16:00, T3
THERE WOULD BE TENDERNESS
Dariya Maminova: Continuums
Werkzyklus für sieben Sänger:innen (2023)
mit Texten von Cia Rinne, Maria Barnas, Vera Burlak, Deryn Rees-Jones und Luljeta Lleshanaku
Bnaya Halperin-Kaddari: Consider the Lilies
A vocal cycle for 5 voices (2023)
mit einem Text von Deryn Rees-Jones
Sven-Ingo Koch: Lieder von der Liebe
für Violine und 6-stimmiges Vokalensemble (2023-25) UA
nach Gedichten u.a. von Gottfried von Neifen, Steffen Popp und Jan Wagner
Sara Cubarsi, Violine
Neue Vocalsolisten
17:15, P1
REFLECTIONS OF ETERNITY
Rolf Riehm: Im Nachtigallental
für Cello solo (2009)
Michael Pelzel: Reflections of Eternity
für Perkussion solo (2025)
Elena Rykova: You exist. I am an illusion
Duo für Violoncello, kleine Trommel, Objekte und elektronische Verstärkung (2016)
Ensemble Ascolta
Erik Borgir, Cello / Julian Belli, Perkussion
18:15, T3
OF LAMENT AND GRATITUDE
Anton Schukaŭ: my flower gently weeps under my heavy whips an old story
for countertenor (2025/26) UA
Liza Lim: Philtre
for Hardanger Fiddle (1997)
Gregory Kharaneka: Rekonfiguration
für Countertenor und Elektronik (2026) UA
Vahid Hosseini: of lament and gratitude. SoundsTheatre XV
for 6 voices (2025/26) UA
Neue Vocalsolisten
Sara Cubarsi, Violine
Josquin Desprez’ Chanson-Hit »Mille regretz« (16. Jh.) inspirierte nicht nur zahlreiche Komponisten seiner Zeit, sondern auch Sven-Ingo Koch zu einem poetischen Zyklus, dem die Neuen Vocalsolisten im ersten Konzertteil zwei besondere Werke aus ihren »Poetry Affairs« gegenüberstellen.
Im fliegenden Rollenwechsel als Fluss, Haupt, Meer, Flora, Fauna, Tanz und Freude »erzählt« Rolf Riehms Cellist die Geschichte vom Nachtigallental im Orpheus-Mythos, wo dessen auf seine Lyra genagelter singender Kopf angeschwemmt wird. Inspiriert von den vielschichtigen Glockenklängen der indischen Stadt Varanasi entfaltet Michael Pelzels Schlagzeugstück ein Resonanzgeflecht, das Erinnerungen, Vergänglichkeit und Beständigkeit miteinander verbindet.
Von der dunklen Seite der Liebe erzählt im dritten Teil Anton Schukaŭ mit Texten von Marquis de Sade, und Vahid Hosseini formt die aus Migrationsbewegungen entstandenen Pidgin-Sprachen als »Echos der ‚richtigen‘ Sprachen« zu einem Theater der Klänge.
Foto: Sara Cubarsi, Geige
Copyright: Johannes Berger