ATMOS

Marlies Albrecht in ihrem Atelier

Es ist kein Zufall, dass die Künstlerin Marlis Albrecht auf das Wachs als Gestaltungsmaterial zurückgreift, da dessen Eigenschaften und ästhetische Wirkung ebenso wenig erschöpfend zu erklären sind, wie das Wesen der Malerei selbst.
Das Buch mit dem Titel ATMOS erschien zu der Ausstellung im Kleihues-Bau Kornwestheim und vereint Werke aus der jüngsten, die letzten zwei Jahre umfassenden Schaffensperiode der Künstlerin. Thematisch fokussiert auf die zwei Bereiche menschliches Antlitz und Wald, beides Symbole unergründlicher Natur, bewegt sich Marlis Albrecht noch im Bereich des Figurativen, wobei sie gekonnt den Bogen zwischen vermeintlicher Realitätsspiegelung und purer Imagination spannt.

Walden V überarbeitet, 2013, 60×40
Walden IX, 2014, 85×100
Und Heiner blickte stumm, 2013, 97×147
Walden II, 2010, 100×100

Die malerische Umsetzung einer Idee, die sich in der untersten Wachsschichtung konturiert, um sich dann im fortschreitenden Malprozess behutsam bis an die Oberfläche zu „vertiefen“, lässt ein solches Werk lebendig und offen bleiben. Es wirkt auf den Betrachter auf entrückte Weise poetisch-lyrisch. Ob sensualistisches Landschaftserlebnis oder verrätseltes Antlitz – Marlis Albrechts Arbeiten wenden sich einem zutiefst romantisch geprägten Weltverständnis als zeitgemäß neu zu definierendes künstlerisches Paradigma zu. Der Katalog veranschaulicht dieses eindrucksvoll.

ATMOS. Marlis Albrecht
Herausgeber: Museen Kornwestheim/Dr. Irmgard Sedler
ISBN: 978 3 8030 3386 4 (Wasmuth Verlag)
Format: 23 x 29 cm. Hardcover,
28,00 € (inkl. 7% MwSt.)
zzgl. Versandkosten. Das Buch direkt online bestellen können Sie hier

Das Thema Wald – Dr. Irmgard Sedler zu Marlis Albrechts Arbeiten
Zur motivischen Konzentration auf den Wald, welche erst in den letzten Jahren erfolgt ist, äußert sich die Malerin folgendermaßen: „Es hat lange gedauert, bis ich das Gefühl hatte, jetzt kannst du auch den Wald malen. Er ist für mich der erinnerte Wald meiner Kindheit in Poppenweiler (Lud-wigsburg), ein Märchenwald und ein Kraftort zugleich.“
In der Aussage von Marlis Albrecht, ihr Verhältnis zum Wald betreffend, wird von Anfang an eine Ebene heraufbeschworen, die den Menschen mit seinen seelischen Grundbedürfnissen in diese Landschaft thematisch integriert.
Der Wald, in der Kunst spätestens seit der Romantik als Archetyp des Landschaftlichen etabliert, kann als Chiffre des Wachstums und des Vergänglichen, als Schutz- oder aber Gefahrenraum vor allem die Lebensthemen assoziativ wie metaphorisch ins Bild setzen, deren Gültigkeit keine zeitliche Begrenzung kennt.
Marlis Albrechts Wachsgemälde rufen kontemplative oder aber vital vibrierende Landschaften auf, sorgen allesamt für ein meditatives Empfinden beim Betrachter. In der Darstellung werden neoex-pressive und neoimpressionistische Impulse spürbar. So lassen einige der Waldgemälde visuelle Reverenzen an die Lichtstimmungsbilder eines Lovis Corinth zu. Bei anderen ergeben sich Assozia-tionen zu den frühen, vom Tachismus geprägten Werken eines Günther C. Kirchberger. Als zeitge-nössische Stimmungsbilder, in denen manchmal etwas Irritierendes steckt, finden manche dieser Arbeiten ihr Pendant im Werk eines Henning von Gierke.
Ähnlich wie bei den Romantikern und Neoromantikern ist die Topografie immer mit Seelenland-schaft überblendet. Waldlichtungen oder aber Dickicht nehmen den Betrachter mit in die Tiefen des geheimnisvollen, vom Mondlicht beschienenen menschenleeren Raumes. Hier kämpft sich eine blasse Sonne durch die Nebelschwaden, dort verstellt flammendes Herbstlaub oder aber nebelver-hangenes Gelände die Sicht in die Tiefe und verdeckt den Horizont. Ein andermal sorgt eine auf die Wahrnehmbarkeit des menschlichen Betrachter-Auges begrenzte Bildhöhe für eine fragmentierte Darstellung von Baum und Wald.
Im Spiel mit Nähe und Ferne kommen Marlis Albrecht die konturenauflösenden Qualitäten des Wachses zugute. Sie experimentiert mit Kalt- und Warmwachs, setzt auf das Verfließen oder aber sich Sammeln der Farbpigmente im Schmelzprozess – zarte Striche, pointillistisch gestaltete Flächen fügen sich mal farbmalerisch, mal figurativ, mal abstrahierend zu Stimmungslandschaften, bei de-nen die Künstlerin mit den Sehnsuchtsvorstellungen einer reinen Ursprünglichkeit jongliert, die wir so niemals in der Waldwirklichkeit vorfinden würden.
Marlis Albrechts Virtuosität ist in einem Endprodukt fassbar, das aufgrund seiner Materialbeschaf-fenheit niemals von einer im Vorab festgelegten Komposition geleitet wurde: „Die ursprüngliche Kompositionsidee folgt während des Arbeitsprozesses einer eigenen Dynamik. Das Bild setzt sich Schicht für Schicht fort, die entstehende Arbeit gebietet mir immer wieder von sich aus Neues, bis ich oben angekommen bin und das Gemälde sich schließlich selbst genügt.“
Über eine vom transluziden Wachs heraufbeschworene Lichtstimmung verströmen die Gemälde der Marlis Albrecht einen Hauch von Transzendenz und körperlicher Leichtigkeit, spiegeln – mit den Worten der Künstlerin – „eine Sehnsucht nach der Sehnsucht, worunter ich eine starke lebensge-staltende Kraft verstehe“. Die Idee von der Zeichenhaftigkeit des Waldes, die über dem Stim-mungsbild zu stehen hat und die Marlis Albrecht von ihren Werken einfordert, verleiht ihrer Positionsbetrachtung des Waldmotivs das Zeitgemäße.
Mehr über die Künstlerin: www.marlisalbrecht.de

Focus Open 2022

Zukunftsweisende und herausragende Designtrends stehen im Mittelpunkt von Focus Open 2022. Unternehmer und professionelle Designer aus aller Welt waren zur Teilnahme aufgefordert. Die Publikation präsentiert alle prämierten Produkte, die durch außergewöhnliche Gestaltungsqualität die Jury überzeugt haben. Gezeigt und beschrieben werden unter anderem Preisträger aus den Bereichen Produktion, Medizin, Bad, Küche, Wohnen, Ambiente, Lifestyle, Beleuchtung, Medien, Optik, Sport, Outdoor, Public Design, Architektur, Transport und Verkehr.
Ebenfalls publiziert werden die Ergebnisse des „Mia Seeger Preis“. Der Preis zeichnet Nachwuchsdesigner aus, die Produkte entwickelt haben, „die mehr als Einem nützen“.

Focus Open 2017 Internationaler Designpreis Baden-Württemberg und Mia Seeger Preis 2022
Hrsg. Design Center Baden Württemberg /
Online-Katalogbestellung  hier 

„NEO:INTERPRETIERT“

Mit der Dialog-Ausstellung „NEO:INTERPRETIERT“ – nahm der Berliner Multi-Künstler Jim Avignon Schlüsselwerke aus dem klassisch-modernen Kunstbestand der Städtischen Galerie Böblingen zum Ausgangspunkt, um diese in seine einzigartige Bildwelt zu packen und sorgte damit für einen fulminanten und vielbeachteten Auftakt zum Galeriejubiläums 2017.

Jetzt ist dazu ein Buchkatalog erschienen: Die frisch fertiggestellte, reich bebilderte Publikation enthält neben kunsthistorischen Betrachtungen zum Werk des als einen frühen Vertreter der Neo Pop Art geltenden Jim Avignon erstmals auch Insider-Informationen und noch nie abgebildete frühe Street-Art Malerei zu dessen künstlerischem Konzept der „Cover-Antwortbilder“. Gleichzeitig werden die altbekannten Bilder der Sammlung in neues, re-aktualisiertes Licht gerückt.

Das Ausstellungprojekt – Der Allround-Künstler Jim Avignon (*1968), stellte sich in den direkten wie kreativen Dialog mit der Kunstsammlung Böblingen (9. Juli bis 17. September 2017). Dazu traf er eine Auswahl und wählte kubistische, neusachliche, expressiv-realistische Schlüsselwerken aus dem Böblinger Bestand. Im nächsten Schritt schuf er seine eigene Version des jeweiligen Werkes und schuf so eine Coverversion (in Anlehnung an die in der Musik gebräuchliche künstlerische Form aus bestehenden Werken eine neue Variante zu schaffen). Er löste das Werk aus seinem urprünglichen Zeitkontext, hinein in ein gegenwärtiges Erscheinungsbild und versah es mit hochaktuellem Bildvokabular.

Jim Avignon, umbrella magic,2017 Acryl/Karton
Albert Müller: Frau mit Fächer, um 1925

So tauscht Jim Avignon das technisch veraltete Tonbandgerät in Max Ackermanns »Paar am Grammophon« von 1930 in einen Laptop und ein Smartphone ein – elektronisches Equipment, mit dem sich stattdessen heute ein »young couple at home« voller Hingabe beschäftigt. Damit werden die Werke des letzten Jahrhunderts nicht ohne Ironie in die Jetztzeit versetzt und neu erfahrbar wie interpretierbar gemacht–also regelrecht »re-aktualisiert«. Eine umso erwähnenswertere Besonderheit dieser »Neo-Interpretationen« ist es, dass sich Jim Avignons Werke trotz der klassischen Vorlagen als originelle Eigen-schöpfungen erweisen. Im Aufgreifen von populär-kulturellen Tendenzen und künstlerischen Versatzstücken aus der Graffiti- und Urban Art-Szene verleiht er seinen häufig auf Papier oder Karton gemalten Arbeiten eine unverwechselbare Bildsprache.

Der Katalog ist in der Galerie Böblingen und im Buchhandel
erhältlich bzw. bestellbar.
ISBN Nummer:978-3-928754-60-6

Info & Kontakt: Städtische Galerie Böblingen in der Zehntscheuer Pfarrgasse 2, 71032 Böblingen, Tel. 07031/669-1705 und 669-1681,  www.boeblingen.de

 

Mehr Info über den multitalentierten Maler, Performer und Musiker Jim Avignon…

Release & Kunst

Release zählt zu den wichtigen Institutionen zur Vorbeugung, Hilfe und Beratung bei Drogenproblemen. „Release und Kunst“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Stuttgarter Verein und der EnBW. Zentrales Element dieser über Jahre gewachsenen Zusammenarbeit ist das Konzept der Jahresgabenausstellung: Präsentiert werden Arbeiten renommierte und junge Künstler zu erschwinglichen Preisen in einer jährlichen Gruppenausstellung. Ein Teil des Erlöses fließt in die release-Vereinsksasse. Mit jedem Bilderkauf kann man so sich selbst ein Freude machen gleichzeitig Gutes tun – und Weihnachten ist ja auch nicht mehr fern- warum nicht ein Kunstwerk verschenken?

Werner Berges: Couple, 2017, 500 €, Siebdruck, Auflage: 75 Exemplare, Maße: 80 x 60 cm

Erfahren Sie hier welche Künstlerinnen und Künstler 2017 Jahresgaben gestiftet haben.

Weitere Informationen
Ausstellung der Jahresgaben
in der EnBW Energie Baden-Württemberg AG
EnBW City, Schelmenwasenstraße 15,
70567 Stuttgart-Fasanenhof
Vernissage
Donnerstag, 9. November 2017, 19 Uhr
im Foyer der EnBW Energie Baden-Württemberg AG
EnBW City, Schelmenwasenstraße 15,
70567 Stuttgart-Fasanenhof

Vorbesichtigung
Mittwoch, 08. November 2017, 10 bis 17 Uhr
Donnerstag, 09. November 2017, ab 10 Uhr
Ausstellungsdauer
10. November bis 14. Dezember 2017
geöffnet montags bis freitags 10 bis 18 Uhr

www.release-Stuttgart.de 

 

MACHT KUNST city video future

Anlass für den Videokunst-Wettbewerb, der im Frühjahr initiiert wurde, war das 100-jährige Jubiläum der UFA, Deutschlands bedeutendster Filmproduktion. Ausgehend von Metropolis, dem UFA Klassiker des Science-Fiction-Kinos, suchte der Wettbewerb nach einem künstlerischen Kurzfilm zum Thema „Meine Stadt in 100 Jahren“. Es galt eine futuristische Vision der eigenen Stadt zu entwickeln oder einen Blick in eine Metropole der Zukunft zu werfen.

Danielle Küchler Flores (Basel/Schweiz), Meredith Leich (Chicago/USA) und Sara Tirelli (Venedig/Italien) sind die drei Gewinner des Videokunst-Wettbewerbs MACHT KUNST city video future von UFA und Deutscher Bank. Ihre Videoarbeiten zum Thema „Meine Stadt in 100 Jahren“ wurden von einer Fachjury aus zahlreichen Einsendungen nationaler und internationaler Videokünstler ausgewählt und im Rahmen einer Preisverleihung im Atrium der Deutschen Bank in Berlin ausgezeichnet. Josephine Ackerman, Jury-Mitglied und Stv. Leiterin von Art, Culture & Sports der Deutschen Bank, sagte bei der Preisverleihung: „Mich hat vor allem das hohe künstlerische Niveau der Videos und die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema positiv überrascht. Es sind durchweg hervorragende Beiträge geliefert worden. Die Auswahl ist uns nicht leichtgefallen. Unser Wettbewerb hat gezeigt, dass spannende Video-Formate in einer jungen, lebendigen und internationalen Kunstszene nicht mehr wegzudenken sind.“
Wolf Bauer, Jury-Mitglied und Co-CEO der UFA, ergänzte: „Der dritte Wettbewerb von MACHT KUNST hat erneut ein großartiges Forum geboten, sich künstlerisch mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen. Es ist beeindruckend, auf welch vielfältige Weise sich die Beiträge mit dem Motto ‚city, video, future‘ beschäftigt und welch unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema ‚Stadt der Zukunft‘ in den Kurzfilmen abgebildet wurden. Die Teilnehmer haben sich dem Thema gesellschaftskritisch, politisch, wirtschaftlich, philosophisch oder auch ganz persönlich genähert und auch visuell ein hohes Maß an Kreativität bewiesen. Auf diese Weise hat sich ein breitgefächertes Spektrum von Arbeiten ergeben, aus denen Leidenschaft und große gestalterische Kraft spricht. Wir freuen uns sehr, dass wir anlässlich unseres 100. Jubiläums solch einen wunderbaren Wettbewerb unterstützen konnten.“ Die fünfköpfige Jury, neben Josephine Ackerman und Wolf Bauer bestehend aus der Filmemacherin Maike Mia Höhne, dem Künstler Basim Magdy und der Schauspielerin Franziska Weisz, hat im Vorfeld zunächst aus allen Video-Einsendungen die 20 besten Arbeiten ausgewählt und aus dieser Shortlist heute die drei Gewinner-Videos bestimmt.
Neben den drei Jury-Preisen (7.000 Euro mit einjähriger UFA-Mentorenschaft, 5.000 Euro und 3.000 Euro) vergeben UFA und Deutsche Bank auch einen Publikumspreis (hochwertige Digitalkamera). city video future ist gleichzeitig die dritte Ausgabe der Deutsche Bank-Aktion MACHT KUNST. 2013 (Gemälde, Papierarbeiten, Fotografien) und 2015 (Skulpturen) hat die Bank mit großer Resonanz Künstler und Kunstbegeisterte in Berlin aufgerufen, eigene Werke zu präsentieren, die dann 24 Stunden in der KunstHalle der Bank öffentlich ausgestellt wurden.

Die Jury-Preisträger von MACHT KUNST city video future:
1. Preis: Danielle Küchler Flores: „The Individual Revolution“ (7.000 € mit
einjähriger UFA-Mentorenschaft)
2. Preis: Meredith Leich: „Scaling Quelccaya“ (5.000 €)
3. Preis: Sara Tirelli: „Cassandra“ (3.000 €)
Alle Sieger-Videos unter: www.machtkunst-berlin.de

Nagel Auktionen

Mit einem gewohnt ebenso vielseitigen wie hochwertigen Angebot warten im Herbst die kommenden Versteigerungen bei Nagel Auktionen auf.
Den Herbstreigen eröffnet am 11. und 12. Oktober die Auktion europäischer Kunst und Antiquitäten.

Johann Theodor Goldstein (1798 – 1871), Ansicht von Esslingen, signiert und datiert 1827, 71 x 95 cm, Schätzpreis 8.800 €

Hier kommen neben einer ausnehmend feinen Schmuck- und Silberauswahl, exquisiten Möbeln und einem bemerkenswerten Gemäldeangebot, Großteils aus fürstlichem Besitz, unter anderem eine umfangreiche Kollektion an orientalischer Kunst sowie rund 120 Luxus Armbanduhren mit einer Vielzahl an beliebten und populären Rolex- und einigen interessanten Cartier-, Audemars Piguet- und Heuer-Modellen zu attraktiven Preisen zum Aufruf.

Privatsammlung Orientalische Kunst und Kunstgewerbe u.a. mit einer Barock-Karrossenuhr für den orientalischen Markt von Matthias Gail, Keramiken und Silber des 13.-19. Jahrhunderts, Kunstgewerbe sowie Gemälden

Ein besonderes Glanzlicht der Modernen und Zeitgenössischen Kunstauktion am 15. November setzt unterdessen die berühmte Bronze „Der Kuss“ des französischen Ausnahmebildhauers Auguste Rodin, die signiert zu einem Schätzpreis von 150.000 € aufgerufen wird. Ferner kommen unter anderem Arbeiten von Max Ernst (1891 – 1976), HAP Grieshaber (1909 – 1981), Fred Thieler (1916 – 1999) und Robert Rotar (1926 – 1999) zur Versteigerung.

Auguste Rodin (1840-1917), Le Baiser, 1898/1919, Bronze, signiert, Gießerstempel F. Barbedienne Fondeur, H. 25,2 cm, Schätzpreis 150.000 € Provenienz: Privatsammlung Deutschland

Nagels Flagschiff, die Spezialauktion Asiatischer Kunst, findet vom 6. bis 7. Dezember in Salzburg statt. Hier zählen etwa ein auf 80.000 – 120.000 € geschätztes kaiserlich-chinesisches Jadeszepter aus dem 18. Jahrhundert, eine äußerst seltene Blauweiß-Porzellan Kanne aus dem frühen 15. Jahrhundert zu 60.000-100.000 €, eine mit einem Aufrufpreis von 40.000 – 60.000 € versehene Arbeit des chinesischen Meistermalers Qi Baishi (1864-1957) mit Traubenkorb und Khakifrüchten sowie eine außergewöhnlich spannende Auswahl bedeutender tibetischer Bronzen zu den zahllosen Höhepunkten.


Termine

11./12. Oktober 2017 – Kunst und Antiquitäten
(Besichtigung: 6.-9.10.2017)
15. November 2017 – Moderne & Zeitgenössische Kunst
(Besichtigung: 10.-13.11.2017)
6.-7. Dezember 2017 – Asiatische Kunst – Salzburg
(Besichtigung: 3.-5.12.2017 (in Salzburg)

Einlieferungen zu den Auktionen sind jederzeit willkommen

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NAGEL AUKTIONEN PROFIL
Nagel Auktionen gehört zu den führenden Auktionshäusern Deutschlands. In mehr als 700 Auktionen seit seiner Gründung 1922 hat sich das Stuttgarter Kunsthaus auf nationaler, wie internationaler Ebene als renommierter Mittler zwischen Kunst und Öffentlichkeit etabliert. Ein Aushängeschild des Hauses, sind, neben regelmäßig abgehaltenen Versteigerungen europäischer Kunst und Antiquitäten, Moderner und Zeitgenössischer Kunst sowie von Sammlerteppichen und Islamischer Kunst, die zweimal jährlich stattfi ndenden Spezialauktionen Asiatischer Kunst. Mit ausgeprägter, auf langjährigen Erfahrungen beruhender Sach- und Fachkenntnis sowie einem ausgeklügelten und ausgezeichneten globalen Experten- und Kundennetzwerk profitiert man hier nicht nur an vorderster Front vom stetig anhaltenden, sich zusehends auch auf andere Bereiche ausweitenden Boom chinesischer Kunst sondern zählt auch zu den weltweit ersten Adressen auf diesem Gebiet.

Das Nagel Auktionshaus in Stuttgart (c) Nagel

Nagel Auktionen GmbH & Co. KG,
Neckarstraße 189 – 191
70190 Stuttgart, Fon +49 (0) 711 649 69 0,
Web: www.auction.de

Maudie

Kanada, 1930er Jahre. Everett Lewis (Ethan Hawke) lebt als Hausierer zurückgezogen an der Ostküste. Gegen die Einsamkeit und für etwas Ordnung in seiner kleinen Kate entscheidet er sich, eine Haushälterin zu engagieren. Aber auf seine Annonce meldet sich einzig Maud Dowley (Sally Hawkins). Als Kind an rheumatischer Arthritis erkrankt, ist sie sehr zierlich, humpelt und ihre Hände sind verkrüppelt. Maud hat nur einen Wunsch, weg von der Familie, die ihr nichts zutraut, und, sie will malen. Die ersten Ölfarben bekommt sie von Everett geschenkt. Da hat er längst erkannt, dass Maud als Haushälterin nichts taugt. Statt zu putzen bemalt sie lieber Stück für Stück das ganze Haus mit farbenfrohen Bildern. Doch trotz alledem oder gerade deswegen empfindet Everett mehr und mehr für Maud, auch wenn Liebe und zarte Gefühle bisher in seinem Leben nicht vorkamen.
MAUDIE erzählt die wahre und sehr berührende Geschichte von Everett und Maud, die beide vom Leben nie begünstigt wurden, aber durch ihre Liebe füreinander das größte Glück fanden. Noch in den letzten Jahren ihres Lebens erlebte Maud Lewis ihren Durchbruch als Folk Art Künstlerin. Ihre Gemälde hängen heute in zahlreichen Kunstsammlungen weltweit.

Filmplakat

Maudie
Regie: Aisling Walsh
Besetzung: Ethan Hawke, Sally Hawkins, Kari Matchett

Carmen Würth Forum
in Künzelsau

Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth war es ein besonderer Herzenswunsch dieses besondere, neue Kongress- und Kulturzentrum seiner Frau Carmen zu widmen. Das neue Gebäude wurde in diesem Sommer feierlich eröffnet und bietet Raum für Kongresse, Messen, Symposien und Feierlichkeiten aller Art und Größe. Entworfen wurde der schnörkellose und geradlinige
Bau von Chipperfield Architects. Umgeben wird er von einem ebenfalls neu angelegten Skulpturengarten, der nun den bereits bestehenden Skulpturenparcours auf dem benachbarten Firmenareal der Adolf Würth GmbH & Co. KG fortführt und verbindet.

Seit über 25 Jahren bereichert die Akademie Würth mit Konzerten, Kabarettabenden und Lesungen das kulturelle Leben in der Region Hohenlohe-Franken. Mit dem CARMEN WÜRTH FORUM ist nun erstmals ein Ort entstanden, an dem dieser kulturelle Reichtum eine Heimstatt bekommt. Einen Ort, der auch einlädt zu Vorträgen und öffentlichen Veranstaltungen.

Die Würth Philharmoniker
Die Würth Philharmoniker eröffnen am Freitag, 6. Oktober, die Kultur-Saison mit dem eigens für das Carmen Würth Forum komponierte Konzert »Einen Schwall Sterne – Im diamantenen Staub des Unendlichen«. Der international renommierte Grammy- Preisträger und Dirigent Maxim Vengerov wird diese Uraufführung für Klavier und Orchester dirigieren. Ein Konzert der Würth Philharmoniker findet am Montag, 9. Oktober, ab 19.30 Uhr statt. Gespielt wird das Violinkonzert in D-Dur, op. 77 von Johannes Brahms und die Sinfonie in C-Dur von Georges Bizet. Solist ist ebenfalls Geiger Maxim Vengerov unter dem Dirigat von Jean-Claude Casadesus.
Im Juli 2017 wurde der neue Klangkörper erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Initiative für dieses neue Orchester geht direkt zurück auf Reinhold Würth, der Kunst und Kultur als Träger einer Firmenkultur und Bereicherung für die Mitarbeiter, seit Jahrzehnten fördert und vorantreibt. Während diese Förderung bisher schon einen großen Schwerpunkt in der Kunst fand, aber auch bei der Literatur und in der Unterstützung von vielen Festivals wird nun durch das Orchester auch der musikalische Bereich fest im eigenen Haus verankert.

Neuer Konzertsaal
Mit dem Reinhold Würth Saal im CARMEN WÜRTH FORUM wurde darüber hinaus ein Konzertsaal geschaffen, der beste akustische Voraussetzungen für unvergessliche Konzertabende bietet und ab sofort dem noch jungen Klangkörper eine Heimat gibt. Das Ziel dieses ambitionierten Projektes ist es, sich einen Platz in der hervorragenden Orchesterlandschaft in Baden-Württemberg und darüber hinaus zu erarbeiten und gleichzeitig die Region Hohenlohe mit hochkarätiger, klassischer Musik zu bereichern. Hierbei wird das Projekt von Intendant Mihai Constantinescu, der außerdem als Executive Director des George Enescu Festival in Bukarest tätig ist, sowie von Catalin Desaga als Konzertmeister geprägt und begleitet. Catalin Desaga war bereits als Solist und Konzertmeister mit bedeutenden Orchestern wie dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester Bukarest, der Philharmonie der Nationen oder den Hamburger Symphonikern zu hören. Man darf sich jedenfalls schon jetzt auf geplante Gastauftritte international renommierter Dirigenten und herausragender Solisten wie Gautier Capuçon, Maxim Vengerov, Olga Peretyatko oder Kent Nagano freuen.


Kultur bei Würth: Saisonprogramm 2017/2018

Weitere Info & Kontakt:  www.carmen-wuerth-forum.de

Abbildung: Das neue Carmen-Würth-Forum – Im Vordergrund:
Alfred Haberpointner (*1966): Gewichtung, 2007, Bronze
(Sammlung Würth, Inv. 10805); Foto: Philipp Schönborn

Kulturmarkt

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu Kunstmessen, Auktionen und Kunstgalerien sowie zu Instrumenten, Kursen und Seminaren

„Dichterlesen.net“

Das digitale Tonarchiv Dichterlesen.net bekommt mit dem Literaturhaus Stuttgart einen neuen Partner, der ab sofort Audiomitschnitte aus seinem literarischen Veranstaltungsprogramm auf dem Onlineportal zum Nachhören zur Verfügung stellt. Unter
den ersten eingestellten Veranstaltungen sind Lesungen von Hanya Yanagihara und Carlos Ruiz Zafón. Dichterlesen.net trat 2015 die Nachfolge des 2011 ins Leben gerufenen Portals Lesungen.net an, mit dem das Literarische Colloquium Berlin (LCB) sein Tonarchiv öffnete, um Veranstaltungsmitschnitte aus einem halben Jahrhundert deutscher und internationaler Literaturgeschichte zugänglich zu machen. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, dem Literaturhaus Basel und jetzt neu dem Literaturhaus Stuttgart werden aktuell über 680 literarische Veranstaltungen zum kostenfreien Nachhören angeboten.
Neben dem Online-Tonarchiv präsentiert Dichterlesen.net kuratierte virtuelle Ausstellungsräume, die einen Einblick in die Vielfalt der verfügbaren Audio-Materialien geben. Den Anfang machte im Herbst 2015 der von Julia Schoch und Marcel Beyer gestaltete Hörraum „Literatur der Mauerrisse“ anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung. Im Hörraum „Unterhaltungen deutscher Eingewanderten“ (online seit Oktober 2016) geht es um die Frage, wie sich
Erfahrungen von Migration und Flucht in der deutschen Literatur widerspiegeln.  Weitere Hörräume sind in Arbeit.

www.dichterlesen.net