Unter Leitung von Reto Bieri spielt das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim Werke von Moondog, Dvořák, Sollima, Bach und Copland.
Als wir noch Bäume waren. Dieses Konzert ruft nach jenem Zustand, in dem das Menschliche noch nicht so deutlich vom Pflanzlichen geschieden war. Eichendorff hat ihn geahnt, Dvořák hat ihn vertont, Sollima bringt ihn zum Sprechen.
Es beginnt bei Moondog, dem seltsamen Mönch von Manhattan, der in der Großstadt stand wie eine Eiche am Straßenrand, unbewegt, seltsam, prophetisch. Es führt zu Dvořáks Waldesruhe, jenem musikalischen Spaziergang, der nichts beweisen will – außer vielleicht: dass auch Stille eine Melodie hat. Und es verzweigt sich – über Sollimas zellulare Stammbaumgeschichten, über C.P.E. Bachs barocke Melancholie, bis hin zu Aaron Coplands Appalachian Spring, in dem ausgerechnet Amerika plötzlich nach Arkadien klingt.
Solisten
Jeremias Fliedl (Violoncello)
Matis Griso (Violoncello)
Mitwirkende
Reto Bieri (Klarinette und Leitung)
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Chor Akademie Pforzheim (Salome Tendies, Einstudierung)
Markus Güdel (Light & Sound Artist)
Konzerteinführung 17:00 Uhr
Bildrechte: Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim