Auftakt!

Das Herzstück jeder Konzertsaison der Stuttgarter Philharmoniker bilden 18 große sinfonische Abendprogramme in der Stuttgarter Liederhalle. Sie stehen jedes Jahr unter bestimmten Themen, die auch für die jeweilige Werkauswahl ausschlaggebend sind. In dieser Saison stehen Die Zwanziger Jahre im Fokus der neun Konzerte innerhalb der Grossen Reihe. Zu erleben sein wird eine Fülle ergreifender Musik, darunter echte Klassiker der Orchestermusik von Rachmaninoff, Prokofjew, Schreker, Ravel, Strawinsky und Gershwin. An den drei Abenden der Reihe TERZETT erklingen Meisterwerke aus Klassik und Romantik: Musik aus Wien, vom Tanz inspirierte Orchestermusik und eine große Bruckner-Sinfonie. In der Reihe SEXTETT unternimmt das Orchester unter der Leitung von Chefdirigent Dan Ettinger eine imaginäre Reise in den FERNEN OSTEN, zum Beispiel mit Gustav Mahlers faszinierendem „Lied von der Erde“ und Giacomo Puccinis Oper „Madama Butterfly“.

Weitere Informationen unter www.stuttgarter-philharmoniker.de; Karten an der der Kartenkasse: 0711 216 88 990 (für Karten & Abos) oder über www.easyticket.de, Telefon 0711 / 2 55 55 55.

Sternstunden

In seiner Konzertreihe Sternstunden bietet das Stuttgarter Kammerorchester ein unvergessliches, rund einstündiges Musikerlebnis, bei dem es lustvoll Genregrenzen überschreitet und damit nicht nur Klassikfans anspricht, sondern Neugierige aller Altersklassen. Meist steht ein besonderes Werk der Orchesterkammermusik im Mittelpunkt und wird durch andere Musikrichtungen und Genres, z. B. Jazz, Rock oder Elektro, aber auch durch Literatur, Tanz oder Wissenschaft flankiert. Anschließend lädt das SKO zu einem Getränk und angeregten Gesprächen über das gerade Gehörte ein.

Stuttgarter Kammerorchester 7 / 2020 Foto: Wolfgang Schmidt Ammerbuch

Auch in diesem Quartal darf man sich auf drei außergewöhnliche Sternstunden-Konzerte freuen.
In Moonlight on Mars am 26. Oktober wird das SKO unter der Leitung von Hugo Ticciati und mit dem finnischen E-Gitarristen Marzi Nyman aus dieser Sternstunde ein intergalaktisches Gipfeltreffen mit Stücken von Bowie, Beethoven und dem estnischen Komponisten Arvo Pärt machen. Bowie-Songs wie „Blackstar“ und „Life on Mars“ treffen auf eine Rockversion von Beethovens Siebter und Pärts Musik der kosmischen Unendlichkeit. Johannes Fischer, weltweit konzertierender Percussionist, Komponist und Improvisator, bewegt sich mühelos in multiplen Klangwelten. In der Sternstunde am 21. November wird er unter dem Motto Tanzbar! gemeinsam mit dem SKO die mitreißenden Tanzmusiken aus Purcells Barock-Oper „The Fairy Queen“, mit Werken des Österreichers Wolfgang Mitterer und Telemanns gar nicht so braver „Tafelmusik“ mit einer eigenen uraufgeführten Komposition verbinden.
Der Salzburger Star-Violinist Benjamin Schmid hat an die 100 Solokonzerte im Repertoire. Zur Sternstunde Austrian Groove am 21. November kommt er jedoch nicht mit Klassik, sondern wird zusammen mit dem SKO zwei Stücke aus der vielfältigen Jazzszene Österreichs interpretieren: Herbert Bergers „Metropoles Suite“ (Jazz-Souvenirs aus Salzburg, Barcelona, Paris und Maputo) und Florian Willeitners „Suite for String orchestra“. Dazu erklingt Samuel Barbers melancholisches „Adagio for Strings“, das übrigens auch einen Funken Österreich in sich trägt: Die Idee dazu kam Barber im Salzburger Land am Wolfgangsee.

Alle Sternstunden-Konzerte finden im Hospitalhof Stuttgart statt, Tickets gibt es bei Reservix.
Alle Konzerte des SKO und weitere Informationen finden Sie unter  www.stuttgarter-kammerorchester.com

Eugen Onegin

Tschaikowskis romantische Oper Eugen Onegin spielt im zaristischen Russland des 19. Jahrhunderts und erzählt die tragische Geschichte der jungen Tatjana, die sich in den weltgewandten Onegin verliebt, aber von ihm abgewiesen wird. Jahre später kommt es zu einem Wiedersehen und nun ist Onegin derjenige, der ihr seine Liebe gesteht. Doch Tatjana ist inzwischen mit einem anderen Mann verheiratet und weist ihn ab. Die Ereignisse überschlagen sich und führen zu einem dramatischem Ausgang.

Szene aus Eugen Onegin am Theater Heidelberg, Foto: Susanne Reichardt

Tschaikowsky legte beim Komponieren großes Augenmerk auf die Transformation der Poesie von Puschkins Versen in Musik. Folgerichtig betitelte er sein Stück als lyrische Szenen, die 1879 ihre noch wenig erfolgreiche Uraufführung am Moskauer Konservatorium erlebten und spätestens seit der wenige Jahre später folgenden Petersburger Zweitaufführung zum vielgespielten Meisterwerk avancierten. Zu den großen musikalischen Höhepunkten der Oper gehören Tatjanas leidenschaftliche Arie während sie einen Brief an Onegin verfasst, Onegins melancholische Reue und Lenskis Arie vor dem Duell. In den Hauptrollen der Neuinszenierung am Theater Heidelberg sind erstmals die beiden neuen Ensemblemitglieder Indre Pelakauskaite (Tatjana) und Kim Jaesung (Lenski) erleben. Die Rolle des Eugen Onegin übernimmt Bariton Ipča Ramanović.

Termine:
Mo, 30.10. // 19:30
So, 12.11. // 19:00
Mo, 1.4.24 // 19:00
So, 7.4.24 // 15:00
Sa, 13.4.24 // 19:30
Weitere Informationen sowie Karten unter www.theaterheidelberg.de oder an der Theaterkasse, Fon 06221 / 58 20 000

Internationales Filmfestival Mannheim Heidelberg (IFFMH)

Das IFFMH ist eine einzigartige Plattform des kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Dialogs durch Filmkunst seit 1952. Damit ist es nach der Berlinale das traditionsreichste Filmfestival in Deutschland. Zentrales Anliegen des IFFMH ist die Entdeckung und Förderung junger Filmtalente aus der ganzen Welt.

Aufregend, divers, politisch: Mit 72 Filmen im Hauptprogramm feiert das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg in diesem Jahr seine 72. Ausgabe. Festivalbesucher*innen können aktuelle Filme aus 51 Ländern entdecken und eine Vielzahl an Gästen und Filmschaffenden aus der ganzen Welt in den Kinos begrüßen. Über die Kinoleinwand hinaus bietet das 72. IFFMH zudem ein vielfältiges Rahmenprogramm. Die neuen Festival-Lounges im Stadthaus Mannheim und im Karlstorbahnhof Heidelberg sind mit ihren Partys und Performances Treffpunkt für alle!

Hier geht´s zum Festival und Programm!

Veranstaltungsdatum
16.11.2023 bis 26.11.2023

Veranstaltungsort
In diversen Kinos in Mannheim und Heidelberg

Der Vorverkauf startet am 6. November.

Auf Abwegen

Die neue Schau im Schmuckmuseum Pforzheim zeigt Schmuck, Gerät und Objekte, die übliche Sichtweisen in Frage stellen. Wo hört der Nutzen auf, und wo beginnt das Spiel jenseits der Funktion? Es ist längst nichts Neues mehr, dass einige Vertreterinnen und Vertreter der zeitgenössischen Silber- und Goldschmiedekunst den klassischen Kanon ihrer eigenen Disziplin, ihrer historischen Wurzeln und Traditionen hinterfragen. Da entstehen wilde Dinge, die gold- und silberschmiedische Tabus verletzen, die von Ungehorsam, von Regelverletzung zeugen. »Goldene Regeln geraten ins Wanken, ästhetische Normen werden diskutiert oder persifliert. Das Gerät, der Schmuck, das Objekt verwandeln sich in Paraphrasen ihrer jeweiligen Materie«, erläutert Kuratorin Ellen Maurer Zilioli. Gesellschaftliche, kulturelle, politische Kritik
begleiten diese Tendenzen.

»STASH«, von David Clarke, 2020, Silber, Stahl, Zinn
Courtesy Galerie Zink, Waldkirchen, & David Clarke

Beteiligt sind insgesamt 29 Künstlerinnen und Künstler, darunter Karen Pontoppidan und David Clarke, Myra Mimlitsch-Gray, Beatrice Brovia oder Nicolas Cheng. Sie alle bewegen sich in einem Zwischenraum, der kulturelle Verkoppelungen erlaubt. Ihre Objekte, ihre Formfindungen lassen sich auf diesem feinen Grat ansiedeln, wo Definitionen und herkömmliche Vorstellungen das Fundament eines höchst intelligenten und vielschichtigen Nachdenkens zum Gerät, Gefäß und zum Schmuck überhaupt bilden, aber gleichzeitig immer verlassen oder modifiziert werden. Zur Ausstellung erscheint auch ein Katalog (Text in Deutsch und Englisch, ISBN 978-3- 89790-700-3, 34 €)

Beteiligte Künstler und Künstlerinnen: Tobias Alm, Sawa Aso, Astrid Becksteiner-Rasche, Naama Bergman, Tobias Birgersson, Beatrice Brovia/Nicolas Cheng, David Clarke, Kanako Ebisawa, Ute Eitzenhöfer, Åsa Elmstam, Anne Fischer, Karolina Hägg, Nils Hint, Kateřina Jirsová, Junwon Jung, Anders Ljungberg, Kateřina Michálková, Myra Mimlitsch- Gray, Eija Mustonen, Markus Pollinger, Karen Pontoppidan, Anna Rikkinen, Hans Stofer, Vivi Touloumidi, Tarja Tuupanen, Luzia Vogt, Stella Wanisch und Jing Yang

Dauer: 6. Oktober 2023 bis 14. Januar 2024,
weitere Informationen: www.schmuckmuseum.de

Kostüm und Maskerade

Wo endet die Maskerade, wo beginnt das Selbst? Die Ausstellung im Stadthaus Ulm zeigt mit Suzanne Jongmans und Jason Gardner vom 11 November 2023 bis 18 Februar 2024 zwei fotografische Positionen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem menschlichen Bestreben beschäftigen, den Grenzen der eigenen Haut zu entkommen.

Oraci, Slovenia 2019 © Jason Gardner
© Suzanne Jongmans

 

 

 

 

 

 

 

 

Gardner nutzt Foto- und Videografie, um Kultur, Musik und Rituale des Karnevals rund um den Globus zu erforschen. Er dokumentierte Karnevalsfeierlichkeiten in Brasilien, Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Guinea-Bissau, Italien, Mazedonien, Österreich, Polen, Slowenien, Spanien, Trinidad, in der Schweiz und in den USA. Seine Bilder nehmen die Eigenheiten der verschiedenen Karnevalstraditionen in den Blick und zeigen eine Fülle an detailreichen, originellen Kostümen, die mit unterschiedlichen Sitten und Geschichten in Verbindung stehen. Gardners Aufnahmen sind in renommierten Magazinen wie The New York Times, Rolling Stone, Le Parisien, dem New York Magazine oder auch GEO Frankreich erschienen.
Dass Kleidung schon immer auch als Distinktionsmerkmal, Zeichen und Kommunikationsmittel diente, wird in den Bildern der niederländischen Künstlerin Suzanne Jongmans deutlich. Die studierte Textildesignerin und Fotografin führt in ihren Arbeiten Kostümdesign, Schneiderei, Bildhauerei und Fotografie zusammen. Inspiriert von den Gemälden alter niederländischer Maler, entwirft und näht Jongmans aufwendige Kostüme, die diesen Meisterwerken direkt entsprungen sein könnten – wären sie nicht komplett aus neuzeitlichen Verpackungsmaterialien wie Luftpolsterfolie, Plastiktüten, Styropor und Schaumstoffen gefertigt. In ihren Fotografien imitiert sie aber nicht nur die Kleidung des Mittelalters, der Renaissance oder des Barock, sondern stellt auch die zeitgenössischen Darstellungskonventionen nach. Ihre Werke wurden bereits in den Niederlanden, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Saudi-Arabien, Belgien und Österreich gezeigt.

Weitere Informationen: www.stadthaus.ulm.de

Criminal Women

Sei es die biblische Judith, die Holofernes köpft oder Charlotte Corday, die den französischen Revolutionären Jean-Paul Marat ersticht, weibliche Kriminelle polarisieren noch heute. Warum ist das so? Und warum wissen wir so wenig über sie? Das Museum LA8 in Baden-Baden präsentiert derzeit die Ausstellung „Criminal Women“(bis 29. Februar 2024) über die Geschichte der weiblichen Kriminalität vom 19. Jahrhundert bis zur Zeit des Nationalsozialismus.

Motiv zur Ausstellung © Museum La8 Baden-Baden

Die Kuratorinnen Jadwiga Kamola, Ksenija Chochkova-Giese und Sabine Becker bringen hierbei Objekte aus den Bereichen Kriminologie, Technik- und Medizingeschichte mit Kunstwerken des 19. und 20. Jahrhunderts zusammen. Ziel ist es dabei, Frauen zwischen ihrer Kriminalisierung und ihren individuellen Tatmotiven zeitgemäß neu zu verorten und eine breite öffentliche Diskussion sowie wissenschaftliche Analyse anzuregen. Dazu lädt das Museum auch zu Veranstaltungen: Am 13. Oktober 2023, findet ein öffentliches Gespräch zwischen Jadwiga Kamola (Kuratorin der Ausstellung) und Frauke Steinhäuser (Historikerin) über die Rolle der Frau im Nationalsozialismus statt, Beginn ist 17.00. Am Samstag, den 18. November 2023, gibt es eine Filmvorführung im Kino „moviac“ in Baden-Baden. Gezeigt wird der Film „Effigie-Das Gift und die Stadt“ (2019) über die Serienmörderin Gesche Gottfried (1785-1831), mit einleitenden Worten des Regisseurs Udo Flohr. Am Samstag, den 20. Januar 2024, wird Holger Schmidt, Journalist, Terrorismusexperte SWR einen Vortrag von über weibliche Terroristinnen halten. Der lesenwerte Begleitband „Criminal Women“ zur Ausstellung untersucht ergänzend den facettenreichen Begriff einer „weiblichen Kriminalität“. Fragen wie: Wer wurde als Kriminelle im 19. Jahrhundert verstanden? Wie wurden kriminelle Frauen erfasst und dargestellt? Wie verschmolzen Kriminalfälle, fiktionale Schilderungen und künstlerische Motive zu tradierten Vorstellungen vom „weiblichen Verbrecher?“ wird mittels neuester Erkenntniss sachkundig beantwortet. Erschienen ist das Buch im Verbrecher Verlag (ISBN 978-3-95732-554-9) und ist im Museushop erhältlich und im Buchhandel.

All Our Colours
& Made of Paper

Die neue Soloschau All Our Colors im Museum Ritter stellt die Arbeit von Rozbeh Asmani vor. Der junge Künstler befasst sich mit Farbmarken, die beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet sind. Neben einigen großen Werken in Form von farbig plakatierten Billboards werden fotografische Arbeiten gezeigt.

Parallel thematisiert die Sammlungspräsentation Made of Paper , ergänzt um ausgewählte Leihgaben, die Vielseitigkeit von Papier als Werkstoff der Kunst. Collagen, Scherenschnitte und Faltungen sind ebenso zu sehen wie gestaltete Papierobjekte mit strukturierten Oberflächen sowie Exponate aus vorgefundenen Papierprodukten, etwa aus Tempotaschentüchern oder Briefmarken.
Mit Werken von Thomas Bayrle, Lore Bert, Leo Erb, Doris Erbacher, Adolf Fleischmann, Fabian Gatermann, Hermann Glöckner, István Haász, Jiří Hilmar, Katharina Hinsberg, Tatsushi Kawanabe, Judith Nem’s, Haleh

Rozbeh Asmani, Colourmarks Billboards, Schwan-Stabilo Schwanhäuser
GmbH & Co. KG / Aquatherm GmbH /
Lidl Stiftung & Co. KG, 2022/23 © VG Bild-Kunst, Bonn 2023,
Foto: Rozbeh Asmani

Redjaian, Christiane Reiter, Thomas Rentmeister, Hans Peter Reuter, Alexander Rodtschenko, Peter Roehr, Fiene Scharp, Kurt Schwitters, Violetta Elisa Seliger, Esther Stocker, Katja Strunz, Günther Uecker, UlrichWagner, Peter Weber sowie weiteren Künstlerinnen und Künstlern.

Esther Stocker, Ohne Titel, 2015 © Künstlerin,
Foto: Meinrad Hofer

Ausstellungsdauer: 15. Oktober 2023 bis 7. April 2024,
Weitere Informationen: www.museum-ritter.de

 

Eine musikalische Reise durch das Barock

Das Barock-Fest Winter in Schwetzingen ist eine feste Institution für alle Liebhaber*innen der barocken Musik. In diesem Jahr steht das Festival im Schloss Schwetzingen unter dem Motto »Reisen« und lädt die Besucher*innen ein, die barocken Musikzentren Europas zu erkunden. Den Auftakt macht die Oper »Nebucadnezar« von Reinhard Keiser, die am 1. Dezember 2023 im Rokokotheater Schwetzingen ihre Premiere feiert. Nach dem großen Erfolg von Keisers »Ulysses« im letzten Jahr steht anlässlich seines 350. Geburtstags erneut eine Oper des deutschen Komponisten im Fokus des Barock-Fests. Die Oper erzählt die Geschichte des babylonischen Königs Nebucadnezar, der von Träumen geplagt wird und in den Wahnsinn abgleitet. Die musikalische Leitung hat die renommierte Barockflötistin und Dirigentin Dorothee Oberlinger inne, die auch ein eigenes Konzertprogramm mit dem Titel »Dorothee Oberlinger: Grand Tour« präsentiert. Dabei folgt sie den Spuren der Komponisten des 18. Jahrhunderts, die durch Europa reisten und sich von verschiedenen Musikstilen inspirieren ließen. Zu hören sind Werke von Händel, Bach, Albinoni, Telemann und anderen.
Daneben steht eine Reihe weiterer hochkarätiger Konzerte auf dem Programm. Das Ensemble lautten compagney BERLIN verbindet Musik des 17. Jahrhunderts mit Texten zeitgenössischer Autor*innen in dem Programm »Winterreisen – Auf dem Weg nach Hause«. Eine weitere Rarität ist das Weihnachtsoratorium von Carl Heinrich Graun, einem Zeitgenossen von J. S. Bach, das vom Bachchor Heidelberg und dem Philharmonischen Orchester Heidelberg in der Peterskirche Heidelberg aufgeführt wird. Die Partitur war
lange Zeit verschollen und wurde erst 1972 in einer Bibliothek in Washington wiederentdeckt. Das ukrainische PARTES-Vokalensemble widmet sich der Musik seiner Heimat in dem Programm
»Musica Sacra«. Dabei stehen ukrainische Vokalkompositionen des 17. Jahrhunderts im Zentrum. Das Ensemble ist spezialisiert auf die Erforschung und Aufführung dieser selten gehörten Musik, die
einen faszinierenden Einblick in die ukrainische Kultur bietet. Natürlich dürfen auch das traditionelle Weihnachtskonzert des Philharmonischen Barock Orchesters Heidelberg sowie das Familienkonzert
»Einmal quer durchs barocke Europa« nicht fehlen.

Festival-Impression aus dem barocken Schwetzinger Schlosstheater,
Foto: Susanne Reichardt © Theater Heidelberg

Vollständiges Programm und weitere Infos unter
www.winter-in-schwetzingen.de

Hommage an Rachmaninow

Yannick Nézet-Séguin, Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera ist begeisterter Baden-Baden-Fan. Hier kuratierte er neben seiner Konzerttätigkeit auch in diesem Sommer gemeinsam mit dem Intendanten Benedikt Stampa das Sommerfestival La Capitale d’Été. Nun kehrt er im November zurück, dieses Mal jedoch in seiner Funktion als Chefdirigent des Philadelphia Orchestra um drei Tage lang den 150. Geburtstag Sergei Rachmaninows zu feiern. Rachmaninow verband mit dem Philadelphia Orchestra eine besonders innige Beziehung. So wurde unter anderem sein 4. Klavierkonzert in dessen Heimat uraufgeführt, nachdem er das Ensemble schon in den 1920er-Jahren kennengelernt hatte.

Daniil Trifonov © Dario Acosta

Vor einiger Zeit haben Yannick Nézet-Séguin und der russische Pianist Daniil Trifonov gemeinsam mit dem Philadelphia Orchestra alle Klavierkonzerte von Rachmaninow eingespielt (Deutsche Grammophon). Diese werden von der Fachwelt derzeit als die besten Aufnahmen der Konzerte gefeiert. In dieser Traumbesetzung werden auch zwei Werke im Festspielhaus erklingen:
Das Klavierkonzert Nr. 4 g-Moll op. 40 und Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27 am 3. Novmber und die Vocalise op. 34 Nr. 14 für Orchester, die Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43 und die Sinfonie Nr. 1 d-Moll op. 13 am 4. November. Das Konzert am 5. November stellt dann die letzten großen rein sinfonischen Werke von Rachmaninow vor, darunter auch seine 3. Sinfonie in die der Komponist in wundervolle Weise russischen Melos mit Elementen des amerikanischen Jazz kombiniert.

Das Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin, Foto: Jeff Fusco

Termine: 3./4./5. November 2023
Weitere Informationen unter www.festspielhaus.de, Fon 072 21/30 13-101