Metamorphosen-
Hannah Zenger

Die Erfindung des europäischen Porzellans ist eine Geschichte von Persönlichkeiten voller Neugier, Wissensdrang, dem Hang zu schönen Dingen und folglich genau das richtige Material für die Designerin und Künstlerin Hannah Zenger. Sie begeistert sich am Sichtbarmachen, an Prozessen, am Forschen und an Materialität.

Hannah Zenger, Foto: Arne Hübner

„Mein Weg zur bildenden Kunst führte mich über die Architektur“, so Hannah Zenger, die während ihres Studiums eine große Faszination für das räumliche Sehen, Denken und Arbeiten entwickelte. „Mir wurden Parallelen an der Schnittstelle von Architektur und bildender Kunst bewusst. Charakteristische Denk- und Verfahrensweisen lassen sich in bildhauerische Arbeiten transferieren: Positiv und Negativ, Leere und Fülle, Stapelung und Reihung, Maß und Proportion oder Material und Oberfläche“.

Foto: Hannah Zenger

Ihre Arbeiten mit Porzellan und anderen keramischen Stoffen ist eine ausgesprochen sinnliche Arbeit, u. a., weil sie alle Elemente – Erde, Wasser, Luft und Feuer – in sich vereint. Und – werken mit Porzellan erfordert Sensibilität, Konzentration und Zeit.
Ihr klar durchdachtes, komplexes, konzeptuell-analytisches Konzept, das Charakteristika, Erscheinungsformen und Veränderlichkeit von Materialität erforscht, dabei Bekanntes transformiert und in neue Aggregatszustände überführt, transportieren ihre Objekte sichtbar nach außen. Trotzdem ist das, was man nicht sieht, oft entscheidender als das Sichtbare.
Ihre Inspirationen findet die Designer und Künstlerin vor allem in der Natur, u. a. im Wald. „Dort lässt sich wunderbar über mein großes Thema mit dem Arbeitstitel ‚alles ist in allem und alles ist eins‘ nachdenken“, erklärt Zenger. Und weiter: „Ich bin ein sehr visueller Mensch, mich prägt und inspiriert alles, was mich umgibt, auch Räume, Stimmungen, Farben.“ Vor vier Jahren fand sie bei einem Spaziergang im Schönbuch ein großes Stück Eichenrinde. Fasziniert vom fein strukturierten Rindenaufbau, der bei genauem Hinsehen wie die Gesteinsschichten eines Gebirges wirkten, nahm sie es mit. Es ist nicht das einzige Naturmaterial, das sie nach Hause geschleppt hat, aber es ist das einzige, das einen Platz in ihrem Porzellanstudio hat: Denn es dient als Vorlage für Skulpturen. Doch auch wenn Hannah Zenger die Ideen für ihre Porzellanarbeiten in der Natur findet, ist das Erscheinungsbild ihrer Kreationen modern und geradlinig. Vielleicht sogar gerade deshalb…

Foto: Hannah Zenger

Derzeit konzentriert sich Hannah Zenger verstärkt auf das freie künstlerische Schaffen. Für ihre neueste Arbeit „Erde & Wind auf Papier“ hat sie an ganz verschiedenen Orten Erden gesammelt und begonnen, ein Archiv anzulegen. Einige davon hat sie pulverisiert und in der Natur bei starkem Wind (unter anderem Sturmtief Mortimer) auf ihre Papierblätter gestreut – eine verkleinerte Form der Wirklichkeit. „Es gibt kein anderes Material, mit dem man mit einer Handvoll so viel über den Planeten aussagen kann wie durch Erde, Stein oder Sand“, ist die Künstlerin überzeugt. Elemente, die zur Natur gehören, erzeugen eine Harmonie, ganz egal wie man sie anordnet. „Die Natur ist für mich ein guter Ort, um über die Welt und die Wirklichkeit nachzudenken, in der man lebt.“ Auch Kunst zu machen, bedeutet für Zenger, genau das: über die Wirklichkeit nachzudenken.
„Erde & Wind auf Papier“ ist also eher als Hinweis auf die Dinge zu verstehen. Darauf, dass die Natur in allem gegenwärtig ist, in allem was wir sind, was wir sehen und was wir denken können. Hannah Zenger versucht ihr Vorhandensein sichtbar zu machen und dadurch eine Beziehung zu den uns umgebenden Dingen herzustellen. Das ehrfürchtige Schauen, Respekt und Achtung vor der Vergänglichkeit unserer Umwelt und die Rückbesinnung auf das Wesentliche bilden das Fundament ihres Werks.
Ein Beitrag von Susanne Heeber

Hannah Zenger
1988 in Böblingen geboren, studierte Hannah Zenger erst Architektur an der Universität und danach an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. 2015 setzte sie an der AK das Studium der Bildenden Kunst obendrauf, u. a. in der Fachklasse für Bildhauerei bei Professor Udo Koch. 2018 schloss sie mit dem Diplom ab. Schon seit 2015 lehrt Zenger am Institut für Darstellen und Gestalten, Universität Stuttgart unter Professorin Sybil Kohl und präsentiert ihre Arbeiten in Galerien und Museen, beteiligt sich an Messen und Wettbewerben.
2018 wurde sie mit dem Förderpreis des Staatspreises Kunst, Handwerk Design Baden-Württemberg und 2019 mit dem Blickfang Designpreis ausgezeichnet. Noch bis 2022 ist Zenger Stipendiatin des Landkreises Esslingen.

studio@hannahzenger.de
Hannah Zenger, Porzellan Studio, werkraum18, Vogelsangstraße 57
70197 Stuttgart
Termine nach Vereinbarung.

Friedemann Vogel

Er ist gefeierter Solist am Stuttgarter Ballett, ein begehrter Gast an vielen Theatern und – ja, dass darf man in aller Bescheidenheit konstatieren – ein Weltstar! Vor kurzem wurde Friedemann Vogel von der Zeitschrift Tanz zum Tänzer des Jahres 2019 ernannt. arsmondo hat mit dem gebürtigen Stuttgarter über seinen Werdegang, seine Arbeitsauffassung und seine Vorlieben, über Rollen, Orte und Menschen gesprochen.

Foto: Carlos Quezada

Sie werden derzeit in Stuttgart für Ihre Rolle in „Mayerling“, dem Handlungsballett von Kenneth MacMillan stürmisch gefeiert.
Es erzählt das tragische Leben und Sterben des letzten Thronfolgers Rudolf im Kaiserreich Österreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Rolle gilt in jeder Hinsicht als extrem schwierig. Wie haben Sie sich auf das Stück vorbereitet?

Für „Mayerling“ hatten wir drei Monate intensive Probenarbeit. Wir hatten dafür sogar ein separates Studio, ein abgeschottetes Resort, in dem wir uns intensiv auf unsere Rollen vorbereitet konnten. Ich habe sehr viel über Rudolf gelesen, mir Verfilmungen angeschaut, Bücher gelesen – zudem gibt es ja so viele Geschichten und Gerüchte, die sich um ihn und seinen Tod ranken. Auch mit den politischen Verhältnisse jener Zeit in Österreich und zur Habsburger Monarchie habe ich mich beschäftigt. Ich habe mich gefragt, wie es ist, als Thronfolger zur Welt zu kommen, in eine lieblose und strenge Welt voller Zwänge, Erwartungen und Pflichten. Rudolf war ein eher sensibler und musischer Mensch und ist an dieser Diskrepanz gescheitert und zerbrochen. Ich wollte seine Persönlichkeit durchdringen, indem ich viel über ihn erfahre und dadurch verstehe, wie er zu dem Menschen wurde. Dazu habe ich mich in ihn hinein zu versetzen versucht, wie er fühlte und welche Haltung er nach außen hin hatte. Ich habe versucht, diesen Keim auch in mir zu finden.

Szene aus „Mayerling“, Foto: Roman Novitzky
Szene aus „Mayerling“ /Choreografie von Kenneth MacMillan mit Elisa Badenes, Friedemann Vogel © Stuttgarter Ballett
Szene aus „Mayerling“ – Choreografie: Kenneth MacMillan, Tänzer/Dancer: Elisa Badenes, Friedemann Vogel
© Stuttgarter Ballett

Wie gelang Ihnen der Zugang zu Rudolfs komplexer Gefühlswelt – nicht nur als Tänzer, sondern auch als Darsteller?
Das Stück ist wie eine Spirale aufgebaut, die sich langsam nach unten dreht – eine Art Abwärtssog. Da muss man emotional voll einsteigen und bis zum Ende der Vorstellung drin bleiben: körperlich und mit allen Sinnen. Als Tänzer ist natürlich das Körperliche der erste Schritt, um in die Gefühlswelt und in den Charakter einer Rolle einzutauchen – man verinnerlicht also über die Bewegung. „Mayerling“ erzählt die Geschichte Rudolfs vor allem auch durch seine Beziehungen zu den Frauen, die ihm nahestanden. Es gibt insgesamt acht Pas-de-deux – so viel wie in keinem anderen Stück –, die die unterschiedlichen Beziehungen charakterisieren. Rudolf ist fast die ganze Zeit auf der Bühne – das ist schon ein Kraftakt, mental und körperlich, in den man hineinwachsen muss. Am Abend der Aufführung kommt es dann jedes Mal zu einzigartigen Begegnung mit meinen Tanzpartnerinnen, es geht um die Tagesform – kein Moment auf der Bühne wiederholt sich emotional. Das heißt, man muss aus dem Moment heraus reagieren, auch wenn man alles geprobt hat, muss man dann aus dem Gefühl heraus agieren – keine Sprünge mehr analysieren, sondern voll und ganz dem Körper vertrauen und loslassen. Nur so kann man eine solche Rolle und ihre Entwicklung auch überzeugend und folgerichtig aufbauen.

Ist das auch bei anderen Rollen in Handlungsballetten so?
Ja, nehmen wir zum Beispiel den Romeo in „Romeo und Julia“: Diese Rolle zu tanzen, ist körperlich auch sehr anstrengend. Aber im Unterschied zu Rudolf gibt die Rolle viel Liebe und Leidenschaft – da kommt also Energie zurück. Bei „Mayerling“ ist es ein Kampf, ein permanentes Ringen. Cranko, Neumeier, McMillan – sind für mich Genies – wahre Meister des Erzählens – sie haben ein intuitives Bewusstsein für die Geschichten, die sie erzählen wollen und entwickeln daraus ihre Choreografien. Bei McMillans Stück gibt es sehr viele Einzeldrehungen und die dann auch noch auf einem Bein – da geht es um Balance, um Gewichtsverteilung. Das muss man sich körperlich hart erarbeiten und man hat zahlreiche Phasen und Momente, die viel Kraft kosten.
Das Tanzen im Kostüm ist eine weitere Herausforderung – wobei die Enge und Schwere der Stoffe auch helfen, sich selbst zurückzunehmen und in die Rolle zu finden. Die Premiere von „Mayerling“ und auch die Vorstellungen bisher habe ich dann aber wirklich genossen, weil ich in die Rolle hineingewachsen bin. Dazu kam das Publikum, das extrem mitgegangen ist – das fühlst Du auf der Bühne und das trägt Dich. Was die Rolle mir tatsächlich abverlangt hat, habe ich allerdings erst bemerkt, als ich eine Woche nach der Premiere den Albrecht in „Giselle“ in Zürich getanzt habe – das fühlte sich plötzlich ganz leicht an – pure Romantik – fast schon schwerelos.

Friedemann Vogel in Romeo und Julia, Choreografie: John Cranko. Julia: Alicia Amatriain, Foto: Stuttgarter Ballett

Orte, Menschen, Rollen – Meilensteine Ihrer Entwicklung?
Sie stammen aus Dettenhausen, einem kleinen Ort zwischen
Tübingen und Stuttgart. Ihre Eltern sind keine Künstler.
Wie wurden Sie zu dem, der sie sind?
Gute Frage…Ich weiß nur, dass ich schon als kleines Kind immer tanzen wollte. Mein elf Jahre älterer Bruder war bereits Tänzer, er war u.a. auch Erster Solist beim Stuttgart Ballett und hat mich von klein auf in viele Vorstellungen mitgenommen. Als Kind habe ich so alle wichtigen Ballette gesehen von Schwanensee bis hin zu Onegin und natürlich auch viele Ballettabende. Ich hatte das Glück, dass ich alle körperlichen Voraussetzungen mitbrachte, die man für den klassischen Tanz braucht.
Entscheidend für mich und meinen weiteren Weg waren dann meine Ausbildung in der John Cranko Schule hier in Stuttgart und das Stipendium an der Académie Princess Grace in Monte Carlo. Marika Besobrasova aus Monte Carlo habe ich viel zu verdanken. Sie war eine berühmte russische Ballettlehrerin, die mit großen Tänzern wie z.B. Nurejew gearbeitet hat. Sie hatte einen ganzheitlichen Lehransatz und sah den ganzen Menschen. Wir Schüler lernten bei ihr nicht nur klassisches Ballett, sondern auch Yoga, Ausdruckstanz, Schauspiel, richtig zu atmen und Improvisation. Sie hat uns gezeigt, wie man auf der Bühne neben Tanzen auch richtig geht. Wissen Sie, als Romeo läuft man anders als in der Rolle des Onegin oder Siegfried, auch das prägt eine ganze Rolle. Sie war in jeglicher Hinsicht formend und hat mir gezeigt, wohin meine Reise führen könnte – übrigens auch privat. Ich war oft bei ihr zu Besuch und habe ihr geholfen, Einladungen vorzubereiten. Von ihr habe ich gelernt, wie man mit Menschen umgeht. Außerdem hat sie mich schon ganz früh allein zu Wettbewerben geschickt. Ich musste alles organisieren, von den Kostümen bis hin zur musikalischen Begleitung. Das war eine Vorbereitung für mein Leben, denn so wurde ich selbstständig. Da ich schon früh in meiner Karriere gastiert habe, kam ich auf Reisen immer gut allein zurecht. Ich brauche bis heute keinen Agenten, der das für mich regelt.

Friedemann Vogel in Onegin, Choreografie: John Cranko,
Foto: Stuttgarter Ballett

Was Rollen betrifft, so war Onegin für mich sicher einer der Meilensteine – ich glaube für viele Tänzer, inklusive mir selbst, ist das ein nahezu heiliges Stück – es stand immer ganz weit oben auf meiner Wunschliste. Vor ein paar Jahren sagt Reid Anderson (Stuttgarter Intendant bis 2018): „Jetzt bist Du bereit, auch den Onegin zu tanzen“. Das war eine Sternstunde für mich. Da hat sich ein Traum erfüllt und zwar genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich hatte die Rolle bis dahin bereits von vielen Tänzern gesehen… – doch in diesem Moment fühlte ich mich tatsächlich selbst reif dafür, Onegin meine ganz eigene Persönlichkeit zu geben.

Sie haben in Ihrem bisherigen Tänzerleben alles erreicht – jetzt sind Sie vierzig Jahre alt. Was würden Sie sich für Ihre Bühnen-Karriere noch wünschen?
Ein ganz neues Ballett zum ersten Mal zu tanzen. Am liebsten ein Handlungsballett. Eine Geschichte zu erzählen – etwas komplett neu aufbauen, was noch nicht da ist, das wäre mein Traum.

Sie sind viel unterwegs gastieren auf der ganzen Welt…
Ja, ich gastiere viel, aber ich bin nicht der Typ, der einfach kommt und tanzt. Ich will meine Tanzpartnerinnen und -partner kennenlernen, gemeinsam proben.

Was darf in ihrem Gepäck nie fehlen?
Meine Ballettschuhe und -trikots, Trainingssachen – seit einmal mein Koffer nicht ankam, packe ich die immer ins Handgepäck. Der Verlust war richtig schlimm für mich. Gerade an anderen Orten will ich meine eigenen Sachen haben und tragen – und meine Ballettschuhe sind mein wichtigstes Werkzeug!

Künstler, die Sie bewundern?
Menschen im allgemeinen und zwar diejenigen, die eine innere Kraft und Stärke ausstrahlen, die Visionen haben, diese unbeirrt verfolgen und andere dafür begeistern können. Solche Menschen bewundere ich und kann ihnen stundenlang zuhören.

Dinge, die Ihnen wichtig sind?
Nichts Materielles – es gibt eigentlich keine Gegenstände, an denen ich so hänge, dass ich sie unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Es sind eher Erlebnisse und Menschen.
Ich habe in China einmal verzweifelt nach Wasser mit Kohlensäure gesucht – das gibt es dort so gut wie nicht. Und ich trinke gerne guten Kaffee… Es sind eher die ganz normalen Dinge, an denen ich hänge, die einem Vertrautheit und Heimat vermitteln und die mir dann fehlen, wenn sie plötzlich mal nicht da sind.
Landschaften oder Städte, die Ihnen in Erinnerung bleiben?
Ich liebe Italien. Ich arbeite viel in Rom und Mailand. Diese Städte zu erkunden, durch die alten Gassen und entlang wunderbarer Bauwerke zu schlendern, das liebe ich. Ebenso wie mit Leuten aus der Compagnie nach Proben und Vorstellungen noch essen zu gehen. Wichtiger aber als die Städte selbst sind für mich die Tanzcompagnien. Zum Beispiel Helsinki – für mich keine sonderlich schöne Stadt – aber das Tanzen war großartig und die Menschen erst, da bleiben dann andere schöne Erinnerungen.

Bringen Sie von Ihren Reisen auch gerne etwas mit?
Früher ja, heute eher weniger – aber ich hatte mir aus China einmal ein antikes Pferdegeschirr mitgebracht. Das hat mich fasziniert – obwohl ich ja weder reite, noch ein Pferd habe…

Das absurdeste Verrückteste, das Ihnen je auf Reisen passiert ist?
Da fällt mir spontan Japan ein, weil es in diesem Land so viele Extreme gibt. Einerseits sind die Japaner ja verrückt nach Klassik – egal ob Ballett oder Musik. Dann fährt man andererseits aber mit der Metro und kommt sich vor wie in einem virtuellen Raum – du siehst Menschen als Puppen und Comicfiguren verkleidet – überall leuchten Neonfarben, laute Musik und überall Technik – die totale Reizüberflutung. Dann wieder betritt man eine kleine Seiten-straße und stößt auf ein uraltes historisches Sushi-Restaurant und an der nächsten Ecke warten bereits wieder computergesteuerte Kraken-Arme, die Spielzeuge aus einem Automaten fischen.

Stuttgart ist für Sie…
Ganz klar: Stuttgart ist meine Heimat.

Wo könnte man Sie hier treffen?
Ich bin gerne in der Stadtmitte mitten drin. Ich wohne am Eugensplatz, das ist mein Revier – von dort aus kann ich zu Fuß ins Theater gehen. Ich gehe gerne in den Mineralbädern in Bad Cannstatt schwimmen. Und ich mag die schwäbische Küche, am liebsten Maultaschen mit Kartoffelsalat, Schnitzel mit Pommes oder Käsespätzle – ganz einfach, schwäbische Hausmannskost.

Wie entspannen Sie? Wo und wie können Sie am schnellsten
abschalten?
Entspannung ja, abschalten muss ich nicht! Ich habe mit dem Tanzen das gefunden, was mich ausfüllt und glücklich macht. Ich habe auch nie richtig lange Urlaub gemacht. Ich liebe die Natur, gehe gerne in den umliegenden Wäldern rund um Stuttgart laufen. Ich höre gerne Musik, nichts Spezielles; es kommt auf meine Stimmung an, reicht aber von Elektronik bis zu Gustav Mahler. Musik als Dauerberieselung ist dagegen nicht mein Ding, weder auf Reisen, noch in Hotels oder beim Kochen. Denn ich mag es auch, wenn es einfach mal ganz ruhig ist – dann genieße ich einfach die Stille.

Szene aus „Kaash“ (c) )Stuttgarter Ballett

Wie lautet Ihr Credo?
Das müssten Sie eigentlich andere fragen…(lacht). Ich versuche authentisch zu sein, Dinge zu akzeptieren, wie sie sind. Ich glaube, jeder Mensch sollte das, was ihn besonders macht, zuerst in sich selbst suchen, nicht zu sehr im Außen. Seiner Umgebung und sich selbst nichts vorzuspielen – akzeptieren wer man ist.

Wie finden Sie auch in schwierigen Zeiten zu sich?
Ich bin kein Analytiker. Meine Bewältigung ist die Bewegung, das Tanzen – das macht mich stark. Wenn ich einen schwierigen Termin habe oder ein Problem lösen muss, dann hilft es mir, in die Bewegung, in die körperliche Aktion zu gehen – das ist mein Ausgleich. Nach der körperlichen Erschöpfung kann ich dann meistens klarer denken.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Claudia Fenkart-Njie


Mehr über Friedemann Vogel und das Stuttgart Ballett…

Am Württembergischen
Staatstheaterin Stuttgart»
bleibt alles anders«.

Alle drei Sparten starten zum ersten Mal in der Geschichte des traditionsreichen Hauses in eine neue Intendanz: für das Schauspiel verantwortet Burkhard C. Kosminski, für die Oper Viktor Schoner und das Ballett Tamas Detrich. Zudem wurde Cornelius Meister zum neuen Generalmusikdirektor berufen.
Das ist ein willkommener Anlass für eine spartenübergreifende Koproduktion. Das Herzstück dieser Inszenierung in der Regie von Anna-Sophie Mahlerbilden sind »Die sieben Todsünden« von Kurt Weill und Bertolt Brecht.

Die OPER stellt statt Antworten Fragen an den Beginn dieser neuen Intendanz: Ausgehend von »Lohengrins« verstörend absolutem Frageverbot über seine Herkunft (Inszenierung: Árpád Schilling) sollen mit den Neuproduktionen Fragen gestellt werden – philosophische, naive, persönliche. »Es ist der Versuch, die komplexen Zusammenhänge unserer Gegenwart mit der wunderbaren Kunstform Oper zu erforschen; der Versuch einer Differenzierung – auch als Reaktion auf vereinfachende Antworten«, so Viktor Schoner.

Viktor Schoner und Cornelius Meister (c) Matthias_Baus

Die Opernpremieren, davon ein Gastspiel, schlagen den Bogen von der Frühklassik bis ins Jahr 2018. Daneben stehen 17 Opern des Repertoires auf dem Spielplan.
Am Vorabend zu Allerheiligen, am 31. Oktober 2018, stellen Alain Platel und Fabrizio Cassol mit der zweiten Saison-Premiere »Requiem pour L.« die Frage: »Wohin gehst du?« In dieser musikalischen Überschreibung von Mozarts »Requiem« befragen 14 Musikerinnen und Musiker aus Afrika und Europa Mozarts Fragment gebliebenes letztes Opus aus einer globalen Perspektive.
Am Sonntag, 2. Dezember 2018 feiert Sergej Prokofjews »Die Liebe zu drei Orangen« in deutscher Sprache als Familienproduktion Premiere im Opernhaus: Axel Ranisch, der als Independent-Filmemacher, Tatort-, Löwenzahn-, Theater- und Opernregisseur arbeitet und gerade seinen ersten Roman veröffentlicht hat, wird das Werk als skurril-farbenfrohe Märchenoper in Szene setzen und damit die Frage stellen »Worüber lachst du?«.
Zwei Werke aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägen die Premieren im Frühjahr 2019: Generalmusikdirektor Cornelius Meister leitet am 17. März 2019, die Neuproduktion von Hans Werner Henzes »Der Prinz von Homburg« nach Heinrich von Kleists gleichnamigem Drama über Disziplin, Gehorsam und Träumerei. Die im Zeitalter von Fake News, der vermeintlichen medialen Falschinformation, zentrale Frage »Wem glaubst du?« steht im Zentrum der Premiere von John Adams’ »Nixon in China« am 7. April 2019; Regie: Marco Štorman.
Die inzwischen in Paris zum Kult avancierte Produktion von Christoph Willibald Glucks »Iphigénie en Tauride« in der Inszenierung von Krzysztof Warlikowski aus dem Jahr 2006 geht der Frage »Wem vergibst du?« nach. Sie feiert am 28. April 2019, als Übernahme von er Opéra national de Paris Premiere. Damit wird zum ersten Mal eine Opernarbeit des polnischen Regisseurs und seiner Ausstatterin Malgorzata Szczesniak in Stuttgart zu sehen sein. Stefano Montanari dirigiert und steht damit erstmals am Pult des Staatsorches-ters Stuttgart.
Am Ende des Premierenreigens dieser Spielzeit steht mit Arrigo Boitos »Mefistofele« am 16. Juni 2019 die Frage: »Was verlangst du?«. Die Neuproduktion mit der italienischen Sicht auf den deutschen Faust-Mythos inszeniert Àlex Ollé, Mitglied des katalanischen Theater-Kollektivs La Fura dels Baus.
Die Saison 2018/19 schließt mit drei außergewöhnlichen Produktionen aus dem Stuttgarter Opernrepertoire der vergangenen 20 Jahre: Calixto Bieitos Interpretation von Wagners »Der fliegende Holländer«, Kirill Serebrennikovs Sicht auf Richard Strauss‘ »Salome« und schließlich Bellinis »Norma« in der Regie von Jossi Wieler und Sergio Morabito aus dem Jahre 2002.
Darüber hinaus gibt es bei den Sinfoniekonzerten 2018/19 neben spannenden Dirigentendebüts auch Wiederbegegnungen mit einigen dem Stuttgarter Publikum bekannten Gastdirigenten Dennis Russell Davies, Marek Janowski und Daniele Rustioni. Zum ersten Mal gibt es in dieser Saison zusätzlich zu den etablierten Reihen zwei neue Konzertformate im Opernhaus: ein Filmkonzert sowie ein großes Familienkonzert.

Tamas Detrich (c) Roman Novitzky

Die erste Spielzeit von Tamas Detrich als Intendant des BALLETTS steht unter dem Motto »One of a Kind«. Zu Deutsch: einzigartig. Das Motto ist gleichzeitig der Titel eines abendfüllenden Stückes von Jirí Kylián, eines in jeglicher Hinsicht einzigartigen Künstlers, der im Jahr 1968 – also vor genau 50 Jahren – seine Weltkarriere in Stuttgart startete.
Die Spielzeit beginnt ganz puristisch mit dem Ballett-abend »Shades of white«: drei Werke – ein jedes in weiß gekleidet – die verschiedene Facetten des klassischen Balletts zelebrieren. Neu im Repertoire ist »Das Königreich der Schatten« aus La Bayadère, eine der erlesensten Szenen, die der Ballettkanon zu bieten hat, choreographiert von Marius Petipa – dem Vater des klassischen Balletts. Umrahmt wird dieses Juwel von John Crankos geistreichem »Konzert für Flöte und Harfe« und George Balanchines funkelnder »Sinfonie in C«.
Außerdem hat sich Theaterlegende Jürgen Rose bereiterklärt, nach 30 Jahren wieder ein Ballett auszustatten – und zwar eines von Kenneth MacMillans fesselndsten, aufwühlendsten Stücken, das die letzten, verzweifelten Tage im Leben des Habsburger Kronprinzen Rudolf schildert: »Mayerling«. Das Werk ist ein Unikat im Kanon der Handlungsballette des 20. Jahrhunderts.
Im Jahr 2019 wird mit dem Ballettabend »Aufbruch!« das 100. Jubiläum der Weimarer Verfassung sowie der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar begangen. Drei sehr unterschiedliche Choreographen brechen auf, um diesen beiden Ereignissen zu begegnen: Katarzyna Kozielska, Nanine Linning und Edward Clug.
Am Ende der Spielzeit steht ein Stück von einem weiteren »One of a Kind«-Künstler auf dem Programm: Akram Khan, dessen Fusion von indischem Kathak mit zeitgenössischem Tanz ihn zu einer der originellsten Stimmen der Tanzwelt gemacht hat. Sein »Kaash« kommt gemeinsam mit einer weiteren Erstaufführung – Johan Ingers »Out of Breath« – und der Wiederaufnahme von Itzik Galilis »Hikarizzato« auf die Bühne. Außerdem steht das 40. Jubiläum von John Neumeiers »Die Kameliendame« an. Selbstverständlich werden außerdem weitere Werke von John Cranko getanzt, allen voran »Romeo und Julia« hier in Stuttgart sowie sein »Schwanensee« und »Onegin« während eines großen Gastspiels in Japan.

Spielzeiteröffnungsfest 2018/19
Auf dem Bild
Burkhard C. Kosminski
Foto: Björn Klein

Unter dem Leitmotiv »Warum denn nicht warum« möchte Burkhard C. Kosminski das SCHAUSPIEL Stuttgart als eine Plattform für Fragen und konstruktiven Dialog etablieren, wobei ihm drei große Themenkomplexe besonders am Herzen liegen: Stuttgart als eine moderne Stadt, anhand derer man Utopien zukunftsorientierter und nachhaltiger Stadtentwicklung entwerfen und diskutieren kann.
Stuttgart als eine internationale Stadt und das Schauspiel als Denk- und Begegnungsraum für internationale Perspektiven und Identitätskonstruktionen.
Und das Schauspiel Stuttgart als Ort für Literaturtheater, mit einem besonderen Fokus auf dem zeitgenössischen Autorentheater.
Zeitgenössische Autoren und Autorinnen werden für das Schauspiel und das Stuttgarter Ensemble neue Stücke schreiben und dabei ihre Sicht auf unsere Gegenwart reflektieren und zur Diskussion stellen. In dieser Spielzeit sind dies Texte von Wajdi Mouawad, Clemens J. Setz, Nis-Momme Stockmann (in Zusammenarbeit mit den Frankfurter Positionen) und Roland Schimmelpfennig. Außerdem werden Texte von Theresia Walser, Elfriede Jelinek und Simon Stephens zu sehen sein.
Das umfangreiche Programm 2018/2019 umfasst insgesamt 24 Produktionen, darunter sechs Uraufführungen und deutschsprachige Erstaufführungen, eine spartenübergreifende Produktion mit Oper und Ballett sowie drei Koproduktionen, u.a. mit dem renommierten Schweizer Theatermacher Milo Rau. Diskursive Formate mit Partnern wie der Robert-Bosch-Stiftung und dem SWR sowie zahlreiche Extraveranstaltungen und theaterpädagogische Angebote runden das Programm ab. Eröffnet wird die neue Spielzeit mit einem doppelten Premierenwochenende am 16./17./18. Und 23./24./25.November und einer begehbaren Stadtraum-Installation des Künstlers Tobias Rehberger.
Neben dem Schauspielhaus wird das Kammertheater zukünftig der zweite zentrale Spielort des Schauspiels sein.

Konzert-Highlights

Kiss of Fire – Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim
meets Spark – Die klassische Band

Die Senkrechtstarter der internationalen Klassikszene verbindet den Feinsinn und die Präzision eines klassischen Kammermusikensembles mit der Energie und dem Biss einer Rockband. Tradition und Innovation werden bei den fünf jungen Musikern von Spark zu einem Klangerlebnis, das sich virtuos und unverkrampft zwischen den verschiedensten musikalischen Welten bewegt: Barocke Ohrwürmer verschmelzen mit Filmmusik und Minimal Music, slawische Folklore und jazzige Grooves treffen auf klassische Avantgarde. So erreichen Spark besonders auch die junge Generation. Auf dem Konzertprogramm am 12. November stehen Werke von der barocken Opernwelt eines Henry Purcell bis hin zu rockig-klassischen Klängen, wie sie der niederländische Komponist Chiel Meijering in seiner Suite „Kiss of Fire“ verbindet. In acht kurzen Charakterstücken zeigt das Werk für Spark und Kammerorchester mit den unterschiedlichsten musikalischen Mitteln vom afrikanischen Rhythmus bis hin zu Popelementen die unterschiedlichsten Facetten der Musik, der Liebe und des Lebens…
Weitere Info & Karten: www.swdko-pforzheim.de

Foto oben: Spark 1d ┬® Bartosch Salmanski


Nachtschwärmer-Konzerte
„Nachtschwärmer-Konzerte“ – heißt die neue Veranstaltungsreihe, die die Stuttgarter Philharmoniker gemeinsam mit dem Jazzclub BIX im Gustav-Siegle-Haus aus der Taufe gehoben haben. Ziel der Reihe ist es, neue Begegnungen zwischen unterschiedlichen Publikumsgruppen zu ermöglichen. Die Programme der „Nachtschwärmer-Konzerte“ sind mehrteilig angelegt: der erste Teil ertönt im Saal des Gustav-Siegle-Hauses der zweite klingt dann im Jazzclub BIX aus. Das erste Konzert der Reihe startet mit einer Sinfonie von Mendelssohn, gefolgt von einem Klavierkonzert von Bach, für Akkordeon und Orchester arrangiert, und Tangos von Astor Piazzolla. Anschließend spielt die Akkordeonistin Ksenija Sidorova (Foto) im Jazzclub mit Jazzern weiter. Die Konzertreihe eignet sich aber auch hervorragend für besondere Kammermusikprogramme, beispielsweise die Gesamtaufführung aller sechs Streichquartette op. 18 von Beethoven an einem Abend durch Quartettformationen des Orchesters. Hierbei werden die Ensembles in der Mitte des Parketts platziert, während das Publikum die Aktion ringförmig umgibt. Anschließend gibt’s Jazz-Kammermusik im BIX. In einem weiteren Konzert tritt der Jazztrompeter, Pianist und Komponist Sebastian Studnitzky mit in seinem Projekt „Memento“ auf, ein anderes mit dem jungen Pianisten und Dirigenten Frank Dupree (Foto) verbindet Orchester- und Klaviermusik von Beethoven mit der von Duke Ellington und George Gershwin.
Weitere Informationen zum Programm und Karten:
www.stuttgarter-philharmoniker.de

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Martin-Stadtfeld (c) Marco-Borggreve/Sony-Classical

Der Goldstadtzirkel weltberühmter Pianisten“
Martin Stadtfeld
Martin Stadtfeld spielt erneut mit der Badischen Philharmonie Pforzheim und eröffnet mit dem „Goldstadtzirkel weltberühmter Pianisten“ die Sinfoniekonzert-Reihe der neuen Spielzeit. Stadtfelds Karriere begann 2002 mit dem ersten Preis des Internationale Bach-Wettbewerbs. Seine Einspielungen auf CD (u.a. bei SONY Music) erhielten mehrfach den ECHO Klassik-Preis. In Pforzheim spielt Martin Stadtfeld nun Sergej Rachmaninows 2. Klavierkonzert c-moll op. 18:. Romantisch-expressiv ist dieses Klavierkonzert, das seit der Urraufführung 1901 das erfolgreichste Rachmaninows ist. Eröffnet wird das Konzert mit Maurice Ravel Suite für Orchester „Ma mère l‘ oye“. Eine Sammlung von Märchen ist „Meine Mutter Gans“, die ursprünglich als Fassung von fünf Kinderstücken für Klavier zu vier Händen entstand. Abschließend stimmt die Badische Philharmonie Pforzheim mit der „Reformations-Symphonie“ in das Luther-Jubiläum mit ein. Felix Mendelssohn-Bartholdy komponierte sie 1830 zum 300. Jubiläum der Confessio Augustana. 
15. Oktober CongressCentrum Pforzheim, Karten: Online-Ticketshop arsmondo


Bartoli / Gabetta (c) Decca/Esther Haase

„Dolce Duello“ –
Cecilia Bartoli & Sol Gabetta

Musikalisches Gipfeltreffen: Cecilia Bartoli liebt es, die Register wie ihre Rollen zu wechseln und die ganze Palette von Gefühlszuständen auszuspielen – von innig zart bis rasend, von schüchtern bis wild, von verliebt bis wütend. Die Mezzosopranistin gehört seit über zwei Jahrzehnten zu den absoluten Topstars der Klassik-Szene, mit einem dunkel-satten Timbre von bewegender Schönheit, einem herausragenden darstellerischen Talent, außerordentlicher Musikalität und einer elektrisierenden Bühnenausstrahlung im Konzert und auf der Opernbühne. Im Baden-Badener Festspielhaus, wo La Bartoli zuletzt in Bellinis „Norma“ glänzte, trifft sie nun auf ihre Freundin Sol Gabetta, die ihrerseits zu den besten Cellistinnen weltweit gezählt wird. Dabei kann sie auf den vier Saiten ihre Violoncellos nicht nur beseelt singen, sondern auch dramatisch auftrumpfen und immer wieder spieltechnisch glänzen – etwa, wenn sie mit hochemotionalem und überaus riskantem Spiel die virtuosesten Werke in schwindelerregendem Tempo präsentiert, so dass die Musik unter ihrem Bogen Funken zu schlagen scheint wie bei einem Vulkanausbruch. Cecilia Bartoli und Sol Gabetta präsentieren im Baden-Badener Festspielhaus mit „Dolce Duello“ ein abwechslungsreiches Barockprogramm gemeinsam mit der Cappella Gabetta, einer handverlesenen Originalklang-Truppe, die Sol Gabetta im Dezember 2010 gemeinsam mit ihrem Bruder Andrés Gabetta, einem brillanten Barockviolinisten und Konzertmeister, gegründet hat. Für „Dolce Duello“ haben Cecilia Bartoli und Sol Gabetta einige wunderbare Werke für Gesang und Violoncello ausgegraben. Darunter finden sich berührende Lamenti wie in Händels Ode für die Heilige Cäcilie sowie energiegeladenere Arien wie „Di verde ulivo“ von Vivaldi.
23. November im Festspielhaus Baden-Baden, Karten: www.festspielhaus.de


Mischa Maisky (c) Deutsche Grammophon

Emotionale Freigiebigkeit –
Mischa Maisky & Musikkollegium Winterthur

Mischa Maisky ist der wohl berühmteste Cellist unserer Zeit, weltweit gefeiert als „großer Romantiker“. Sein Spiel ist emotional, intensiv, brennend vor Leidenschaft, dabei edel und seelenvoll im Ton: „Ich gebe nicht 100, sondern 120 Prozent“, sagt der lettische Jahrhundertmusiker mit der Silbermähne über sich. Und: „Ich spiele jedes Konzert, als wäre es mein letztes. Ich verschwende, sagen manche, jedes Mal sehr viel Energie. Aber ich glaube, dass die Konzertbesucher die emotionale Freigiebigkeit eines Musikers fühlen, die viel wichtiger ist als Technik.“ Kurz vor seinem 70. Geburtstag (am 10. Januar 2018) darf sich das Göppinger Publikum auf 120 Prozent Mischa Maisky in Schostakowitschs erstem Cellokonzert freuen – an seinem kostbaren Montagnana-Cello, im Dialog mit dem traditionsreichen schweizerischen Musikkollegium Winterthur unter der inspirierten Leitung seines neuen Chefdirigenten Thomas Zehetmair. Dass die Winterthurer zudem eine Deutsche Erstaufführung im Gepäck haben, macht den Abend desto spannender!
6. November 2017, 20 Uhr, Stadthalle Göppingen


Maximillian Hornung, Photo: Marco Borggreve

Münchener Kammerorchester
& Maximilian Hornung

Mit bestechender Musikalität, instinktiver Stilsicherheit und musikalischer Reife hat der Cellist Maximilian Hornung die internationalen Konzertpodien erobert. Für seine erste Sony-CD erhielt er den ECHO Klassik-Preis 2011 als Nachwuchskünstler des Jahres, für die Veröffentlichung von Dvořáks Cellokonzert den ECHO Klassik 2012 für die »Konzerteinspielung des Jahres«. Mit dem Münchener Kammerorchester wird er ein Auftragswerk des MKO für Violoncello und Orchester von Tobias PM Schneid aufführen. Der finnische Dirigent John Storgårds ist speziell für eine auf drei Spielzeiten angelegte Reihe engagiert worden, nämlich Haydns Londoner Sinfonien den Ligetis Solokonzerten – hier das Konzert für Violoncello und Orchester – gegenüberzustellen. An diesem Abend bilden die Sinfonien Nr. 97 und Nr. 103 »Mit dem Paukenwirbel« den Rahmen des Konzerts. Das Konzert findet am 6. Dezember im Konzerthaus Ravensburg statt.-
Karten: www.ravensburg.de

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„EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE“ VON CHARLES DICKENS
Miroslav Nemec & Udo Wachtveitl in einem Bühnenmärchen mit Musik

Sie ist – neben der Geschichte von Jesu Geburt – das vermutlich meisterzählte Literatursujet der Adventszeit: Charles Dickens‘ „Weihnachtsgeschichte“. Die sozialkritische Erzählung über den alten Geizhals Ebenezer Scrooge, der am Vorabend des Weihnachtsfests von vier Geistern heimgesucht wird und durch sie seine Menschlichkeit wiederentdeckt, ist ein Klassiker. Kaum ein Theater, das dieses Werk nicht schon mehrfach gespielt hat. Warum dann eine neue Fassung? Der Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat mit seinen Bühnenbearbeitungen von literarischen Werken in den vergangenen Jahren große Erfolge gefeiert. Allein seine Bearbeitung von Erich Kästners autobiographischer Erzählung „Als ich ein kleiner Junge war“ mit Walter Sittler in der Hauptrolle wurde mehr als 400 Mal gespielt. Für die beiden Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl hat er nun gemeinsam mit dem Komponisten Libor Síma ein musikalisches Bühnenmärchen geschaffen. Es erinnert in seiner Ästhetik an alte Schwarzweißfilme und spielt mit Elementen literarischer Revuen. Durch die Musik und die geschickte Lichtregie werden Räume geschaffen – und doch spielt der literarische Text immer die Hauptrolle: Tempo, Rhythmus und Struktur der Novelle bleiben auch in der Lesefassung bewahrt. Und in der Interpretation von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl erhält die Erzählung, trotz des moralischen Grundtons, eine unglaubliche Lebendigkeit. Beide sind bekanntermaßen seit vielen Jahren durch ihre gemeinsame Arbeit als Münchner Tatort-Kommisare eng verbunden und geben auch auf der Bühne ein tolles Team ab, dem es gelingt im Zusammenspiel mit der Bühnenmusik den typischen, skurrilen britischen Humor auf anrührende Weise herauszuarbeiten.
TOURDATEN 2017: 03.12.2017 Fellbach, Schwabenlandhalle, 04.12.2017 Theater Heilbronn, 09.12.2017 Stadthalle Singen, 10.12.2017  Tuttlinger Hallen, 12.12.2017 Stuttgart Theaterhaus, 20.12.2017 Stuttgart Theaterhaus; Karten und Info beim jeweiligen Veranstalter erhältlich

Barock@home

Über J.S. Bachs Matthäus-Passion und ihren urmenschlichen Erfahrungshorizont sprechen Akademieleiter Hans-Christoph Rademann und Chefdramaturg Henning Bey in neuesten Folge des Podcasts Barock@home. Dieser erscheint am 13. März auf www.bachakademie.de, Youtube, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt. Menschliche Schwäche und Versagen, wie sie die Figuren des Petrus und Judas als Wesenszüge zeigen, und der musikalische Ausdruck, den J.S. Bach ihnen verliehen hat, stehen im Fokus des Gesprächs. Dazu erklingt Musik der Anfang März bei Accentus erscheinenden CD-Einspielung der Gaechinger Cantorey mit den Solisten Isabel Schicketanz (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Patrick Grahl (Tenor), Benedikt Kristjánsson (Tenor), Peter Harvey (Bass) und Krešimir Stražanac (Bass). Christiane Roßbach vom Staatstheater Stuttgart liest Texte aus Walter Jens‘ »Der Fall des Judas« und Jürgen Flimms »Lieber Kurt. Über die Matthäus-Passion«.
Die Passionsgeschichte nach Matthäus thematisiert nicht nur den Leidensweg Christi mit Verurteilung, Kreuzigung und Tod, sondern am Beispiel der Nebenfiguren auch eine Fülle menschlicher Wesenszüge und Empfindungen. Im Verrat und in der Leugnung, die Judas und Petrus an Christus begehen, werden menschliche Schwäche, aber auch angsterfülltes Handeln deutlich. Die Passion hat J.S. Bach in einem seiner monumentalsten und bekanntesten Werke in Tönen ausgedrückt. Hans-Christoph Rademann und Henning Bey erörtern in ihrem Gespräch, wie Bach den Leidensweg der Passion und die Charakterzüge ihrer Handlungsträger musikalisch nachzeichnet.

Unter dem Thema »Barock@home« bieten die Podcasts der Internationalen Bachakademie Stuttgart einen sehr persönlichen Streifzug durch die Musik des Barocks, bei dem Hans-Christoph Rademann und Hennings Bey sich im Gespräch auf die Spuren ausgewählter Werke begeben. Dabei erklingen Kompositionen von Händel, Monteverdi, Schütz und Bach. Es musiziert die Gaechinger Cantorey unter dem Dirigat von Akademieleiter Hans-Christoph Rademann, und es diskutieren Hans-Christoph Rademann und Chefdramaturg Henning Bey. Neben Musik und Gespräch eröffnen Lesungen eine weitere Ebene des Verstehens.

Karten und Auskunft: Tel.: 0711 619 21 61 und karten@bachakademie.de
Weitere Infos: www.bachakademie.de

TanzLabor – ResearchLab

Mit den insgesamt vier für 2021 geplanten ResearchLabs möchte das ROXY in Ulm ein stärkeres Bewusstsein für die grenzenlosen Möglichkeiten des Tanzes und seine Fähigkeit, Menschen zu verbinden und zu inspirieren, schaffen. Das ReseachLab fördert innovative Ideen, ermutigt zum künstlerischen Risiko und soll die kreative Fantasie innerhalb der Tanzszene stärken. Insgesamt 286 unterschiedliche Choreografinnen, Choreografen und Tanz-Compagnien aus Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien bewarben sich mit ihren Projektvorschlägen beim ROXY.

In einem mehrtägigen Auswahlprozess sichtete eine vierköpfige Jury die Videos und Unterlagen aller Bewerber*innen und entschied sich am Ende für die Projekte der in kanadischen Choreografin Jasmine Ellis und des israelischen Choreografs
Yotam Peled für die beiden ersten ResearchLabs.

Yotam Peled, Foto Yotam Peled

Beide „choreographers in residence“ erhalten mit Ihren Residenzen im ROXY nun die Möglichkeit, mit ihren Tänzer*innen ihre Ideen für ein neues Tanzstück vom Konzept bis zur Aufführung zu realisieren.

ResearchLab #1 – März 2021
Jasmine Ellis, Foto Jasmine Ellis Projects
Gewinnerin: Jasmine Ellis (Kanada/München)
Projekt derzeit noch ohne Titel

Jasmine Ellis ist eine kanadische Choreografin und Filmregisseurin mit Wohnsitz in München. Als Absolventin der „Etobicoke School of the Arts“, der „School of Toronto Dance Theatre“ und des „Codarts Rotterdam Conservatory“ arbeitet sie seit 2006 professionell im Tanz als Performerin und Choreografin.
Ellis ist zudem eine preisgekrönte Filmregisseurin und künstlerische Leiterin der Produktionsfirma „Bad Posture Productions“.
Die choreografischen Arbeiten von Jasmine Ellis zeichnen sich oft durch einen interdisziplinären Ansatz aus, der Tanz, Text, Live-Musik und Film miteinander verbindet und in dem Humor, Verletzlichkeit und Vertrautheit miteinander verwoben werden, um unerwartete Welten zu schaffen.
Jasmine Ellis choreografierte bisher u.a. in Berlin, Florenz, Groningen, Montreal, München, Tilbury, Toronto und Winnipeg.
Jasmine Ellis Projects – Is Susan lonely – Ensemble, Foto: Jasmine Ellis Projects
Mehr Informationen unter https://jasminellis.com

Die ausgewählten Künstler*innen erhalten vom ROXY ein Produktionsbudget, bekommen dreiwöchige Probenmöglichkeiten,
einen Zuschuss zum Lebensunterhalt, Reisekosten und eine Unterkunft vor Ort. Außerdem stellt das ROXY Equipment für eine
professionelle Videoaufnahme der Arbeit zur Verfügung.
Die Ergebnisse des ResearchLabs werden, wenn möglich, im ROXY öffentlich aufgeführt.
Weitere Informationen:
ROXY / Kultur in Ulm, Schillerstr. 1/12, 89077 Ulm, Tel. 0731-968620
www.roxy.ulm.de

Theater Unlocked

Das Eröffnungsstück der Spielzeit 2020/2021 am Theater Konstanz wurde sowohl von der Presse als auch vom Publikum hochgelobt. Nun gibt es die Gelegenheit „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada als kostenlosen Stream zu erleben – für alle, die die Aufführung nicht sehen konnten.

„Jeder stirbt für sich allein, Foto: Theater Konstanz/Ilja Mess

Über das Stück: Aufgerüttelt durch den Fronttod ihres Sohnes „für Führer und Vaterland“ schreibt das Ehepaar Quangel einfache Botschaften auf Postkarten, mit denen sie zum Widerstand aufrufen. Schon bald geraten sie ins Visier des Kriminalkommissars Escherich, der unter dem Druck seiner Vorgesetzten in Zugzwang gerät. Denn, so Fallada: „Das Groteske geschieht: der Elefant fühlt sich von der Maus bedroht.“ Falladas Roman geht auf die wahre Geschichte des Berliner Arbeiterehepaars Otto und Elise Hampel zurück, die 1943 von den Nazis hingerichtet wurden und deren Karten bis heute überliefert sind. 1945 soll der Schriftsteller anhand der Prozessakten darüber schreiben. Fallada zögert, er selbst war nicht im Widerstand und will jetzt nicht besser erscheinen, als er gewesen ist. Dann aber verfasst er manisch die 899 Manuskriptseiten in kaum vier Wochen; drei Monate später stirbt er an Herzversagen. Die kraftvoll gezeichneten Figuren versuchen in einer Gesellschaft zu überleben, in der Argwohn und Angst jedwede soziale Beziehung bestimmen. Viele als Mitläufer*innen oder Täter*innen. Einige beweisen, dass man sogar in diesem System seine Freiheiten behaupten und seinem Gewissen folgen kann. Für uns Nachgeborene stellt sich die Frage: Wie weit reicht der eigene Mut, sich gegen Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit zu stellen? Wann genügt es nicht mehr, im privaten Umfeld „anständig“ zu bleiben, wann ist Zeit für tätigen Widerstand?

„Jeder stirbt für sich allein“, Foto: Theater Konstanz/Ilja Mess

„Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada als kostenloser Stream  Termine: 19.2./ 20.2./21.2. jeweils 18 Uhr – Auf der Homepage des Theater Konstanz in Zusammenarbeit mit SPECTYOU: www.theaterkonstanz.de
Theater Konstanz, Inselgasse 2-6, 78462 Konstanz

Karola Obermüller

Mit dem 5. Philharmonischen Konzert am 24. Februar 2021 wird der diesjährige Heidelberger Künstlerinnenpreis an Karola Obermüller vergeben.
Bereits seit 1987 wird der Heidelberger Künstlerinnenpreis an bedeutende Komponistinnen vergeben – seit 2007 als Musikpreis der Stadt Heidelberg. Im Rahmen des 5. Philharmonischen Konzertes kommt in diesem Jahr das Auftragswerk »Phosphor« für Violoncello und Orchester der diesjährigen Preisträgerin Karola Obermüller zur Uraufführung, als Solocellist spielt der ehemalige Heidelberger Artist in Residence Julian Steckel.

Karola Obermüller, Foto Tom Hayes

Karola Obermüller begann ihre musikalische Laufbahn schon als Kind, als sie auf ihrem Tonbandgerät erste Klangcollagen aufzeichnete. Nach ihrem Studium der Komposition unter anderem in Darmstadt und am Mozarteum Salzburg promovierte sie an der Harvard University und lehrt nun an der University of New Mexico in den USA. Immer wieder setzt sich Karola Obermüller mit der Musik anderer Kulturen sowie mit gesellschaftlichen und historischen Diskursen auseinander, die die Basis für ihre ganz eigene »fortwährend vitale« Klangsprache bilden, wie es in der Jurybegründung für den diesjährigen Künstlerinnenpreis heißt. Die Laudatio am 24. Februar 2021 übernimmt Dr. Egbert Hiller von Deutschlandfunk.
Eröffnet wird das 5. Philharmonische Konzert mit dem Werk »Open(r)ing« des Esten Lepo Sumera. Sumera komponierte das einsätzige Orchesterstück 1989, nach seinem Kompositionsstudium unter anderem bei Heino Eller und Roman Ledenev. Es ist gezeichnet von Sumeras Begeisterung für zeitgenössische Musik und verbindet unter anderem Chromatik, Diatonik und Zwölftonmusik.
Mit der Symphonie Nr. 36 C-Dur KV 425 von Wolfgang Amadeus Mozart, auch »Linzer Symphonie« genannt, schließt das Konzert. Hier spiegelt sich Mozarts Freundschaft zu Joseph Haydn, die sich in einer für Haydn typischen, langsamen Einleitung zeigt. Mozart schrieb die gesamte Symphonie 1783 innerhalb von nur vier Tagen auf der Rückreise von Salzburg nach Wien, bei der er in Linz einen Zwischenstopp einlegte. und die Symphonie uraufführte.
Das 5. Philharmonische Konzert wird in diesem Jahr von der renommierten Dirigentin Anu Tali geleitet. Sie hat bereits unter anderem das Orchestre National de France, das Mozarteumorchester Salzburg und das Deutsche Symphonieorchester Berlin dirigiert. Außerdem wurde Tali 2003 für ihre Debüt-Aufnahme »Swan Flight« mit dem ECHO Klassik »Young Artist of the Year« ausgezeichnet.

Termin: Mittwoch, 24. Februar 2021 um 20.00 Uhr
Programm:
Lepo Sumera »Open(r)ing«
Karola Obermüller »Phosphor« für Violoncello und Orchester |
Uraufführung/Auftragswerk
Wolfgang Amadeus Mozart Symphonie Nr. 36 C-Dur KV 425 »Linzer«

Das Konzert und die Preisverleihung werden ab 20.00 Uhr live auf www.theaterheidelberg.de als Videostream übertragen und vom Deutschlandfunk aufgezeichnet. Die Sendung des Programms ist für den 2. Mai 2021 um 21.05 Uhr im Deutschlandfunk geplant.
Informationen und Video-Livestream unter www.theaterheidelberg.de

ECLAT

ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart (3. bis 7. Februar 2021) wurde erstmals in hybrider Form durchgeführt. Dreizehn Konzerte, flankiert von einem umfangreichen Beiprogramm (Chats, Interviews, Meeting-the-Artists) wurden überwiegend live aus dem Theaterhaus Stuttgart gestreamt.
Begeistert von der digitalen Festival-Atmosphäre haben insgesamt 4500 Besucher*innen den digitalen Festivalraum frequentiert. Damit konnte eine ähnliche Zahl von Gästen erreicht werden wie im klassisch-analogen Veranstaltungsbereich, vor allem aber auch internationale Gäste aus weit entfernten Ländern wie Brasilien, den USA, Japan, dem Libanon oder Belarus.

Vanessa Porter Perkussion, Pressebild

NEU: ECLAT 2021 – on demand
Aufgrund der hohen Nachfrage aus dem Publikum, Konzerte noch einmal hören oder Verpasstes nachholen zu können, wird ECLAT 2021 nun in der Zeit vom 17. bis 21. Februar 2021 als Festival-on-demand gestreamt.

VOICE AFFAIRS

Der umfangreiche Belarus-Schwerpunkt von ECLAT 2021 mit dem Film „Echoes. Voices from Belarus“, der Ausstellung „Belarus – der Weg zu sich selbst“ und dem Film „Practices of Subordination“ von Sergey Shabohin und Christoph Ogiermann ist über das Festivalportal ständig und auch über die fünf Festivaltage hinaus permanent zugänglich.

Maria Kalesnikava, Pressebild
Die Musikerin Maria Kalesnikava wurde im Rahmen des Festivals ECLAT mit dem Menschenrechtspreis der Gerhart und Renate Baum Stiftung ausgezeichnet. Mehr erfahren über den Preis und Maria Kalesnikava: Klicken Sie hier

Auch die beiden Konzerte von SWR2 JetztMusik in ECLAT mit dem SWR Vokalensemble und dem SWR Symphonieorchester können abgedeckt durch den Rundfunkbeitrag weiterhin kostenfrei abgerufen werden.

Fazit:
Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen mit dem digitalen Spielraum gibt es für die Festivalkuratorin Christine Fischer auch nach dem Ende der Pandemie kein „Zurück“ mehr:

„Wir hatten das Ziel, ähnlich viele Zuschauer zu erreichen wie bei einem analogen Festival. Das hat tatsächlich geklappt. Für die Künstler*innen war es ein Glück, ein Live-Publikum zu spüren und zugleich mit den digitalen Formaten zu experimentieren.“

Schon jetzt denkt Christine Fischer deshalb darüber nach, ECLAT künftig in einer sich gegenseitig ergänzenden, spannungsreichen analog-digitalen Form durchzuführen und das Festival weltweit zu verorten.

Tickets für ECLAT 2021 – on demand vom 17. bis 21. Februar 2021

Über eclat-festival.tickettoaster.de können in der kommenden Woche (spätestens ab dem 15. Feb. 2021) Tickets für nahezu alle Veranstaltungen erworben werden.
Diese Tickets ermöglichen fünf Tage lang uneingeschränkten Zugang zu den individuell ausgewählten Konzerten.

Ausgespielt werden alle Veranstaltungen und das umfangreiche Beiprogramm auf portal.eclat.org

Weitere Informationen zum Festival unter:
www.eclat.org

„Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

Die ZDF-Kinokoproduktion „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ von Regisseur Dominik Graf ist einer der 14 Filme, die im Wettbewerb der 71. Berlinale um den Goldenen und Silbernen Bären konkurrieren. Der Film basiert auf Erich Kästners Roman „Der Gang vor die Hunde“, auf dessen Grundlage Dominik Graf und Constantin Lieb das Drehbuch schrieben. In den Hauptrollen sind Tom Schilling als Fabian, Albrecht Schuch als Labude und Saskia Rosendahl als Cornelia zu sehen. Weitere Rollen übernehmen unter anderen Meret Becker, Michael Wittenborn, Petra Kalkutschke, Eva Medusa Gühne und Elmar Gutmann.
Frank Zervos, Leiter der Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I: „Die Geschichte eines jungen Moralisten im Berlin der untergehenden Weimarer Republik ist ein essenzielles Stück Literaturgeschichte und von einer bedrückenden Aktualität zugleich. Wir sind stolz und glücklich, dass der Film, der vom ZDF koproduziert wurde, in Zeiten geschlossener Filmtheater im Rahmen des ehrenvollen Wettbewerbs der Berlinale zeigen kann, wie lebendig und unverzichtbar das große Kino auf der Leinwand ist, und wie sehr wir es gerade jetzt brauchen.“
Berlin, 1931. Jakob Fabian (Tom Schilling) arbeitet tagsüber in der Werbeabteilung einer Zigarettenfabrik und driftet nachts mit seinem wohlhabenden Freund Labude (Albrecht Schuch) durch Kneipen, Bordelle und Künstlerateliers. Als Fabian die selbstbewusste Cornelia (Saskia Rosendahl) kennenlernt, gelingt es ihm für einen kurzen Moment, seine pessimistische Grundhaltung abzulegen. Er verliebt sich. Doch dann fällt er einer großen Entlassungswelle zum Opfer, während Cornelia dank ihres Chefs und Verehrers Karriere als Schauspielerin macht. Ein Arrangement, mit dem sich Fabian schwer abfinden kann. Aber nicht nur seine Welt gerät aus den Fugen.

Von links Fabian (Tom Schilling, l.), Cornelia (Saskia Rosendahl), Ray (Thomas Reimann)

„Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ ist eine Kinokoproduktion von Lupa Film (Felix von Boehm) mit dem ZDF (Redaktion: Daniel Blum), ARTE (Redaktion: Olaf Grunert, Andreas Schreitmüller) und in Kooperation mit Amilux Film und Studio Babelsberg. Gefördert wird der Film vom BKM, der MDM Mitteldeutschen Medienförderung, dem medienboard Berlin-Brandenburg, dem FFF Bayern und dem DFFF. DCM Film Distribution bringt den Film 2021 deutschlandweit in die Kinos. Genauer Start: NN

Die Berlinale 2021 findet coronabedingt in zwei Stufen statt. Vom 1. bis 5. März 2021 gibt es ein digitales Industry Event für Fachpublikum und Presse, in dessen Rahmen die Preisträgerinnen und Preisträger bekanntgegeben werden. Die Preise selbst sollen später vor Publikum verliehen werden, während des Summer Specials, das vom 9. bis 20. Juni 2021 stattfinden soll.

„Oper trotz Corona“

Für die Monate Februar bis April hat die Staatsoper Stuttgart ein Online-Programm entworfen, das auch über Lockdown-Zeiten hinaus künstlerische Gültigkeit besitzen wird. Auch der Oper Stuttgart geht es darum, die Nähe und die Interaktion mit ihrem Publikum in Corona-Zeiten weiter zu pflegen.Zum Auftakt lädt das Haus zu einem virtuellen Opernball ein, der live aus dem Opernhaus Tanzmusik unterschiedlichster Epochen – vom Walzer bis zum DJ-Set, von der Arie bis zum Unplugged-Act – bietet und zum Mitmachen auffordert. Darüber hinaus werden unter dem Motto „Oper trotz Corona“- wieder Höhepunkte der vergangenen Spielzeiten als On-Demand-Stream angeboten. Darunter auch eine Video-Preview zu „Verzauberte Welt“ in der Regie von Schorsch Kamerun, die ursprünglich für die Premiere im Dezember 2020 geplant war. Das Staatsorchester Stuttgart streamt darüber hinaus jeweils wöchentlich ein Lunchkonzert sowie zwei Sinfoniekonzerte aus der Stuttgarter Liederhalle und kooperiert mit der Staatsgalerie Stuttgart für „Die Lange Nacht des Teilens“.

 Programm

Opernball – Faschingsdienstag, 16. Februar 2021
Abendkleid statt Jogginghose, Dancefloor statt Sofa: Die Staatsoper Stuttgart bringt am Faschingsdienstag einen echten Opernball ins heimische Wohnzimmer. Live aus dem Opernhaus erklingt dazu extravagante Tanzmusik unterschiedlichster Epochen – vom Walzer bis zum DJ-Set, von der Arie bis zum Unplugged-Act. Per Webcam kann sich das Publikum aufs virtuelle Tanzparkett der Staatsoper schalten. Die Teilnahme am Opernball ist kostenlos.
Mit Cornelius Meister, Matthias Klink, ErpfenBrass, JABB, Foaie Verde, Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart, DJ Kitti Arsa u.v.a.
Moderation Stine Marie Fischer und Robert Rožić
Weitere Informationen finden Sie hier

Oper im Stream ab 19. Februar 2021
Alle 14 Tage eine neue Oper – in voller Länge, kostenlos und mit deutschen Untertiteln. Das seit fast einem Jahr bewährte #OpertrotzCorona-Programm mit Höhepunkten aus dem Opernhaus wird weitergeführt. Den Auftakt bildet die Preview von Verzauberte Welt, die für den Dezember 2020 zur Aufführung geplant war.
Am ersten Tag eines neuen Streams findet jeweils eine Online-Watchparty statt, in der gemeinsam ein von Mitwirkenden kommentiertes Best-of präsentiert wird. Jeweils mittwochs vor Ende des Streams bietet die Staatsoper ein Nachgespräch mit der Dramaturgie an.
Alle Informationen finden Sie hier

Verzauberte Welt (ab 19. Februar)
Mit Maurice Ravels Oper Das Kind und die Zauberdinge (1925 UA) und seiner Märchensuite Ma Mère L’Oye (1910 UA) sowie Songs und Texten von Schorsch Kamerun.
Link: https://www.staatsoper-stuttgart.de/spielplan/a-z/verzauberte-welt/

 

Szene aus Nixon in China – Oper von John Adams Oper in drei AktenMatthias Klink (Mao Tse-tung), Gan-ya Ben-gur Akselrod (Chiang Ch’ing (Madame Mao Tse-tung) Staatsoper Stuttgart und Staatsopernchor Stuttgart, Foto: Matthias Baus

Nixon in China (ab 5. März)
John Adams’ Minimal-Music-Oper über Nixons Besuch bei Mao, inszeniert von Marco Štormanals Dekonstruktions-Revue über die Macht der Bilder und die Inszenierung von Politik.

Szene aus Die Liebe zu drei Orangen von Sergej Prokofjew , Solisten, Staatsopernchor Stuttgart, Foto: Matthias Baus

Die Liebe zu drei Orangen (ab 19. März)
Axel Ranisch inszeniert Sergej Prokofjews Märchenoper von 1921 als rasantes Computerspiel von 1989. Ein pixelbunter Opernspaß für die ganze Familie!

Szene aus Richard Wagners Parsifal, Solisten, Staatsopernchor Stuttgart (Mit), Foto: Martin Sigmund

Parsifal (ab 2. April)
Calixto Bieitos legendärer Parsifal von 2010 warnt vor der Verzweiflung von Menschen, die Sinn in einem apokalyptischen Ödland suchen und dabei doch nur an verkrusteten religiösen Bildern festhalten können.

Staatsorchester Stuttgart – ab 22. Februar 2021
Das Staatsorchester ist im Februar und März wieder live zu erleben. Zwei Sinfoniekonzerte werden aus der Liederhalle im Stream übertragen. Die Daten und das Programm werden noch bekannt gegeben. Das Staatsorchester wird zudem ab März wöchentlich ein Lunchkonzert aus dem Opernhaus streamen. In Kooperation mit der Staatsgalerie gestalten die Musiker*innen zudem die Lange Nacht des Teilens.

Lunchkonzerte (4. | 11. | 18. | 25. März | 1. April)
Live aus dem Opernhaus

Lange Nacht des Teilens (26. März)
In Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart

Weitere Informationen
Staatsoper Stuttgart, Oberer Schloßgarten 6
70173 Stuttgart, T +49 711 20 20-90, F +49 711 20 20-920
www.staatsoper-stuttgart.de
oper@staatstheater-stuttgart.de

Hausfestspiel mit Serenaden
im Internet

vision string quartet (c) Tim Kloecker

Endlich einmal wieder Musik aus dem Festspielhaus Baden-Baden live genießen: Vom 17. bis 20. Februar 2021 wird dies beim Streaming-Festival „Hausfestspiel“ möglich. Die Abendmusiken mit Christian Tetzlaff (Violine), dem vision string quartet, Tenor Julian Prégardien und Sopranistin Olga Peretyatko beginnen immer um 20.15 Uhr und sind kostenfrei im Internet zu sehen.
„In Baden-Baden sprießen die Krokusse unter der Schneedecke, und auch wir möchten aus dieser wunderbaren Stadt ein Signal der Hoffnung aussenden“, sagt Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa. Das Streaming-Festival bringt die Atmosphäre des Festspielhauses in die Wohnzimmer. Benedikt Stampa: „Wenn die Musikliebhaber noch nicht wieder zu uns kommen können, kommen wir zu ihnen. Die ausgewählten Werke stehen stellvertretend für viele musikalische Geschichten, die in Baden-Baden geschrieben wurden. Wir pflegen die in Baden-Baden traditionell oft beschrittenen künstlerischen Brücken nach Frankreich. Wir kehren zurück in die Salons der Romantik und zur Musik Robert Schumanns, die einst durch Clara Schumann und Pauline Viardot-Garcia in der Stadt zum guten Ton gehörte. Schließlich blicken wir in die Zukunft des Genres Streichquartett und haben mit Julian Prégardien und Olga Peretyatko zwei Hoffnungsträger der Oper zu Gast.“

Christian Tetzlaff (c) Georgia Bertazzi

Den Auftakt des viertägigen Festivals im Internet macht am Mittwoch, 17. Februar 2021 der Geiger Christian Tetzlaff. Er wird die Sonate in A-Dur für Violine und Klavier von Cesar Franck interpretieren.

Der in Frankfurt geborene Tenor Julian Prégardien singt am Donnerstag, 18. Februar 2021 Robert Schumanns Liederzyklus „Dichterliebe“, mit Texten von Heinrich Heine. Er wird von Éric Le Sage (Klavier) begleitet.

Julian Pregardien, 2020 (c) www.peterrigaud.com

Das vision string quartet (Freitag, 19. Februar 2021) gehört zu den erfolgreichen jungen Streichquartetten in Europa. Mit Auszügen aus dem Streichquartett F-Dur op. 35 von Maurice Ravel und Eigenkompositionen aus den Genres Jazz, Pop und Rock erobern Jakob Encke (Violine), Daniel Stoll (Violine), Sander Stuart (Viola) und Leonard Disselhorst (Violoncello) erstmals die Festspielhausbühne. Sie wären in dieser Saison im europäischen Förderprogramm „Rising Stars“ unterwegs. Derzeit brechen die meisten ihrer lang erhofften Debüts einfach weg.
Olga Peretyatko (Sopran) singt zum Abschluss des „Hausfestspiels“ ein Tschaikowsky-Liedprogramm am Samstag, 20. Februar 2021, um 20.15 Uhr.

Olga Peretyatko (c) Daniil Rabovsky

Die Sängerin feierte auch in Baden-Baden bereits große Opernerfolge. Als Adina sprang sie in der „Liebestrank“-Inszenierung von Rolando Villazón ein und eroberte kurz darauf in der Titelrolle der Violetta Valery die Herzen der Opernfans in „La traviata“ – abermals inszeniert von Rolando Villazón.
Der Live-Stream aus dem Festspielhaus ist über www.festspielhaus.de zu sehen. Weitere Ausspielwege befinden sich auf der Video-Plattform Vimeo, bei YouTube sowie auf der Facebook-Seite des Festspielhauses.
Neben den Konzerten und Gesprächen sind vom 17.-20.2. vormittags auch Künstler-Live-Gespräche mit Schülerinnen und Schülern in Mittelbaden geplant, die derzeit über das Internet unterrichtet werden.

Die Links zu den Streams:
17.2.2021: Christian Tetzlaff: https://vimeo.com/510288034
18.2.2021: Julian Prégardien: https://vimeo.com/510306253
19.2.2021: Vision String Quartet: https://vimeo.com/510318922
20.2.2021: Olga Peretyatko: https://vimeo.com/510320368

 

„Buchbesuch“

Wenn persönliche Begegnungen auf Buchmessen und Lesungen weiter nicht möglich sind, dann laden zwei Redakteurinnen die Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu sich nach Hause ein. …

Im siebenteiligen Literatur-Podcast „Buchbesuch“ suchen Wiebke Porombka und Miriam Zeh als Gastgeberinnen die unmittelbare Begegnung und plaudern mit ihren Gästen in privater Umgebung nicht nur übers Bücherschreiben.

Am Küchentisch oder auf dem Sofa der Gastgeberinnen sitzen sieben Autorinnen und Autoren, im Gepäck ihre jüngsten Bücher. Krimiautorin Zoë Beck, die eine Dystopie über eine vielleicht gar nicht so ferne Zukunft geschrieben hat, in der eine Gesundheitsapp das Leben überwacht; Jakob Hein, der Einblicke in den Alltag einer psychiatrischen Praxis gibt und mit Klischees aufräumt, während Kristof Magnusson in einer Satire den Kunstbetrieb aufspießt. Kamala Dubrovnik arbeitet an ihrem ersten Roman, Alexa Henning von Lange versetzt sich in eine rebellische Königstochter aus dem 16. Jahrhundert, Volker Kutscher durchkämmt mit seiner Hauptfigur das olympische Berlin von 1936 und Kathrin Röggla entwirft auf 60 Seiten ein Panorama unserer heutigen Gesellschaft.

Bei Kaffee, Raclette oder Rotwein erzählen die Schriftstellerinnen und Schriftsteller von der Entstehung ihrer Werke, was das mit ihnen zu tun hat und lassen das Gespräch auch in unvorhersehbare Richtungen laufen. „Buchbesuch“ erinnert an ein angeregtes Tresen-Gespräch nach einer guten Lesung. Die neue Serie der Literaturredaktion nimmt die Hörerinnen und Hörer noch näher heran an die Schreibenden, die man in Zeiten des Abstands so selten auf Bühnen und im entspannten Gespräch nach dem Auftritt erleben kann.

Ab dem 12.Februar sind alle sieben Folgen abrufbar in der Deutschlandfunk Audiothek App, im Podcastfeed der „Lesart“ oder auf deutschlandfunkkultur.de/buchbesuch

„kunsthub 2021“

Mit der Verleihung des „kunsthub 2021“-Kunstpreises sowie einer Ausstellung im Alten Rathaus Musberg in Leinfelden-Echterdingen fördern die Kooperationspartner, das Kulturamt der Stadt Leinfelden-Echterdingen, der Kulturkreis Leinfelden-Echterdingen e.V. und das Sicht- und Sonnenschutzunternehmen MHZ Hachtel GmbH & Co. KG aus Leinfelden-Echterdingen, junge Nachwuchskünstler und tragen damit auch zur Aufwertung des kulturellen Lebens in der Region langfristig bei. Aufgrund der aktuellen Situation wird die für den März 2021 angekündigte Preisverleihung digital im Live-Stream stattfinden.

Bei der erstmaligen Verleihung des „kunsthub 2021“ wird der Preisträger/ die Preisträgerin von einer Jury aus namhaften Kunstexperten sowie Vertretern der Kooperationspartner prämiert und am 13. März 2021 im Live-Stream verkündet.

Die Verleihung bietet vier nominierten jungen Künstlern die Möglichkeit, in einer Gemeinschaftsausstellung ihre Werke zu präsentieren und sich in der Kunstszene bekannt zu machen. Der „kunsthub 2021“ ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert. Er ist darüber hinaus mit einer Einzelausstellung des Preisträgers/ der Preisträgerin im Alten Rathaus Musberg im Jahr 2022 verbunden. Der „kunsthub“ selbst soll alle zwei Jahre vergeben werden.

Das städtische Kulturamt LE arbeitet bereits seit vielen Jahren eng mit dem Kulturkreis zusammen. Auch MHZ, mit einer über 90-jährigen Firmengeschichte am Standort Musberg, engagiert sich seit jeher für die örtliche Kultur. Als Produzent hochwertiger Sicht- und Sonnenschutzprodukte und Partner des Handwerks besitzt das Unternehmen zudem einen direkten Bezug zu den Themen Gestaltung, Kreativität und Ästhetik.

Weitere Informationen unter: www.kunsthub.de
https://www.kunsthub.de/nominierungen

Bildquelle MHZ