Metamorphosen-
Hannah Zenger

Die Erfindung des europäischen Porzellans ist eine Geschichte von Persönlichkeiten voller Neugier, Wissensdrang, dem Hang zu schönen Dingen und folglich genau das richtige Material für die Designerin und Künstlerin Hannah Zenger. Sie begeistert sich am Sichtbarmachen, an Prozessen, am Forschen und an Materialität.

Hannah Zenger, Foto: Arne Hübner

„Mein Weg zur bildenden Kunst führte mich über die Architektur“, so Hannah Zenger, die während ihres Studiums eine große Faszination für das räumliche Sehen, Denken und Arbeiten entwickelte. „Mir wurden Parallelen an der Schnittstelle von Architektur und bildender Kunst bewusst. Charakteristische Denk- und Verfahrensweisen lassen sich in bildhauerische Arbeiten transferieren: Positiv und Negativ, Leere und Fülle, Stapelung und Reihung, Maß und Proportion oder Material und Oberfläche“.

Foto: Hannah Zenger

Ihre Arbeiten mit Porzellan und anderen keramischen Stoffen ist eine ausgesprochen sinnliche Arbeit, u. a., weil sie alle Elemente – Erde, Wasser, Luft und Feuer – in sich vereint. Und – werken mit Porzellan erfordert Sensibilität, Konzentration und Zeit.
Ihr klar durchdachtes, komplexes, konzeptuell-analytisches Konzept, das Charakteristika, Erscheinungsformen und Veränderlichkeit von Materialität erforscht, dabei Bekanntes transformiert und in neue Aggregatszustände überführt, transportieren ihre Objekte sichtbar nach außen. Trotzdem ist das, was man nicht sieht, oft entscheidender als das Sichtbare.
Ihre Inspirationen findet die Designer und Künstlerin vor allem in der Natur, u. a. im Wald. „Dort lässt sich wunderbar über mein großes Thema mit dem Arbeitstitel ‚alles ist in allem und alles ist eins‘ nachdenken“, erklärt Zenger. Und weiter: „Ich bin ein sehr visueller Mensch, mich prägt und inspiriert alles, was mich umgibt, auch Räume, Stimmungen, Farben.“ Vor vier Jahren fand sie bei einem Spaziergang im Schönbuch ein großes Stück Eichenrinde. Fasziniert vom fein strukturierten Rindenaufbau, der bei genauem Hinsehen wie die Gesteinsschichten eines Gebirges wirkten, nahm sie es mit. Es ist nicht das einzige Naturmaterial, das sie nach Hause geschleppt hat, aber es ist das einzige, das einen Platz in ihrem Porzellanstudio hat: Denn es dient als Vorlage für Skulpturen. Doch auch wenn Hannah Zenger die Ideen für ihre Porzellanarbeiten in der Natur findet, ist das Erscheinungsbild ihrer Kreationen modern und geradlinig. Vielleicht sogar gerade deshalb…

Foto: Hannah Zenger

Derzeit konzentriert sich Hannah Zenger verstärkt auf das freie künstlerische Schaffen. Für ihre neueste Arbeit „Erde & Wind auf Papier“ hat sie an ganz verschiedenen Orten Erden gesammelt und begonnen, ein Archiv anzulegen. Einige davon hat sie pulverisiert und in der Natur bei starkem Wind (unter anderem Sturmtief Mortimer) auf ihre Papierblätter gestreut – eine verkleinerte Form der Wirklichkeit. „Es gibt kein anderes Material, mit dem man mit einer Handvoll so viel über den Planeten aussagen kann wie durch Erde, Stein oder Sand“, ist die Künstlerin überzeugt. Elemente, die zur Natur gehören, erzeugen eine Harmonie, ganz egal wie man sie anordnet. „Die Natur ist für mich ein guter Ort, um über die Welt und die Wirklichkeit nachzudenken, in der man lebt.“ Auch Kunst zu machen, bedeutet für Zenger, genau das: über die Wirklichkeit nachzudenken.
„Erde & Wind auf Papier“ ist also eher als Hinweis auf die Dinge zu verstehen. Darauf, dass die Natur in allem gegenwärtig ist, in allem was wir sind, was wir sehen und was wir denken können. Hannah Zenger versucht ihr Vorhandensein sichtbar zu machen und dadurch eine Beziehung zu den uns umgebenden Dingen herzustellen. Das ehrfürchtige Schauen, Respekt und Achtung vor der Vergänglichkeit unserer Umwelt und die Rückbesinnung auf das Wesentliche bilden das Fundament ihres Werks.
Ein Beitrag von Susanne Heeber

Hannah Zenger
1988 in Böblingen geboren, studierte Hannah Zenger erst Architektur an der Universität und danach an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. 2015 setzte sie an der AK das Studium der Bildenden Kunst obendrauf, u. a. in der Fachklasse für Bildhauerei bei Professor Udo Koch. 2018 schloss sie mit dem Diplom ab. Schon seit 2015 lehrt Zenger am Institut für Darstellen und Gestalten, Universität Stuttgart unter Professorin Sybil Kohl und präsentiert ihre Arbeiten in Galerien und Museen, beteiligt sich an Messen und Wettbewerben.
2018 wurde sie mit dem Förderpreis des Staatspreises Kunst, Handwerk Design Baden-Württemberg und 2019 mit dem Blickfang Designpreis ausgezeichnet. Noch bis 2022 ist Zenger Stipendiatin des Landkreises Esslingen.

studio@hannahzenger.de
Hannah Zenger, Porzellan Studio, werkraum18, Vogelsangstraße 57
70197 Stuttgart
Termine nach Vereinbarung.

Friedemann Vogel

Er ist gefeierter Solist am Stuttgarter Ballett, ein begehrter Gast an vielen Theatern und – ja, dass darf man in aller Bescheidenheit konstatieren – ein Weltstar! Vor kurzem wurde Friedemann Vogel von der Zeitschrift Tanz zum Tänzer des Jahres 2019 ernannt. arsmondo hat mit dem gebürtigen Stuttgarter über seinen Werdegang, seine Arbeitsauffassung und seine Vorlieben, über Rollen, Orte und Menschen gesprochen.

Foto: Carlos Quezada

Sie werden derzeit in Stuttgart für Ihre Rolle in „Mayerling“, dem Handlungsballett von Kenneth MacMillan stürmisch gefeiert.
Es erzählt das tragische Leben und Sterben des letzten Thronfolgers Rudolf im Kaiserreich Österreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Rolle gilt in jeder Hinsicht als extrem schwierig. Wie haben Sie sich auf das Stück vorbereitet?

Für „Mayerling“ hatten wir drei Monate intensive Probenarbeit. Wir hatten dafür sogar ein separates Studio, ein abgeschottetes Resort, in dem wir uns intensiv auf unsere Rollen vorbereitet konnten. Ich habe sehr viel über Rudolf gelesen, mir Verfilmungen angeschaut, Bücher gelesen – zudem gibt es ja so viele Geschichten und Gerüchte, die sich um ihn und seinen Tod ranken. Auch mit den politischen Verhältnisse jener Zeit in Österreich und zur Habsburger Monarchie habe ich mich beschäftigt. Ich habe mich gefragt, wie es ist, als Thronfolger zur Welt zu kommen, in eine lieblose und strenge Welt voller Zwänge, Erwartungen und Pflichten. Rudolf war ein eher sensibler und musischer Mensch und ist an dieser Diskrepanz gescheitert und zerbrochen. Ich wollte seine Persönlichkeit durchdringen, indem ich viel über ihn erfahre und dadurch verstehe, wie er zu dem Menschen wurde. Dazu habe ich mich in ihn hinein zu versetzen versucht, wie er fühlte und welche Haltung er nach außen hin hatte. Ich habe versucht, diesen Keim auch in mir zu finden.

Szene aus „Mayerling“, Foto: Roman Novitzky
Szene aus „Mayerling“ /Choreografie von Kenneth MacMillan mit Elisa Badenes, Friedemann Vogel © Stuttgarter Ballett
Szene aus „Mayerling“ – Choreografie: Kenneth MacMillan, Tänzer/Dancer: Elisa Badenes, Friedemann Vogel
© Stuttgarter Ballett

Wie gelang Ihnen der Zugang zu Rudolfs komplexer Gefühlswelt – nicht nur als Tänzer, sondern auch als Darsteller?
Das Stück ist wie eine Spirale aufgebaut, die sich langsam nach unten dreht – eine Art Abwärtssog. Da muss man emotional voll einsteigen und bis zum Ende der Vorstellung drin bleiben: körperlich und mit allen Sinnen. Als Tänzer ist natürlich das Körperliche der erste Schritt, um in die Gefühlswelt und in den Charakter einer Rolle einzutauchen – man verinnerlicht also über die Bewegung. „Mayerling“ erzählt die Geschichte Rudolfs vor allem auch durch seine Beziehungen zu den Frauen, die ihm nahestanden. Es gibt insgesamt acht Pas-de-deux – so viel wie in keinem anderen Stück –, die die unterschiedlichen Beziehungen charakterisieren. Rudolf ist fast die ganze Zeit auf der Bühne – das ist schon ein Kraftakt, mental und körperlich, in den man hineinwachsen muss. Am Abend der Aufführung kommt es dann jedes Mal zu einzigartigen Begegnung mit meinen Tanzpartnerinnen, es geht um die Tagesform – kein Moment auf der Bühne wiederholt sich emotional. Das heißt, man muss aus dem Moment heraus reagieren, auch wenn man alles geprobt hat, muss man dann aus dem Gefühl heraus agieren – keine Sprünge mehr analysieren, sondern voll und ganz dem Körper vertrauen und loslassen. Nur so kann man eine solche Rolle und ihre Entwicklung auch überzeugend und folgerichtig aufbauen.

Ist das auch bei anderen Rollen in Handlungsballetten so?
Ja, nehmen wir zum Beispiel den Romeo in „Romeo und Julia“: Diese Rolle zu tanzen, ist körperlich auch sehr anstrengend. Aber im Unterschied zu Rudolf gibt die Rolle viel Liebe und Leidenschaft – da kommt also Energie zurück. Bei „Mayerling“ ist es ein Kampf, ein permanentes Ringen. Cranko, Neumeier, McMillan – sind für mich Genies – wahre Meister des Erzählens – sie haben ein intuitives Bewusstsein für die Geschichten, die sie erzählen wollen und entwickeln daraus ihre Choreografien. Bei McMillans Stück gibt es sehr viele Einzeldrehungen und die dann auch noch auf einem Bein – da geht es um Balance, um Gewichtsverteilung. Das muss man sich körperlich hart erarbeiten und man hat zahlreiche Phasen und Momente, die viel Kraft kosten.
Das Tanzen im Kostüm ist eine weitere Herausforderung – wobei die Enge und Schwere der Stoffe auch helfen, sich selbst zurückzunehmen und in die Rolle zu finden. Die Premiere von „Mayerling“ und auch die Vorstellungen bisher habe ich dann aber wirklich genossen, weil ich in die Rolle hineingewachsen bin. Dazu kam das Publikum, das extrem mitgegangen ist – das fühlst Du auf der Bühne und das trägt Dich. Was die Rolle mir tatsächlich abverlangt hat, habe ich allerdings erst bemerkt, als ich eine Woche nach der Premiere den Albrecht in „Giselle“ in Zürich getanzt habe – das fühlte sich plötzlich ganz leicht an – pure Romantik – fast schon schwerelos.

Friedemann Vogel in Romeo und Julia, Choreografie: John Cranko. Julia: Alicia Amatriain, Foto: Stuttgarter Ballett

Orte, Menschen, Rollen – Meilensteine Ihrer Entwicklung?
Sie stammen aus Dettenhausen, einem kleinen Ort zwischen
Tübingen und Stuttgart. Ihre Eltern sind keine Künstler.
Wie wurden Sie zu dem, der sie sind?
Gute Frage…Ich weiß nur, dass ich schon als kleines Kind immer tanzen wollte. Mein elf Jahre älterer Bruder war bereits Tänzer, er war u.a. auch Erster Solist beim Stuttgart Ballett und hat mich von klein auf in viele Vorstellungen mitgenommen. Als Kind habe ich so alle wichtigen Ballette gesehen von Schwanensee bis hin zu Onegin und natürlich auch viele Ballettabende. Ich hatte das Glück, dass ich alle körperlichen Voraussetzungen mitbrachte, die man für den klassischen Tanz braucht.
Entscheidend für mich und meinen weiteren Weg waren dann meine Ausbildung in der John Cranko Schule hier in Stuttgart und das Stipendium an der Académie Princess Grace in Monte Carlo. Marika Besobrasova aus Monte Carlo habe ich viel zu verdanken. Sie war eine berühmte russische Ballettlehrerin, die mit großen Tänzern wie z.B. Nurejew gearbeitet hat. Sie hatte einen ganzheitlichen Lehransatz und sah den ganzen Menschen. Wir Schüler lernten bei ihr nicht nur klassisches Ballett, sondern auch Yoga, Ausdruckstanz, Schauspiel, richtig zu atmen und Improvisation. Sie hat uns gezeigt, wie man auf der Bühne neben Tanzen auch richtig geht. Wissen Sie, als Romeo läuft man anders als in der Rolle des Onegin oder Siegfried, auch das prägt eine ganze Rolle. Sie war in jeglicher Hinsicht formend und hat mir gezeigt, wohin meine Reise führen könnte – übrigens auch privat. Ich war oft bei ihr zu Besuch und habe ihr geholfen, Einladungen vorzubereiten. Von ihr habe ich gelernt, wie man mit Menschen umgeht. Außerdem hat sie mich schon ganz früh allein zu Wettbewerben geschickt. Ich musste alles organisieren, von den Kostümen bis hin zur musikalischen Begleitung. Das war eine Vorbereitung für mein Leben, denn so wurde ich selbstständig. Da ich schon früh in meiner Karriere gastiert habe, kam ich auf Reisen immer gut allein zurecht. Ich brauche bis heute keinen Agenten, der das für mich regelt.

Friedemann Vogel in Onegin, Choreografie: John Cranko,
Foto: Stuttgarter Ballett

Was Rollen betrifft, so war Onegin für mich sicher einer der Meilensteine – ich glaube für viele Tänzer, inklusive mir selbst, ist das ein nahezu heiliges Stück – es stand immer ganz weit oben auf meiner Wunschliste. Vor ein paar Jahren sagt Reid Anderson (Stuttgarter Intendant bis 2018): „Jetzt bist Du bereit, auch den Onegin zu tanzen“. Das war eine Sternstunde für mich. Da hat sich ein Traum erfüllt und zwar genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich hatte die Rolle bis dahin bereits von vielen Tänzern gesehen… – doch in diesem Moment fühlte ich mich tatsächlich selbst reif dafür, Onegin meine ganz eigene Persönlichkeit zu geben.

Sie haben in Ihrem bisherigen Tänzerleben alles erreicht – jetzt sind Sie vierzig Jahre alt. Was würden Sie sich für Ihre Bühnen-Karriere noch wünschen?
Ein ganz neues Ballett zum ersten Mal zu tanzen. Am liebsten ein Handlungsballett. Eine Geschichte zu erzählen – etwas komplett neu aufbauen, was noch nicht da ist, das wäre mein Traum.

Sie sind viel unterwegs gastieren auf der ganzen Welt…
Ja, ich gastiere viel, aber ich bin nicht der Typ, der einfach kommt und tanzt. Ich will meine Tanzpartnerinnen und -partner kennenlernen, gemeinsam proben.

Was darf in ihrem Gepäck nie fehlen?
Meine Ballettschuhe und -trikots, Trainingssachen – seit einmal mein Koffer nicht ankam, packe ich die immer ins Handgepäck. Der Verlust war richtig schlimm für mich. Gerade an anderen Orten will ich meine eigenen Sachen haben und tragen – und meine Ballettschuhe sind mein wichtigstes Werkzeug!

Künstler, die Sie bewundern?
Menschen im allgemeinen und zwar diejenigen, die eine innere Kraft und Stärke ausstrahlen, die Visionen haben, diese unbeirrt verfolgen und andere dafür begeistern können. Solche Menschen bewundere ich und kann ihnen stundenlang zuhören.

Dinge, die Ihnen wichtig sind?
Nichts Materielles – es gibt eigentlich keine Gegenstände, an denen ich so hänge, dass ich sie unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Es sind eher Erlebnisse und Menschen.
Ich habe in China einmal verzweifelt nach Wasser mit Kohlensäure gesucht – das gibt es dort so gut wie nicht. Und ich trinke gerne guten Kaffee… Es sind eher die ganz normalen Dinge, an denen ich hänge, die einem Vertrautheit und Heimat vermitteln und die mir dann fehlen, wenn sie plötzlich mal nicht da sind.
Landschaften oder Städte, die Ihnen in Erinnerung bleiben?
Ich liebe Italien. Ich arbeite viel in Rom und Mailand. Diese Städte zu erkunden, durch die alten Gassen und entlang wunderbarer Bauwerke zu schlendern, das liebe ich. Ebenso wie mit Leuten aus der Compagnie nach Proben und Vorstellungen noch essen zu gehen. Wichtiger aber als die Städte selbst sind für mich die Tanzcompagnien. Zum Beispiel Helsinki – für mich keine sonderlich schöne Stadt – aber das Tanzen war großartig und die Menschen erst, da bleiben dann andere schöne Erinnerungen.

Bringen Sie von Ihren Reisen auch gerne etwas mit?
Früher ja, heute eher weniger – aber ich hatte mir aus China einmal ein antikes Pferdegeschirr mitgebracht. Das hat mich fasziniert – obwohl ich ja weder reite, noch ein Pferd habe…

Das absurdeste Verrückteste, das Ihnen je auf Reisen passiert ist?
Da fällt mir spontan Japan ein, weil es in diesem Land so viele Extreme gibt. Einerseits sind die Japaner ja verrückt nach Klassik – egal ob Ballett oder Musik. Dann fährt man andererseits aber mit der Metro und kommt sich vor wie in einem virtuellen Raum – du siehst Menschen als Puppen und Comicfiguren verkleidet – überall leuchten Neonfarben, laute Musik und überall Technik – die totale Reizüberflutung. Dann wieder betritt man eine kleine Seiten-straße und stößt auf ein uraltes historisches Sushi-Restaurant und an der nächsten Ecke warten bereits wieder computergesteuerte Kraken-Arme, die Spielzeuge aus einem Automaten fischen.

Stuttgart ist für Sie…
Ganz klar: Stuttgart ist meine Heimat.

Wo könnte man Sie hier treffen?
Ich bin gerne in der Stadtmitte mitten drin. Ich wohne am Eugensplatz, das ist mein Revier – von dort aus kann ich zu Fuß ins Theater gehen. Ich gehe gerne in den Mineralbädern in Bad Cannstatt schwimmen. Und ich mag die schwäbische Küche, am liebsten Maultaschen mit Kartoffelsalat, Schnitzel mit Pommes oder Käsespätzle – ganz einfach, schwäbische Hausmannskost.

Wie entspannen Sie? Wo und wie können Sie am schnellsten
abschalten?
Entspannung ja, abschalten muss ich nicht! Ich habe mit dem Tanzen das gefunden, was mich ausfüllt und glücklich macht. Ich habe auch nie richtig lange Urlaub gemacht. Ich liebe die Natur, gehe gerne in den umliegenden Wäldern rund um Stuttgart laufen. Ich höre gerne Musik, nichts Spezielles; es kommt auf meine Stimmung an, reicht aber von Elektronik bis zu Gustav Mahler. Musik als Dauerberieselung ist dagegen nicht mein Ding, weder auf Reisen, noch in Hotels oder beim Kochen. Denn ich mag es auch, wenn es einfach mal ganz ruhig ist – dann genieße ich einfach die Stille.

Szene aus „Kaash“ (c) )Stuttgarter Ballett

Wie lautet Ihr Credo?
Das müssten Sie eigentlich andere fragen…(lacht). Ich versuche authentisch zu sein, Dinge zu akzeptieren, wie sie sind. Ich glaube, jeder Mensch sollte das, was ihn besonders macht, zuerst in sich selbst suchen, nicht zu sehr im Außen. Seiner Umgebung und sich selbst nichts vorzuspielen – akzeptieren wer man ist.

Wie finden Sie auch in schwierigen Zeiten zu sich?
Ich bin kein Analytiker. Meine Bewältigung ist die Bewegung, das Tanzen – das macht mich stark. Wenn ich einen schwierigen Termin habe oder ein Problem lösen muss, dann hilft es mir, in die Bewegung, in die körperliche Aktion zu gehen – das ist mein Ausgleich. Nach der körperlichen Erschöpfung kann ich dann meistens klarer denken.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Claudia Fenkart-Njie


Mehr über Friedemann Vogel und das Stuttgart Ballett…

Am Württembergischen
Staatstheaterin Stuttgart»
bleibt alles anders«.

Alle drei Sparten starten zum ersten Mal in der Geschichte des traditionsreichen Hauses in eine neue Intendanz: für das Schauspiel verantwortet Burkhard C. Kosminski, für die Oper Viktor Schoner und das Ballett Tamas Detrich. Zudem wurde Cornelius Meister zum neuen Generalmusikdirektor berufen.
Das ist ein willkommener Anlass für eine spartenübergreifende Koproduktion. Das Herzstück dieser Inszenierung in der Regie von Anna-Sophie Mahlerbilden sind »Die sieben Todsünden« von Kurt Weill und Bertolt Brecht.

Die OPER stellt statt Antworten Fragen an den Beginn dieser neuen Intendanz: Ausgehend von »Lohengrins« verstörend absolutem Frageverbot über seine Herkunft (Inszenierung: Árpád Schilling) sollen mit den Neuproduktionen Fragen gestellt werden – philosophische, naive, persönliche. »Es ist der Versuch, die komplexen Zusammenhänge unserer Gegenwart mit der wunderbaren Kunstform Oper zu erforschen; der Versuch einer Differenzierung – auch als Reaktion auf vereinfachende Antworten«, so Viktor Schoner.

Viktor Schoner und Cornelius Meister (c) Matthias_Baus

Die Opernpremieren, davon ein Gastspiel, schlagen den Bogen von der Frühklassik bis ins Jahr 2018. Daneben stehen 17 Opern des Repertoires auf dem Spielplan.
Am Vorabend zu Allerheiligen, am 31. Oktober 2018, stellen Alain Platel und Fabrizio Cassol mit der zweiten Saison-Premiere »Requiem pour L.« die Frage: »Wohin gehst du?« In dieser musikalischen Überschreibung von Mozarts »Requiem« befragen 14 Musikerinnen und Musiker aus Afrika und Europa Mozarts Fragment gebliebenes letztes Opus aus einer globalen Perspektive.
Am Sonntag, 2. Dezember 2018 feiert Sergej Prokofjews »Die Liebe zu drei Orangen« in deutscher Sprache als Familienproduktion Premiere im Opernhaus: Axel Ranisch, der als Independent-Filmemacher, Tatort-, Löwenzahn-, Theater- und Opernregisseur arbeitet und gerade seinen ersten Roman veröffentlicht hat, wird das Werk als skurril-farbenfrohe Märchenoper in Szene setzen und damit die Frage stellen »Worüber lachst du?«.
Zwei Werke aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägen die Premieren im Frühjahr 2019: Generalmusikdirektor Cornelius Meister leitet am 17. März 2019, die Neuproduktion von Hans Werner Henzes »Der Prinz von Homburg« nach Heinrich von Kleists gleichnamigem Drama über Disziplin, Gehorsam und Träumerei. Die im Zeitalter von Fake News, der vermeintlichen medialen Falschinformation, zentrale Frage »Wem glaubst du?« steht im Zentrum der Premiere von John Adams’ »Nixon in China« am 7. April 2019; Regie: Marco Štorman.
Die inzwischen in Paris zum Kult avancierte Produktion von Christoph Willibald Glucks »Iphigénie en Tauride« in der Inszenierung von Krzysztof Warlikowski aus dem Jahr 2006 geht der Frage »Wem vergibst du?« nach. Sie feiert am 28. April 2019, als Übernahme von er Opéra national de Paris Premiere. Damit wird zum ersten Mal eine Opernarbeit des polnischen Regisseurs und seiner Ausstatterin Malgorzata Szczesniak in Stuttgart zu sehen sein. Stefano Montanari dirigiert und steht damit erstmals am Pult des Staatsorches-ters Stuttgart.
Am Ende des Premierenreigens dieser Spielzeit steht mit Arrigo Boitos »Mefistofele« am 16. Juni 2019 die Frage: »Was verlangst du?«. Die Neuproduktion mit der italienischen Sicht auf den deutschen Faust-Mythos inszeniert Àlex Ollé, Mitglied des katalanischen Theater-Kollektivs La Fura dels Baus.
Die Saison 2018/19 schließt mit drei außergewöhnlichen Produktionen aus dem Stuttgarter Opernrepertoire der vergangenen 20 Jahre: Calixto Bieitos Interpretation von Wagners »Der fliegende Holländer«, Kirill Serebrennikovs Sicht auf Richard Strauss‘ »Salome« und schließlich Bellinis »Norma« in der Regie von Jossi Wieler und Sergio Morabito aus dem Jahre 2002.
Darüber hinaus gibt es bei den Sinfoniekonzerten 2018/19 neben spannenden Dirigentendebüts auch Wiederbegegnungen mit einigen dem Stuttgarter Publikum bekannten Gastdirigenten Dennis Russell Davies, Marek Janowski und Daniele Rustioni. Zum ersten Mal gibt es in dieser Saison zusätzlich zu den etablierten Reihen zwei neue Konzertformate im Opernhaus: ein Filmkonzert sowie ein großes Familienkonzert.

Tamas Detrich (c) Roman Novitzky

Die erste Spielzeit von Tamas Detrich als Intendant des BALLETTS steht unter dem Motto »One of a Kind«. Zu Deutsch: einzigartig. Das Motto ist gleichzeitig der Titel eines abendfüllenden Stückes von Jirí Kylián, eines in jeglicher Hinsicht einzigartigen Künstlers, der im Jahr 1968 – also vor genau 50 Jahren – seine Weltkarriere in Stuttgart startete.
Die Spielzeit beginnt ganz puristisch mit dem Ballett-abend »Shades of white«: drei Werke – ein jedes in weiß gekleidet – die verschiedene Facetten des klassischen Balletts zelebrieren. Neu im Repertoire ist »Das Königreich der Schatten« aus La Bayadère, eine der erlesensten Szenen, die der Ballettkanon zu bieten hat, choreographiert von Marius Petipa – dem Vater des klassischen Balletts. Umrahmt wird dieses Juwel von John Crankos geistreichem »Konzert für Flöte und Harfe« und George Balanchines funkelnder »Sinfonie in C«.
Außerdem hat sich Theaterlegende Jürgen Rose bereiterklärt, nach 30 Jahren wieder ein Ballett auszustatten – und zwar eines von Kenneth MacMillans fesselndsten, aufwühlendsten Stücken, das die letzten, verzweifelten Tage im Leben des Habsburger Kronprinzen Rudolf schildert: »Mayerling«. Das Werk ist ein Unikat im Kanon der Handlungsballette des 20. Jahrhunderts.
Im Jahr 2019 wird mit dem Ballettabend »Aufbruch!« das 100. Jubiläum der Weimarer Verfassung sowie der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar begangen. Drei sehr unterschiedliche Choreographen brechen auf, um diesen beiden Ereignissen zu begegnen: Katarzyna Kozielska, Nanine Linning und Edward Clug.
Am Ende der Spielzeit steht ein Stück von einem weiteren »One of a Kind«-Künstler auf dem Programm: Akram Khan, dessen Fusion von indischem Kathak mit zeitgenössischem Tanz ihn zu einer der originellsten Stimmen der Tanzwelt gemacht hat. Sein »Kaash« kommt gemeinsam mit einer weiteren Erstaufführung – Johan Ingers »Out of Breath« – und der Wiederaufnahme von Itzik Galilis »Hikarizzato« auf die Bühne. Außerdem steht das 40. Jubiläum von John Neumeiers »Die Kameliendame« an. Selbstverständlich werden außerdem weitere Werke von John Cranko getanzt, allen voran »Romeo und Julia« hier in Stuttgart sowie sein »Schwanensee« und »Onegin« während eines großen Gastspiels in Japan.

Spielzeiteröffnungsfest 2018/19
Auf dem Bild
Burkhard C. Kosminski
Foto: Björn Klein

Unter dem Leitmotiv »Warum denn nicht warum« möchte Burkhard C. Kosminski das SCHAUSPIEL Stuttgart als eine Plattform für Fragen und konstruktiven Dialog etablieren, wobei ihm drei große Themenkomplexe besonders am Herzen liegen: Stuttgart als eine moderne Stadt, anhand derer man Utopien zukunftsorientierter und nachhaltiger Stadtentwicklung entwerfen und diskutieren kann.
Stuttgart als eine internationale Stadt und das Schauspiel als Denk- und Begegnungsraum für internationale Perspektiven und Identitätskonstruktionen.
Und das Schauspiel Stuttgart als Ort für Literaturtheater, mit einem besonderen Fokus auf dem zeitgenössischen Autorentheater.
Zeitgenössische Autoren und Autorinnen werden für das Schauspiel und das Stuttgarter Ensemble neue Stücke schreiben und dabei ihre Sicht auf unsere Gegenwart reflektieren und zur Diskussion stellen. In dieser Spielzeit sind dies Texte von Wajdi Mouawad, Clemens J. Setz, Nis-Momme Stockmann (in Zusammenarbeit mit den Frankfurter Positionen) und Roland Schimmelpfennig. Außerdem werden Texte von Theresia Walser, Elfriede Jelinek und Simon Stephens zu sehen sein.
Das umfangreiche Programm 2018/2019 umfasst insgesamt 24 Produktionen, darunter sechs Uraufführungen und deutschsprachige Erstaufführungen, eine spartenübergreifende Produktion mit Oper und Ballett sowie drei Koproduktionen, u.a. mit dem renommierten Schweizer Theatermacher Milo Rau. Diskursive Formate mit Partnern wie der Robert-Bosch-Stiftung und dem SWR sowie zahlreiche Extraveranstaltungen und theaterpädagogische Angebote runden das Programm ab. Eröffnet wird die neue Spielzeit mit einem doppelten Premierenwochenende am 16./17./18. Und 23./24./25.November und einer begehbaren Stadtraum-Installation des Künstlers Tobias Rehberger.
Neben dem Schauspielhaus wird das Kammertheater zukünftig der zweite zentrale Spielort des Schauspiels sein.

Konzert-Highlights

Kiss of Fire – Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim
meets Spark – Die klassische Band

Die Senkrechtstarter der internationalen Klassikszene verbindet den Feinsinn und die Präzision eines klassischen Kammermusikensembles mit der Energie und dem Biss einer Rockband. Tradition und Innovation werden bei den fünf jungen Musikern von Spark zu einem Klangerlebnis, das sich virtuos und unverkrampft zwischen den verschiedensten musikalischen Welten bewegt: Barocke Ohrwürmer verschmelzen mit Filmmusik und Minimal Music, slawische Folklore und jazzige Grooves treffen auf klassische Avantgarde. So erreichen Spark besonders auch die junge Generation. Auf dem Konzertprogramm am 12. November stehen Werke von der barocken Opernwelt eines Henry Purcell bis hin zu rockig-klassischen Klängen, wie sie der niederländische Komponist Chiel Meijering in seiner Suite „Kiss of Fire“ verbindet. In acht kurzen Charakterstücken zeigt das Werk für Spark und Kammerorchester mit den unterschiedlichsten musikalischen Mitteln vom afrikanischen Rhythmus bis hin zu Popelementen die unterschiedlichsten Facetten der Musik, der Liebe und des Lebens…
Weitere Info & Karten: www.swdko-pforzheim.de

Foto oben: Spark 1d ┬® Bartosch Salmanski


Nachtschwärmer-Konzerte
„Nachtschwärmer-Konzerte“ – heißt die neue Veranstaltungsreihe, die die Stuttgarter Philharmoniker gemeinsam mit dem Jazzclub BIX im Gustav-Siegle-Haus aus der Taufe gehoben haben. Ziel der Reihe ist es, neue Begegnungen zwischen unterschiedlichen Publikumsgruppen zu ermöglichen. Die Programme der „Nachtschwärmer-Konzerte“ sind mehrteilig angelegt: der erste Teil ertönt im Saal des Gustav-Siegle-Hauses der zweite klingt dann im Jazzclub BIX aus. Das erste Konzert der Reihe startet mit einer Sinfonie von Mendelssohn, gefolgt von einem Klavierkonzert von Bach, für Akkordeon und Orchester arrangiert, und Tangos von Astor Piazzolla. Anschließend spielt die Akkordeonistin Ksenija Sidorova (Foto) im Jazzclub mit Jazzern weiter. Die Konzertreihe eignet sich aber auch hervorragend für besondere Kammermusikprogramme, beispielsweise die Gesamtaufführung aller sechs Streichquartette op. 18 von Beethoven an einem Abend durch Quartettformationen des Orchesters. Hierbei werden die Ensembles in der Mitte des Parketts platziert, während das Publikum die Aktion ringförmig umgibt. Anschließend gibt’s Jazz-Kammermusik im BIX. In einem weiteren Konzert tritt der Jazztrompeter, Pianist und Komponist Sebastian Studnitzky mit in seinem Projekt „Memento“ auf, ein anderes mit dem jungen Pianisten und Dirigenten Frank Dupree (Foto) verbindet Orchester- und Klaviermusik von Beethoven mit der von Duke Ellington und George Gershwin.
Weitere Informationen zum Programm und Karten:
www.stuttgarter-philharmoniker.de

Anzeige

Martin-Stadtfeld (c) Marco-Borggreve/Sony-Classical

Der Goldstadtzirkel weltberühmter Pianisten“
Martin Stadtfeld
Martin Stadtfeld spielt erneut mit der Badischen Philharmonie Pforzheim und eröffnet mit dem „Goldstadtzirkel weltberühmter Pianisten“ die Sinfoniekonzert-Reihe der neuen Spielzeit. Stadtfelds Karriere begann 2002 mit dem ersten Preis des Internationale Bach-Wettbewerbs. Seine Einspielungen auf CD (u.a. bei SONY Music) erhielten mehrfach den ECHO Klassik-Preis. In Pforzheim spielt Martin Stadtfeld nun Sergej Rachmaninows 2. Klavierkonzert c-moll op. 18:. Romantisch-expressiv ist dieses Klavierkonzert, das seit der Urraufführung 1901 das erfolgreichste Rachmaninows ist. Eröffnet wird das Konzert mit Maurice Ravel Suite für Orchester „Ma mère l‘ oye“. Eine Sammlung von Märchen ist „Meine Mutter Gans“, die ursprünglich als Fassung von fünf Kinderstücken für Klavier zu vier Händen entstand. Abschließend stimmt die Badische Philharmonie Pforzheim mit der „Reformations-Symphonie“ in das Luther-Jubiläum mit ein. Felix Mendelssohn-Bartholdy komponierte sie 1830 zum 300. Jubiläum der Confessio Augustana. 
15. Oktober CongressCentrum Pforzheim, Karten: Online-Ticketshop arsmondo


Bartoli / Gabetta (c) Decca/Esther Haase

„Dolce Duello“ –
Cecilia Bartoli & Sol Gabetta

Musikalisches Gipfeltreffen: Cecilia Bartoli liebt es, die Register wie ihre Rollen zu wechseln und die ganze Palette von Gefühlszuständen auszuspielen – von innig zart bis rasend, von schüchtern bis wild, von verliebt bis wütend. Die Mezzosopranistin gehört seit über zwei Jahrzehnten zu den absoluten Topstars der Klassik-Szene, mit einem dunkel-satten Timbre von bewegender Schönheit, einem herausragenden darstellerischen Talent, außerordentlicher Musikalität und einer elektrisierenden Bühnenausstrahlung im Konzert und auf der Opernbühne. Im Baden-Badener Festspielhaus, wo La Bartoli zuletzt in Bellinis „Norma“ glänzte, trifft sie nun auf ihre Freundin Sol Gabetta, die ihrerseits zu den besten Cellistinnen weltweit gezählt wird. Dabei kann sie auf den vier Saiten ihre Violoncellos nicht nur beseelt singen, sondern auch dramatisch auftrumpfen und immer wieder spieltechnisch glänzen – etwa, wenn sie mit hochemotionalem und überaus riskantem Spiel die virtuosesten Werke in schwindelerregendem Tempo präsentiert, so dass die Musik unter ihrem Bogen Funken zu schlagen scheint wie bei einem Vulkanausbruch. Cecilia Bartoli und Sol Gabetta präsentieren im Baden-Badener Festspielhaus mit „Dolce Duello“ ein abwechslungsreiches Barockprogramm gemeinsam mit der Cappella Gabetta, einer handverlesenen Originalklang-Truppe, die Sol Gabetta im Dezember 2010 gemeinsam mit ihrem Bruder Andrés Gabetta, einem brillanten Barockviolinisten und Konzertmeister, gegründet hat. Für „Dolce Duello“ haben Cecilia Bartoli und Sol Gabetta einige wunderbare Werke für Gesang und Violoncello ausgegraben. Darunter finden sich berührende Lamenti wie in Händels Ode für die Heilige Cäcilie sowie energiegeladenere Arien wie „Di verde ulivo“ von Vivaldi.
23. November im Festspielhaus Baden-Baden, Karten: www.festspielhaus.de


Mischa Maisky (c) Deutsche Grammophon

Emotionale Freigiebigkeit –
Mischa Maisky & Musikkollegium Winterthur

Mischa Maisky ist der wohl berühmteste Cellist unserer Zeit, weltweit gefeiert als „großer Romantiker“. Sein Spiel ist emotional, intensiv, brennend vor Leidenschaft, dabei edel und seelenvoll im Ton: „Ich gebe nicht 100, sondern 120 Prozent“, sagt der lettische Jahrhundertmusiker mit der Silbermähne über sich. Und: „Ich spiele jedes Konzert, als wäre es mein letztes. Ich verschwende, sagen manche, jedes Mal sehr viel Energie. Aber ich glaube, dass die Konzertbesucher die emotionale Freigiebigkeit eines Musikers fühlen, die viel wichtiger ist als Technik.“ Kurz vor seinem 70. Geburtstag (am 10. Januar 2018) darf sich das Göppinger Publikum auf 120 Prozent Mischa Maisky in Schostakowitschs erstem Cellokonzert freuen – an seinem kostbaren Montagnana-Cello, im Dialog mit dem traditionsreichen schweizerischen Musikkollegium Winterthur unter der inspirierten Leitung seines neuen Chefdirigenten Thomas Zehetmair. Dass die Winterthurer zudem eine Deutsche Erstaufführung im Gepäck haben, macht den Abend desto spannender!
6. November 2017, 20 Uhr, Stadthalle Göppingen


Maximillian Hornung, Photo: Marco Borggreve

Münchener Kammerorchester
& Maximilian Hornung

Mit bestechender Musikalität, instinktiver Stilsicherheit und musikalischer Reife hat der Cellist Maximilian Hornung die internationalen Konzertpodien erobert. Für seine erste Sony-CD erhielt er den ECHO Klassik-Preis 2011 als Nachwuchskünstler des Jahres, für die Veröffentlichung von Dvořáks Cellokonzert den ECHO Klassik 2012 für die »Konzerteinspielung des Jahres«. Mit dem Münchener Kammerorchester wird er ein Auftragswerk des MKO für Violoncello und Orchester von Tobias PM Schneid aufführen. Der finnische Dirigent John Storgårds ist speziell für eine auf drei Spielzeiten angelegte Reihe engagiert worden, nämlich Haydns Londoner Sinfonien den Ligetis Solokonzerten – hier das Konzert für Violoncello und Orchester – gegenüberzustellen. An diesem Abend bilden die Sinfonien Nr. 97 und Nr. 103 »Mit dem Paukenwirbel« den Rahmen des Konzerts. Das Konzert findet am 6. Dezember im Konzerthaus Ravensburg statt.-
Karten: www.ravensburg.de

Werbebanner-Platzhalter


„EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE“ VON CHARLES DICKENS
Miroslav Nemec & Udo Wachtveitl in einem Bühnenmärchen mit Musik

Sie ist – neben der Geschichte von Jesu Geburt – das vermutlich meisterzählte Literatursujet der Adventszeit: Charles Dickens‘ „Weihnachtsgeschichte“. Die sozialkritische Erzählung über den alten Geizhals Ebenezer Scrooge, der am Vorabend des Weihnachtsfests von vier Geistern heimgesucht wird und durch sie seine Menschlichkeit wiederentdeckt, ist ein Klassiker. Kaum ein Theater, das dieses Werk nicht schon mehrfach gespielt hat. Warum dann eine neue Fassung? Der Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat mit seinen Bühnenbearbeitungen von literarischen Werken in den vergangenen Jahren große Erfolge gefeiert. Allein seine Bearbeitung von Erich Kästners autobiographischer Erzählung „Als ich ein kleiner Junge war“ mit Walter Sittler in der Hauptrolle wurde mehr als 400 Mal gespielt. Für die beiden Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl hat er nun gemeinsam mit dem Komponisten Libor Síma ein musikalisches Bühnenmärchen geschaffen. Es erinnert in seiner Ästhetik an alte Schwarzweißfilme und spielt mit Elementen literarischer Revuen. Durch die Musik und die geschickte Lichtregie werden Räume geschaffen – und doch spielt der literarische Text immer die Hauptrolle: Tempo, Rhythmus und Struktur der Novelle bleiben auch in der Lesefassung bewahrt. Und in der Interpretation von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl erhält die Erzählung, trotz des moralischen Grundtons, eine unglaubliche Lebendigkeit. Beide sind bekanntermaßen seit vielen Jahren durch ihre gemeinsame Arbeit als Münchner Tatort-Kommisare eng verbunden und geben auch auf der Bühne ein tolles Team ab, dem es gelingt im Zusammenspiel mit der Bühnenmusik den typischen, skurrilen britischen Humor auf anrührende Weise herauszuarbeiten.
TOURDATEN 2017: 03.12.2017 Fellbach, Schwabenlandhalle, 04.12.2017 Theater Heilbronn, 09.12.2017 Stadthalle Singen, 10.12.2017  Tuttlinger Hallen, 12.12.2017 Stuttgart Theaterhaus, 20.12.2017 Stuttgart Theaterhaus; Karten und Info beim jeweiligen Veranstalter erhältlich

Stuttgarter Musikfest für Kinder und Jugendliche

Musik und Kultur altersgerecht zu vermitteln, sie greifbar und erlebbar zu machen, das ist das zentrale Anliegen des Musikfestes. Seit dem Jahr 2000 begeistert das bundesweit einzigartige Musikfest für Kinder und Jugendliche alle zwei Jahre in Stuttgart.Im Mittelpunkt des Festivals steht Beethoven, dessen 250. Geburtstag, den die Musikwelt in diesem Jahr feiert.
Aufgrund der Corona-Pandemie werden in diesem Jahr weniger Veranstaltungen vor weniger Publikum geboten, aber die Festivalmacher wollen gerade in dieser schwierigen Zeit noch mehr ein Zeichen für die Bedeutung der musikalisch-kulturellen Bildung setzen. Neben den drei Initiatoren Stuttgarter Musikschule, Stuttgarter Philharmoniker und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst engagieren sich Kooperationspartner wie die Stadtbibliothek Stuttgart, das SWR Symphonieorchester, die Stiftsmusik, LiedKunst KunstLied und das Instrumentenmuseum im Fruchtkasten oder die Stuttgarter Hymnus Chorknaben mit ihren jeweiligen Programmen.

Junge Musikerinnen beim Musikfest für Kinder und Jugendliche /Archiv-Foto (c) Muskfest

Ganze 16 Tage lang werden die vielschichtigen Facetten von Musik aufgezeigt: Konzerte, Musiktheater, Probenbesuche, Tanz sowie Mitmachkonzerte für und mit Kindern, die dadurch die Gelegenheit haben, selbst fantasievoll tätig zu werden. Neben den oben genannten Kooperationspartnern engagieren sich insbesondere die Lehrkräfte der Stuttgarter Musikschule mit ihren Schülerinnen und Schülern. Sie entdecken, hinterfragen und interpretieren Beethovens Schaffenskraft in all seinen Facetten.
Zum Auftakt am 14.11. veranstaltet die Musikhochschule Stuttgart von 10 bis 17 Uhr ein Online-Symposium unter dem Motto „hAPPy E-Learning?“. Unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Göllner beschäftigt es sich in Vorträgen, Projektpräsentationen und Gesprächsrunden thematisch mit den Perspektiven auf Digitalität im Instrumental- und Gesangsunterricht.
Das Eröffnungskonzert am 15.11. im Beethoven-Saal der Liederhalle Stuttgart gestalten das Junge Kammerorchester Stuttgart, das Ensemble Serenata und junge Solist*innen der Stuttgarter Musikschule mit freundlicher Unterstützung der Stuttgarter Philharmoniker und unter der Leitung von Alexander G. Adiarte. Sie stellen den Komponisten, Pianisten, Querdenker, den liebenden und leidenden Beethoven in musikalischen und szenischen Skizzen vor. Das Jahreskonzert der Freunde und Förderer der
Stuttgarter Musikschule mit zwei Blasorchestern findet
statt am 28.11. im Beethoven-Saal der Liederhalle Stuttgart.
Termin: 14. bis 29. November ; Alle Veranstaltungen,
digitale Angebote und kurzfristige Änderungen:
www.stuttgarter-musikfest.de

Cecilia Bartoli und
die Berliner Philharmoniker

Eine gute Nachricht für alle Opernfans: Cecilia Bartoli wird in der Titelpartie von Rossinis ‚La Cenerentola’ trotz der Pandemie ins Festspielhaus Baden-Baden kommen. „Mit ihr werden Erinnerungen an große Sängerinnen des 19. Jahrhunderts wieder wach. Pauline Viardot, Maria Malibran – dafür bebte die Musikstadt Baden-Baden einmal“, so Intendant Benedikt Stampa. Die halbszenischen Aufführungen von „La Cenerentola“ (Aschenputtel) finden am 6. und 8. November statt.

„La Cenerentola“ mit Cecilia Bartoli (c) Silvia Lelli

Und auch die Berliner Philharmoniker gastieren am 7. November mit ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko. Auf dem Programm stehen Richard Strauss‘ „Metamorphosen“, das Auftragswerk „Sabina“ – eine Komposition ausschließlich für Streicher von Andrew Norman – sowie die neunte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch.

Berliner Philharmoniker mit Kirill Petrenko (c) Monika Rittershaus

Mit diesem Konzert möchten die Berliner Philharmoniker ihre besondere Verbundenheit mit Baden-Baden ausdrücken, wo sie seit 2013 die Osterfestspiele gestalten. Im weiteren Verlauf des Novembers kommen Violinistin Julia Fischer und das Orchestra dell’Accademia Nazionala di Santa Cecilia aus Rom unter der Leitung von Antonio Pappano mit einem Mozart-Programm (13.11.), die lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča mit einem Liederabend (14.11.) und der deutsche Jazz-Trompeter Till Brönner mit einer Band (15.11.) nach Baden-Baden. Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock spielen die Münchner Philharmoniker am 28. und 29. November 2020 Konzerte mit dem türkischen Pianisten Fazil Say.
Der Chefdirigent des Münchner Orchesters, Valery Gergiev, dirigiert ebenfalls zwei Konzerte am 5. und 6. Dezember.

Weitere Informationen: www.festspielhaus.de

Internationale Bachakademie Stuttgart

Die Internationale Bachakademie Stuttgart startet am 24./25. Oktober mit G.F. Händels Saul in die neue Konzertsaison. Mit den Einschränkungen durch Corona gehen die Gaechinger Cantorey und Hans-Christoph Rademann in diesem Konzert kreativ um: Das knapp dreistündige Oratorium erklingt in einer auf zwei Stunden gekürzten Fassung, bei der Stadtdekan Søren Schwesig als Sprecher die Handlung erzählen wird. Das Programm wird in Stuttgart und Ludwigsburg jeweils zweimal gespielt: Am 25. Oktober in der Liederhalle um 15:00 und um 19:30 Uhr, sowie am 24. Oktober um 15:00 und um 19:00 Uhr im Forum am Schlosspark. Es wird keine Konzerteinführung durchgeführt. Im musikalischen Salon am 22. Oktober um 19 Uhr im Hospitalhof begeben sich Prof. Christian Büsen und Holger Schneider gemeinsam auf die Spuren des Oratoriums.

Chor und Orchester der Internationalen Bachakademie Stuttgrt, Foto: Roberto Bulgrin

Händels Saul ist eines der dramatischsten Oratorien des Komponisten. Macht, Liebe, Krieg und Intrigen entspinnen sich in der alttestamentarischen Geschichte vom Fall des Königs Saul und der Neugründung einer Dynastie unter König David. Die schillernden und bisweilen kriegerischen Klangfarben des Orchesters, die mitreißenden Chöre, die starken Charakterdarstellungen in den Arien der Protagonisten und die Gruselszene mit der Hexe von Endor lassen das biblische Drama lebendig werden. Mit Sprecher Søren Schwesig findet sich das Publikum inmitten des krimihaften Geschehens wieder.
Holger Schneider, Programmheftredakteur der Bachakademie, und Christian Büsen, Professor für Sprechkunst und Mediensprechen, verfolgen im Musikalischen Salon am 22. Oktober um 19 Uhr im Hospitalhof die Spur des dreitausend Jahre alten Krimis rund um Saul und befassen sich mit der Entstehung und den Besonderheiten von Händels Oratorium. Das Abonnementkonzert und der musikalische Salon werden unter Einhaltung der coronabedingten Hygienevorschriften und Abstandsregeln stattfinden.

Karten und Auskunft: Tel.: 0711 619 21 61 und karten@bachakademie.de
Weitere Infos: www.bachakademie.de

37. Französische Filmtage

 

Die 37. Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart 2020 finden statt – auch live (!).  Vom 28. Oktober bis zum 4. November 2020 präsentiert das größte Schaufenster des französischen Films in Deutschland die neuesten Filme: vom eigenwilligen Autorenfilm noch unentdeckter Filmschaffender bis zum opulenten Kinoereignis mit Starbesetzung für die große Leinwand.
Zum ersten Mal ist zudem eine eine Online-Version der Filmtage geplant.

© Französische Filmtage Tübingen | Stuttgart

Wer frankophone Filme liebt hat also in der ersten Novemberwoche die Möglichkeit von wo auch immer in Deutschland bestes frankophones Kino zu genießen. Auch ohne Französischkenntnisse: alle Filme sind selbstverständlich untertitelt.
Dabei ermöglichen der Internationale und der Französische Wettbewerb einen spannenden Überblick über die aktuellsten frankophonen Filmproduktionen und bieten so eine besondere Sicht auf die Gegenwart.

© Französische Filmtage Tübingen | Stuttgart

Ein wichtiger thematischer Schwerpunkt ist in diesem Jahr das frankophone Afrika. In zehn Filmen, die zum größten Teil von afrikanischen Filmschaffenden in Afrika produziert wurden, wird der Kontinent in den Blick genommen.
Hommage, Hommage –  Michel Piccoli und vor allem Agnès Varda, die 2008 in Tübingen zu Gast war, begleiten die Französischen Filmtage seit den allerersten Anfängen. Deshalb wird noch einmal besonders an diese beiden Ikonen des französischen Films erinnert.
Heldinnen –  Krankenschwestern im Zweiten Weltkrieg, Frauen, die sich im 19. Jahrhundert in Männerkleidern die Welt erobert haben, südamerikanische Reporterinnen – ein Themenschwerpunkt zeigt außergewöhnliche Filme über außergewöhnliche Frauen.
Auch das Kriegsende vor 75 Jahren wird ein Thema des diesjährigen Festivals sein.
Umrahmt wird das Festival von Gesprächen
zu allen Schwerpunkte des Festivals – zudem eröffnet der virtuelle Raum neue Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit vielen Gesprächspartner*innen auf der ganzen Welt.

Cinéconcert

In diesem Jahr steht ein besonderes Projekt auf dem Programm: Schüler*innen der Musikschule Jamclub in Tübingen haben eine Musik zu dem Stummfilmklassiker „Nosferatu“ von F.W. Murnau komponiert, die in Tübingen, Stuttgart und Reutlingen aufgeführt wird.

Alle Informationen zu Programm, Preisen und Kooperationspartnern: https://franzoesische.filmtage-tuebingen.de

Die Künstlerin Gerda Bier erhält Hohenloher Kunstpreis
Werner Grund

Im März 2020 wählte ein vom Hohenloher Kunstverein und der Stiftung Werner Grund bestimmte Jury aus vielen eingereichten Arbeiten von Künstlermitgliedern des Hohenloher Kunstvereins die Haller Künstlerin und Bildhauerin Gerda Bier zur Preisträgerin des Hohenloher Kunstpreises Werner Grund 2020.

Die Künstlerin

Gerda Bier, Jahrgang 1943, studierte von 1967 bis 1976 an der Staatlichen Akademie für Werkkunst und an der Hochschule der Künste, Berlin und war dort Meisterschülerin. Sie ist Trägerin des Erich-Heckel-Preises und „gehört zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten Süddeutschlands“, so Joachim Haller M.A. vom Museum und Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd.
Seit 1976 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin, ihre Arbeiten sind in vielen öffentlichen Sammlungen und im öffentlichen Raum vertreten.

Gerda Bier, Hängende Figur, 1988

Der Preis wird seit 1960 vergeben und wurde von den Erben des 2006 verstorbenen Hohenloher Malers Werner Grund ins Leben gerufen. Grund selbst war Gründungsmitglied des Hohenloher Kunstvereins und erster Preisträger 1960. 2019 wurde die Werner-Grund-Stiftung u.a. mit dem Ziel der Wiederbelebung des Hohenloher Kunstpreises, der nun seinen Namen trägt.
Gerda Bier schafft Skulpturen aus Holz und Eisen und arbeitet vorzugsweise mit Holz, das vormals einem anderen Zweck gedient hat. Über ihre Arbeit sagt sie: „Die Figur steht für mich im Vordergrund meiner künstlerischen Arbeit. Es geht mir um die Darstellung von Befindlichkeiten, die ihren Ausdruck in Körpersprache findet.“

Gerda Bier Hausboot IV, 2010

Der Hohenloher Kunstpreis Werner Grund wurde am 13. September 2020 in der Orangerie Schloss Langenburg verliehen. Die Preisverleihung ist mit einer Ausstellung im Hofratshaus Langenburg beim Hohenloher Kunstverein verbunden, sie läuft bis 18. Oktober 2020.
Öffnungszeiten: mittwochs und sonntags 14:00 – 17.30
Infos unter 07905 711 zu den Öffnungszeiten oder unter info@hohenloherkunstverein.de

WELCHES JETZT
WOLLEN WIR LEBEN?

Unter dem Motto „Welches Jetzt wollen wir leben? hat sich das Schauspiel Stuttgrt entschieden vorerst nur einen Spielplan für September 2020 bis Januar 2021 zu veröffentlichen. Um möglichst flexibel auf die sich weiterhin dynamisch entwickelnden Bedingungen für den Spielbetrieb reagieren zu können, werden aus der Spielzeit 2019/20  zunächst ein verkleinertes Repertoire von 7 Produktionen wiederaufgenommen, das je nach Entwicklung der Corona-Vorgaben für die Bühne erweitert werden wird. Insgesamt 6 Neuproduktionen, darunter 2 Uraufführungen von Thomas Melle und Gernot Grünewald, stehen auf dem Spielplan des Schauspiels Stuttgart für die erste Hälfte der kommenden Spielzeit. Zudem wird Harald Schmidt seine Show-Reihe der ehrlichen Worte, ECHT SCHMIDT, ab dem 30. November im Schauspielhaus fortsetzen. Neben bereits vertrauten künstlerischen Handschriften werden in der ersten Spielzeithälfte auch Arbeiten von Regisseur*innen zu erleben sein, die zum ersten Mal in Stuttgart inszenieren: Corinna
von Rad, Viktor Bodó und Stefan Kaegi von Rimini Protokoll.
Weitere Infos zu allen Stücken: www.schauspiel-stuttgart.de

„Ich bin dein Mensch“

Kann man sich in jemanden verlieben, der eine Ware ist, einzig dafür geschaffen, die Sehnsucht nach Nähe, Partnerschaft und Liebe zu erfüllen? Und was empfindet eigentlich ein Roboter? In der Romantic Comedy „Ich bin dein Mensch“ erzählt Maria Schrader (Regie) von der Begegnung zwischen einer Frau und einem humanoiden Roboter. In Dänemark gingen die Dreharbeiten zu der ungewöhnlichen romantischen Komödie „Ich bin dein Mensch“ Anfang September zu Ende.

Autorin und Regisseurin Maria Schrader mit Maren Eggert und Dan Stevens, den Hauptdarstellern der Near-Future-RomCom „Ich bin dein Mensch“ © SWR/Christine Fenzl „. Bild: SWR/Christine Fenzl.“ (S2).

Für ihren ersten Fernsehfilm hat die Regisseurin ein faszinierendes Ensemble gewonnen. Maren Eggert ist als Wissenschaftlerin zu sehen, die wider Willen mit einem Partnerschaftsroboter konfrontiert wird. Den Liebhaber, der sich von natürlichen Menschen vor allem durch seine vermeintliche Vollkommenheit unterscheidet, spielt Dan Stevens, dem deutschen Publikum aus „Eurovision“, „The Guest“ und „The Beauty and the Beast“ bekannt. Zum Cast gehören außerdem Sandra Hüller und Hans Löw, Wolfgang Hübsch, Annika Meier, Falilou Seck und Jürgen Tarrach. Das Drehbuch zu „Ich bin dein Mensch“ schrieben Maria Schrader und Jan Schomburg, es basiert auf Motiven der gleichnamigen Erzählung von Emma Braslavsky. Der Film ist eine Produktion der Letterbox Filmproduktion im Auftrag des SWR, Produzentin ist Lisa Blumenberg.

Die Story
Alma (Maren Eggert) ist Wissenschaftlerin am berühmten Pergamon Museum in Berlin. Um an Forschungsgelder für ihre Studien zu kommen, lässt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Studie überreden. Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz auf ihren Charakter und ihre Bedürfnisse zugeschnittenen humanoiden Roboter zusammenleben, dessen künstliche Intelligenz darauf angelegt ist, der perfekte Lebenspartner für Alma zu sein. Alma trifft auf Tom (Dan Stevens), eine Maschine in Menschengestalt, ein Roboter der Extra-Klasse, einzig dafür geschaffen, sie glücklich zu machen. „Ich bin dein Mensch“ erzählt eine Liebesgeschichte in der nahen Zukunft. Es ist eine komisch-tragische Erzählung um die Fragen der Liebe, der Sehnsucht und was den Menschen zum Menschen macht.
Wie wollen wir leben? – „Ich bin dein Mensch“ ist der zweite SWR Film in einer Reihe für das Erste zur Erforschung der Zukunft, die SWR und NDR für Das Erste realisieren. Auf Anregung der Fernsehfilmredaktionen entwickelten Schriftsteller*innen in Kurzgeschichten ihre Visionen über die Welt von morgen. Die Sammlung der Kurzgeschichten ist unter dem Titel „2029 – Geschichten für morgen“ im Suhrkamp Verlag erschienen. Einige dieser Geschichten werden zu Vorlagen für Drehbücher. „Exit“, der erste Film der Reihe, wird am 28. Oktober im Ersten ausgestrahlt.

12. Internationaler Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart

Nach bewegten Monaten mit vielen abgesagten Konzerten hat die Internationale Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart (IHWA) wieder seinen Konzertbetrieb aufgenommen. Das Team um IHWA-Intendantin Cornelia Weidner steckt aktuell mitten in den Vorbereitungen für den 12. Internationalen Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart.
Die Resonanz bei den jungen Talenten war überwältigend. 100 Lied-Duos aus 39 Nationen reichten ihre Bewerbung ein – ein neuer Rekord. In ihren begeisterten Rückmeldungen auf den IHWA-Aufruf war die unbändige Lust quasi mit Händen zu greifen: endlich wieder öffentlich auftreten, endlich wieder die Chance, sich im kollegialen Wettstreit zu messen. Freuen können sich die Teilnehmer/innen diesmal aber auch auf eine tolle künstlerische Herausforderung. Im Hölderlin-Jahr 2020 hat die IHWA bei den profilierten Lied-Komponisten Stefan Heucke und Hauke Berheide neue Vertonungen von dessen Gedichten in Auftrag gegeben. Die Uraufführungen gehören zu den Pflichtstücken des Wettbewerbs-Repertoires und werden durch ein weiteres Streiflicht auf den großen Lyriker ergänzt: ein Round Table zum Thema „Hölderlin in der Musik“, mit den beiden Komponisten sowie weiteren Experten.

Bei allem Enthusiasmus angesichts der ersehnten „echten Aufführungen“ haben die Veranstalter die Corona-bedingten Vorgaben fest im Blick. Der Wettbewerb wird für alle Beteiligten und für das Publikum gesund und sicher sein. Zugute kommt dem Team dabei, dass die IHWA digital hervorragend aufgestellt ist. Streams und Live-Streams von Konzerten, der Verleihung der Hugo-Wolf-Medaille und natürlich auch vom Wettbewerb für Liedkunst sorgen schon seit Jahren dafür, dass Liedfreunde auf der ganzen Welt das hochkarätige Programm der IHWA verfolgen können.

Weitere Informationen:
www.lied-wettbewerb.de
www.ihwa.de

Tickets
Direkt über die IHWA: Tel. 0711-72233699, karten@ihwa.de, www.ihwa.de

IHWA Liedwettbewerb 2018 – Verkündung der Jury-Entscheidungen, Foto: Reiner Pfisterer

Die Internationale Hugo-Wolf-Akademie präsentiert:
12. Internationaler Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart
Dienstag, 29. September bis Sonntag, 4. Oktober 2020
Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

Noch eine Information für unser Publikum: Die IHWA passt den Wettbewerb und die Aufführungssituation laufend den aktuell geltenden Corona-Verordnungen an. Den neuesten Stand finden Sie jeweils auf der Homepage.

Über den Internationalen Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart

Der Internationale Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart ist einer der ältesten und traditionsreichsten Wettbewerbe seiner Art im deutschsprachigen Raum. Zunächst in Wien ausgetragen, seit 1987 in Stuttgart, hat er sich in den vergangenen bald 30 Jahren ein außerordentliches internationales Renommee erworben. Zahlreiche ehemalige Preisträger/innen prägen das heutige Konzertleben. Das Besondere an diesem Wettbewerb und lange Jahre auch sein Alleinstellungsmerkmal: Hier werden Duos ausgezeichnet. Es zählt die künstlerische Gesamtleistung, das Zusammenspiel von Gesang und Klavier. Umso höher ist der Anreiz für die jungen Talente, sich mit dieser besonders schönen und besonders anspruchsvollen Kunstform auseinanderzusetzen und sie vor einem großen Publikum zu präsentieren.
Unterstützt wird der Wettbewerb vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart, der Eva Mayr-Stihl Stiftung, der Wüstenrot Stiftung sowie vom Literatursommer 2020 der Baden-Württemberg Stiftung.

Bewerber, Vorjury und Jury
Der Internationale Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart 2020 richtet sich an Sänger/innen und Pianist(inn)en aller Nationen, die nach dem 31. Dezember 1986 geboren wurden. Für den Wettbewerb 2020 haben sich 100 junge Lied-Duos angemeldet. Sie stammen aus Argentinien, Armenien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, dem Iran, Irland, Israel, Italien, Japan, Lettland, Litauen, Mazedonien, Mexiko, Neuseeland, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Spanien, Südkorea, Taiwan, der Tschechischen Republik, der Türkei, der Ukraine, Ungarn, den USA, Venezuela, Weißrussland.
Die Vorjury bilden Marcelo Amaral, Cornelius Hauptmann und Birgid Steinberger. Die Wettbewerbsjury besteht aus John Mark Ainsley (Großbritannien), Olaf Bär (Deutschland), Soile Isokoski (Finnland), Graham Johnson (Großbritannien), Wolfram Rieger (Deutschland), Birgid Steinberger (Österreich) sowie der Jury-Vorsitzenden Brigitte Fassbaender. Die Wettbewerbsleitung übernehmen Hans Georg Koch und Patrick Strub.

Preise
Es werden Preisegelder in Höhe von insgesamt € 35.000 vergeben, die geteilt werden dürfen.
1. Preis: € 15.000 / 2. Preis: € 10.000 / 3. Preis: € 7.000
Darüber hinaus steht der Jury ein Betrag von € 3.000 zur freien Vergabe für Sonder- und/oder Förderpreise bzw. für die Teilung von Preisen zur Verfügung.

#zusammenspielen –
freie Musiker*innen bei SWR2

Konzerthäuser, Opernstudios und die großen Festivals haben es während der Corona-Krise schwer – aber am schwersten trifft es freie Musiker*innen. Deshalb hat SWR2 über 40 freie Musiker*innen und Ensembles aus Klassik und Jazz eingeladen, einen Tag lang für eine Aufnahme zu uns in die Tonstudios zu kommen: für einen Podcast mit seltenem, bisher unbekanntem Repertoire, mit Herzensstücken und mit Gesprächen.

#zusammenspielen Podcast abonnieren: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/podcast-zusammenspielen-100.html

Adresse des Podcasts:
https://www.swr.de/~podcast/swr2/musik-klassik/podcast-zusammenspielen-100.xml

Ein Beispiel aus dem Programm:
CELLISTIN RAPHAELA GROMES UND PIANIST JULIAN RIEM
Raphaela Gromes und Julian Riem waren neugierig: Mit seiner Cellosonate gewann Gustav Jensen 1881 einen Kompositionswettbewerb und übertrumpfte sogar Richard Strauss. Als sie Jensen Cellosonate dann spielten, war ihnen sofort klar: „Dieses Werk gehört in unser Repertoire!“

BW-Bank Kulturwasen

Nach der schrittweisen Lockerung der Veranstaltungs- und Versammlungsbestimmungen und um die Stuttgarter Kulturszene wiederzubeleben, haben sich die C2 CONCERTS GmbH und die Chimperator Live GmbH zusammengetan und den KULTURWASEN ins Leben gerufen: Unter strenger Einhaltung aller notwendigen Sicherheitsvorgaben und Hygieneregeln verwandelte sich der Cannstatter Wasen ab 28. Mai 2020 in eine Kultur-Arena für rund 500 PKW verwandeln. Eine Bühne mit einer 240 qm großen LED-Leinwand bildet den Rahmen für Live-Shows und weitere Formate. Die Tonübertragung wird mittels einer UKW-Frequenz sichergestellt, die direkt über das Autoradio gehört werden kann.

Luftbild, Martin Olbrich (picsfromgigs.de)

Auf dem Programm stehen neben Kinovorführungen der renommierten Arthaus Filmtheater Stuttgart GmbH auch Konzerte mit lokalen und nationalen Bands/Künstlern, Theateraufführungen, Lesungen, Comedy/Kleinkunst sowie Kulturprojekte und Familienunterhaltungs-Angebote.

Der Sänger Tim Bendzko auf dem BW-Bank Kulturwasen © MartinOlbrich

Die BW-Bank konnte als Titelsponsor gewonnen werden

Kurz vor dem Start des Kulturwasen, der auf dem Gelände des Cannstatter Wasen in Stuttgart stattfindet, bestätigten die Veranstalter um Christian Doll (C2 CONCERTS) und Matthias Mettmann (Chimperator Live) eine offizielle Partnerschaft mit der BW-Bank. Mit Beginn der Kooperation wurde der so aus dem Kulturwasen der  BW-Bank Kulturwasen. Die BW-Bank nimmt mit diesem Engagement ihre gesellschaftliche Verantwortung in der Region Stuttgart in besonderer Weise wahr: „Die kreative Idee, den Wasen als Kulturplattform zu nutzen, hat die BW-Bank sofort überzeugt. Wir finden es wichtig, in diesen schwierigen Zeiten Kultur wieder möglich zu machen. Und zwar nicht nur für das Publikum, sondern auch für die Künstler. Ihnen fehlt ohne Bühne die Existenzgrundlage. Deswegen liegt es uns als Sponsor besonders am Herzen, dass der BW-Bank Kulturwasen nicht nur aus Kino und Konzerten besteht, sondern auch für andere Kunstformen wie die Oper offen ist“, so der Vorstandssprecher der BW-Bank, Norwin Graf Leutrum von Ertingen.

Oper und Ballett auf dem BW-Bank Kulturwasen

In diesem Jahr schaffen das Stuttgarter Ballett und die Porsche AG gemeinsam eine Alternative zu der beliebten Freiluftveranstaltung Ballett im Park, die notgedrungen abgesagt werden musste. So wird am 25. Juli 2020 die Premiere des neuen Ballettabends RESPONSE I im Opernhaus vor einem begrenzten Publikum von 99 Personen gezeigt – unter Einhaltung der aktuellen Auflagen und Hygieneregeln – und zugleich auf die große Leinwand bei den BW-Bank Kulturwasen übertragen. Auf dem Areal in Bad Cannstatt können rund 1.000 Fahrzeuge parken und damit mehr als 2.000 Menschen von ihrem Auto aus, die Premiere live genießen. Der Eintritt zu Ballett am Kulturwasen ist kostenlos, die Gäste benötigen lediglich Platzkarten, die ab 8. Juli über die Website des BW-Bank Kulturwasen bestellt werden können. Dem Leitsatz „Ballett für alle“ bleibt das Stuttgarter Ballett Stuttgart auch in diesem Jahr treu!

Ballettabend RESPONSE I (Something old, something new, something classic, something blue) – Live-Übertragung aus dem Opernhaus am 25. Juli.

Früchte trägt auch die Zusammenarbeit mit der Staatsoper Stuttgart und bringt nun erstmals eine Oper auf den Wasen: Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“ und Amadeus´ „Die Zauberflöte“ wurden eigens für die Wasen-Produktion kreiert, die Vorstellungen beginnen jeweils um 18 Uhr:

vom 27. – 30.06. präsentiert die Staatsoper Stuttgart und SWR2  Mozarts Zauberflöte


Bis Ende August sind auf dem Cannstatter Wasen mindestens 95 Veranstaltungstage mit rund 125 Kinovorstellungen und 45-50 Live-Auftritten für bis zu 1.000 Pkw pro Veranstaltung geplant. Ein eigens programmiertes, webbasiertes Applausometer soll unnötige Lärmemissionen während des BW-Bank Kulturwasen unterbinden. Während der Autokinokonzerte können die Besucher über den Browser im Smartphone ihrer Freude Ausdruck verleihen und so direkt mit der LED-Videowand interagieren.

Die Band Revolverheld spielt auf dem Cannstatter Wasen als Teil des Kulturwasens ein Konzert. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Die Spielzeit des BW-Bank Kulturwasen ist bis Ende August geplant, aufgrund des verlängerten Verbotes von Großveranstaltungen bis Ende Oktober 2020 wird eine Verlängerung darüber hinaus angestrebt.

Zugsagte Live-Acts & Kino an Juli:

• DORO (24. Juli)
• GESTÖRT ABER GEIL (31. Juli)
• TOPAS & ROXANNE (01. August)
• VINCENT GROSS (very special guest: The Rebel Tell Band / 02. August)
• MOVING ADVENTURES – European Outdoor Film Tour (13. / 20. August)

Informationen zum Programm für den BW-Bank Kulturwasen gibt es unter:
www.bwbank-kulturwasen.de

Social Media
Facebook: www.facebook.com/kulturwasen
Instagram: www.instagram.com/kulturwasen
Twitter: https://twitter.com/kulturwasen

Veranstaltungsort: Cannstatter Wasen, Mercedesstraße 50, 70372 Stuttgart


ÜBER DEN BW-BANK KULTURWASEN

Kreative Konzepte waren schon immer die Stärke der Stuttgarter Veranstaltungswirtschaft.
Und das sagen die Veranstalter über ihre gemeinsame Initiative: „Wir gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass viele Stuttgarter*innen ihren Sommer zuhause verbringen und möchten ein Konzept realisieren, dass es ihnen und den Menschen in der Region trotz dieser schwierigen Zeit ermöglicht, Kultur und eine Form von Gemeinschaft zu erleben.
Neben dem Kino soll eine Szenenfläche geschaffen werden, die unkompliziert sehr variabel von anderen Veranstaltungskonzepten wie Konzert, Vortrag oder z. B. Gottesdienst genutzt und auf die Leinwand übertragen werden kann. Wichtig ist uns hierbei, möglichst flexibel vielen Kulturschaffenden und Institutionen aus Stuttgart eine Auftrittsmöglichkeit bieten zu können.

Die Initiatoren

Die zwei Stuttgarter Konzertagenturen C2 CONCERTS und Chimperator Live hatten aus unterschiedlichen Richtungen das Projekt Wasen 2020 ins Auge gefasst. Die Entscheidung war schnell klar, mit vereinten Kräften geht es besser! Gemeinsam mit der starken Partnerin in.Stuttgart, die mit Infrastruktur aber auch ihrer Tochter Easy Ticket zum Erfolg beitragen wird. Die produktionstechnische Gesamtplanung wird das erfahrene Team von castX übernehmen. Gastrokompetenz und Betreiberknowhow wird das Im Wizemann einbringen.