Literatur unter Bäumen –

Von April bis Oktober erwartet das Publikum im Rahmen der Landesgartenschau Überlingen eine einzigartige Szenerie: eine Bibliothek mit rund eintausend Werken der Bodensee-Literaturgeschichte
„Der Bodensee ist eine Landschaft der Literaten“, so das Fazit des Literaturhistorikers Manfred Bosch und Autor des Buches „Bohème am Bodensee“ über die ungewöhnlich reiche Kultur- und Literaturlandschaft. Rund um den Bodensee sind hier seit rund 1000 Jahren in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz literarische Werke von Rang entstanden. Überlingen nimmt dabei eine ganz zentrale Rolle ein, denn zahlreiche Literaten waren hier ansässig oder regelmäßig zu Gast, seit mehr als sechs Jahrzehnten wird hier der Bodensee-Literaturpreis verliehen und mit Martin Walser lebt einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren in der Stadt. In den Regalen der Open-Air-Bibliothek findet sich – wetterfest untergebracht – eine einmalige Auswahl an Büchern zur Literaturgeschichte der Vierländerregion. Sie reicht von den Aufzeichnungen des Mönchs Walahfrid Strabo aus dem Mittelalter bis hin zu jungen Gegenwartsautoren. Rund 120 Verlage haben die Bücher beigesteuert. Begleitet wird die Bibliothek von einer Lesungsreihe mit renommierten Autorinnen und Autoren der Bodenseeregion. Mit dabei sind Peter Stamm, Eva Gesine Baur, Manfred Bosch, Verena Roßbacher und Zsuzsanna Gahse. Gleichzeitig erinnert die Reihe aber auch an bereits verstorbene Dichter vom See wie Werner Dürrson, Tami Oelfken, Annette von Droste-Hülshoff, Franz Michael Felder und Markus Werner.
Ausführliche Informationen zum Lesungsprogramm finden sich auf der Homepage der Landesgartenschau Überlingen.
www.ueberlingen2020.de

Metamorphosen-
Hannah Zenger

Die Erfindung des europäischen Porzellans ist eine Geschichte von Persönlichkeiten voller Neugier, Wissensdrang, dem Hang zu schönen Dingen und folglich genau das richtige Material für die Designerin und Künstlerin Hannah Zenger. Sie begeistert sich am Sichtbarmachen, an Prozessen, am Forschen und an Materialität.

Hannah Zenger, Foto: Arne Hübner

„Mein Weg zur bildenden Kunst führte mich über die Architektur“, so Hannah Zenger, die während ihres Studiums eine große Faszination für das räumliche Sehen, Denken und Arbeiten entwickelte. „Mir wurden Parallelen an der Schnittstelle von Architektur und bildender Kunst bewusst. Charakteristische Denk- und Verfahrensweisen lassen sich in bildhauerische Arbeiten transferieren: Positiv und Negativ, Leere und Fülle, Stapelung und Reihung, Maß und Proportion oder Material und Oberfläche“.

Foto: Hannah Zenger

Ihre Arbeiten mit Porzellan und anderen keramischen Stoffen ist eine ausgesprochen sinnliche Arbeit, u. a., weil sie alle Elemente – Erde, Wasser, Luft und Feuer – in sich vereint. Und – werken mit Porzellan erfordert Sensibilität, Konzentration und Zeit.
Ihr klar durchdachtes, komplexes, konzeptuell-analytisches Konzept, das Charakteristika, Erscheinungsformen und Veränderlichkeit von Materialität erforscht, dabei Bekanntes transformiert und in neue Aggregatszustände überführt, transportieren ihre Objekte sichtbar nach außen. Trotzdem ist das, was man nicht sieht, oft entscheidender als das Sichtbare.
Ihre Inspirationen findet die Designer und Künstlerin vor allem in der Natur, u. a. im Wald. „Dort lässt sich wunderbar über mein großes Thema mit dem Arbeitstitel ‚alles ist in allem und alles ist eins‘ nachdenken“, erklärt Zenger. Und weiter: „Ich bin ein sehr visueller Mensch, mich prägt und inspiriert alles, was mich umgibt, auch Räume, Stimmungen, Farben.“ Vor vier Jahren fand sie bei einem Spaziergang im Schönbuch ein großes Stück Eichenrinde. Fasziniert vom fein strukturierten Rindenaufbau, der bei genauem Hinsehen wie die Gesteinsschichten eines Gebirges wirkten, nahm sie es mit. Es ist nicht das einzige Naturmaterial, das sie nach Hause geschleppt hat, aber es ist das einzige, das einen Platz in ihrem Porzellanstudio hat: Denn es dient als Vorlage für Skulpturen. Doch auch wenn Hannah Zenger die Ideen für ihre Porzellanarbeiten in der Natur findet, ist das Erscheinungsbild ihrer Kreationen modern und geradlinig. Vielleicht sogar gerade deshalb…

Foto: Hannah Zenger

Derzeit konzentriert sich Hannah Zenger verstärkt auf das freie künstlerische Schaffen. Für ihre neueste Arbeit „Erde & Wind auf Papier“ hat sie an ganz verschiedenen Orten Erden gesammelt und begonnen, ein Archiv anzulegen. Einige davon hat sie pulverisiert und in der Natur bei starkem Wind (unter anderem Sturmtief Mortimer) auf ihre Papierblätter gestreut – eine verkleinerte Form der Wirklichkeit. „Es gibt kein anderes Material, mit dem man mit einer Handvoll so viel über den Planeten aussagen kann wie durch Erde, Stein oder Sand“, ist die Künstlerin überzeugt. Elemente, die zur Natur gehören, erzeugen eine Harmonie, ganz egal wie man sie anordnet. „Die Natur ist für mich ein guter Ort, um über die Welt und die Wirklichkeit nachzudenken, in der man lebt.“ Auch Kunst zu machen, bedeutet für Zenger, genau das: über die Wirklichkeit nachzudenken.
„Erde & Wind auf Papier“ ist also eher als Hinweis auf die Dinge zu verstehen. Darauf, dass die Natur in allem gegenwärtig ist, in allem was wir sind, was wir sehen und was wir denken können. Hannah Zenger versucht ihr Vorhandensein sichtbar zu machen und dadurch eine Beziehung zu den uns umgebenden Dingen herzustellen. Das ehrfürchtige Schauen, Respekt und Achtung vor der Vergänglichkeit unserer Umwelt und die Rückbesinnung auf das Wesentliche bilden das Fundament ihres Werks.
Ein Beitrag von Susanne Heeber

Hannah Zenger
1988 in Böblingen geboren, studierte Hannah Zenger erst Architektur an der Universität und danach an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. 2015 setzte sie an der AK das Studium der Bildenden Kunst obendrauf, u. a. in der Fachklasse für Bildhauerei bei Professor Udo Koch. 2018 schloss sie mit dem Diplom ab. Schon seit 2015 lehrt Zenger am Institut für Darstellen und Gestalten, Universität Stuttgart unter Professorin Sybil Kohl und präsentiert ihre Arbeiten in Galerien und Museen, beteiligt sich an Messen und Wettbewerben.
2018 wurde sie mit dem Förderpreis des Staatspreises Kunst, Handwerk Design Baden-Württemberg und 2019 mit dem Blickfang Designpreis ausgezeichnet. Noch bis 2022 ist Zenger Stipendiatin des Landkreises Esslingen.

studio@hannahzenger.de
Hannah Zenger, Porzellan Studio, werkraum18, Vogelsangstraße 57
70197 Stuttgart
Termine nach Vereinbarung.

Friedemann Vogel

Er ist gefeierter Solist am Stuttgarter Ballett, ein begehrter Gast an vielen Theatern und – ja, dass darf man in aller Bescheidenheit konstatieren – ein Weltstar! Vor kurzem wurde Friedemann Vogel von der Zeitschrift Tanz zum Tänzer des Jahres 2019 ernannt. arsmondo hat mit dem gebürtigen Stuttgarter über seinen Werdegang, seine Arbeitsauffassung und seine Vorlieben, über Rollen, Orte und Menschen gesprochen.

Foto: Carlos Quezada

Sie werden derzeit in Stuttgart für Ihre Rolle in „Mayerling“, dem Handlungsballett von Kenneth MacMillan stürmisch gefeiert.
Es erzählt das tragische Leben und Sterben des letzten Thronfolgers Rudolf im Kaiserreich Österreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Rolle gilt in jeder Hinsicht als extrem schwierig. Wie haben Sie sich auf das Stück vorbereitet?

Für „Mayerling“ hatten wir drei Monate intensive Probenarbeit. Wir hatten dafür sogar ein separates Studio, ein abgeschottetes Resort, in dem wir uns intensiv auf unsere Rollen vorbereitet konnten. Ich habe sehr viel über Rudolf gelesen, mir Verfilmungen angeschaut, Bücher gelesen – zudem gibt es ja so viele Geschichten und Gerüchte, die sich um ihn und seinen Tod ranken. Auch mit den politischen Verhältnisse jener Zeit in Österreich und zur Habsburger Monarchie habe ich mich beschäftigt. Ich habe mich gefragt, wie es ist, als Thronfolger zur Welt zu kommen, in eine lieblose und strenge Welt voller Zwänge, Erwartungen und Pflichten. Rudolf war ein eher sensibler und musischer Mensch und ist an dieser Diskrepanz gescheitert und zerbrochen. Ich wollte seine Persönlichkeit durchdringen, indem ich viel über ihn erfahre und dadurch verstehe, wie er zu dem Menschen wurde. Dazu habe ich mich in ihn hinein zu versetzen versucht, wie er fühlte und welche Haltung er nach außen hin hatte. Ich habe versucht, diesen Keim auch in mir zu finden.

Szene aus „Mayerling“, Foto: Roman Novitzky
Szene aus „Mayerling“ /Choreografie von Kenneth MacMillan mit Elisa Badenes, Friedemann Vogel © Stuttgarter Ballett
Szene aus „Mayerling“ – Choreografie: Kenneth MacMillan, Tänzer/Dancer: Elisa Badenes, Friedemann Vogel
© Stuttgarter Ballett

Wie gelang Ihnen der Zugang zu Rudolfs komplexer Gefühlswelt – nicht nur als Tänzer, sondern auch als Darsteller?
Das Stück ist wie eine Spirale aufgebaut, die sich langsam nach unten dreht – eine Art Abwärtssog. Da muss man emotional voll einsteigen und bis zum Ende der Vorstellung drin bleiben: körperlich und mit allen Sinnen. Als Tänzer ist natürlich das Körperliche der erste Schritt, um in die Gefühlswelt und in den Charakter einer Rolle einzutauchen – man verinnerlicht also über die Bewegung. „Mayerling“ erzählt die Geschichte Rudolfs vor allem auch durch seine Beziehungen zu den Frauen, die ihm nahestanden. Es gibt insgesamt acht Pas-de-deux – so viel wie in keinem anderen Stück –, die die unterschiedlichen Beziehungen charakterisieren. Rudolf ist fast die ganze Zeit auf der Bühne – das ist schon ein Kraftakt, mental und körperlich, in den man hineinwachsen muss. Am Abend der Aufführung kommt es dann jedes Mal zu einzigartigen Begegnung mit meinen Tanzpartnerinnen, es geht um die Tagesform – kein Moment auf der Bühne wiederholt sich emotional. Das heißt, man muss aus dem Moment heraus reagieren, auch wenn man alles geprobt hat, muss man dann aus dem Gefühl heraus agieren – keine Sprünge mehr analysieren, sondern voll und ganz dem Körper vertrauen und loslassen. Nur so kann man eine solche Rolle und ihre Entwicklung auch überzeugend und folgerichtig aufbauen.

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Ist das auch bei anderen Rollen in Handlungsballetten so?
Ja, nehmen wir zum Beispiel den Romeo in „Romeo und Julia“: Diese Rolle zu tanzen, ist körperlich auch sehr anstrengend. Aber im Unterschied zu Rudolf gibt die Rolle viel Liebe und Leidenschaft – da kommt also Energie zurück. Bei „Mayerling“ ist es ein Kampf, ein permanentes Ringen. Cranko, Neumeier, McMillan – sind für mich Genies – wahre Meister des Erzählens – sie haben ein intuitives Bewusstsein für die Geschichten, die sie erzählen wollen und entwickeln daraus ihre Choreografien. Bei McMillans Stück gibt es sehr viele Einzeldrehungen und die dann auch noch auf einem Bein – da geht es um Balance, um Gewichtsverteilung. Das muss man sich körperlich hart erarbeiten und man hat zahlreiche Phasen und Momente, die viel Kraft kosten.
Das Tanzen im Kostüm ist eine weitere Herausforderung – wobei die Enge und Schwere der Stoffe auch helfen, sich selbst zurückzunehmen und in die Rolle zu finden. Die Premiere von „Mayerling“ und auch die Vorstellungen bisher habe ich dann aber wirklich genossen, weil ich in die Rolle hineingewachsen bin. Dazu kam das Publikum, das extrem mitgegangen ist – das fühlst Du auf der Bühne und das trägt Dich. Was die Rolle mir tatsächlich abverlangt hat, habe ich allerdings erst bemerkt, als ich eine Woche nach der Premiere den Albrecht in „Giselle“ in Zürich getanzt habe – das fühlte sich plötzlich ganz leicht an – pure Romantik – fast schon schwerelos.

Friedemann Vogel in Romeo und Julia, Choreografie: John Cranko. Julia: Alicia Amatriain, Foto: Stuttgarter Ballett

Orte, Menschen, Rollen – Meilensteine Ihrer Entwicklung?
Sie stammen aus Dettenhausen, einem kleinen Ort zwischen
Tübingen und Stuttgart. Ihre Eltern sind keine Künstler.
Wie wurden Sie zu dem, der sie sind?
Gute Frage…Ich weiß nur, dass ich schon als kleines Kind immer tanzen wollte. Mein elf Jahre älterer Bruder war bereits Tänzer, er war u.a. auch Erster Solist beim Stuttgart Ballett und hat mich von klein auf in viele Vorstellungen mitgenommen. Als Kind habe ich so alle wichtigen Ballette gesehen von Schwanensee bis hin zu Onegin und natürlich auch viele Ballettabende. Ich hatte das Glück, dass ich alle körperlichen Voraussetzungen mitbrachte, die man für den klassischen Tanz braucht.
Entscheidend für mich und meinen weiteren Weg waren dann meine Ausbildung in der John Cranko Schule hier in Stuttgart und das Stipendium an der Académie Princess Grace in Monte Carlo. Marika Besobrasova aus Monte Carlo habe ich viel zu verdanken. Sie war eine berühmte russische Ballettlehrerin, die mit großen Tänzern wie z.B. Nurejew gearbeitet hat. Sie hatte einen ganzheitlichen Lehransatz und sah den ganzen Menschen. Wir Schüler lernten bei ihr nicht nur klassisches Ballett, sondern auch Yoga, Ausdruckstanz, Schauspiel, richtig zu atmen und Improvisation. Sie hat uns gezeigt, wie man auf der Bühne neben Tanzen auch richtig geht. Wissen Sie, als Romeo läuft man anders als in der Rolle des Onegin oder Siegfried, auch das prägt eine ganze Rolle. Sie war in jeglicher Hinsicht formend und hat mir gezeigt, wohin meine Reise führen könnte – übrigens auch privat. Ich war oft bei ihr zu Besuch und habe ihr geholfen, Einladungen vorzubereiten. Von ihr habe ich gelernt, wie man mit Menschen umgeht. Außerdem hat sie mich schon ganz früh allein zu Wettbewerben geschickt. Ich musste alles organisieren, von den Kostümen bis hin zur musikalischen Begleitung. Das war eine Vorbereitung für mein Leben, denn so wurde ich selbstständig. Da ich schon früh in meiner Karriere gastiert habe, kam ich auf Reisen immer gut allein zurecht. Ich brauche bis heute keinen Agenten, der das für mich regelt.

Friedemann Vogel in Onegin, Choreografie: John Cranko,
Foto: Stuttgarter Ballett

Was Rollen betrifft, so war Onegin für mich sicher einer der Meilensteine – ich glaube für viele Tänzer, inklusive mir selbst, ist das ein nahezu heiliges Stück – es stand immer ganz weit oben auf meiner Wunschliste. Vor ein paar Jahren sagt Reid Anderson (Stuttgarter Intendant bis 2018): „Jetzt bist Du bereit, auch den Onegin zu tanzen“. Das war eine Sternstunde für mich. Da hat sich ein Traum erfüllt und zwar genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich hatte die Rolle bis dahin bereits von vielen Tänzern gesehen… – doch in diesem Moment fühlte ich mich tatsächlich selbst reif dafür, Onegin meine ganz eigene Persönlichkeit zu geben.

Sie haben in Ihrem bisherigen Tänzerleben alles erreicht – jetzt sind Sie vierzig Jahre alt. Was würden Sie sich für Ihre Bühnen-Karriere noch wünschen?
Ein ganz neues Ballett zum ersten Mal zu tanzen. Am liebsten ein Handlungsballett. Eine Geschichte zu erzählen – etwas komplett neu aufbauen, was noch nicht da ist, das wäre mein Traum.

Sie sind viel unterwegs gastieren auf der ganzen Welt…
Ja, ich gastiere viel, aber ich bin nicht der Typ, der einfach kommt und tanzt. Ich will meine Tanzpartnerinnen und -partner kennenlernen, gemeinsam proben.

Was darf in ihrem Gepäck nie fehlen?
Meine Ballettschuhe und -trikots, Trainingssachen – seit einmal mein Koffer nicht ankam, packe ich die immer ins Handgepäck. Der Verlust war richtig schlimm für mich. Gerade an anderen Orten will ich meine eigenen Sachen haben und tragen – und meine Ballettschuhe sind mein wichtigstes Werkzeug!

Künstler, die Sie bewundern?
Menschen im allgemeinen und zwar diejenigen, die eine innere Kraft und Stärke ausstrahlen, die Visionen haben, diese unbeirrt verfolgen und andere dafür begeistern können. Solche Menschen bewundere ich und kann ihnen stundenlang zuhören.

Dinge, die Ihnen wichtig sind?
Nichts Materielles – es gibt eigentlich keine Gegenstände, an denen ich so hänge, dass ich sie unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Es sind eher Erlebnisse und Menschen.
Ich habe in China einmal verzweifelt nach Wasser mit Kohlensäure gesucht – das gibt es dort so gut wie nicht. Und ich trinke gerne guten Kaffee… Es sind eher die ganz normalen Dinge, an denen ich hänge, die einem Vertrautheit und Heimat vermitteln und die mir dann fehlen, wenn sie plötzlich mal nicht da sind.
Landschaften oder Städte, die Ihnen in Erinnerung bleiben?
Ich liebe Italien. Ich arbeite viel in Rom und Mailand. Diese Städte zu erkunden, durch die alten Gassen und entlang wunderbarer Bauwerke zu schlendern, das liebe ich. Ebenso wie mit Leuten aus der Compagnie nach Proben und Vorstellungen noch essen zu gehen. Wichtiger aber als die Städte selbst sind für mich die Tanzcompagnien. Zum Beispiel Helsinki – für mich keine sonderlich schöne Stadt – aber das Tanzen war großartig und die Menschen erst, da bleiben dann andere schöne Erinnerungen.

Bringen Sie von Ihren Reisen auch gerne etwas mit?
Früher ja, heute eher weniger – aber ich hatte mir aus China einmal ein antikes Pferdegeschirr mitgebracht. Das hat mich fasziniert – obwohl ich ja weder reite, noch ein Pferd habe…

Das absurdeste Verrückteste, das Ihnen je auf Reisen passiert ist?
Da fällt mir spontan Japan ein, weil es in diesem Land so viele Extreme gibt. Einerseits sind die Japaner ja verrückt nach Klassik – egal ob Ballett oder Musik. Dann fährt man andererseits aber mit der Metro und kommt sich vor wie in einem virtuellen Raum – du siehst Menschen als Puppen und Comicfiguren verkleidet – überall leuchten Neonfarben, laute Musik und überall Technik – die totale Reizüberflutung. Dann wieder betritt man eine kleine Seiten-straße und stößt auf ein uraltes historisches Sushi-Restaurant und an der nächsten Ecke warten bereits wieder computergesteuerte Kraken-Arme, die Spielzeuge aus einem Automaten fischen.

Stuttgart ist für Sie…
Ganz klar: Stuttgart ist meine Heimat.

Wo könnte man Sie hier treffen?
Ich bin gerne in der Stadtmitte mitten drin. Ich wohne am Eugensplatz, das ist mein Revier – von dort aus kann ich zu Fuß ins Theater gehen. Ich gehe gerne in den Mineralbädern in Bad Cannstatt schwimmen. Und ich mag die schwäbische Küche, am liebsten Maultaschen mit Kartoffelsalat, Schnitzel mit Pommes oder Käsespätzle – ganz einfach, schwäbische Hausmannskost.

Wie entspannen Sie? Wo und wie können Sie am schnellsten
abschalten?
Entspannung ja, abschalten muss ich nicht! Ich habe mit dem Tanzen das gefunden, was mich ausfüllt und glücklich macht. Ich habe auch nie richtig lange Urlaub gemacht. Ich liebe die Natur, gehe gerne in den umliegenden Wäldern rund um Stuttgart laufen. Ich höre gerne Musik, nichts Spezielles; es kommt auf meine Stimmung an, reicht aber von Elektronik bis zu Gustav Mahler. Musik als Dauerberieselung ist dagegen nicht mein Ding, weder auf Reisen, noch in Hotels oder beim Kochen. Denn ich mag es auch, wenn es einfach mal ganz ruhig ist – dann genieße ich einfach die Stille.

Szene aus „Kaash“ (c) )Stuttgarter Ballett

Wie lautet Ihr Credo?
Das müssten Sie eigentlich andere fragen…(lacht). Ich versuche authentisch zu sein, Dinge zu akzeptieren, wie sie sind. Ich glaube, jeder Mensch sollte das, was ihn besonders macht, zuerst in sich selbst suchen, nicht zu sehr im Außen. Seiner Umgebung und sich selbst nichts vorzuspielen – akzeptieren wer man ist.

Wie finden Sie auch in schwierigen Zeiten zu sich?
Ich bin kein Analytiker. Meine Bewältigung ist die Bewegung, das Tanzen – das macht mich stark. Wenn ich einen schwierigen Termin habe oder ein Problem lösen muss, dann hilft es mir, in die Bewegung, in die körperliche Aktion zu gehen – das ist mein Ausgleich. Nach der körperlichen Erschöpfung kann ich dann meistens klarer denken.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Claudia Fenkart-Njie


Mehr über Friedemann Vogel und das Stuttgart Ballett…

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Am Württembergischen
Staatstheaterin Stuttgart»
bleibt alles anders«.

Alle drei Sparten starten zum ersten Mal in der Geschichte des traditionsreichen Hauses in eine neue Intendanz: für das Schauspiel verantwortet Burkhard C. Kosminski, für die Oper Viktor Schoner und das Ballett Tamas Detrich. Zudem wurde Cornelius Meister zum neuen Generalmusikdirektor berufen.
Das ist ein willkommener Anlass für eine spartenübergreifende Koproduktion. Das Herzstück dieser Inszenierung in der Regie von Anna-Sophie Mahlerbilden sind »Die sieben Todsünden« von Kurt Weill und Bertolt Brecht.

Die OPER stellt statt Antworten Fragen an den Beginn dieser neuen Intendanz: Ausgehend von »Lohengrins« verstörend absolutem Frageverbot über seine Herkunft (Inszenierung: Árpád Schilling) sollen mit den Neuproduktionen Fragen gestellt werden – philosophische, naive, persönliche. »Es ist der Versuch, die komplexen Zusammenhänge unserer Gegenwart mit der wunderbaren Kunstform Oper zu erforschen; der Versuch einer Differenzierung – auch als Reaktion auf vereinfachende Antworten«, so Viktor Schoner.

Viktor Schoner und Cornelius Meister (c) Matthias_Baus

Die Opernpremieren, davon ein Gastspiel, schlagen den Bogen von der Frühklassik bis ins Jahr 2018. Daneben stehen 17 Opern des Repertoires auf dem Spielplan.
Am Vorabend zu Allerheiligen, am 31. Oktober 2018, stellen Alain Platel und Fabrizio Cassol mit der zweiten Saison-Premiere »Requiem pour L.« die Frage: »Wohin gehst du?« In dieser musikalischen Überschreibung von Mozarts »Requiem« befragen 14 Musikerinnen und Musiker aus Afrika und Europa Mozarts Fragment gebliebenes letztes Opus aus einer globalen Perspektive.
Am Sonntag, 2. Dezember 2018 feiert Sergej Prokofjews »Die Liebe zu drei Orangen« in deutscher Sprache als Familienproduktion Premiere im Opernhaus: Axel Ranisch, der als Independent-Filmemacher, Tatort-, Löwenzahn-, Theater- und Opernregisseur arbeitet und gerade seinen ersten Roman veröffentlicht hat, wird das Werk als skurril-farbenfrohe Märchenoper in Szene setzen und damit die Frage stellen »Worüber lachst du?«.
Zwei Werke aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägen die Premieren im Frühjahr 2019: Generalmusikdirektor Cornelius Meister leitet am 17. März 2019, die Neuproduktion von Hans Werner Henzes »Der Prinz von Homburg« nach Heinrich von Kleists gleichnamigem Drama über Disziplin, Gehorsam und Träumerei. Die im Zeitalter von Fake News, der vermeintlichen medialen Falschinformation, zentrale Frage »Wem glaubst du?« steht im Zentrum der Premiere von John Adams’ »Nixon in China« am 7. April 2019; Regie: Marco Štorman.
Die inzwischen in Paris zum Kult avancierte Produktion von Christoph Willibald Glucks »Iphigénie en Tauride« in der Inszenierung von Krzysztof Warlikowski aus dem Jahr 2006 geht der Frage »Wem vergibst du?« nach. Sie feiert am 28. April 2019, als Übernahme von er Opéra national de Paris Premiere. Damit wird zum ersten Mal eine Opernarbeit des polnischen Regisseurs und seiner Ausstatterin Malgorzata Szczesniak in Stuttgart zu sehen sein. Stefano Montanari dirigiert und steht damit erstmals am Pult des Staatsorches-ters Stuttgart.
Am Ende des Premierenreigens dieser Spielzeit steht mit Arrigo Boitos »Mefistofele« am 16. Juni 2019 die Frage: »Was verlangst du?«. Die Neuproduktion mit der italienischen Sicht auf den deutschen Faust-Mythos inszeniert Àlex Ollé, Mitglied des katalanischen Theater-Kollektivs La Fura dels Baus.
Die Saison 2018/19 schließt mit drei außergewöhnlichen Produktionen aus dem Stuttgarter Opernrepertoire der vergangenen 20 Jahre: Calixto Bieitos Interpretation von Wagners »Der fliegende Holländer«, Kirill Serebrennikovs Sicht auf Richard Strauss‘ »Salome« und schließlich Bellinis »Norma« in der Regie von Jossi Wieler und Sergio Morabito aus dem Jahre 2002.
Darüber hinaus gibt es bei den Sinfoniekonzerten 2018/19 neben spannenden Dirigentendebüts auch Wiederbegegnungen mit einigen dem Stuttgarter Publikum bekannten Gastdirigenten Dennis Russell Davies, Marek Janowski und Daniele Rustioni. Zum ersten Mal gibt es in dieser Saison zusätzlich zu den etablierten Reihen zwei neue Konzertformate im Opernhaus: ein Filmkonzert sowie ein großes Familienkonzert.

Tamas Detrich (c) Roman Novitzky

Die erste Spielzeit von Tamas Detrich als Intendant des BALLETTS steht unter dem Motto »One of a Kind«. Zu Deutsch: einzigartig. Das Motto ist gleichzeitig der Titel eines abendfüllenden Stückes von Jirí Kylián, eines in jeglicher Hinsicht einzigartigen Künstlers, der im Jahr 1968 – also vor genau 50 Jahren – seine Weltkarriere in Stuttgart startete.
Die Spielzeit beginnt ganz puristisch mit dem Ballett-abend »Shades of white«: drei Werke – ein jedes in weiß gekleidet – die verschiedene Facetten des klassischen Balletts zelebrieren. Neu im Repertoire ist »Das Königreich der Schatten« aus La Bayadère, eine der erlesensten Szenen, die der Ballettkanon zu bieten hat, choreographiert von Marius Petipa – dem Vater des klassischen Balletts. Umrahmt wird dieses Juwel von John Crankos geistreichem »Konzert für Flöte und Harfe« und George Balanchines funkelnder »Sinfonie in C«.
Außerdem hat sich Theaterlegende Jürgen Rose bereiterklärt, nach 30 Jahren wieder ein Ballett auszustatten – und zwar eines von Kenneth MacMillans fesselndsten, aufwühlendsten Stücken, das die letzten, verzweifelten Tage im Leben des Habsburger Kronprinzen Rudolf schildert: »Mayerling«. Das Werk ist ein Unikat im Kanon der Handlungsballette des 20. Jahrhunderts.
Im Jahr 2019 wird mit dem Ballettabend »Aufbruch!« das 100. Jubiläum der Weimarer Verfassung sowie der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar begangen. Drei sehr unterschiedliche Choreographen brechen auf, um diesen beiden Ereignissen zu begegnen: Katarzyna Kozielska, Nanine Linning und Edward Clug.
Am Ende der Spielzeit steht ein Stück von einem weiteren »One of a Kind«-Künstler auf dem Programm: Akram Khan, dessen Fusion von indischem Kathak mit zeitgenössischem Tanz ihn zu einer der originellsten Stimmen der Tanzwelt gemacht hat. Sein »Kaash« kommt gemeinsam mit einer weiteren Erstaufführung – Johan Ingers »Out of Breath« – und der Wiederaufnahme von Itzik Galilis »Hikarizzato« auf die Bühne. Außerdem steht das 40. Jubiläum von John Neumeiers »Die Kameliendame« an. Selbstverständlich werden außerdem weitere Werke von John Cranko getanzt, allen voran »Romeo und Julia« hier in Stuttgart sowie sein »Schwanensee« und »Onegin« während eines großen Gastspiels in Japan.

Spielzeiteröffnungsfest 2018/19
Auf dem Bild
Burkhard C. Kosminski
Foto: Björn Klein

Unter dem Leitmotiv »Warum denn nicht warum« möchte Burkhard C. Kosminski das SCHAUSPIEL Stuttgart als eine Plattform für Fragen und konstruktiven Dialog etablieren, wobei ihm drei große Themenkomplexe besonders am Herzen liegen: Stuttgart als eine moderne Stadt, anhand derer man Utopien zukunftsorientierter und nachhaltiger Stadtentwicklung entwerfen und diskutieren kann.
Stuttgart als eine internationale Stadt und das Schauspiel als Denk- und Begegnungsraum für internationale Perspektiven und Identitätskonstruktionen.
Und das Schauspiel Stuttgart als Ort für Literaturtheater, mit einem besonderen Fokus auf dem zeitgenössischen Autorentheater.
Zeitgenössische Autoren und Autorinnen werden für das Schauspiel und das Stuttgarter Ensemble neue Stücke schreiben und dabei ihre Sicht auf unsere Gegenwart reflektieren und zur Diskussion stellen. In dieser Spielzeit sind dies Texte von Wajdi Mouawad, Clemens J. Setz, Nis-Momme Stockmann (in Zusammenarbeit mit den Frankfurter Positionen) und Roland Schimmelpfennig. Außerdem werden Texte von Theresia Walser, Elfriede Jelinek und Simon Stephens zu sehen sein.
Das umfangreiche Programm 2018/2019 umfasst insgesamt 24 Produktionen, darunter sechs Uraufführungen und deutschsprachige Erstaufführungen, eine spartenübergreifende Produktion mit Oper und Ballett sowie drei Koproduktionen, u.a. mit dem renommierten Schweizer Theatermacher Milo Rau. Diskursive Formate mit Partnern wie der Robert-Bosch-Stiftung und dem SWR sowie zahlreiche Extraveranstaltungen und theaterpädagogische Angebote runden das Programm ab. Eröffnet wird die neue Spielzeit mit einem doppelten Premierenwochenende am 16./17./18. Und 23./24./25.November und einer begehbaren Stadtraum-Installation des Künstlers Tobias Rehberger.
Neben dem Schauspielhaus wird das Kammertheater zukünftig der zweite zentrale Spielort des Schauspiels sein.

Konzert-Highlights

Kiss of Fire – Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim
meets Spark – Die klassische Band

Die Senkrechtstarter der internationalen Klassikszene verbindet den Feinsinn und die Präzision eines klassischen Kammermusikensembles mit der Energie und dem Biss einer Rockband. Tradition und Innovation werden bei den fünf jungen Musikern von Spark zu einem Klangerlebnis, das sich virtuos und unverkrampft zwischen den verschiedensten musikalischen Welten bewegt: Barocke Ohrwürmer verschmelzen mit Filmmusik und Minimal Music, slawische Folklore und jazzige Grooves treffen auf klassische Avantgarde. So erreichen Spark besonders auch die junge Generation. Auf dem Konzertprogramm am 12. November stehen Werke von der barocken Opernwelt eines Henry Purcell bis hin zu rockig-klassischen Klängen, wie sie der niederländische Komponist Chiel Meijering in seiner Suite „Kiss of Fire“ verbindet. In acht kurzen Charakterstücken zeigt das Werk für Spark und Kammerorchester mit den unterschiedlichsten musikalischen Mitteln vom afrikanischen Rhythmus bis hin zu Popelementen die unterschiedlichsten Facetten der Musik, der Liebe und des Lebens…
Weitere Info & Karten: www.swdko-pforzheim.de

Foto oben: Spark 1d ┬® Bartosch Salmanski


Nachtschwärmer-Konzerte
„Nachtschwärmer-Konzerte“ – heißt die neue Veranstaltungsreihe, die die Stuttgarter Philharmoniker gemeinsam mit dem Jazzclub BIX im Gustav-Siegle-Haus aus der Taufe gehoben haben. Ziel der Reihe ist es, neue Begegnungen zwischen unterschiedlichen Publikumsgruppen zu ermöglichen. Die Programme der „Nachtschwärmer-Konzerte“ sind mehrteilig angelegt: der erste Teil ertönt im Saal des Gustav-Siegle-Hauses der zweite klingt dann im Jazzclub BIX aus. Das erste Konzert der Reihe startet mit einer Sinfonie von Mendelssohn, gefolgt von einem Klavierkonzert von Bach, für Akkordeon und Orchester arrangiert, und Tangos von Astor Piazzolla. Anschließend spielt die Akkordeonistin Ksenija Sidorova (Foto) im Jazzclub mit Jazzern weiter. Die Konzertreihe eignet sich aber auch hervorragend für besondere Kammermusikprogramme, beispielsweise die Gesamtaufführung aller sechs Streichquartette op. 18 von Beethoven an einem Abend durch Quartettformationen des Orchesters. Hierbei werden die Ensembles in der Mitte des Parketts platziert, während das Publikum die Aktion ringförmig umgibt. Anschließend gibt’s Jazz-Kammermusik im BIX. In einem weiteren Konzert tritt der Jazztrompeter, Pianist und Komponist Sebastian Studnitzky mit in seinem Projekt „Memento“ auf, ein anderes mit dem jungen Pianisten und Dirigenten Frank Dupree (Foto) verbindet Orchester- und Klaviermusik von Beethoven mit der von Duke Ellington und George Gershwin.
Weitere Informationen zum Programm und Karten:
www.stuttgarter-philharmoniker.de

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Martin-Stadtfeld (c) Marco-Borggreve/Sony-Classical

Der Goldstadtzirkel weltberühmter Pianisten“
Martin Stadtfeld
Martin Stadtfeld spielt erneut mit der Badischen Philharmonie Pforzheim und eröffnet mit dem „Goldstadtzirkel weltberühmter Pianisten“ die Sinfoniekonzert-Reihe der neuen Spielzeit. Stadtfelds Karriere begann 2002 mit dem ersten Preis des Internationale Bach-Wettbewerbs. Seine Einspielungen auf CD (u.a. bei SONY Music) erhielten mehrfach den ECHO Klassik-Preis. In Pforzheim spielt Martin Stadtfeld nun Sergej Rachmaninows 2. Klavierkonzert c-moll op. 18:. Romantisch-expressiv ist dieses Klavierkonzert, das seit der Urraufführung 1901 das erfolgreichste Rachmaninows ist. Eröffnet wird das Konzert mit Maurice Ravel Suite für Orchester „Ma mère l‘ oye“. Eine Sammlung von Märchen ist „Meine Mutter Gans“, die ursprünglich als Fassung von fünf Kinderstücken für Klavier zu vier Händen entstand. Abschließend stimmt die Badische Philharmonie Pforzheim mit der „Reformations-Symphonie“ in das Luther-Jubiläum mit ein. Felix Mendelssohn-Bartholdy komponierte sie 1830 zum 300. Jubiläum der Confessio Augustana. 
15. Oktober CongressCentrum Pforzheim, Karten: Online-Ticketshop arsmondo


Bartoli / Gabetta (c) Decca/Esther Haase

„Dolce Duello“ –
Cecilia Bartoli & Sol Gabetta

Musikalisches Gipfeltreffen: Cecilia Bartoli liebt es, die Register wie ihre Rollen zu wechseln und die ganze Palette von Gefühlszuständen auszuspielen – von innig zart bis rasend, von schüchtern bis wild, von verliebt bis wütend. Die Mezzosopranistin gehört seit über zwei Jahrzehnten zu den absoluten Topstars der Klassik-Szene, mit einem dunkel-satten Timbre von bewegender Schönheit, einem herausragenden darstellerischen Talent, außerordentlicher Musikalität und einer elektrisierenden Bühnenausstrahlung im Konzert und auf der Opernbühne. Im Baden-Badener Festspielhaus, wo La Bartoli zuletzt in Bellinis „Norma“ glänzte, trifft sie nun auf ihre Freundin Sol Gabetta, die ihrerseits zu den besten Cellistinnen weltweit gezählt wird. Dabei kann sie auf den vier Saiten ihre Violoncellos nicht nur beseelt singen, sondern auch dramatisch auftrumpfen und immer wieder spieltechnisch glänzen – etwa, wenn sie mit hochemotionalem und überaus riskantem Spiel die virtuosesten Werke in schwindelerregendem Tempo präsentiert, so dass die Musik unter ihrem Bogen Funken zu schlagen scheint wie bei einem Vulkanausbruch. Cecilia Bartoli und Sol Gabetta präsentieren im Baden-Badener Festspielhaus mit „Dolce Duello“ ein abwechslungsreiches Barockprogramm gemeinsam mit der Cappella Gabetta, einer handverlesenen Originalklang-Truppe, die Sol Gabetta im Dezember 2010 gemeinsam mit ihrem Bruder Andrés Gabetta, einem brillanten Barockviolinisten und Konzertmeister, gegründet hat. Für „Dolce Duello“ haben Cecilia Bartoli und Sol Gabetta einige wunderbare Werke für Gesang und Violoncello ausgegraben. Darunter finden sich berührende Lamenti wie in Händels Ode für die Heilige Cäcilie sowie energiegeladenere Arien wie „Di verde ulivo“ von Vivaldi.
23. November im Festspielhaus Baden-Baden, Karten: www.festspielhaus.de


Mischa Maisky (c) Deutsche Grammophon

Emotionale Freigiebigkeit –
Mischa Maisky & Musikkollegium Winterthur

Mischa Maisky ist der wohl berühmteste Cellist unserer Zeit, weltweit gefeiert als „großer Romantiker“. Sein Spiel ist emotional, intensiv, brennend vor Leidenschaft, dabei edel und seelenvoll im Ton: „Ich gebe nicht 100, sondern 120 Prozent“, sagt der lettische Jahrhundertmusiker mit der Silbermähne über sich. Und: „Ich spiele jedes Konzert, als wäre es mein letztes. Ich verschwende, sagen manche, jedes Mal sehr viel Energie. Aber ich glaube, dass die Konzertbesucher die emotionale Freigiebigkeit eines Musikers fühlen, die viel wichtiger ist als Technik.“ Kurz vor seinem 70. Geburtstag (am 10. Januar 2018) darf sich das Göppinger Publikum auf 120 Prozent Mischa Maisky in Schostakowitschs erstem Cellokonzert freuen – an seinem kostbaren Montagnana-Cello, im Dialog mit dem traditionsreichen schweizerischen Musikkollegium Winterthur unter der inspirierten Leitung seines neuen Chefdirigenten Thomas Zehetmair. Dass die Winterthurer zudem eine Deutsche Erstaufführung im Gepäck haben, macht den Abend desto spannender!
6. November 2017, 20 Uhr, Stadthalle Göppingen


Maximillian Hornung, Photo: Marco Borggreve

Münchener Kammerorchester
& Maximilian Hornung

Mit bestechender Musikalität, instinktiver Stilsicherheit und musikalischer Reife hat der Cellist Maximilian Hornung die internationalen Konzertpodien erobert. Für seine erste Sony-CD erhielt er den ECHO Klassik-Preis 2011 als Nachwuchskünstler des Jahres, für die Veröffentlichung von Dvořáks Cellokonzert den ECHO Klassik 2012 für die »Konzerteinspielung des Jahres«. Mit dem Münchener Kammerorchester wird er ein Auftragswerk des MKO für Violoncello und Orchester von Tobias PM Schneid aufführen. Der finnische Dirigent John Storgårds ist speziell für eine auf drei Spielzeiten angelegte Reihe engagiert worden, nämlich Haydns Londoner Sinfonien den Ligetis Solokonzerten – hier das Konzert für Violoncello und Orchester – gegenüberzustellen. An diesem Abend bilden die Sinfonien Nr. 97 und Nr. 103 »Mit dem Paukenwirbel« den Rahmen des Konzerts. Das Konzert findet am 6. Dezember im Konzerthaus Ravensburg statt.-
Karten: www.ravensburg.de

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„EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE“ VON CHARLES DICKENS
Miroslav Nemec & Udo Wachtveitl in einem Bühnenmärchen mit Musik

Sie ist – neben der Geschichte von Jesu Geburt – das vermutlich meisterzählte Literatursujet der Adventszeit: Charles Dickens‘ „Weihnachtsgeschichte“. Die sozialkritische Erzählung über den alten Geizhals Ebenezer Scrooge, der am Vorabend des Weihnachtsfests von vier Geistern heimgesucht wird und durch sie seine Menschlichkeit wiederentdeckt, ist ein Klassiker. Kaum ein Theater, das dieses Werk nicht schon mehrfach gespielt hat. Warum dann eine neue Fassung? Der Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat mit seinen Bühnenbearbeitungen von literarischen Werken in den vergangenen Jahren große Erfolge gefeiert. Allein seine Bearbeitung von Erich Kästners autobiographischer Erzählung „Als ich ein kleiner Junge war“ mit Walter Sittler in der Hauptrolle wurde mehr als 400 Mal gespielt. Für die beiden Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl hat er nun gemeinsam mit dem Komponisten Libor Síma ein musikalisches Bühnenmärchen geschaffen. Es erinnert in seiner Ästhetik an alte Schwarzweißfilme und spielt mit Elementen literarischer Revuen. Durch die Musik und die geschickte Lichtregie werden Räume geschaffen – und doch spielt der literarische Text immer die Hauptrolle: Tempo, Rhythmus und Struktur der Novelle bleiben auch in der Lesefassung bewahrt. Und in der Interpretation von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl erhält die Erzählung, trotz des moralischen Grundtons, eine unglaubliche Lebendigkeit. Beide sind bekanntermaßen seit vielen Jahren durch ihre gemeinsame Arbeit als Münchner Tatort-Kommisare eng verbunden und geben auch auf der Bühne ein tolles Team ab, dem es gelingt im Zusammenspiel mit der Bühnenmusik den typischen, skurrilen britischen Humor auf anrührende Weise herauszuarbeiten.
TOURDATEN 2017: 03.12.2017 Fellbach, Schwabenlandhalle, 04.12.2017 Theater Heilbronn, 09.12.2017 Stadthalle Singen, 10.12.2017  Tuttlinger Hallen, 12.12.2017 Stuttgart Theaterhaus, 20.12.2017 Stuttgart Theaterhaus; Karten und Info beim jeweiligen Veranstalter erhältlich

UFA Filmnächte

Vom 25. bis zum 27. August 2021 präsentieren Bertelsmann und UFA an drei Abenden unter freiem Himmel, vor spektakulärer Kulisse und begleitet von Live-Musik Meisterwerke des Weimarer Kinos, die allesamt internationale Kinogeschichte geschrieben haben. Das Stummfilmfestival findet parallel auch im Netz statt: Mit Livestreams, einer runderneuerten Website und digitalen Programminformationen.

Szene aus Ernst Lubitschs „Carmen“ von 1918, Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden

Die Berliner Museumsinsel ist wieder Spielort der UFA Filmnächte. Den Auftakt der diesjährigen UFA Filmnächte macht Ernst Lubitschs CARMEN, eine freie Bearbeitung der gleichnamigen Oper von Georges Bizet und Lubitschs erste Großproduktion. Wegen seiner Opulenz und der schauspielerischen Extraklasse von Pola Negri sorgte der Film unter dem Titel GYPSY BLOOD damals weltweit für Aufsehen.
CARMEN wurde von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung mit finanzieller Unterstützung von Bertelsmann aufwändig digital restauriert. Das filmische Juwel wird dem Publikum nun erstmals wieder in weitgehend vervollständigter Schnittfassung und mit rekonstruierter Farbgebung präsentiert. Auf der Museumsinsel begleitet den Film das ensemble KONTRASTE mit einer Neukomposition von Tobias Schwencke, die im Auftrag von ZDF/Arte entstand.

Das ensemble KONTRASTE begleitet den Stummfilm „Carmen“ (c) Bernd Distler

Am zweiten Abend folgt das orientalische Märchen DIE LEUCHTE ASIENS von Franz Osten, die erste Zusammenarbeit deutscher und indischer Filmemacher und gleichzeitig die erste internationale Ko-Produktion Indiens überhaupt. Mit orientalischen Klangwelten wird das Silent Light Orchestra begeistern, hervorgegangen aus Mitgliedern des Ensembles Trioglyzerin und des Ekkehard-Wölk-Quartetts, beides Formationen, die bereits frühere UFA Filmnächte musikalisch zu verzaubern wussten.

Der dritte Abend ist Friedrich Wilhelm Murnaus Klassiker NOSFERATU gewidmet. Begleitet wird die „Mutter aller Horrorfilme“ von dem weltberühmten Organisten Cameron Carpenter, der die internationale Musikwelt mit seiner Virtuosität an der Orgel seit Jahren in Begeisterungsstürme versetzt.

Szene aus Friedrich Wilhelm Murnaus Horror-Klassiker „Nosferatu“, Quelle: Filmmuseum Berlin – Stiftung Deutsche Kinemathek

Weitere Info:
Ab sofort sind Tickets zum Preis von 20,- Euro inklusive Vorverkaufsgebühr unter www.ufa-filmnaechte.de erhältlich.
Alle Filme starten um 21:00 Uhr. Einlass ist ab 19:30 Uhr. Die für die Veranstaltung geltenden Corona-Regelungen sind auf www.ufa-filmnaechte.de zu finden. Auf der eigens neu gestalteten Webseite www.ufa-filmnaechte.de werden außerdem alle drei Filme live und kostenlos im Stream zu sehen sein. Die Filme bleiben im Anschluss jeweils bis 21:00 Uhr des Folgetages on demand zugänglich und werden auch über die Social-Media-Kanäle der UFA Filmnächte sowie von Bertelsmann und UFA abrufbar sein.
Partner der UFA Filmnächte sind Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, arte, Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Gegenbauer.

Bertelsmann fördert seit einigen Jahren Restaurierungen von Klassikern des Weimarer Kinos. Hierzu gehören u.a. Filmklassiker wie "Das Cabinet des Dr. Caligari" und "Der müde Tod" (1921) von Meisterregisseur Fritz Lang.  So bleiben diese Filme auch künftigen Gerenationen erhalten. In diesem Jahr folgt schließlich die Welturaufführung der restaurierten Fassung von Ernst Lubitschs CARMEN. Das Epos liegt mit Unterstützung von Bertelsmann nun wieder in einer weitgehend vervollständigten Schnittfassung mit rekonstruierter Farbgebung vor.

UĞUR GALLENKUŞ –
PARALLEL UNIVERSES

Als Teil der Charity-Reihe SEND OUT LOVE, im Rahmen Ihres 15-jährigen Agentur-Jubiläums, präsentiert TAILORMADE, die Agentur für EMOTIONAL BRAND XPERIENCE, eine Welt- und Deutschland-Premiere: Den türkische Digitalkünstler Uğur Gallenkuş mit seiner Ausstellung PARALLEL UNIVERSES. Von Mittwoch, den 21. Juli bis Freitag, den 20. August wird seine digitale Kunst weltweit erstmalig in Form einer „Standalone-Ausstellung“ real. Der Reinerlös der Charity-Ausstellung geht an ÄRZTE OHNE GRENZEN Deutschland.

Bathing at War, Bathing at Peace, Editorial Photo: Wissam Nassar, @wissamgaza. Salem S. bathes his daughter Layan, left, and his niece Shaymaa, right, in their bathtub, the only part of their home that survived an Israeli airstrike in Gaza. 2015.

Über den Künstler
Uğur Gallenkuş ist ein in Istanbul lebender Digitalkünstler.  Seine Collagen thematisieren gewissenhaft die wachsende globale Kluft zwischen Privilegierten und Unterdrückten und verweben Elend und Heiterkeit, Reichtum und Armut sowie Liebe und Verzweiflung miteinander. Indem er durch seine Kunst einen schonungslosen Blick auf die Realitäten wirft, die uns umgeben, möchte Gallenkuş einen Unterschied darin machen, wie wir das Leben anderer verstehen. Was 2015 als spontane Reaktion auf das verstörende Bild von Aylan Kurdi – einem dreijährigen syrischen Jungen, dessen Leiche an den Strand des Mittelmeers gespült wurde – begann, entwickelte sich zu einer fortlaufenden Serie brutal ehrlicher Arbeiten. Die Serie von Gallenkuş wirft einen schonungslosen Blick auf die stark polarisierte Welt in der wir leben.
Heute ist Gallenkuş vor allem als der Künstler hinter diesen digitalen Collagen bekannt, die von globalen Krisen und sozialen Ungleichheiten geprägt sind. Der Künstler auf Instagram: UĞUR GALLENKUŞ

Uğur Gallenkuş (c) Künstler

Initiator der Ausstellung: Die Kreativ-Agentur TAILORMADE
Das Leistungs-Portfolio der Agentur umfasst alle Facetten der Markenerlebnisse. Von Live-Campaigns und Sponsoring-Aktivierung, über Content Creation, Social Campaigning, Influencer Marketing, Videocontent-Kreation und -Produktion, Grafik Design und Send Outs, bis hin zu Strategieberatung in den Bereichen Marke und Kommunikation.
www.tailormade-gmbh.de

Ausstellung: PARALLEL UNIVERSES / 21. Juli – 20. August
Ausstellungsort: TAILORMADE. Stöckachstraße 11A. 70190 Stuttgart

Links:
Videoteaser
Eintrittskarten
Spendendestination: Ärzte ohne Grenzen e.V.
IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00
Betreff: Parallel Universes

Children Are Children First – Seesaw, Editorial Photo: Yasin Akgül, @yasinakgul2. A Syrian boy sits on a barrel of a destroyed tank. Syria, 2015
Best Friends, Editorial Photo: Wissam Nassar, @wissamgaza. Noha Abu M., age five, inside of her new home in the Nuseirat refugee camp in the central Gaza Strip.
Love and War Editorial Photo: Marco Gualazzini, @marcogualazzini An orphaned boy walks past a wall of drawings depicting rocket-propelled grenade launchers in Bol, Chad. Orphaned children, mainly Nigerian refugees, live together at the Koran schools in the Lake Chad Basin. They are known as Almajiri, and during the day they beg in the streets. These children are growing up amidst an uneding war, and all they have ever known are the weapons and deaths they paint on the city walls.

Waiblinger Kultursommer

Der „Waiblinger Kultursommer 2021″ präsentiert sich als großes Open Air Sommerfestival auf drei Bühnen, an drei Orten. Die Idee zu einer größeren Veranstaltungsreihe im Sommer 2021 geht auf einen Impuls der Eva Mayr-Stihl Stiftung zurück. Die Förderung der Stiftung ermöglichte es der Stadt für September ein tolles Crossover-Programm mit regionalen, nationalen und internationalen Stars auf die Beine zu stellen.

Das Programm:
Freitag, 3./Samstag 4./ Sonntag 5.September,20:00 Uhr 
Die Fantastischen Vier
Dienstag, 7. September,20:00 Uhr
Christoph Sonntag & Florian Schroeder
Mittwoch, 8. September, 20:00 Uhr
Daniel Hope & Thomas Hampson, special guest: Melanie Diener
Freitag, 10. September, 20:00 Uhr
„Singen für Alle“ mit Patrick Bopp & Band
So., 12. September,16:00 Uhr
Eric Gauthier & friends Tanzgala
Fanta Vier (c) monsterpics

Gleich drei Mal sind die Fantastischen Vier zu Gast, eine der erfolgreichsten deutschen Popbands aller Zeiten. In einer Welt ohne Corona füllen sie Stadien, in Waiblingen präsentieren sie sich den Fans in fast schon familiärer Atmosphäre.

Waiblingens Aushängeschild in Sachen Comedy, Christoph Sonntag, strapaziert zusammen mit Florian Schroeder, dem Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2021, die Lachmuskeln mit intelligentem und hintersinnigem Humor.

Schroeder/Sonntag © Sonntag/FrankEidel

Daniel Hope, einer der weltweit besten Geiger, und der amerikanische Starbariton Thomas Hampson, Mentor bei der Internationalen Opernwerkstatt Waiblingen, entführen das Publikum unter dem Motto „Hollywood in Waiblingen“ in eine „Romantic Night“ mit Werken von George Gershwin, Cole Porter, Kurt Weill, John Williams u.a. Als special guest laden sie ein: Melanie Diener, weltweit gefeierte Sopranistin aus Waiblingen und ebenfalls Mentorin bei der Internationalen Opernwerkstatt Waiblingen.

Daniel Hope, Thomas Hampson und Melanie Diener/Presse-Visual

Doch auch Mitmachen ist Trumpf im Waiblinger Kultursommer. Beim „Singen für Alle“ mit Patrick Bopp von den Füenf & Band + special guests wird das Publikum zum Star.

Den Abschluss macht Eric Gauthier, international renommierter Choreograph und Künstlerischer Leiter von Gauthier Dance, einer der erfolgreichsten deutschen Tanzkompanien. Die Besucher erwartet eine Matinee mit einzelnen Tänzern von Gauthier Dance // Dance Company Theaterhaus Stuttgart und befreundeten Tanzcompanien: ein mitreißender Querschnitt durch den modernen Balletttanz.

Eric Gauthier@3Sat

Weitere Veranstaltungen

Auf der idyllischen Schwaneninsel beim Kulturhaus Schwanen, umgeben von der Rems, präsentieren sich lokale und regionale Nachwuchsbands und Ensembles ihrem Publikum im Schatten der Kastanienbäume. Unter der historischen Remise bei der Stadtmauer gibt es ein Familienprogramm mit Aufführungen und Mitmachaktionen. Darüber hinaus ist vorgesehen, Veranstaltungen auch live zu streamen und so einem Publikum, das nicht vor Ort sein kann, zugänglich zu machen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.waiblinger-kultursommer.de
Der Vorverkauf für die Veranstaltungen auf der Brühlwiese startet am 12. Juli 2021.

Corona
Unter den Rahmenbedingungen der geltenden Coronaverordnung können bis zu 2.000 Menschen auf der Brühlwiese Platz finden. Es gibt Stehplätze, Sitzplätze und Picknickbereiche, die für entspannte Sommerstimmung sorgen und gleichsam einen sicheren und unbeschwerten Kulturgenuss ermöglichen. Kontrollierte Zu- und Ausgänge an allen drei Bühnenorten, kontaktlose digitale Eintrittskartenkontrolle, digitale Kontaktdatennachverfolgung und das Testangebot z.B. im nahen Testzentrum im Bürgerzentrum gewährleisten die Einhaltung der Hygieneanforderungen und einen sicheren Besuch der Veranstaltungen. 

„Pallaksch. Die Hölderlin-Nacht“

„Pallaksch. Die Hölderlinnacht“ am 17. Juli 2021 im Stuttgarter Schauspielhaus wird zu den Höhepunkten des Gedenkjahres gehören, eine Kooperation der drei künstlerischen Sparten der Staatstheater Stuttgart, des Deutschen Literaturarchivs Marbach und des Literaturhauses Stuttgart; mit einer Uraufführung des jungen Choreografen Allesandro Giaquinto und u.a. Dagmara Kraus, Lady Bitch Ray, Monika Rinck, Torch, Senthuran Varatharajah und Jan Wagner.
Weitere Info & Karten: Deutsches Literaturarchiv Marbach
www.dla-marbach.de

Interdisziplinäres 1:1 FESTIVAL
für ganz Stuttgart

Der 1:1 CONCERTS e.V., das Staatsorchester Stuttgart und das SWR Symphonieorchester veranstalten gemeinsam ein Festival-Wochenende: am 24. und 25. Juli finden an über 20 Stuttgarter Spielorten mit 100 Künstler*innen über 500 Performances statt.

Foto: c) Wolf-Peter Steinheisser und Moritz Metzger

Das 1:1 FESTIVAL beruht auf der Idee der 1:1 CONCERTS, die zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 die ersten realen Konzerterlebnisse für je einen Gast und eine*n Musiker*in bei sicherem Abstand ermöglichten. Die auf dem Kammermusikfestival im thüringischen Kloster Volkenroda schon vor der Pandemie erprobten 1:1 CONCERTS haben vor einem Jahr ihre Reise um die Welt in Stuttgart begonnen. Allein hier fanden über 1.000 dieser intimen musikalischen Begegnungen statt, international sind weit über 8.000 dieser Konzerte gespielt worden. Für das 1:1 FESTIVAL in Stuttgart wird das Prinzip der persönlichen Begegnung zwischen Künstler*in und Gast ausgeweitet, sodass Künstler*innen aller darstellenden Künste die neu benannten 1:1 PERFORMANCES – mit Tanz, Schauspiel, Puppenspiel, Artistik und vielem mehr – bespielen.

Bei einer 1:1 PERFORMANCE findet eine ca. 10-minütige wortlose Begegnung zwischen Gast und Künstler*in statt. Ein eröffnender Blickkontakt ist der Impuls für eine persönliche individuelle Performance – eine für beide Seiten intensive Erfahrung, die Nähe trotz Distanz ermöglicht. Wer tritt auf? Das bleibt eine Überraschung. Auch mit den Spielorten wird ungewöhnliches Terrain erobert – eine Kunstgalerie, eine Baustelle, ein Aussichtspunkt mit Blick über Stuttgart, ein Museum oder ein Bauernhof.

Das alles geschieht für den guten Zweck: Das 1:1 FESTIVAL gibt freischaffenden Künstler*innen eine bezahlte Bühne, außerdem wird mit allen freiwilligen Spenden des Festival-Wochenendes nachhaltig die Stuttgarter Kunstszene gestärkt. Solidarisch im Schulterschluss erspielen die Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart und des SWR Symphonieorchesters erneut Spenden für ihre freischaffenden Kolleg*innen.

Das 1:1 FESTIVAL ist ein Gemeinschaftsprojekt von 1:1 CONCERTS e.V., Staatsorchester Stuttgart, SWR Symphonieorchester, mit Unterstützung des Pop-Büro Region Stuttgart, Stuttgarter Ballett, BIX Jazzclub, DUNDU, Bürgerstiftung Stuttgart und der Künstler*innen Soforthilfe Stuttgart. Das Projekt wird ermöglicht durch Spenden des Rotary Club Stuttgart-Fernsehturm, der Colla Parte Stiftung Basel, von Züblin und aus Mitteln des „Preis Innovation“ der Deutschen Orchester-Stiftung.

1:1 FESTIVAL
Samstag, 24. Juli 2021
Sonntag, 25. Juli 2021
Spielorte: DUNDU.Space an den Wagenhallen, Experimentierraum, Grabkapelle auf dem Württemberg, Haus der Musik im Fruchtkasten, IHK Weinberghäuschen, Kulturinsel Stuttgart, Kunstatelier Mulas, Mercedes-Benz Museum, Pop-Büro Stuttgart, Reyerhof, S-21 Baustelle, Schloss Solitude Weißer Saal, Seifen Haag, Staatsgalerie Stuttgart, Steinway & Sons, Villa RiWa, Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Züblin Weinberghäuschen

Karten und Informationen
Eintritt frei, auf freiwilliger Spendenbasis
Buchung unter: https://1to1festival.de

Berliner Philharmoniker und
Ostern im November

„Im Sehnsuchtsort erklingt endlich wieder Musik.“ Baden-Badens Festspielhaus-Intendant freut sich auf besondere Preziosen der Kammermusik im Sommer sowie auf viele jetzt schon bekannte Programm-Höhepunkte im Herbst 2021. Im August steht wie im Sommer 2020 das intime Festival „En Suite“ auf dem Programm. An verschiedenen Orten der Stadt erklingen international besetzte Kammermusikprogramme.

Bomsori Kim, Foto: Harald Hoffmann

Den Auftakt macht am Samstag, 7. August 2021 die Geigerin Bomsori Kim im Kristallsaal des Kulturzentrums LA8, gefolgt vom Aris-Quartett am 8. August mit Werken von Mozart, Mochizuki und Beethoven im Maler-Saal des Dorint-Hotel Maison Messmer.

Daniil Trifonov © Dario Acosta

Der russische Ausnahme-Pianist Daniil Trifonov widmet sich am Freitag, 20. August 2021 im Festspielhaus Baden-Baden Johann Sebastian Bachs „Die Kunst der Fuge“. Das Herbstprogramm des Festspielhauses Baden-Baden bringt ein Wiedersehen mit guten Freunden wie John Neumeier und dem Hamburg Ballett und auch mit den Berliner Philharmonikern. Sie holen die für die Osterfestspiele 2021 geplante Oper „Mazeppa“ von Peter Tschaikowsky in konzertanter Form nach. Kirill Petrenko hat darüber hinaus angekündigt, zwei Konzerte in Baden-Baden zusätzlich zu zwei Opernaufführungen zu dirigeren.
Neu im Angebot der Baden-Badener Festival-Macher ist auch eine digitale Dependance: In der Digital Festival Hall werden ab sofort immer wieder
Festspiel-Höhepunkte in Bild und Ton zu sehen sein – live und „on demand“.
Der Link: www.digitalfestivalhall.de

Das gesamte Herbst-Programm des Festspielhauses Baden-Baden
ist ab 21. Juli online. Informationen zu allen Veranstaltungen:
www.festspielhaus.de

EIN SOMMERNACHTSTRAUM

Szene aus „Ein Sommernachtstraum“,Theater Ulm © Foto: Kaufhold

Das geflügelte Wort vom »Zauber einer Sommernacht« darf man bei William Shakespeares berühmtem »Sommernachtstraum« ganz wörtlich nehmen: Als wären die kreuz und quer verlaufenden Liebeswirren zwischen vier Menschen nicht kompliziert genug, mischt der große Dichter auch noch die Hochzeit von Herzog Theseus mit Amazonenkönigin Hippolyta sowie die Ehestreitigkeiten zwischen Elfenkönigin Titania und ihrem Gatten Oberon in seine berühmte Komödie. Vollends verrückt wird es, wenn Elfendiener Puck mit Liebeszaubern um sich wirft und das ganze Beziehungsgeflecht noch einmal auf den Kopf stellt.

Shakespeares lustvoll choreografiertes Beziehungslabyrinth übersetzt Reiner Feistel in einen Tanztheaterabend für die ganze Familie, mit der vollen Spannweite der Bewegungssprache von anmutigen Elfen bis zu
kickboxenden Rivalinnen.
Auf der Klangebene dürfen Sie sich auf Felix Mendelssohn Bartholdys »Sommernachtstraum«-Bühnenmusik freuen, die vor allem durch den Hochzeitsmarsch zu weltweiter Berühmtheit gelangte. Kompositionen von Claude Debussy, Edward Elgar und Igor Strawinsky komplettieren den zauberhaften Klangkosmos.

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Tanztheater von Reiner Feistel
nach William Shakespeare zu Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Claude Debussy, Edward Elgar, Daniel Hatvani, Gioachino Rossini, Bernd Sikora und Igor Strawinsky
Termine: https://www.theater-ulm.de/spielplan/stuecke/ein-sommernachtstraum
Weitere Info: www.theater-ulm.de

BEETHOVEN-BALLETTE

Ballettabend Beethoven-Ballette  Einssein; Chr: Mauro Bigonzetti, Tänzer: Andrej Jussow (Klavier), Ensemble, Foto: Stuttgarter Ballett

2020 wäre Ludwig van Beethoven 250 Jahre alt geworden. Das Stuttgarter Ballett feiert mit seinem Ballettabend das musikalische Genie mit einem neuen Werk des italienischen Choreographen Mauro Bigonzetti, welches in der Spielzeit 2020/21 per Livestream vor der ganzen Welt seine Uraufführung feierte. Einssein steht für den Choreographen für den tiefen Kontakt zu anderen Menschen, die Verbindung zur Natur und das zusammenkommen mit der Musik. Um einen großen Flügel versammeln sich die Tänzerinnen, verknoten sich in Pas de deux, finden synchron zusammen oder fügen ihre Bewegungen wie Puzzlestücke aneinander. Wie magnetisch angezogen werden sie immer wieder eins. Hans van Manens Stücke Adagio Hammerklavier und Große Fuge bilden den Rahmen des Abends. Der unverkennbare Stil van Manens, der reduziert und tiefgründig zugleich ist, lassen einen die gleichnamigen Stücke Beethovens neu wahrnehmen.

Ab 29.September 2021 im Schauspielhaus
Weitere Vorstellungen im Oktober und November: 16. / 17. /29. / 30. Oktober / 6. / 7. November 2021
www.stuttgarter-ballett.de

Sarah Maria Sun
& The Gurks: Killer Instincts

Eine »politisch inkorrekte Täterstudie« nennt die Sopranistin Sarah Maria Sun ihr Programm KILLER INSTINCTS, für das sie zynische, schwarz-humorige Stücke aus der Musikgeschichte versammelt hat (u.a. Songs und Lieder von Tom Waits, Kurt Weill, Leonard Bernstein, Stephen Sondheim, Franz Schubert). Eine wahrhaft böse und sehr unterhaltsame Mischung aus Klassik, zeitgenössischer Musik, Musical, Pop und Rock, die dem Bösen einen Spiegel vorhält.

Sarah Maria Sun © Thomas Jauck

KILLER INSTINCTS ist ein köstlich-bitterer und äußerst unterhaltsamer Streifzug, der alle Genregrenzen sprengt. Ob Jazz, Rock, Klassik, Musical oder Neue Musik – Sarah Maria Sun und ihre Band „The Gurks“* meistern diesen Musik-Mix musikalisch virtuos und mit viel Charme und Witz.Nachdem die CD KILLER INSTINCTS im vergangenen Jahr bereits Hörer und Kritiker von der Süddeutschen Zeitung bis zur New York Times begeistert hat, ist das Programm nun endlich auch live auf der Bühne zu erleben und feiert in Stuttgart quasi am 03. Juli 2021, 21:30  auf der Open-Air-Bühne, Altes Schloss Stuttgart seine Premiere.
Weitere Info:
https://www.ihwa.de/index.php/de/saisonprogramm-2020-2021/killer-instincts-open-air

CD – KILLER INSTINCTS
The Gurks: Jan Philip Schulze, Hubert Steiner, Bernd Oezsevim, Axel Nitz
‎Label:  Mode Records (Klassik Center Kassel)

„Singen erlaubt mir, mit Körper und Seele imgegenwärtigen Moment zu sein“
Sarah Maria Sun zählt zu den außergewöhnlichsten und weltweit führenden Interpretinnen der zeitgenössischen Musikszene. Ihr Repertoire beinhaltet, neben zahlreichen Liedern, Opern- und Oratorienparten, zurzeit über 900 Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter mehr als 320 Uraufführungen.Ihre enorme Wandelfähigkeit demonstriert Sarah Maria Sun regel-mäßig auf internationalen Musiktheaterbühnen und in bekannten europäischen Opernhäusern. Mit ihrer einzigartigen Kunstfertig-keit gewinnt sie die Aufmerksamkeit weltweit führender Kompo-nisten unserer Zeit, angesehener Dirigenten sowie weltberühmter Orchestren und Ensembles.Ihre eindringliche schauspielerische und musikalische Interpretati-on beweist Sarah Maria Sun immer wieder in der Darstellung kom-plexer Frauenfiguren. Für die Rolle der Elsa in Sciarrinos Monodra-ma Lohengrin wurde sie 2017 von der Opernwelt als Sängerin des Jahres nominiert.Sarah Maria Suns Diskografie umfasst mehr als 30 CDs, darunter wurden einige mit Preisen ausgezeichnet. 2017 wurden vier ihrer sechs Neuveröffentlichungen für den Preis der Deutschen Schall-plattenkritik nominiert. Im Herbst 2019 erscheinen ihre beiden neuesten und gegensätzlichen CD Einspielungen.Sie studierte Gesang in Köln und Stuttgart und wurde anschlie-ßend von Darinka Segota und Tanja Ariane Baumgartner betreut.

Vorschau:
Weitere Gastspiele von Sarah Maria Sun in BW:

24.10.2021
Karlsruhe, ZeitGenuss Festival
Werke Sara Glojnaric: Artefacts 2 / Liza Lim: The Incandescent Tongue 7 Carola Bauckholt „Die Alte” / Enno Poppe “Wespe” / Georges Aperghis “Recitations 8&11” / Rebecca Saunders “O“ / mit Ensemble Modern
Veranstalter: Musikhochschule Karlsruhe

18.11.2021
Jubiläum Experimentalstudio Freiburg: UA Marta Gentilucci
Freiburg, E-Werk

Württembergischer
Kammerchor

Seit Dieter Kurz 1970 einen Kreis von sängerisch und chormusikalisch interessierten Musikstudentinnen und Musikstudenten um sich sammelte, ist das gemeinsame Ziel bis heute, Vokalmusik auf höchstem Niveau zu machen. Kurz schätzt an seinen Sängerinnen und Sängern, dass sie immer auf Neue bereit sind für neue musikalische Impulse. „Die experimentelle Arbeit in der Aufführungspraxis und das Zusammenwirken mit internationalen Spitzenensembles hat oft Erlebnischarakter“, so Kurz.

Dieter Kurz, Foto: Sabine Haymann

Oftmals legte der Chor auch den Grundstein für musikalische Karrieren. Internationale Opern- und Konzertstars wie Marlis Petersen, Melanie Diener, Marion Eckstein, Matthias Hölle, Friedemann Röhlig – oder zuletzt der junge, mehrfach preisgekrönte Bariton Konstantin Krimmel – sie alle hatten ihre sängerischen Anfänge im Württembergischen Kammerchor. Viele halten dem Chor bis heute die Treue und kommen immer wieder als Solisten zurück.

Württembergischer Kammerchor Foto: Sabine Haymann

Sommerkonzerte – Die wunderbare und tief empfundene Poesie des Dichters Eduard Mörike hat viele Komponisten zu Vertonungen inspiriert. Der Württembergische Kammerchor unter der Leitung von Dieter Kurz gibt dazu zwei romantisch-sommerliche Chorkonzerte a-cappella. Die Schauspielerin Viola Neumann führt mit ihrer Rezitation jeweils auf die vertonten Texte ein.

Viola Neumann, Foto: Annemone Taake
SOMMERKONZERTE
Gedichte von Eduard Mörike, rezitiert 
und interpretiert als Chorlieder von Robert 
Schumann, Robert Franz, Max Bruch, 
Joseph Rheinberger, Hugo Distler und Harald Genzmer.
Sa, 24.07.2021, 19.00
Besigheim, Stadtkirche oder Kirchgarten
Karten: Abendkasse
So, 25.07.2021, 19.00
Stuttgart, Rosengarten im Hospitalhof 
(bei Schlechtwetter im Paul-Lechler-Saal)
Vorverkauf: Freies Musikzentrum 
Feuerbach: Fon 0711 – 135 30 10
sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen
Weitere Infos:
www.wuerttembergischer-kammerchor.de

Konzertmitschnitt – Bereits letztes Jahr hätte zum 50. Geburtstag des Württembergischen Kammerchors ein großes Festkonzert stattfinden sollen. Doch Corona machte wie bei so vielen Veranstaltungen dies nicht möglich. Nun konnte aber SWR2 gewonnen werden, das Jubiläums-Programm – ohne Publikum- aufzuzeichnen. Am Samstag, den 18. September 2021 um 20.03 Uhr erklingen nun im SWR2 Abendkonzert Werke mit dem Chor zum Thema „Freiheit“ von der Renaissance bis zur Gegenwart, darunter auch zwei Uraufführungen von Yevgen Gembik („Was ist die Freiheit?“) und Gregor Hübner („MLK“). Mit von der Partie sind Marlis Petersen (Sopran), das Streichquartett Gregor Hübner und der Organist Peter Schleicher.

Marlis Petersen (c) Yiorgos Mavropoulos