Gespielte Lesung aus der Novelle von Colm Tóibin
Nicole Heesters | Rezitation
Nicole Heesters, Grande Dame des deutschen Theaters, erhielt 2021 den Deutschen Theaterpreis Der Faust für ihr Lebenswerk und wurde mit der Rolle der Maria Schauspielerin des Jahres 2020. Sie spielte an fast allen bedeutenden Bühnen und in vielen Fernsehfilmen. Die Tochter von Johannes Heesters war zudem die erste weibliche Tatort-Kommissarin. Die Presse spricht von einer Theatergröße, brillant und sprachlich auf höchstem Niveau.
Die Novelle des irischen Autors Colm Tóibin, 2012 veröffentlicht und 2013 auf der Shortlist des Booker Preises, stellt die Deutungshoheit des Neuen Testaments über das Wirken von Jesus Christus in Frage: Hier schildert die über 80-jährige Maria lange Jahre, nachdem Christus am Kreuz gestorben ist, in einem einzigartigen Monolog das Leben mit ihrem Sohn und will von seiner Heiligkeit noch immer nichts wissen. Seinen Wundern gegenüber ist sie skeptisch. Es ist die Geschichte einer Frau, die nicht an den christlichen Gott glaubt. Sie erzählt ihre ureigene Version der Passion Christi und ihrer ganz persönlichen Trauer.
Und von den beiden Aposteln, die sie beschützen – oder doch eher bewachen? Fanatische Anhänger Jesu und entschlossen, das Leben des Sohnes gegen Marias Willen mit aller Kraft umzudeuten. Um ihn in einen Mythos zu verwandeln.
Die Veranstaltung wird von der Stadtbücherei Waiblingen mit einer Medienausstellung begleitet.
Preise
33,- / 30,- €
27,- / 24,- €
Ermäßigt
28,- / 25,- €
22,- / 19,- €
Foto: privat