewachsenes
 \, ebenso facettenreiches wie originäres Werk erhält der Bildhauer\, Mal
 er und Zeichner in diesem Jahr den Kunstpreis der VR-Bank Ostalb eG. Die s
 eit 2005 verliehene und mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung richtet sich 
 an Künstlerinnen und Künstler\, die sich innerhalb der Kunstszene in Sü
 dwestdeutschland hervorheben.\n\nMit der Auszeichnung ist die Ausstellung 
 b.a.r.o.c.k.e.p.r.a.c.h.t verbunden. Gezeigt werden 25 teils mehrteilige B
 oden-\, Wand- und Tafelobjekte. Das Hauptaugenmerk liegt auf aktuellen\, i
 n den letzten drei Jahren entstandenen Werken mit Interferenz- und Chromla
 ckoberflächen und solchen\, die mit Epoxidharz bearbeitetet wurden. Von d
 iesen ausgehend unternehmen drei frühe Holzarbeiten einen Blick in die Ve
 rgangenheit.\n\nZur Präsentation liegt ein Katalog auf mit zahlreichen We
 rkabbildungen und Installationsansichten der Ausstellung sowie Textbeiträ
 gen von Sabine Heilig und Joachim Haller (64 Seiten\, 22 Euro).\n\nDie Kun
 st von Willi Siber lässt sich in keiner Stilrichtung verorten – so gro
 ß wie die Bandbreite seiner künstlerischen Ausdrucksformen ist auch die 
 Variationskraft seiner Bilder\, Skulpturen und Objekte. Diese resultiert a
 us der steten Erforschung materialimmanenter Eigenschaften und der Erörte
 rung fundamentaler Themen\, die Willi Siber auf unterschiedlichsten Ebenen
  in seiner Kunst verfolgt: die Fragen nach dem Werkstoff\, seiner Bearbeit
 ung und Verwandlung\, dem verwendeten Farben- und Formenkanon und die Frag
 en nach Raum\, Licht und Ästhetik. In serieller Erarbeitung sucht er nach
  immer neuen Möglichkeiten\, die Grundlagen sinnlicher Wahrnehmung auszul
 oten\, das optische Wechselspiel von Zwei- und Dreidimensionalität\, von 
 Materialisierung und Entkörperlichung künstlerisch auszuschöpfen und we
 iterzuentwickeln.\n\nDie Intention\, dem Material unerwartete Formen und O
 ptiken zu entlocken\, zeigt sich im Werk von Willi Siber von Anbeginn sein
 es künstlerischen Schaffens. Beispielhaft dafür stehen in der Ausstellun
 g drei frühe Arbeiten. Dazu gehört ein 1996 datiertes\, gitterartiges Bo
 denobjekt\, in welchem der Künstler das bildhauerische Prinzip von Hülle
  und Kern thematisiert. Die Arbeit setzt sich additiv aus unzähligen einz
 elnen\, geweißten Holzteilen zusammen. Durch die raue\, farbige Fassung w
 ird die Maserung getilgt\, ohne den Holzcharakter ganz aufzugeben. Mit ihr
 em filigranen\, einen Leerraum umschreibenden Gittergeflecht wirkt die Sku
 lptur luftig und leicht\, einem Luftkissen gleich. Im Ineinandergreifen vo
 n innerer und äußerer Form eröffnet sich ein dynamisches Wechselspiel m
 it dem Umraum\, das die damit verbundenen Wahrnehmungsveränderungen und -
 wirkungen im Raum einschließt.\n\nDie Entdeckung des Werkstoffs Epoxidhar
 z im Jahr 2003 regt Willi Siber in den Folgejahren zu immer neuen Werkseri
 en an\, von denen die Ausstellung Beispiele zeigt. Es handelt sich dabei u
 m Objekte\, die aus einer eng mit Metallnägel beschlagenen Holz- oder Har
 tschaumplatte bestehen. Die Nägel bilden eine Verbindungsbrücke und zugl
 eich den Haftgrund für eine zweilagige Beschichtung mit farbpigmentiertem
  Epoxidharz. Trotz Einfärbung bleibt das glatte\, gallertartig Harz\, das
  durch seine Viskosität fließende Formen ermöglicht und im späteren Ar
 beitsprozess aushärtet\, leicht transparent. Durch den Abstand der Nägel
  zum Untergrund und die unterschiedliche Dicke des eingefärbten Harzes en
 tsteht eine facettenreiche\, teils unregelmäßig durchbrochene pastellige
  Farblandschaft\, einer biomorphen Haut ähnlich. Der Blick auf ein solche
 s Nagelbild gleicht „einer Momentaufnahme eines leuchtenden Sees\, der m
 al ruhig und glatt die Umgebung reflektiert\, mal bis auf den Grund schaue
 n lässt\, Inseln bildet oder undurchdringlich wirkt“ (Sabine Heilig).\n
 \nDer innovative Umgang Sibers mit dem Material wird in der Ausstellung im
  Weiteren in den Objekten mit Interferenz- und Chromlack-Oberflächen deut
 lich. Die in mehreren Schichten aufgetragenen Lackschichten changieren in 
 ihrer Farbigkeit und erzeugen eine enorme Tiefenwirkung und Plastizität. 
 Die Farbe ist dabei\, wie in allen Arbeiten von Willi Siber\, nicht bloß 
 dekorative Hülle für die Form\, sondern elementarer\, plastischer Bestan
 dteil und ebenbürtiger\, sogar formgebender Werkstoff. Im Grenzbereich zw
 ischen Malerei und Bildhauerei situiert\, konfrontieren die Arbeiten den B
 etrachtenden bei jedem Standortwechsel mit unterschiedlichen Form-\, Licht
 - und Raumerscheinungen und sich wandelnden Eindrücken: schwer und leicht
 \, massiv und zart\, hermetisch und durchlässig\, organisch und konstrukt
 iv\, einfach und komplex\, statisch und dynamisch. Diese Objekte bilden de
 n Höhepunkt einer Werkgenese\, deren Anliegen es ist\, Phänomene von Far
 be\, Licht und Raum aufzuzeigen und Themen wie die Veränderbarkeit\, Aufl
 ösung von Materie und Körperhaftigkeit zu behandeln.\n\nDer innovative U
 mgang Sibers mit dem Material wird in der Ausstellung im Weiteren in den O
 bjekten mit Interferenz- und Chromlack-Oberflächen deutlich. Die in mehre
 ren Schichten aufgetragenen Lackschichten changieren in ihrer Farbigkeit u
 nd erzeugen eine enorme Tiefenwirkung und Plastizität. Die Farbe ist dabe
 i\, wie in allen Arbeiten von Willi Siber\, nicht bloß dekorative Hülle 
 für die Form\, sondern elementarer\, plastischer Bestandteil und ebenbür
 tiger\, sogar formgebender Werkstoff. Im Grenzbereich zwischen Malerei und
  Bildhauerei situiert\, konfrontieren die Arbeiten den Betrachtenden bei j
 edem Standortwechsel mit unterschiedlichen Form-\, Licht- und Raumerschein
 ungen und sich wandelnden Eindrücken: schwer und leicht\, massiv und zart
 \, hermetisch und durchlässig\, organisch und konstruktiv\, einfach und k
 omplex\, statisch und dynamisch. Diese Objekte bilden den Höhepunkt einer
  Werkgenese\, deren Anliegen es ist\, Phänomene von Farbe\, Licht und Rau
 m aufzuzeigen und Themen wie die Veränderbarkeit\, Auflösung von Materie
  und Körperhaftigkeit zu behandeln.\n\nEgal in welchem Material Willi Sib
 er arbeitet\, sein künstlerischer Prozess ist stets mit konsequenter Fors
 chungsarbeit verbunden. Er ist ein Tüftler und verwendet oft Monate darau
 f\, bestimmte Wirkungen zu erreichen und den Werkstoff zu beherrschen. Jed
 e Arbeit begründet sich in einem Prozess vieler aufeinanderfolgender und 
 genauestens aufeinander abgestimmter Arbeitsschritte\, die sich letztlich 
 in einem perfekten ästhetischen Ganzen artikulieren. Und ob aus Holz\, Ha
 rtschaum oder Stahl\, aus Bronze\, Chromlack oder Harz – Willi Sibers Wa
 nd-\, Boden- und Raumobjekte ziehen den Betrachter unweigerlich in ihren B
 ann\, suchen ihn mit ihrer ästhetisch-sinnlichen Wirkung zu fesseln.\n\n&
 nbsp\;\n\n&nbsp\;\n\n&nbsp\;
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