Monolog von John Clancy
Ein Mann steht im gleißenden Licht auf einer Bühne. Um ihn herum Theaterbesucher*innen. Er ist ein Schauspieler. Er spricht. Er spricht über sich. Er spricht über die Zuschauer*innen. Er spricht über die Situation als Schauspieler vor Publikum zu sprechen, für Zuschauer*innen zu spielen.
Event von John Clancy ist ein komischer, zugleich irritierender Monolog über die merkwürdige Veranstaltung, die wir „Theater“ nennen. Eine brillante Meditation über das, was die Bühne über das Leben zu erzählen hat.
Das Jubiläum des Theaters, das Wolf E. Rahlfs als Intendant leitet, war in der vergangenen Spielzeit Anlass, sich als Schauspieler, der er ursprünglich ist, der Zumutung einer Vorstellung auszusetzen. Mit den einfachsten Mitteln dachte er dabei über sein geliebtes Medium nach.
Aus dieser simplen Situation – ein Schauspieler, ein Publikum – wächst enorme Überzeugungskraft. Im Idealfall verlassen die Zuschauer*innen nach Event die Hinterbühne in der Überzeugung, ihre Zeit verschwendet zu haben – ohne es zu bereuen.
Inszenierung: Ulrich Cyran
Foto: Sonja Ramm