Das Eigenleben der Dinge.
Ein Museum für versteckte Schönheit

Die Kunsthalle Göppingen und der Schriftsteller Kai Bleifuß haben gemeinsam ein beispielloses ästhetisches Experiment gewagt: eine Sammlung literarischer Prosatexte, die sich nicht etwa der ausgestellten Kunst widmen, sondern allem rundherum, also Orten und Objekten im und am Museum, die sonst niemand beachtet.

Ein Feuerlöscher, der Alpträume hervorruft. Ein Archivgestell, das die Weltherrschaft anstrebt. Ein Tor, das sich zu einem nicht existenten Aufzug öffnet. In den erzählerischen Skizzen von Kai Bleifuß bekommen banale Alltagsgegenstände plötzlich die Hauptrolle. Mit diesem Fokus verändert er unser Blickrichtung und Wahrnehmung darauf. Mit Ironie und philosophischem Feinsinn begibt sich der Autor hinein in eine Exkursion, die mit der Wahrnehmung eines realen, nicht künstlerischen Gegenstands oder Ortes beginnt und den Leser ohne Mitleid in eine Sphäre versetzt, in der nichts so ist wie gerade noch vermutet, die alles in Frage stellt und bisher vertraute Bedeutungen außer Kraft setzt. Die Objekte werden mit ihren Geschichten zu Geräten für Übungen gedanklicher, imaginativer Akrobatik, die die vermeintliche Realität schwindelerregend aus den Fugen geraten lässt. Der Autor weiß damit virtuos umzugehen, in ganz verschiedenen Textformaten, mit denen die Leser wechselnde und oft unvermutete Perspektiven einnehmen können. Ein Beispiel: Zwei Menschen betrachten einen Flucht- und Rettungsplan. Die realistische Szene kippt in ein fiktives, ebenso kreatives wie absurdes Spiel, in dessen Verlauf der Rettungsplan zum freien partizipatorischen Kunstwerk mutiert. Der Band „Das Eigenleben der Dinge. Ein Museum für versteckte Schönheit“ nimmt den Leser mit auf eine Tour de Force durch ein bisher wenig beachtetes Terrain. Die Fotografien der beschriebenen Gegenstände runden das Profil der Publikation ebenso ab wie ein Nachwort von Werner Meyer.

Kai Bleifuß, geboren 1983, wird im Jahr 2018 der Erste sein, der das neu eingerichtete, mit insgesamt 9600€ dotierte „Rainer-Maria-Rilke-Literaturstipendium an der Kunsthalle Göppingen“ erhält. In diesem Rahmen wird er ein weiteres Buch schreiben, in dem sich die Grenzen zwischen Literatur und Bildender Kunst verwischen. Er studierte in Augsburg Neuere deutsche Literatur, Politikwissenschaft und Kunstgeschichte. Parallel zu seiner Promotion über Demokratie im Roman der Weimarer Republik schrieb er den Roman Goethes Mörder. Es folgten weitere Veröffentlichungen, u. a. in „die horen“, „erostepost“ und „Krautgarten“. Er erhielt diverse Auszeichnungen, so etwa den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg und den Mieczysław-Pemper-Preis, außerdem Stipendien der Friedrich-Ebert-Stiftung und des Deutschen Akademischen Austauschdiensts. 2016 gewann er den Hörspielwettbewerb „Public Workshop“ des Bayerischen Rundfunks. 2017 bekam er den Autorenpreis des Irseer Pegasus zugesprochen.

Kai Bleifuß: Das Eigenleben der Dinge. Ein Museum für versteckte Schönheit.
Literarische Miniaturen
Verlag Kunsthalle Göppingen
ISBN 978-3-947317-00-4
Preis 12,50 €

LESEPROBE

VERHALTEN IM BRANDFAL

    Weißt du, was für mich ja ein total faszinierendes Ding ist? Das da.
‑ Der Rettungsplan?! Ähh, bist du sicher, dass du das Gespräch nicht lieber mit deinem Psychologen fortsetzen willst?
    Blödsinn, ich meine das ganz ernst. Schau doch mal; das ist ein Ding, das quasi schon das komplette Museum sein will und gleichzeitig auch wieder gar nicht. Also… wenn du noch nie hier gewesen wärst, was für ein Haus würdest du dir vorstellen, wenn du diesen Plan siehst?
‑ Ach, gar keins. Ich muss den ollen Wisch nur mal kurz anschauen und schon saugt er mir den Kopf leer mit seiner Bürokratenausstrahlung.
Exakt! Und darum geht’s mir! Jemand, der flüchtet und sich an diesem Plan orientiert, muss einfach scheitern. Weil er die Atmosphäre nicht wiedererkennt, verstehst du? Stell dir nur mal vor, es gibt ein Feuer. Und du willst gerade durchs Fenster hechten, da fällt dir ein: Man soll sich doch immer am Rettungsplan orientieren; also rennst du hierher, nur um festzustellen: Ja gut, die Raumaufteilung stimmt, die Größe der Räume auch, aber das Ganze wirkt so dröge und bürokratisch, dass die Karte unmöglich ein Kunstmuseum wiedergeben kann.
‑  Also hechte ich durchs Fenster. Ist ja Erdgeschoss.
Nein. Du willst nichts falsch machen. Du bleibst vor der Karte stehen und kommst zu der Überzeugung, dass sie sich auf das falsche Gebäude bezieht. Und dann überlegst du, was sie dir raten würde, wenn sie die richtige wäre.
‑ N-na schön, dann sag mir doch einfach, zu welchem Ergebnis ich komme – und mach schnell; der Rauch wird immer dichter.
– Nur nicht so eilig. Als Erstes musst du von diesem Sicherheitsgedanken loskommen. Kunst hat die Aufgabe zu verunsichern.
‑ Das heißt…, ich will gar nicht abhauen?
– Doch, schon irgendwie. Aber um herauszufinden, wie das geht, macht hier so ein sicherheitszentrierter Plan einfach keinen Sinn. Du musst überall Totenköpfe einzeichnen, Dreiecke mit Blitzen darin und Bombensymbole und Minensymbole und dicke schwarze Ausrufezeichen.
‑ Geht nicht. Da ist ein Glas davor.
– Wo?
‑ Vor dem verdammten Plan; siehst du das nicht?
– Ach so. Ah. Endlich beginnst du mitzudenken. Das Erste, was du also tust, ist Folgendes: Du schnappst dir einen schweren Ordner und drischst damit so lang auf das Glas ein, bis es zerbricht. Dann schnappst du dir einen Kugelschreiber oder besser einen Filzstift und fängst zu zeichnen an.
‑ Logisch. Und dann?
– Na ja. Du bist in Panik, also macht dein Denkvermögen zehn Sprünge in
drei Sekunden, also fällt dir spontan der erweiterte Kartenbegriff ein.
   ‑ Der was?
   – Na ja. So spontan weißt du gar nicht, was dein Denkvermögen damit meint. Aber du hast so ein Gefühl, dass es in deiner Lage wichtig sein könnte, also rennst du zum Computer, um es zu Googeln.
   ‑ Ich kann mich nicht konzentrieren; der Rauchmelder ist so laut.
   – Reiß dich zusammen. Du entdeckst virtuelle Streifenmuster, die das Bewegungsprofil von Londoner Bussen wiedergeben, und so ein merkwürdiges Punktesystem, das irgendwie für das menschliche Genom stehen soll. Und so erfährst du, dass inzwischen alles eine Karte sein kann, zumindest alles, was nicht nur für sich selbst steht. Zum Beispiel kann Kunst oft als Karte für das Innenleben des jeweiligen Künstlers gelten.
   ‑  Oh Gott.
    Genau. Du entdeckst, dass das ganze Museum voll von Karten ist, die   du in den Rettungsplan eintragen musst. Also schnappst du dir einen Bleistift und zeichnest überall kleine Sträßchen und Wege rund um kleine weiße Flecken, und da zeichnest du kleine Löwen rein und schreibst dann in die Legende: „Terra incognita. Hic sunt leones“. 
‑ Okay-okay. Jetzt erkenne ich die Lokalität schon besser. Darf ich jetzt vielleicht aus dem Fenster…?
– Kommt gar nicht in Frage! Erst musst du das typische Bewegungsprofil
der Besucher einzeichnen, und der Mitarbeiter, und Symbole von allen faszinierenden Dingen im Haus wie zum Beispiel dem Rettungsplan; ach ja, und das Feuer, das musst du auch dazutun, sonst ist der Status quo ja gar nicht angemessen repräsentiert. – Oder weißt du was? Nebenan gibt’s noch Krepppapier; du kannst das Feuer mit Krepppapier aufkleben.
‑ Ach, komm schon, bring mich nicht dazu, dass ich einen Erstickungsanfall kriege! Wann darf ich raus?
– Also wenn du mich fragst, und das tust du ja, ist der Plan eines so spannenden Kunsthauses erst dann perfekt, wenn er selbst den ästhetischen Ansprüchen eines Kunstwerks genügt. Und davon, tut mir leid, dir das sagen zu müssen, sind deine Versuche noch meilenweit entfernt. Schau doch mal in den Büchern nach, die du hier findest, zum Beispiel unter A wie Franz Ackermann, „Mental Maps“; da hast du vielleicht noch Anregungen. Aber es müsste dann schon was Eigenes dabei rauskommen, das so noch nicht dagewesen ist.
‑ Selbstverständlich. [Ersticktes Röcheln.] Hiermit erfüllt.
– Was denn – du hast ein komplettes autodidaktisches Studium durchgezogen und die Ästhetik des Rettungsplans gerettet?
‑ [Kränkliches Stöhnen.] Aber ja; schau doch hin! Mein Werk ist perfekt, und die Performance bei seiner Entstehung,… [Hustanfall.] …die war noch besser!! Darf ich jetzt raus?
    Oh. Das… das kann sich ja wirklich sehen lassen. – Also schön, dann musst du jetzt nur noch tun, was auf dem Rettungsplan steht.
Was??
– Na, du weißt schon: Ruhe bewahren, eins-eins-zwei anrufen, Türen schließen und so Zeug. Außerdem bist du jetzt ein Künstler geworden und weißt, dass Kunst auch eine Karte für die ganze Welt sein kann. Genau genommen ist sie so eine Art Flucht- und Rettungsplan im Hinblick auf die Katastrophen da draußen. „Im Ernstfall stürz dich in die Kunst.“ Und wenn du so darüber nachdenkst, willst du gar nicht abhauen; hier drin ist es allemal gemütlicher.
‑ Das hab ich doch vorhin gesagt…
– Jaja. Aber da konntest du nicht sicher sein. Jetzt weißt du es.
‑ [Geräusch eines schlaff auf den Boden plumpsenden Körpers.]
– Und? Verstehst du jetzt, warum das für mich ein total faszinierendes    Ding ist
Kai Bleifuß: Das Eigenleben der Dinge. Ein Museum für versteckte Schönheit, S. 9-11.
© Kai Bleifuß, Kunsthalle Göppingen 2017

Du bist Faust
Goethes Drama in der Kunst

Roger Diederen und Thorsten Valk bringen mit „Du bist Faust – Goethes Drama in der Kunst“ das Begleitbuch zu der gleichnamigen Ausstellung der Kunsthalle München (23.02-29.7.2018) heraus. Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Kunsthalle München und des Forschungsverbundes Marbach/ Weimar/ Wolfenbüttel. Die Herausgeber Roger Diederen, Direktor der Kunsthalle München und Thorsten Valk, Leiter des Referats Forschung und Bildung der Klassik Stiftung Weimar, können uns optimale Einblicke in dieses Ausstellungsprojekt verschaffen. Sie nehmen uns mit in die faszinierende Welt von Goethes Drama Faust vom Pakt mit dem Teufel bis hin zum tragischen Ende im Wahnsinn. Alle Schritte des Dramas werden erläutert und beschrieben, mit zusätzlichen spannenden Hintergrundinformationen. Das Buch ist für all diejenigen, deren Faszination für das bekannteste Werk der deutschen Literatur ungebrochen ist. Aber auch für diejenigen, die es nicht nach München schaffen um diese einzigartige Ausstellung mit eigenen Augen zu erleben.

Tipp: parallel zur Ausstellung findet das Faust-Festival in München statt

Buchdetails:
Titel: Du bist Faust Goethes Drama in der Kunst
Autoren: Roger Diederen und Thorsten Valk
Mitarbeit von Sophie Borges, Nerina Santorius,
Gebundenes Buch, Pappband, 304 Seiten, 23,5 x 28,5 cm, 276 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-7913-5718-8
Preis in Deutschland: 34,95€
Verlag: Prestel
Erscheinungsdatum: 28. Februar 2018

Der Klang des Lebens

Der Film Daniel Hope-Der Klang des Lebens lief bereits im Herbst 2017 in den deutschen Kinos, nun erscheint der Film voraussichtlich an Ostern 2018 auf DVD.

Die Dokumentation dreht sich um das Leben des gefeierten Weltstars und bedeutsamsten Geiger unserer Zeit: Daniel Hope. Die einzigarte Karriere des Mannes, der seit 25 Jahre als virtuoser Solist auf Bühnen weltweit tätig ist, wird hier eindrucksvoll und lebendig dargestellt. Aber auch die Schattenseiten seines Lebens werden beleuchtet, von Flucht und Vertreibung bis zur Suche nach einer neuen Heimat. Zentral über den ganzen Film streckt der Regisseur Nahuel Lopez die Themen Exil und Musik, da beide in Hopes Familie leitmotivisch auftauchen – mehrmals waren sie zur Flucht gezwungen und mussten den kompletten Neuanfang in einem neuen Land wagen. Dieser Film gibt persönliche und einzigartige Einblicke vor und hinter die Kulissen des Musikers. Sie reichen von der Gegenwart in Zürich bis in Daniel Hopes Vergangenheit. Das Besondere an diesem Film ist, dass der Zuschauer durch ihn ganz unmittelbar in Daniel Hopes Leben mitgenommen wird, er aber auch eine Art Hommage an die deutsch-jüdischen Exilmusiker Hollywoods der 30er- und 40-er Jahre ist. Auch sein Album „Escape to Paradise“, welches einen Grundstein für diesen Film bildete, beschäftigte sich mit ähnlichen Themen.

DANIEL HOPE – DER KLANG DES LEBENS | Trailer [HD]

 

Filmdetails:
Produktionsfirma: GRANVISTA MEDIA GmbH
Koproduktion: TELLFILM GmbH
In Zusammenarbeit mit Arte
Regie: Nahuel Lopez
Genre: Dokumentarfilm
Verleih: mindjazz Pictures
FSK: ab 0
Länge: 104min
Sprache: deutsch/englisch mit Untertiteln

Über Daniel Hope:

Daniel Hope wuchs in London auf. Mit dem Geigenspiel begann er als Kind unter der Aufsicht von Zakhar Bron. Schon früh stellte sich sein großartiges Talent heraus: Als jüngstes Mitglied des Beaux Arts Trio ging er in die Musikgeschichte ein. Es folgten weltweite Auftritte auf allen wichtigen Konzertbühnen von Amsterdam bis Salzburg. Für seine Leistungen wurde er vielfach ausgezeichnet, so erhielt er u.a. 2015 den European Cultural Prize for Music und 2017 den ECHO Klassik Preis. Mit über 25 CD-Alben zählt er zu den produktivsten klassischen Künstlern. Seit September 2017 unterstützt er musikalisch das New Century Chamber Orchestra in San Francisco.

Aktuell lebt Hope mit seiner Familie in Berlin.

Wunder-Geiger Daniel Hope in der Bar Razzia (ZH) 9.12.16 Foto: Nicolas Zonvi

Schwaben erlesen!

Die Heimat von Friedrich Schiller und Hermann Hesse ist die Wiege berühmter Dichtung und Bücherschätze. Nirgendwo sonst kann man an so vielen Orten großen Denkern, Buchpionieren und Lesetrends nachspüren.
Auf einer Reise durch Württemberg führt Bernhard Hampp hinter die Kulissen bedeutender Literatureinrichtungen, zeigt bibliophile Kleinode, angesagte Lesecafés und ein begehbares Buch. Er stellt gewitzte Buchfälscher, philosophische Überflieger und Minnesänger vor.
Gmeiner Verlag, ISBN 978-3-8392-2123-5

Bernhard Hampp, geboren 1975, lebt im schwäbischen Nördlingen im Ries. Aus seiner Feder flossen bereits mehrere Theaterstücke, und für die Süddeutsche Zeitung, den Südwestrundfunk sowie das Merian-Magazin erkundete er bereits In- und Ausland. Heute schreibt er als Redakteur der Schwäbischen Zeitung in Ellwangen und Aalen über seine Heimat.

Gerade war der Himmel noch blau

Der Kunsthistoriker und vielfache Bestseller-Autor Florian Illies schreibt begeistert und begeisternd wie kaum jemand anderes über Kunst. Sein neues Buch »Gerade war der Himmel noch blau. Texte zur Kunst« versammelt seine zentralen Texte zu Kunst und Literatur aus 25 Jahren. Illies porträtiert darin seine persönlichen Helden von Max Friedlaender über Gottfried Benn und Harry Graf Kessler bis hin zu Andy Warhol. Und er erkundet, warum die besten Maler des 19. Jahrhunderts am liebsten in den Himmel blickten und begannen, Wolken zu malen, er erzählt, was sie scharenweise in ein kleines italienisches Dörfchen namens Olevano trieb, fragt sich, ob Romantik heilbar ist — und adressiert einen glühenden Liebesbrief an Caspar David Friedrich.
Erschienen ist das Buch bei S. Fischer, Verlag ISBN: 978-3-10-397251-1

Über den Autor:

Florian Illies, geboren 1971, studierte Kunstgeschichte in Bonn und Oxford und wurde 1997 Feuilletonredakteur der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«; 1999 bis 2001 leitete er die »Berliner Seiten« der FAZ; anschließend war Florian Illies Feuilletonchef der neugegründeten »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«, Mitbegründer und Herausgeber der Kunstzeitschrift »Monopol«. 2008 wechselte er als Ressortleiter Feuilleton und Literatur zur »Zeit«. Illies ist jetzt Partner des Berliner Auktionshauses »Villa Grisebach« und dort für die Kunst des 19. Jahrhunderts verantwortlich. 1999 erhielt er den Ernst-Robert-Curtius-Förderpreises für Essayistik, im Mai 2014 wurde er für sein Werk mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet.

Die Kunst des Sprechens –
Workshops und Kurse

Stimme, Sprache und Sprechen sind entscheidende Faktoren der menschlichen Kommunikation. Doch nicht nur das: Sie sind auch Instrument der Kontaktaufnahme und der Selbstdarstellung. Absicht der Seminare und Kurse der Akademie ist, das menschliche Instrument Stimme auszubilden.

Die Akademie-Kurse basieren auf dem ganzheitlichen Verständnis von Stimme und Sprechen als körperliche, intellektuelle, ästhetische und persönliche Instrumente. Stimme, Sprache und Sprechen sind wichtige Medien menschlicher Kommunikation, sie ermöglichen Vertrauen und Verständigung. In den Kursen der Akademie lernen Sie, Ihr Instrument Stimme auszubilden und auf der Grundlage der Rede-, Gesprächs- und Medienrhetorik zu schulen wie auch künstlerisch zu erproben.

Profitieren Sie von der fachlichen Kompetenz und pädagogischen Erfahrung der Akademie und ihrer Dozenten und wählen Sie ‚Ihren‘ Kurs. Oder lassen Sie sich von uns über ein individuell zugeschnittenes Weiterbildungsprogramm informieren, welches Sie mit dem Akademiezertifikat Schlüsselkompetenz Sprechen abschließen können.

Die Kursleiter sind Diplomsprecher und -sprecherzieher; sie erhielten ihre Ausbildung am Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und sind Mitglieder des Ensembles der Akademie für gesprochenes Wort.

Weitere Informationen zum Angebot erhalten Sie bei der Akademie für Gesprochenes Wort Stuttgart unter folgendem Link: http://gesprochenes-wort.de/125-0-Kurse-und-Coachings.html

Reeperbahn der 60er Jahre
mit Ulrich Tukur

Die Reeperbahn im Hamburger Stadtteil St. Pauli ist eine der berühmtesten Straßen Deutschlands. Ausschweifend, verrucht und exzentrisch war sie seit jeher eine Straße der Gegensätze und Anziehungspunkt für Drogenbanden und Kleinkriminelle, für Musiker, Tänzer und Lebenskünstler. Unter dem Arbeitstitel ZELLERS REEPERBAHN plant UFA FICTION-Produzent Benjamin Benedict nach Idee und Buch von Hannah und Raymond Ley einen Mehrteiler über den Hamburger Kiez Anfang der 1960er Jahre. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Walter B. Zeller, Sohn einer Blankeneser Reedereifamilie und Sänger, der mit seiner Familie in dem berühmt-berüchtigten Stadtteil St. Pauli lebt. Die Hauptrolle des Walter Zeller soll Ulrich Tukur übernehmen, der auch einige Lieder für den geplanten Mehrteiler komponieren wird. Regie wird Raymond Ley führen, der bereits einen starken Cast für das Projekt interessieren konnte: Joachim Król, Lisa Wagner, Mala Emde, André Hennicke, Antonio Wannek, Hannah Schröder, Yung Ngo, Lisa Hrdina, Max Schimmelpfennig, Alexander Grünberg, Felix Römer uvm.
Ulrich Tukur: „‚Zellers Reeperbahn‘ ist eine Hamburger Familiengeschichte, die rauer und abgründiger nicht sein könnte. Was in den dreißiger Jahren beginnt, endet in den frühen sechziger Jahren in einer Katastrophe. Drei Reedersöhne, deren Schicksal völlig unterschiedlich verläuft, bekämpfen einander bis aufs Blut. Walter Zeller, das schwarze Schaf der Familie, gerät früh auf die schiefe Bahn, betreibt ein Nachtlokal auf St. Pauli, in dem er zum Tanz aufspielt und seine eigenen Lieder singt. Zeller hat ein großes Herz und er besitzt den Charme und die Moral eines Kindes. Die Reeperbahn ist seine Heimat, hier kennt er die Regeln, und mit ihm steigen wir hinab in eine schillernde Welt, die geprägt ist von Alkohol, Drogen, Prostitution und Mord. Zeller hat im Laufe der Jahre einen sehr eigenwilligen musikalischen Stil entwickelt, den die Leute gerne hören. Und diese Musik, eine fesselnde Mischung aus Swing und düsterem Chanson, werde ich für dieses Projekt komponieren. Ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt und das nichts von der viel strapazierten Reeperbahnromantik übrig lässt.“
Benjamin Benedict, Geschäftsführer und Produzent UFA FICTION: „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit den preisgekrönten Filmemachern Hannah und Raymond Ley diesen packenden Stoff zu entwickeln. Raymond Ley hat auf einzigartige, überraschende und differenzierte Weise immer wieder historische Stoffe filmisch in Szene gesetzt. Mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle des Walter B. Zeller haben wir nicht nur einen der besten Schauspieler Deutschlands, sondern auch einen brillanten Komponisten gewinnen können, der selbst die Musik beisteuern wird. Die Reeperbahn bietet einen einzigartigen Mikrokosmos, eine Welt der Abgründe und Gegensätze, und ist zugleich ein historisch einzigartiger Ort, weltbekannt für das wohl legendärste Rotlichtviertel, mit all seinem Wahnsinn und zugleich der Faszination, die von ihr ausgeht. Eine Parallelwelt, in der wir Familiendrama und gleichwohl Milieustudie erzählen möchten – die ideale Ausgangslage für eine deutsche Familiensaga.“
Raymond Ley, Regisseur und Drehbuchautor – gemeinsam mit Hannah Ley: „Für uns ist Walter B. Zeller der singende Don Draper (‚Mad Men‘) der Reeperbahn: Charmanter Chansonier, brutaler Menschenhändler und bigotter Kleinbürger. Diese Typen waren schon immer auf dem Kiez zuhause. Wir nehmen die Geschichte der Familie Zeller 1959/1960 in den Fokus: Zellers Frau Almut geht fremd, seine Tochter Kitty strebt nach Höherem, sein Sohn liebt einen Tänzer, sein Bruder Georg hasst ihn – und Walter B. Zeller singt, betört, betrügt, gewinnt und verliert. Zellers Lieder sind faszinierende Miniaturen des Daseins auf dem Kiez – Schlager, die zu Herzen gehen und den Verstand berühren. Aber Zeller ist auch ein Verbrecher, ein Zuhälter, mit einem Hang zu exotischen Drogen. Als er endlichen einen Hit schreibt, im Radio gespielt und ins Fernsehen eingeladen wird, entführt jemand seine Frau Almut. Jetzt muss Zeller sich beweisen.“
Angesiedelt ist die Geschichte ZELLERS REEPERBAHN (AT) auf dem Kiez von St. Pauli Anfang der 1960er Jahre. Zeller ist die Reeperbahn – er ist ihr Biograf, ihr Sprachrohr. Seine Lieder erzählen von der sündigen Meile als Lebenselixier. Zeller ist Romantiker, drogenabhängig und verdient seinen Lebensunterhalt neben dem Gesang mit der Vermittlung chinesischer Schwarzarbeiter, was immer wieder zu Konflikten mit seiner Gattin führt. Sein Schicksal nimmt eine dramatische Wende, als sein Vater stirbt und das Familienvermögen alleinig Zellers großem Bruder Georg zufällt. Ein erster Trailer gibt Einblick ist das Milieu der Sechziger und in das Schicksal der Familie Zeller auf der Reeperbahn – er zeigt bereits Konflikte, Besetzung und starke Farben.

Ein erster Trailer zu ZELLERS REEPERBAHN:

Aktion & Malerei

Im Rahmen ihrer Ausstellung AKTION&MALEREI lädt die Städtische Galerie Sindelfingen  ein, Kunst bei einem Yoga-Kurs in den Museumsräumen ganz anders zu erfahren. Die Yoga-Lehrerin Roberta Pröfrock wird jeden Donnerstag einen 90-minütigen Vinyasa Yogakurs in den Ausstellungsräumen  anbieten.


Weitere Info: Es sind Umkleidemöglichkeiten in der Galerie vorhanden, es wird jedoch empfohlen direkt in der entsprechenden Kleidung in die Galerie zu kommen. Bitte bringen Sie Ihre Yogamatte mit.
Die Teilnahme ist kostenfrei, Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt, ohne Anmeldung, first come first serve. Anfänger und Fortgeschrittene willkommen.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Elena Kaifel unter 07031 / 94772 oder elena.kaifel@sindelfingen.de.


AKTION&MALEREI -Über die Ausstellung
Die Stadt Sindelfingen versteht sich selbst als Sportstadt. Dieses Selbstbild wird aufgegriffen und durch künstlerische Aktionen in der Galerie umgesetzt. In der Gruppenausstellung Aktion&Malerei vom 03.12.-04.03.2018 sind die Begriffe Aktivität, Bewegung und ästhetische Wahrnehmung die Arbeitsgrundlage und Herangehensweise des Präsentationskonzepts.  Wo im Sport die Aktion als körperliche Erfahrung im Vordergrund steht, ist es bei der Kunst die ästhetische Erfahrung. Malerei bedingt die Aktion des Schaffens und wird im Bild festgehalten. Nicht nur die Malerei, sondern auch in genreübergreifenden Kunstformen im Bereich Sound, Performance und Video werden in der Galerie präsentiert. Zu den beteiligten Künstler gehören: Jacob Dahlgren, Leni Hoffmann, Sophie Innmann, Carolina Pérez Pallares, Toni Schmale, Roman Signer, Jens Stickel, Júlia Vécsei , Stefan Wäldele, Kay Walkowiak.
Weitere Info:
Galerie Stadt Sindelfingen, Marktplatz 1, 71063 Sindelfingen
Telefon 07031/94-325, galerie@sindelfingen.de
Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa, So, Feiertage, 10-17 Uhr
Der Eintritt ist frei

Ney Rosauro – Brazilan Fantasy

Der Brasilianer Ney Rosauro gilt als einer der originellsten und aktivsten Perkussionisten und Komponisten unserer Zeit. Gemeinsam mit Roland Haerdtner, Marimba- und Timpani-Virtuose und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung von Timo Handschuh hat er vor kurzem eine CD veröffentlicht, die in jeglicher Hinsicht außergewöhnlich ist. Warum? Weil sie uns auf eine Klangreise zwischen  Europa und Südamerika – von J.S. Bach bis brasilianische Folklore mitnimmt.

Roland Härdtner und Ney Rosauro (rechts)

Rosauros musikalische Hauptintention für die CD lag zum einen auf der Tatsache, dass Brasilien nicht nur ein musikalisches Land ist, in der die Menschen sehr offen und unbefangen mit allen musikalischen Strömungen umgehen, zum anderen, weil er in der brasilianischen Musik immer wieder Ähnlichkeiten mit der Musik von J.S. Bach gefunden hat. Brazilian Fantasy – so der Titel der CD – ist gleichzeitig auch der Name des ersten Stücks. Aber auch in allen weiteren Stücken der Aufnahme erlebt der Hörer Rosauros fantasievollen Umgang mit Klängen und Rhythmen seiner Heimat in dem er musikalische Anleihen u.a. bei Komponisten wie Villa Lobos und Carlos Gomes und bei der volkstümlichen südamerikanischen Folklore unternimmt und sie mit Elementen der Bach‘schen Musik (Baião Bachiano) kombiniert. Ob bei Brazilian Fantasy (Bach in Brazil) – oder bei den drei Konzerten für Vibraphone und Timpani und Streichorchester: Rosauro lässt uns teilhaben an seiner musikalischen Exkursion. Wir hören elegante Walzerklänge, „Melodien“ die Rosauro wie er selbst sagt in seinen Träumen hörte und einen Ort weit außerhalb dieser Welt umschreiben. Wir tauchen ein in Glockenklänge in Verbindung mit Xylophon, erleben wie Streicher  auf Pauken treffen, die plötzlich wie Tom-Toms (afrikanische Pauken) klingen. Im Satz “The Roots” (Ursprung), finden sich wiederum Ideen, Themen und harmonischen Passagen, die auf frühen und unveröffentlichten Werken Rosauros gründen. Ein anderer Satz ist mit „Bachroque“ überschrieben- Rosauro: „..ein Wortspiel, welches sowohl den barocken Charakter beschreibt als auch eine Homage an meinen Lieblingskomponisten J.S. Bach ist. Die Form dieses Satzes ist eine freie Fuge. Während wir in „Horse Ride“  einen lebendig- jazzigen Ragtime erleben, beschwört Rosauro mit unabhängigen Rhythmen und verschobenen Harmonien in „Doubt and Dialogue“ den immerwährenden Existenzkampf des Menschen. „Song from Heaven“ verwendet Themen aus der brasilianisch-katholischen Kirchenmusik: leidenschaftliche, aber auch traurige Melodie flirren an unser Ohr. Rosauro: „sie charakterisieren den Willen, mit dem Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen, weiterzuleben“. Gefolgt wird der Satz  von „The long Journey“ –der, so Rosauro „feiert wiederum das Leben in Dankbarkeit für die guten Dinge, die wir erreicht haben“.
Neben der exzellenten musikalischen Qualität ist es diese spür- und hörbare Lust aller Beteiligten uns, die Zuhörer  Geschichten zu erzählen. Marimba, Vibrafon, Schlagwerk, Streicher – diese ungewöhnliche Besetzung ist ein Feuerwerk, das es vermag Emotionen zu wecken und unser Kopfkino anzukurbeln. Der unvoreingenommene, frische, offene Blick auf musikalische Traditionen und ihren schier unendlichen Kombinationsmöglichkeiten sind es, die diese Aufnahme besonders machen.


Brazilian Fantasy 
Ney Rosauro & Roland Härdtner
Ney Rosauro
„Brasilianische Fantasie“ für zwei Marimbas und Orchester (Ersteinspielung der Fassung mit Streichorchester)
Konzert für Vibraphon und Orchester Nr. 2 (Ersteinspielung)
Konzert für Pauken und Orchester (Ersteinspielung der Fassung mit Streichorchester)
Serenata a due für Marimba, Vibraphon und Orchester (Ersteinspielung)
 
Ney Rosauro, Vibraphon und Marimba
Roland Härdtner, Pauken und Marimba
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Timo Handschuh, Leitung
Label: Edition Günter Hänssler /Profil

Hörproben
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Ney Rosauro (1952* in Rio de Janeiro), studierte Komposition und Dirigieren an der Universität von Brasilia. Danach studierte er Percussion und machte seinen Abschluss an der Hochschule für Musik Würzburg. Später promovierte an der University of Miami/USA. Als Dozent, Orchestermusiker und Solist war jahrzehntelang weltweit tätig. Heute arbeitet er als freischaffender Künstler, um sich mit mehr Zeit seinen Konzerten und neuen Kompositionen widmen zu können. Über100 Stücke hat Ney Rosauro für Perkussion sowie verschiedene Lehrbücher veröffentlicht. Seine Kompositionen sind weltweit bekannt und wurden von international renomierten Künstlern wie beispielsweise Evelyn Glennie und dem London-Symphony Orchestra aufgenommen. Ney Rosauro spielte bisher in über 45 verschiedenen Ländern Solo-Rezitals sowie Solokonzerte mit Orchester. Er wird regelmäßig zu den renommiertesten internationalen Perkussions-Festivals eingeladen, bei denen er auch Meisterklassen gibt.

14. Porsche International Student
Advertising Film Award

Die Entscheidung beim 14. PORSCHE INTERNATIONAL STUDENT ADVERTISING FILM AWARD 2017 ist gefallen: Am Dienstagabend (21.11.2017) hat die unabhängige Jury im Rahmen einer festlichen Preisverleihung an der Filmakademie Baden-Württemberg die Gewinner des internationalen Nachwuchspreises für Werbefilm verkündet. Ein Hauptpreis bleibt in Ludwigsburg, und auch Absolventen der Filmakademie hatten Grund zur Freude.

Die Gewinner von links nach rechts: Jan David Günther (DoP „ABC of Death“), Ian Robertson (Regie „Cupid“), Mona Cathleen Otterbach (Szenenbild „ABC of Death“), Madlen Folk (Producerin „ABC of Death“), Malcolm Duncan (Regie „Star* Back Home“), Moritz Rautenberg, Christian Ricken (Regisseure „Earl Hernest IV“), Philip Töpfer („Take No Sides“, in Vertretung Nico Kreis), Bernd Faass (Regie „Better Safe Than Worry“), Fabian Helbig (Producer „Earl Harnest IV“) Foto (c) Filmakademie Baden-Württemberg

Der non-profit-orientierte PORSCHE AWARD wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal in Kooperation mit der englischen National Film and Television School (NFTS) verliehen. Im Albrecht Ade Studio der Filmakademie gab es insgesamt sechs dotierte Preise in zwei Kategorien („Mobilitätskategorie“ und „Klassische Kategorie/Andere Formate“) zu gewinnen. Alle Auszeichnungen werden von der Porsche AG ausgelobt. Die Höhe der Preisgelder ist an die Sportwagen-Ikone 911 angelehnt.

Als Gewinner des mit 3.911 Euro dotierten 1. Preises in der neu geschaffenen „Mobilitätskategorie“ ging in diesem Jahr das Regie-Duo Dorian & Daniel (Filmakademie Baden-Württemberg) ins Ziel. Ihr Diplom-Spot ABC OF DEATH, in dem eine scheinbar unaufhaltsame Serie von Todesfällen durch den effektiven Einsatz eines Volvo Bremsassistenten unterbrochen wird, überzeugte die Jury auf ganzer Linie: „Dieser sehr professionell realisierte Film wirkt in jeder Hinsicht erwachsen. Das Timing ist großartig, die Musik fügt sich nahtlos ein und unterstützt dabei die Geschichte, an deren Ende eine klare Markenbotschaft steht. Darüber hinaus steckt der Spot voller kleiner, sorgfältig platzierter Details, so dass man bei jedem erneuten Anschauen immer wieder Neues entdeckt.”

Der mit 2.911 Euro dotiere 2. Platz in dieser Kategorie ging an den Spot EARL HERNEST IV von Moritz Rautenberg und Christian Ricken (Hochschule für Fernsehen und Film München). Mit augenzwinkerndem Humor präsentiert der Film einen Sportwagen der Marke Porsche als entscheidenden Faktor für die Verbesserung der deutsch-britischen Beziehungen.

Die Trophäe und das Preisgeld von 1.911 Euro für den 3. Platz konnte Filmakademie-Alumnus Nico Kreis für seinen visuell beeindruckenden Beitrag TAKE NO SIDES für die japanische Automarke Nissan über ein episches Aufeinandertreffen von Natur und Zivilisation mit nach Hause nehmen.

Den mit ebenfalls 3.911 Euro dotierten 1. Platz in der Rubrik „Klassische Kategorie/Andere Formate“ gewann STAR* BACK HOME von Marco Prestini (Art Center College of Design, USA). In seinem Film zeigt Prestini auf originelle Art, was mit einem Paar Sneaker passiert, bevor es den Weg in die Regale findet. Die Jury zeigte sich begeistert: „Dieser Werbespot nimmt die Zuschauer in einem modernen, zeitgemäßen Look auf eine Reise mit. Seine starken visuellen Eindrücke harmonieren prächtig mit seiner bewundernswert einfachen Idee. Und seine Geschichte passt perfekt zu der beworbenen Marke.”

Der mit 2.911 Euro dotiere 2. Platz in dieser Kategorie ging an den Spot BETTER SAFE THAN WORRY von Filmakademie-Absolvent Bernd Faass, in dem eine Katze eine Kettenreaktion von kleineren und größeren Katastrophen auslöst, die alle von wahren Begebenheiten inspiriert wurden.

Die Trophäe und das Preisgeld von 1.911 Euro für den 3. Platz konnte Ian Robertson von der National Film and Television School NFTS in England in Empfang nehmen. In seinem Spot CUPID zeigt er auf humorvolle Weise die Risiken allzu elaborierter Liebesbeweise auf.

Da die Entscheidung zwischen Platz 3 und 4 sehr eng war, entschied sich die Jury, den Film HANS IN LUCK von Filmakademie-Diplomand Gabriel Borgetto für die Biermarke Stella Artois zusätzlich mit einer „Lobenden Erwähnung“ zu ehren.

Für internationales Flair sorgten nicht nur die Teilnehmer, sondern auch eine Jury aus hochrangigen Vertretern der Werbefilm- und Unterhaltungsindustrie, bestehend aus Michael M. Maschke (Vorsitzender), Head of Creative Services bei Publicis Communications; Olivia Atkins, US News Reporter bei dem Britischen Werbe-Magazin shots; Rogier van der Ploeg, Regisseur und Gründer der Filmproduktionsfirma Czar in Amsterdam; Daniel Bergmann, Gründer und Präsident der Werbefilmproduktion stink in London; und Hemant Sharda, Head of International an der NFTS.

Die Preisverleihung wird auch in den kommenden Jahren alternierend in London (2018) und Ludwigsburg (2019) stattfinden.

Weitere Informationen sowie Bio- und Filmografien der Shortlist-Teilnehmer und der Jury hier online abrufbar

Weitere Infos sind zudem auf Facebook erhältlich
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Alle nominierten und ausgezeichneten Filme sowie eine Auswahl weiterer Einreichungen sind auf Vimeo verfügbar: