Spielfilm von Achille Ronaimou im Rahmen der Französischen Filmtage Tübingen/Stuttgart
Im Verkehrsgewühl von N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad, fährt Dane ein Kind an. Als er sich am nächsten Tag im Krankenhaus nach dem Jungen erkundigt, erfährt er, Younous sei verstorben. Dane, dessen Frau gerade ein Kind erwartet, ahnt die Katastrophe, die auf ihn zukommt. Younous’ Familie verklagt ihn auf Zahlung von Diya, „Blutgeld“. Der Richter legt hierfür die für Dane astronomische Summe von 5 Millionen CFA-Francs (rund 7.600 Euro) fest, um die Blutrache abzuwenden. Dane bittet Familie und Freundeskreis um Unterstützung – und er verlässt die Stadt, um die plötzlich verschwundene Familie des Opfers ausfindig zu machen.
Diya ist ein spannendes Debüt um die im Tschad weitverbreitete Praxis, Konflikte durch Zahlung von Blutgeld zu regeln.
Tschad, Frankreich, Deutschland, Elfenbeinküste, 2025, 96 Min.
Im Anschluss: Gespräch mit dem Regisseur
Moderation: Dr. Fiona Siegenthaler
Ort: Atelier am Bollwerk, Hohe Str. 26
Eintritt: € 12/10
In Kooperation mit: Französische Filmtage Tübingen/Stuttgart
Foto Copyright: Filmgalerie 451