Dokumentarfilm von Areeb Zuaiter im Rahmen des Arabischen Filmfestivals.
Als Vierjährige reiste die, mittlerweile in den USA lebende, palästinensische Filmemacherin Areeb Zuaiter in den Gazastreifen und sah dort am Meer ihre Mutter endlich lächeln. Als die Filmemacherin 2015 im Internet ein Video entdeckt, in dem junge Männer am Strand von Gaza Parkour laufen, flammt Nostalgie auf. Die Ausgelassenheit der jungen Athleten steht in starkem Kontrast zu in der Ferne wahrnehmbaren Explosionen. Ein junger Mann lacht in die Kamera: Ahmeds Unbeschwertheit erinnert Areeb an ihre glückliche Mutter. Sie nimmt Kontakt zu den Parkourläufern auf und freundet sich mit Ahmed an. Gemeinsam bewegen sie sich durch das, was von Gaza übrig ist, besuchen einen Friedhof, ein verlassenes Einkaufszentrum und die Überreste eines Flughafens. Mit enormer rebellierender Vitalität, riskanten Aktivitäten und ungebrochener Lebenslust stellen sich diese Jugendlichen den zermürbenden militärischen Angriffen entgegen. Es ist für sie die einzige Möglichkeit, auf ihre Existenz aufmerksam zu machen und auf eine Einladung zu Sprungakrobatik-Wettbewerben zu hoffen, um zumindest für eine kurze Zeit ihrem Gefängnis zu entfliehen, das gleichzeitig ihre geliebte Heimat ist. Eine Heimat, die es heute so nicht mehr gibt.
Palästina, Schweden, Katar, Saudi-Arabien 2024, 89 Min., Originalfassung (Arabisch, Schwedisch) mit engl. UT
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@lindenmuseum.de
Eintritt: 8€
Foto Copyright: Basel Mawlawi