KAMMER-SPIELE
Ming Tsao: Das wassergewordene Kanonbuch
für sechs Stimmen (2016/17)
Ming Tsao im Gespräch
mit Mitgliedern der Neuen Vocalsolisten
Ming Tsao: Das wassergewordene Kanonbuch
für sechs Stimmen (2016/17)
Chaya Czernowin: IMMATERIAL
für sechs verstärkte Stimmen (2021)
Madrigal 1 und 2
Neue Vocalsolisten
Peyee Chen, Sopran | Susanne Leitz-Lorey, Sopran | Helena Sorokina, Mezzosopran |Martin Nagy, Tenor | Guillermo Anzorena, Bariton | Andreas Fischer, Bass
„Komponieren“ bedeutet für Ming Tsao „verschiedene Materialien, die durch ihre Nähe zueinander elektrisiert werden, in einem kompositorischen Raum zusammenzubringen und diese Energien dialektisch zu konfrontieren“. „Das wassergewordene Kanonbuch“ ist so etwas wie die Essenz dieser Idee: Das „Buch“ mit 20 Kanons ist eine Retranskription von Rätselkanons mit Vorbildern vom Mittelalter bis zur Renaissance, bezogen auf die Poesie von Paul Celan. Wie Ming Tsaos erste Oper „Die Geisterinsel“, basiert auch das Kanon- buch auf Shakespears „Der Sturm“: „Man kann es sich als Nachspiel zu meiner Oper vorstellen, wenn Prosperos Einfluss verschwunden ist und die Geister ihre Musik wiederentdecken können“, so Ming Tsao. Das Kanonbuch wird an diesem Abend zweimal aufgeführt, interpoliert von einem Gespräch und im zweiten Teil zwei Madrigalen aus Chaya Czernowins „Immaterial“ gegenübergestellt – einem Werk, in dem Chaya Czernowin kompositorisch erörtert, was pas- siert, „wenn die Stimme nur ein Klang ist, oder eine Farbe, eine Bewegung, eine Linie?“
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Theaterhaus Stuttgart
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Foto
Ming Tsao_c_Markus Sepperer