Seepferdchen mit 60
Reden wir gar nicht lange drum herum: Mit 60 beginnt das dritte Drittel!
Da sollte man abwägen, was noch zu tun ist, was noch getan werden
kann. Wenn der eigenen Lieblingsmannschaft der Aufstieg nicht gelingt,
dann muss man eben selbst ran. Und die Frau wünscht sich den Aufstieg
zur Zugspitze. Gott sei’s gedankt: Da fährt eine Gondel hoch. Aber im
Leben kommt alles anders als erhofft. Und das mit Folgen. Bernd
Gieseking geht auf Haribo-Entzug und kauft sich eine Jahreskarte fürs
Freibad. Eine Hürde baut sich auf: die Seepferdchen-Prüfung, die
Gieseking nicht absolviert hat, weil er so alt ist, dass es das Seepferd
chen-Abzeichen, als er ein Bub war, noch gar nicht gab!
Es wird ein Abend über das Älterwerden, über das Glück, über das Altern
der Eltern, über Fitness und Fettzellen, über an Gewohntem festhalten
und Neues wagen – und Joggingklamotten, die dem eigenen Fitness
Level angepasst sein sollten.
Bernd Gieseking erinnert sich an eine Jugend in Clogs und philosophiert
über die Kunst des Schlenderns. Gieseking, aufgewachsen nur wenige
Kilometer entfernt vom tiefsten Punkt Ostwestfalens, ist kein Typ für die
Berge. Seine Frau langbeinige Ricke, er eher Typ Galloway-Rind.
Sprichwörtlich geht‘s also zum Einstieg durchs „Höllental“. Am Ende des
Aufstiegs steht er tatsächlich – gemeinsam mit seinem Publikum – auf
der Zugspitze!
Eintritt EUR 23, –