In der mutmaßlich von Johann Sigismund Kusser im Jahr 1701 geleiteten Stuttgarter Aufführung von Agostino Steffanis 1689 komponierter Oper Henrico Leone wurde Henricos Ehefrau zur titelgebenden Figur: Mechtilde.
Die ganze Oper wurde in deutscher Sprache aufgeführt und ein allegorischer Prolog hinzugefügt. Im Staatsarchiv erhalten ist nur ein Druck des Librettos. Unser Symposium lädt ein, hinter die Kulissen der Opernpraxis dieser Zeit zu blicken:
Welche Rolle spielten Steffani und Kusser im Geflecht der europäischen Hofkultur? Wie lassen sich ihre Opernstoffe und Partituren heute für die Bühne gewinnen?
Dauer: ca. 3,5 h
Ablauf
Begrüssung durch il Gusto Barocco
Prof. Dr. Claire Genewein und Prof. Jörg Halubek
Eröffnungsvortrag «Stuttgart und Steffani»
Prof. Dr. Silke Leopold
Von der Leine an den Neckar. Oder: Warum aus Enrico Mechtilde wurde
Prof. Dr. Matthias Schnettger
— Pause —
Stuttgart 1701 à la française
Prof. Dr. Elizabeth Dobbin und Prof. Dr. Claire Genewein
Roundtable «Stuttgart 1701»
Einspielung – Aufführung – Repertoire: Warum Steffani noch immer nicht im Opernrepertoire angekommen ist.
Impuls 1: Cordula Demattio
Impuls 2: Bernd Künzig
mit
Cordula Demattio (Dramaturgin, Nationaltheater Mannheim)
Prof. Dr. Elizabeth Dobbin (HEM Genf)
Bernd Künzig (SWR)
Prof. Dr. Silke Leopold (Universität Heidelberg)
Richard Lorber (Künstl. Leiter Tage Alter Musik in Herne)
Prof. Dr. Matthias Schnettger (Universität Mainz)
Moderation: Prof. Dr. Claire Genewein
Ausblick auf weitere Opern-Neuentdeckungen von il Gusto Barocco und die Opernaktie
Anja Aumüller, Dagmar Munck und Claire Genewein
Tickets hier, per Mail (info@ilgustobarocco.de) und telefonisch (0170 5936770) erhältlich.