Ausstellung vom 02.05.2026 bis zum 08.11.2026.
Wie wird aus Farbe Form? Wann beginnt eine Fläche zu atmen, eine Linie zu schwingen, ein Raster lebendig zu werden? Die Ausstellung „Wenn Farben Formen finden“ widmet sich der faszinierenden Beziehung zwischen Farbe, Form und Raum – und zeigt eindrucksvoll, wie aus Klarheit und Reduktion überraschende Dynamik entsteht.
Präsentiert werden sowohl ausgewählte Grafiken als auch bedeutende Leinwandgemälde aus der Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt. Alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler verbindet die Frage, wie Farbe und Form zusammenspielen, sich gegenseitig steigern, irritieren oder beruhigen. Sie arbeiten abstrakt und gegenstandslos, um sich ganz dieser Untersuchung hinzugeben und die Wirkung von Farbe und Form in ihrer reinsten Gestalt erfahrbar zu machen.
Zahlreiche bislang nie gezeigte Werke aus der Sammlung, darunter Arbeiten von Geneviève Claisse und Georg Karl Pfahler, eröffnen neue, überraschende Blickwinkel. Mit klarer geometrischer Kreisform und leuchtender Farbigkeit demonstriert Claisse eindrucksvoll, wie aus präziser Ordnung eine vibrierende, fast musikalische Bewegung entsteht. Pfahler dagegen setzt in seiner Arbeit kraftvoll Farbfelder gegeneinander – entschieden und voller Energie.
Ein zentraler Bezugspunkt der Ausstellung ist das Werk „Interaction of Color“ von Josef Albers. Ergänzt wird es durch umfangreiche Mappenwerke, in denen sein serielles Arbeiten die Wahrnehmung von Farbe als lebendiges, relationales Ereignis eindrucksvoll erfahrbar werden lässt.
„Wenn Farben Formen finden“ lädt dazu ein, genau hinzusehen – und zu erleben, wie aus Reduktion Vielfalt, aus Ordnung Lebendigkeit und aus Farbe Form wird.
Gezeigt werden Werke u. A. von Josef Albers, Hans Arp, Max Bill, Geneviève Claisse, Ulrich Erben, Karl Gerstner, Peter Halley, Auguste Herbin, Charles B. Hinman, Georg Karl Pfahler, Frank Stella, Victor Vasarely.
Abbildung: Kunsthalle Weishaupt, Veranstaltungsplakat