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»Ich muss zeichnen…«
Skizzen von Ernst Ludwig Kirchner im ZKM Karlsruhe in Kooperation mit der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe
Ernst-Ludwig Kirchner, Badende in den Moritzburger Teichen um 1910, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) zählt zu den bedeutendsten Künstlern des deutschen Expressionismus. Als Mitbegründer der Künstlergruppe Brücke prägte er maßgeblich die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Weniger bekannt, aber von zentraler Bedeutung für sein Schaffen, ist sein zeichnerisches Werk: Täglich hielt Kirchner seine visuellen Eindrücke in Skizzen fest. Seine Skizzen können als Essenz seines künstlerischen Ausdrucks betrachtet wer-den, in denen er seine Wahrnehmung und Erlebnisse intensiv und oft nur mit wenigen Linien festhielt.
Die Studioausstellung »Ich muss zeichnen…« Skizzen von Ernst Ludwig Kirchner zeigt noch bis zum 15. Februar 2026 etwa 40 aus-gewählte Werke auf der Fläche der Sammlungspräsentation im ZKM.
Anlass zur Schau gibt eine herausragende Schenkung aus Privatbesitz, die das Kupferstichkabinett 2024 erhielt: 36 Skizzen sowie fünf Kataloge der Künstlergruppe Brücke ergänzen den umfangreichen Kirchner-Bestand der Kunsthalle. Dieser umfasst neben vier Gemälden inzwischen knapp 100 Zeichnungen, über 70 Druckgrafiken sowie rund 330 Radierplatten und 30 Holzstöcke.
Ernst Ludwig Kirchner, Paar beim Tanz (im Variété), um 1911, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) Ernst Ludwig Kirchner wurde 1880 in Aschaffenburg geboren. Nach dem Stu-dium der Malerei und Architektur in München und Dresden gründete er 1905 mit Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl die Künstlergruppe Brü-cke, die den deutschen Expressionismus entscheidend prägte. Ab 1911 lebte er in Berlin, wo seine berühmten Straßenszenen entstanden. Nach einem Kriegseinsatz zog er sich 1917 nach Davos zurück, wo ein eigenständiges Spätwerk entstand. Kirchner starb 1938 in Davos. Er hinterließ insgesamt 180 Skizzenhefte mit rund 11.000 Zeichnungen.
kunsthalle-karlsruhe.de Entdecken Sie die Ausstellungen der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe an den Standorten im ZKM, der Jungen Kunsthalle und in der Orangerie. Die Kunstbibliothek (Hermann-Veit-Straße 6 ) ist dienstags & mittwochs von 10–16 Uhr geöffnet.
Prägungen und Entfaltungen
Das Kunstmuseum Stuttgart präsentiert unter dem Titel „Prägungen und Entfaltungen“ erstmals seit rund sechzig Jahren die nur selten gezeigten Druckgrafiken und Reliefs von Rolf Nesch. Diese treten in einen generationenübergreifenden Dialog mit Arbeiten von Nadira Husain und Ahmed Umar über Migration und kulturelle Identität.
Die soziale Gegenwart wird – weit über Deutschland hinaus – zunehmend von einer postmigrantischen Gesellschaft gestaltet. In Stuttgart etwa leben Menschen aus 185 Nationen. Die bildende Kunst ist ein Spiegel dieser Transformation. Forschende sprechen inzwischen von einer neuen »Kunstgeschichte der Migration« oder einer »Ästhetik der Migration«, die sich damit befasst, wie globale Migrationsbewegungen Kunstproduktion, -orte und Diskurse prägen. Diese Konzepte öffnen den Blick über eine traditionelle, westlich orientierte Stilgeschichte hinaus.
Die Ausstellung widmet sich der vielgestaltigen Verflechtung von Heimat, (Post-)Migration, kultureller Identität und künstlerischer Praxis. Ausgangspunkt sind seit rund sechzig Jahren nicht mehr gezeigte Druckgrafiken und Reliefs von Rolf Nesch aus der Sammlung des Kunstmuseums Stuttgart. Trotz unterschiedlicher Biografien und kultureller Prägungen verbinden die drei Künstler:innen unmittelbare Flucht- und Migrationserfahrungen, die sich in ihren künstlerischen Ausdrucksformen manifestieren – insbesondere in der Materialität, der sinnlichen Gestaltung von Oberflächen und einer Offenheit gegenüber experimentellen Verfahren. Exemplarisch zeigt die Ausstellung, welche formalen Strategien Künstler:innen entwickeln, wenn sie sich zwischen verschiedenen Kulturen bewegen: Welche visuellen Codes und narrativen Muster entstehen aus diesem besonderen Schwebezustand? Wie werden sie umgedeutet, eingesetzt, neu verknüpft? Und welche Rolle kommt der Kunst dabei zu – als Medium, das Identität in einer Gesellschaft der Vielen nicht nur abbildet, sondern aktiv formt?
Rolf Nesch zählt heute zu den bedeutendsten Künstler:innen Norwegens. Er stammt aus Oberesslingen bei Stuttgart und emigriert 1933 unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtergreifung aus politischen Motiven nach Norwegen.
Rolf Nesch, 1960, Foto: Rolf Herkner
Im Exil wandeln sich seine Arbeitsweise und Bildthemen grundlegend: Erfahrungen des Fremdseins, die Anpassung an neue Lebensumstände und die für ihn tiefgreifende Wirkung der nordischen Landschaft mit ihren elementaren Naturkräften finden in seinen Werken ihren Ausdruck. Er studierte u.a. an der Kunstakademie Dresden und beginnt 1924 nach einem Studienaufenthalt bei Ernst Ludwig Kirchner in Frauenkirch bei Davos erstmals druckgrafisch zu experimentieren und erfindet ein neuartiges Metalldruckverfahren. Teilnahme an den documenta-Ausstellungen I (1955), II (1959) und III (1964) sowie an der Biennale von Venedig 1962 belegt die internationale Rezeption seines Werks. Die für die Ausstellung aus dem Sammlungsbestand des Kunstmuseums ausgewählten Werke, ergänzt um Leihgaben aus dem In- und Ausland, vermitteln die transmediale, kulturübergreifende Dimension seines Œuvres.
Nadira Husain
Nadira Husain wächst in den 1980er- und 1990er-Jahren in Paris in einer französisch-baskisch-indischen Familie auf. Ihre Bildsprache reflektiert das Erbe und die Traditionen ihrer Eltern und das Leben in der französischen Metropole. In einem dichten visuellen Nebeneinander verbinden ihre Arbeiten Comicfiguren, Miniaturmalerei des Mogulreichs und indopersisches Mobiliar. Das Prinzip der Collage dient ihr als zentrales Mittel, um Transkulturalität erfahrbar zu machen. Die Künstlerin vertritt die Perspektive einer postmigrantischen zweiten Generation. Ein wichtiges Motiv ist der von ihr konsequent weiblich gebrauchte französische Begriff »bâtarde«, übersetzt: »Bastard« oder »Mischling«. Ursprünglich als Schimpfwort verwendet und negativ besetzt, eignet Husain sich das Wort in feministischer Haltung an und verwandelt es in ein versöhnendes Mantra, das Fragen nach Selbstverständnis, Zuschreibung und Dekolonisierung eröffnet. Ihr Werk gründet in der Vielfalt von Herkunft, die aus Migration hervorgegangen sind. Im Kunstmuseum Stuttgart zeigt sie neue Arbeiten, in Verbindung mit einer eigens entwickelten Wandmalerei.
Ahmed Umar wuchs im Sudan in einer traditionellen sufitischen Familie der Oberschicht auf, die während seiner Kindheit nach Mekka zog. 2008 floh der Künstler und LGBTQIA+-Aktivist vor politischer Verfolgung nach Norwegen, wo er ein Kunststudium begann. Für das Kunstmuseum Stuttgart schafft er 33 Werke seiner fortlaufenden Serie »Glowing Phalanges«. Der Titel verweist auf die Phalangen, die Fingerknochen, denen in der islamischen Gebetspraxis eine besondere Rolle zukommt: Beim Rezitieren von Lobpreisungen und Bittformeln dienen sie als Zählpunkte und gelten als Träger des Glaubens. Von ihm geschaffene Schriftzeichen, arabischer Kalligrafie nachempfunden, kennzeichnen zudem seine Werke. Umars Arbeiten werden erstmals in Deutschland gezeigt.
28. Februar 2026 – Formen der Migration
Migration bedeutet »längerfristige Verlagerung des Lebensmittelpunktes«. Über die Jahrhunderte hat Migration kulturelle sowie evolutionäre Entwicklungen ermöglicht. Vier Vorträge aus den Bereichen Arbeit, Kunst und Biologie zeigen auf, welche Chancen in Migrationsprozessen stecken.
Eintritt frei
8. März 2026 – Migration und kulturelle Identität
Solist:innen des SWR Vokalensembles Stuttgart spielen Werke von Komponierenden aus ganz Europa, die als Einwandernde in erster oder zweiter Generation in einer Fremde leben, die ihnen zur zweiten Heimat wurde. Sie eint ihre künstlerische Herangehensweise, die von der Zugehörigkeit zu verschiedenen kulturellen Gruppen geprägt ist.
Dokumentation & Reportage.
Aktivistin, Medienstar, Denkerin „ohne Geländer“ – Hannah Arendt wurde bewundert ihr unermüdliches und furchtloses Eintreten für die Freiheit des Denkens und die offene Gesellschaft. Ihre Bücher und Essays sind bis heute Bestseller. 50 Jahre nach ihrem Tod erzählt der Film die Geschichte ihres Lebens, entlang der historischen Ereignisse, die ihr Denken nachhaltig prägten – vom Reichstagsbrand bis zum Vietnamkrieg. Menschen, die sie kannten, zeichnen das Bild einer ebenso furchtlosen wie lebensfrohen Frau.
Arendts Weg führte von der Jugend in Königsberg über das Studium bei Karl Jaspers und Martin Heidegger – ihrer großen Liebe – bis ins amerikanische Exil. In New York wurde sie als Professorin und Autorin von Werken wie „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ weltberühmt. Ihre Diagnose der „Banalität des Bösen“ machte sie zur kontroversesten Denkerin ihrer Zeit. Getreu ihrem Motto: „Denken ist gefährlich – aber Nicht-Denken ist sogar noch gefährlicher“.
Originalmitschnitte von Arendt und Zitate aus ihren Büchern und Briefen, gesprochen von Schauspielerin Nina Hoss, zeugen von einem einzigartig selbstbestimmten Leben. Ein Film über die erstaunliche Weitsicht einer politischen Denkerin, die bis heute motiviert im Angesicht des Abgrunds Haltung zu bewahren. Denn Arendts Blick auf Macht, Lüge und Verantwortung ist aktueller denn je.
Ihr „Denken ohne Geländer“ erinnert daran, dass kritisches Denken die Grundlage einer freien Gesellschaft ist. Arendts Worte klingen heute auf unheimliche Weise aktuell und damit weist auch der Film an vielen Stellen bis in unsere Gegenwart: „Noch nie war unsere Zukunft unberechenbarer. Noch nie waren wir so sehr von politischen Kräften abhängig, bei denen man nicht darauf vertrauen kann, dass sie den Regeln der Vernunft folgen.“ Mit größter Klarheit beschreibt sie die Kennzeichen totalitärer Systeme – dreiste Lügen, den Aufstieg von „Scharlatanen und Narren“, die Entpolitisierung der Gesellschaft. Und doch bleibt der Leitsatz Hannah Arendts, die sich nie vereinnahmen ließ, hoffnungsvoll: „Solange Menschen geboren werden, können wir die Welt, in der wir leben, immer wieder verändern.“ Zu finden in der ARD-Mediathek / Das Video verfügbar: bis 01.03.2026
privatissimo!
Sonderausstellung in Rottweil zeigt Lieblingsstücke der Gegenwartskunst aus privaten Sammlungen der Region. Kunst sammeln ist eine spannende Reise – vom Entdecken und Suchen über das Bewahren bis hin zum Präsentieren.
Yongchul Kim, Mann, 2018, Öl auf Leinwand, 180 x 160 cm, Sammlung Bacchus Vinothek Rottweil
Im Raum Schwarzwald-Baar-Heuberg leben zahlreiche Menschen, die sich dieser Passion verschrieben haben und deren Sammlungen wahre Highlights der Gegenwartskunst beherbergen. Für die Ausstellung „privatissimo“ im kunstraum rottweil im Dominikanermuseum haben sie ihre Lieblingsstücke vorübergehend überlassen, um auch anderen die Möglichkeit zu geben, an diesem kulturellen Reichtum teilzuhaben. Die präsentierten Werke namhafter Künstlerinnen und Künstler der Nachkriegszeit sind einzigartig zusammengestellt und bieten in ihrer Qualität und Vielfalt einen einmaligen Einblick in die Kunstszene der Region. Ihr Wert reicht von ganz persönlichen Erinnerungen und Geschichten bis hin zu bedeutenden kunsthistorischen Aspekten.
Engdaget Legesse Amede, Weben Grün Round, 2016, Acryl auf Leinwand, 120 x 120 cm. Sammlung Nikola und Simon Busch, Rottweil
Nicht nur Museen sind leidenschaftliche Sammler, auch viele Privatpersonen widmen sich mit Herzblut der Kunst. Häufig ziert das Lieblingsobjekt das eigene Wohnzimmer, das Büro, die Diele oder das Treppenhaus. Nur die engste Familie und vertraute Freunde kennen diesen persönlichen Schatz, der Tag für Tag bewundert und geschätzt wird – ein Stück, das aus dem Alltag der Besitzerin oder des Besitzers nicht mehr wegzudenken ist. Dieses besondere Gemälde oder die außergewöhnliche Skulptur kann ein wertvolles Erbstück sein, das über Generationen weitergegeben wurde, ein mit Hingabe und Einsatz erworbenes Werk oder sogar ein unerwartetes und kostbares Geschenk. Unabhängig vom Ursprung spielt das Lieblingsstück eine tragende Rolle im Leben des Sammlers.
Enrico Bach | PDFRMX | 2018 | Öl auf Leinwand | 195 x 155 x 2 cm, Sammlung Markus Merkle/Thomas Pes, Rottweil
Der Gedanke an Verkauf kommt selten auf – meist würde man sich nur schweren Herzens davon trennen, denn oft sind damit Erinnerungen und persönliche Geschichten verbunden. Während einige Kunstliebhaber gezielt und mit Bedacht eine kleine Auswahl besonderer Werke zusammentragen, sammeln andere spontan und mit großer Leidenschaft. Beide Arten von Sammlern erwerben im Lauf der Zeit ein umfangreiches Wissen und besondere Kompetenzen.
Walter Kütz, Stier, 2015, Mischtechnik, 75 x 65 x 90 cm, Privatsammlung
Ausgestellte Werke von: Engdaget L. Amede, Enrico Bach, Jürgen Brodwolf, Franz Bucher, Willi Bucher, Josef Bücheler, Otto Dix, Angela M. Flaig, Karl Otto Götz, Erich Hauser, Romuald Hengstler, Edgar Hofschen, Urban Hüter, Jörg Immendorf, Paul Isenrath, Yongchul Kim, H.-J. Kossack, Jürgen Knubben. Walter Kütz, Sophia Loth, Heinz Mack, David Nash, Pino Pinelli, K. M. Rennertz, Richard Serra, Artur Stoll, Stefan Strumbel und Rudolf Wachter.
privatissimo Lieblingsstücke der Gegenwartskunst aus privaten Sammlungen der Region
19. Oktober 2025 – 22. Februar 2026 dominikanermuseum rottweil kriegsdamm 4 78628 rottweil
Fon 0741 7662
Öffnungszeiten
di – so 10 – 17 uhr geöffnet
montags geschlossen
Der rote Wal
Wofür kämpfst Du? – Modernes Musiktheater das Zeitgeschichte und Märchenhandlung verbindet. Das Musiktheaterstück „Der rote Wal“ – Ein deutsches Herbstmärchen“ an der Staatsoper Stuttgart setzt sich auf innovative Weise mit dem Deutschen Herbst und den Ereignissen des RAF-Terrors im Jahr 1977 auseinander. Nach seiner Uraufführung im Juni 2025 werden weitere Aufführungen des viel beachteten Werks angeboten.
Der rote Wal – Ein deutsches Herbstmärchen Auf dem Bild: DER ROTE WAL: Matthias Klink (Abad), Josefin Feiler (Ge); 2025, Foto: Matthias Baus
Die Handlung folgt dem Orca-Wal Gladis, die sich gegen eine zerstörerische Umwelt wie Kreuzfahrtschiffe und Superyachten zur Wehr setzt. Der geheimnisvolle Lone gewährt Gladis für 24 Stunden einen menschlichen Körper, wofür sie ihm eine Flosse überlässt. In menschlicher Gestalt begegnet sie in Stuttgart unterschiedlichen Figuren, darunter Abad und Ge, einer Stadtguerilla sowie einer Schulklasse auf Theaterbesuch. Zentrale Themen des Stücks sind Moral, Gewalt und Widerstand: Es werden grundlegende Fragen zu Zweck und Mittel, Wahrheit und Militanz aufgegriffen. „Der rote Wal“ verarbeitet einen Stuttgarter Stoff mit nahezu mythischem Charakter und thematisiert Aspekte von Widerstand und Gewaltmonopol.
Der rote Wal – Ein deutsches Herbstmärchen Auf dem Bild: Madina Frey (Gladis), Statisterie der Staatsoper Stuttgart; 2025, Foto: Matthias Baus
Markus Winter, bekannt als Maeckes (Die Orsons), hat als Rapper und Singer-Songwriter vielfältige Erfahrungen gesammelt und sein erstes Opernlibretto für dieses Werk verfasst. Die Komponisten Vivan und Ketan Bhatti sind für ihre Arbeit im experimentellen Musik- und Tanztheater sowie für Bühnen- und Filmmusik mit Einflüssen aus elektronischer Musik und Hip-Hop bekannt. Sie kombinieren in „Der rote Wal“ klassische Opernelemente mit modernen Stilrichtungen wie Rap und zeitgenössischen
Klängen. Das Libretto stammt von Markus Winter, die
Komposition von Vivan und Ketan Bhatti. Madina Frey übernimmt die Hauptrolle der Gladis; sie war zuvor unter anderem in
„Tina – Das Tina Turner Musical“ engagiert. Markus Winter tritt in
der Rolle des Lone selbst auf; weitere Rollen übernehmen Matthias
Klink (Abad), Josefin Feiler (Ge) und der Stuttgarter Rapper
Baron (Pip). Neben dem Staatsorchester Stuttgart wirkt auch
der Staatsopernchor bei den Aufführungen mit.
Vorstellungen: 17. / 22. / 29. Dezember 2025 und 7. / 17. / 19. /
22. Januar 2026. Weitere Informationen finden Sie hier
Heldinnen der Musik
Buch & CD – Die Cellistin Raphaela Gromes geht mit „Fortissima“ auf Entdeckungsreise zu vergessenen Komponistinnen.
Bereits das vorherige Album „Femmes“ von 2023 von Cellistin Raphaela Gromes war nicht nur erfolgreich, sondern auch vieldiskutiert. Jetzt legte Raphaela Gromes 2025 im Herbst mit ihrer Einspielung „Fortissima“ nach. Parallel zu ihrer gleichnamigen Buchveröffentlichung im Goldmann-Verlag setzt sie ihre Erkundungen von Werken bisher vernachlässigter Komponistinnen aus mehreren Jahrhunderten aufs Inspirierende fort.
Kennen Sie zum Beispiel Amy Beach, Florence Price und Henriëtte Bosmans? Wie lebten die in Vergessenheit geratenen Frauen, die unermüdlich für ihre Kreativität und ihre Freiheit kämpfen mussten? Komponierten sie anders als ihre männlichen Kollegen? Was können wir heute von ihnen lernen? Das sind nur einige der Fragen, denen sich Raphaela Gromes mit großer Leidenschaft widmet und die sie mit einer Mischung aus fundiertem Wissen und Einblicken in ihr Leben als Musikerin lebendig werden lässt.
Nach wie vor ist das Feld der Komponistinnen im Bereich klassischer Musik ein rares Feld. Mit ihrer leidenschaftlichen Hommage möchte Star-Cellistin Raphaela Gromes dies ändern und begibt sich gemeinsam mit der Musikwissenschaftlerin Susanne Wosnitzka auf eine Entdeckungsreise zu den lange vergessenen und bis zum heutigen Tag unterschätzten Heldinnen der Musikgeschichte.
Raphaela Gromes zählt zu den großen jungen Cellistinnen. Vielfach mit Preisen ausgezeichnet, finden sich ihre Alben regelmäßig in den deutschen Klassik Charts. Dafür erhielt sie u.a. den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, den OPUS KLASSIS und den Diapason d’Or. Sie tritt regelmäßig als Solistin und Kammermusikerin in den wichtigsten Konzertsälen Europas und Asiens auf und ist auch beliebte, regelmäßige Gesprächspartnerin in den großen Talkshowformaten. Im Herbst 2025 ist bei Sony das Album Fortissima erschienen. CD No 1: Kammermusik Raphaela Gromes, Cello und Julian Riem, Klavier. CD No 2: Werke für Cello und Orchester mit Raphaela Gromes, der Deutsches Symphonie-Orchester Berlin und Anna Rakitina, Dirigentin.
Buch und CD – gewähren neue Blicke auf die weibliche Musikgeschichte – und eine inspiriert sich mit herausragenden Komponistinnen und ihrer fantastischen Musik zu beschäftigen.
Konzert-Tipp: Raphaela Gromes live in BW mit ihrem Programm "Femmes"
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Zohar Lerner, Konzertmeister & Leitung
Werke von Emilie Mayer, Marie Jaell u.a.
Heilbronn Harmonie, 19:30 Uhr, Einführung, 18:50 Uhr
Tickets
Festival ECLAT Neue Musik Stuttgart 2026
Ein Fest der klanglichen Innovation und künstlerischen Grenzgänge.
Das Festival ECLAT (4. bis 8. Februar) in Stuttgart zählt seit Jahren zu den bedeutendsten Treffpunkten für zeitgenössische Musik in Europa. Vom 4. Februar 2026 bietet das Festival ein Programm, das von Anfang bis Ende mitreißt und neue künstlerische Impulse setzt.
Man darf sich wieder auf Uraufführungen und Meisterwerke der Neuen Musik, intensive musikalische Momente, innovative Klangwelten und Begegnungen mit den kreativsten Köpfen der Szene freuen.
Den Auftakt am 4. Februar 2026 bildet Francesca Verunellis Zyklus „Songs and Voices“, der vom Paradox des Nicht-Gesagten inspiriert ist und alle stimmlichen und instrumentalen Ausdrucksmöglichkeiten jenseits der Sprache auslotet. Franz Kafkas »Schweigen der Sirenen« mit all seinen Paradoxien inspirierte Francesca Verunelli zu diesem Werk. In einer außergewöhnlichen Besetzung mit dem französischen Ensemble C Barré und den Neuen Vocalsolisten wird dieses Werk zum eindrucksvollen Erlebnis zwischen Energie und Sehnsucht, Brutalität und Zärtlichkeit.
Weitere Highlights und einen umfassenden Überblick über das gesamte spannende Programm finden Sie auf der offiziellen Festival-Website.
ECLAT Festival Neue Musik
Musik der Jahrhunderte Siemensstraße 13 D–70469Stuttgart
Das ENEA-Baummuseum am Zürichsee ist ein Ort, der Natur und Kunst auf einzigartige Weise verbindet. Auf 75.000 m² beherbergt der Landschaftspark über 3.000 Pflanzen und rund 40 zeitgenössische Kunstwerke internationaler Künstler*innen.
Welchen Mehrwert leistet die Natur für das Lebensumfeld des Menschen? Wie müssen Natur, Parks, Wälder heute aussehen, um u.a. der Bedrohung durch den Klimawandel gewachsen zu sein? Das sind Fragen, mit denen sich der international tätige Landschaftsgärtner Enzo Enea in seiner Arbeit täglich auseinandersetzt.
2010 eröffnete Enzo Enea auf mehr als 75.000 Quadratmetern in Rapperswil-Jona, am oberen Ende des Zürichsees ein einzigartiges Baummuseum. Seit mehr als 20 Jahren sammelt er hier ausgefallene, charaktervolle Bäume. Inzwischen umfasst seine Sammlung neben über 1.000 Pflanzen, Gewächsen und Bäumen auch über 30 Skulpturen und Installationen herausragender zeitgenössischer Künstler. Darunter finden sich u.a. Werke von Jean Dubuffet, Sylvie Fleury, Stella Hamberg, Elmar Trenkwalder und Martin Kippenberger, Bienenhäuser von Olaf Nicolai und Skulpturen des spanischen Künstlers Manolo Valdes.
Zu den Kunst-Neuzugängen im Baummuseum zählen Gregor Hildebrandts «Lümmel», die bisher größte Skulptur dieser Serie. An der Miart in Milano entdeckte Enzo Enea Michele Gabriele’s Werk „July 2nd“. Die Neuerwerbung thront auf einem Mauervorsprung über einem der Wasser-Bassins im Garten. Zum ersten Mal entsteht in Kollaboration zwischen ENEA und einer Künstler*in direkt im Baummuseum live ein neues Kunstwerk. Im März 2024 startete die Schweizer Künstlerin Sara Kieffer (Studio 697 THz) ihr auf vorerst auf ein Jahr angelegtes Kunstprojekt «Arboreal Serenade». In Echtzeit vor Ort werden über 18 Parameter in und um einer Rosskastanie im Baummuseum gemessen und aufzeichnet, die dann von der Künstlerin zu einem neuen immersiven Kunstwerk verarbeiteten werden. Die Rosskastanie agiert somit als ‘Botschafter’ der Verbindung zwischen Mensch und Baum.
NEU: Audioguide für das ENEA Baummuseum
Ab sofort können Besucher*innen sich vor Ort den neuen Audioguide via QR-Code direkt auf Ihr Mobiltelefon laden. Der Audioguide ist Ihr perfekter Begleiter für den nächsten Besuch im ENEA Baummuseums. Er steht auf Deutsch und Englisch zur Verfügung und bietet einen guten Einblick in die Pflanzen- und Kunstwelt im ENEA Baummuseum. Der Audioguide erzählt die Geschichten vom 20 Mio. Jahre alten versteinerten Baum bis zum Eisenholzbaum von 1895, der dem Umbau und der Sanierung des Zürcher Kongresshaus weichen musste, und jetzt im Enea Baummuseum eine zweite Heimat gefunden hat. Ebenso finden Sie im neuen Audioguide die Kunst-Highlights, sowie die im Baummuseum vertretenen Künstler*innen und die Geschichte des Museums, das Lebenswerk von Enzo Enea.
Adresse des Baummuseums:
Buechstrasse 12, 8645 Rapperswil-Jona, Schweiz
Öffnungszeiten des Baummuseums:
Mo – Fr, 9 Uhr bis 18 Uhr, Sa, 10 Uhr bis 17 Uhr https://enea.ch
Georg Barinov
Wenn Alltagsgegenstände und Erinnerungen zu kraftvollen Kunstwerken werden…
Dem Stuttgarter Arzt und Künstler Georg Barinov gelingt es in seinen Werken, Alltagsgegenstände und Erinnerungen zu kraftvollen Kunstwerken zu verwandeln. Fragen nach Identität, Konsum und Gesellschaft werden darin immer wieder ungewöhnlich und mit einem Augenzwinkern immer verhandelt.
Georg Barinov
1988 im russischen Sankt Petersburg geboren, ist Barinov nicht nur Zeuge, sondern auch Übersetzer zweier Kulturen: Die strenge Welt der ehemaligen Sowjetunion einerseits, die bunte Überflussgesellschaft des Westens andererseits. Seine Kunst ist ein faszinierender Dialog zwischen diesen beiden Welten – Pop Art – Street Art – zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Zu sehen waren sie bereits in verschiedenen Ausstellungen in Stuttgart, Luxemburg, Florenz und München – und begeistern mittlerweile auch ein internationales Publikum.
Georg Barinov: The United Trash of Mickey Mouse, 50x80cm, 2014, Mixed MediaGeorg Barinov: Ivan Mouse, 140x100cm, 2018, Mixed Media
Schon als Kind wird Barinovs Leben von der Kunst geprägt: Mit vier Jahren zieht er mit seiner Mutter nach Stuttgart, wo sie als Bühnenbildnerin am Staatstheater arbeitet. „Malerei gehörte bei uns zum Alltag. Schnell hat sie auch mich begeistert.“ erzählt Barinov über seine ersten Schritte, die er bereits als Kind und Jugendlicher zeichnend und gestaltend unternahm.
Heute sprühen Barinovs Werke nur so von biografischen Reflexionen. Er verarbeitet darin eindrückliche Erinnerungen. Leningrad – eine Zeit, in der Konsumgüter Mangelware und das Wiederverwenden von Alltagsgegenständen selbstverständlich war. Deutschland in dem er dann das Gegenteil erlebt: Konsum, Überfluss und die Auswirjungen einer modernen Wegwerfmentalität.
Georg Barinov: „In der Sowjetunion waren Konsumgüter rar und wurden mehrfach genutzt; in Deutschland erlebte ich ein überwältigendes Angebot und erlebte eine Wegwerfgesellschaft.“
Georg Barinov: Laika, 100x56cm, 2015, Acryl and Varnish on WoodGeorg Barinov: Old Gods-New Gods, 40x65cm, 2016 Mixed Media
Gerade dieser Kontrast wird zum Motor seiner Kunst. In seinen Werken, die sich stilistisch zwischen Pop-Art und Street-Art bewegen, begegnen sich Symbolfiguren wie Donald Duck oder die US-Flagge und russische Ikonen wie Matrjoschka-Puppen oder Wladimir Putin. Collagen aus Alltagsgegenständen – oft upgecycelt von Schrottplätzen – werden zu Statements über Konsum, Identität und Zeitgeist. Georg Barinov: „Was andere wegwerfen, sagt viel über unsere Gesellschaft – für mich sind es keine bloßen Abfälle.“
Georg Barinov: Trigger, 7x10x23cm, 2014, Mixed Media
Als Arzt kennt Barinov auch die andere, die dunkle Seite des Lebens, denn seit 2019 arbeitet er als Assistenzarzt am Marienhospital in der Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie. Zudem ist er dreifacher Familienvater – mit offenkundigem Organisationsgeschickt, denn es gelingt ihm alle drei Leidenschaften – Familie, Beruf und Kunst zu leben und zu verbinden. Daneben bringt er sich in das Kollektiv Plattform 11 ein, das sich für die Förderung junger Kunst in Stuttgart einsetzt.
Aktuelle Ausstellung: Unter dem Titel „Perestroika“ ist Georg Barinov vom 1. bis 8. Dezember 2025 mit seinen Werken zu Gast im Waldbaur Areal am Stuttgart Feuersee ( Rotebühlstraße 63 / Hofeingang, 70178 Stuttgart) . Die Ausstellung kann in dieser Zeit nach Vereinbarung besucht werden.
arsmondo-Tipp: Kunst im Ohr
Der Podcast der Jungen Freunde Staatsgalerie.
Folge mit Georg Barinov
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Jeden Monat bietet der Podcast interessante Einblicke hinter die Kulissen des Kunstbetriebes, aus verschiedenen Perspektiven: aus der Kunstvermittlung, aus Auktionshäusern, von Sammlerinnen und Sammlern, oder von Kunstschaffenden. Zu finden unter www.freunde-der-staatsgalerie.de oder auf den Streaming Plattformen Spotify und Apple Podcast.
Rätseln, singen und genießen: Ab dem ersten Advent 2025 präsentiert ARD Klassik ein musikalisch vielseitiges Weihnachtsspecial für die ganze Familie.
mozart mozart cover 16_9 (c) WDR, Marcel Weisheit Story House Pictures GmbH
Weihnachtslieder beim ARD Klassik Online-Adventskalender erraten, sich von der sechsteiligen Event-Serie „MOZART/MOZART“ mitreißen und von den weihnachtlichen Klängen beim ARD Konzert verzaubern lassen. Außerdem gibt es allerhand Advents- und Weihnachtsbräuche zu entdecken, wenn es heißt „So schön klingt Weihnachten! Lieder, Songs und Geschichten aus Deutschland“.
Louis Philippson (c) Pia Schindler
Von Louis Philippson über traditionelle Weihnachtsmusik bis hin zu Swing und Filmmusik. Einen Rising Star begleiten? Auch das liegt bei ARD Klassik unterm Tannenbaum: mit der Doku „Louis Philippson – Plötzlich Fame!“. Und wen die Lust am Musizieren packt, der kann beim „Sing Along“ selbst mitträllern. ARD Klassik bietet daneben unvergessliche Weihnachtsmomente mit traditioneller Weihnachtsmusik, Swing, Scores aus Winterfilmen und Playlists.
Von Bach bis „Jingle Bells“ – die schönste Zeit des Jahres mit ARD Klassik feiern. Ab 30.11.2025 in der ARD Mediathek, ARD Audiothek, auf Facebook, Instagram, YouTube und TikTok.
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