Zeitgenössischer Tanz von performing:group aus Köln.
Ein Theatersaal, gedimmtes Licht – „Die Vorstellung“ beginnt, wie man sich einen Theaterbesuch vorstellt. Doch dann verschieben sich die gewohnten Abläufe: Tänzer und Tänzerinnen durchqueren den Raum, kreuzen Wege, verschwinden hinter Vorhängen, tauchen an neuen Orten auf. Bewegungen entfalten sich im Moment, reagieren auf das, was um sie herum geschieht.
„Die Vorstellung“ ist ein Tanzstück, das sich aus der Situation heraus entwickelt. Es spielt mit Wahrnehmung – mit dem, was sichtbar ist und was sich erst durch die Begegnung offenbart. Ein Wechselspiel zwischen Distanz und Annäherung, zwischen Gewohntem und Unvorhersehbarem. So passt sich das Stück an sein Publikum an und funktioniert altersunabhängig. Die Grenze zwischen Bühne und Publikum wird verschoben, aber nicht aufgehoben. „Die Vorstellung“ schafft einen Raum, in dem sich Menschen auf verschiedenen Ebenen einbringen können – ohne Zwang, aber mit der Einladung, Teil des Moments zu werden. „Die Vorstellung“ ist ein Spiel mit Wahrnehmung, mit Sichtbarem und Verborgenem, mit festen Vorstellungen und der Lust, diese auf den Kopf zu stellen.
Foto: © Lennart Speer