50 Jahre Mozartfest in Schwetzingen

Seit einem halben Jahrhundert kuratiert, organisiert und präsentiert die Mozartgesellschaft Schwetzingen e.V. das Schwetzinger Mozartfest. In Erinnerung an die drei Besuche von Wolfgang Amadeus Mozart am Kurpfälzischen Hof und in Schwetzingen (1763, 1777, 1790) hat sich der Verein die Pflege der Tonkunst im Allgemeinen und die Pflege der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart im Besonderen zur Aufgabe gemacht. Die bedeutendsten Kammermusikkünstler*innen und Ensembles unserer Zeit gastieren beim Mozartfest. Ein Großteil der Musikerinnen und Musiker sind der Mozartgesellschaft mittlerweile freundschaftlich verbunden und kehren gerne in das wunderbare und familiäre Ambiente in Schwetzingen zurück – so auch in diesem Jubiläumsjahr.

Das Schumann Quartett, das Minguet Quartett, Violinist Anton Steck und Pianist Roberto Prosseda – allesamt international gefragt – geben sich beim 50. Mozartfest ein Stelldichein. Ebenso weltweit unterwegs und dieses Jahr zum ersten Mal in Schwetzingen: das Quatuor Voce. Alle präsentieren ausgefeilte Programme rund um den größten, klassischen Komponisten aller Zeiten. Neben Mozart werden Schubert, Beethoven, Brahms und eine Uraufführung der jungen ukrainischen Komponistin Alexandra Filonenko zu hören sein. „Im flackernden Kerzenschein“ heißt das Auftragswerk, bei dem der künstlerische Leiter und Klarinettist Nikolaus Friedrich selbst auf der Bühne steht.

Aber auch Newcomer gehören zum Programm – ungeschliffene Diamanten, die Friedrich für die Konzertreihe in Schwetzingen engagiert. Alljährlich debütieren Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung an der Seite der Heidelberger Philharmoniker im Rokokotheater. Aus den Reihen des Deutschen Musikwettbewerbs des Musikrates gastiert 2025 das Bernstein Trio erstmals in Schwetzingen. Und die Orchester-Formation Bella Musica der Universität Mozarteum macht sich bereits zum zweiten Mal auf die Reise von Salzburg in die Kurpfalz und wird ein musikalisches Pasticcio berühmter Meisterwerke von Mozart, Koussevitzky, von Paradis und Salieri präsentieren.
Flankiert wird das Geburtstags-Festival von einem Rahmenprogramm in Kooperation mit vielen lokalen Partnern. Die Musikschule widmet ihr Eröffnungskonzert Mozart, das Städtische Museum veranstaltet Vorträge zum Thema „Konzert- und Opern-Knigge“ und Musiktheater im 18. Jahrhundert. Den Abschluss und Höhepunkt bildet ein Mozart-Sing-Along verschiedener Kinderchöre in der Schwetzinger Stadtkirche.

Vom 26. September bis 12. Oktober 2025 feiert eine ganze Stadt ihr Mozartfest. Weitere Informationen: www.mozartgesellschaft-schwetzingen.de

ART MUC 2025

Kunstmesse eröffnet den Münchner Kunstherbst und international wie nie zuvor. arsmondo ist dort erstmals mit eigenem Stand vertreten.

ARTMUC-Kunstmesse (c) Isabella-Kilian
ARTMUC-Kunstmesse (c) Isabella-Kilian
ARTMUC-Kunstmesse (c) Isabella-Kilian

Die aktuelle Herbstausgabe der ARTMUC Kunstmesse präsentiert erstmals Kunst aus der ganzen Welt in einer großen Ausstellung vom 10. – 12. Oktober im Münchner Norden. Seit nun 12 Jahren fokussiert sich die ARMTUC als internationale Kunstmesse für die Präsentation eines weltweiten Querschnitts zeitgenössischer Kunst. Dabei geht es vor allem um internationale Vielfalt, Freiheit und subjektive Interpretationen kultureller Aspekte der AusstellerInnen. Bei der aktuellen Ausgabe vom Freitag, 10. bis Sonntag, 12. Oktober präsentiert die ARTMUC mehr
als 180 Austeller*innen, Galerien und internationale Projekte – dieses Mal quer aus der ganzen Welt: aus Indien, Taiwan, Thailand, ganz Europa und Südamerika.

Erstmals tritt arsmondo als Kulturpartner auf der Messe in Erscheinung. Das vielseitige Portfolio des Verlags umfasst nicht nur die Publikation und Bekanntmachung herausragender Kulturveranstaltungen im Raum Baden-Württemberg, sondern auch die Beratung von Künstler*innen (Art Consult) sowie die Erstellung von Büchern und Ausstellungskatalogen (Corporate Publishing). Eine Kooperation mit der ART MUC in München war daher ein naheliegender Schritt. In diesem Jahr freut sich arsmondo besonders auf seine Teilnahme an der Messe und präsentiert am Stand die beiden Künstlerinnen Nathali von Kretschmann und Elvira Heimann
Nathali von Kretschmann, Orange Kois
Nathali von Kretschmann, Orange Kois
Elvira Heimann, Unfolding Energy 23
Elvira Heimann, Unfolding Energy 23

Neben  international agierenden Galerien, die u.a. auch auf der ART Karlsruhe aktiv sind, neue Projekte wie das indische StartUp NALOM teil, um kulturelle Textilkunst aus Indien zu präsentieren.

The NALOM Project Madhubani Art Scarf
The NALOM Project Madhubani Art Scarf
Rungploy, Under The Butterfly Wing
Rungploy, Under The Butterfly Wing

Das auf der ARTMUC präsentierte Spektrum reicht von Malerei, Skulpturen, Collagen, Fotografien bis hin zu digitaler Kunst. Die ARTMUC ist nicht nur das bedeutendste Kunstevent Bayerns, sondern auch ein großes Meet&Greet, bei dem die BesucherInnen die Chance haben, die ausstellenden KünstlerInnen, Galerien und Projekte auch direkt anzusprechen. Dadurch entsteht die Möglichkeit eines direkten Austauschs mit den Kunstschaffenden vor Ort.

Skulptur von Dolores-Flores Flow III, Bild: Marius D. Kettler „Der große Plan“

Öffnungszeiten:
Freitag, 10. Oktober 2025 / 18:30 – 21:30*
Samstag, 11. Oktober 2025 / 11:00 – 19:00*
Sonntag, 12. Oktober 2025 / 11:00 – 18:00*
*Die Kasse schließt 45 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten, ein Zugang zur Ausstellung ist ab
diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.
Eintritt: Tagesticket: 17 € (pro Person)
Dauerticket: 18 € (= 1 x bezahlen, an jedem Tag die ARTMUC besuchen)
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt. Der Zugang zur ARTMUC Kunstmesse ist barrierefrei möglich. Rollstuhlfahrer + Begleitperson haben kostenfreien Zugang
(Stand 01.07.2025 – Änderungen vorbehalten)
Location und Anfahrt:
MTC Supreme Locations / Ingolstädter Straße 45-47 / 80807 München
ca. 1.000 Pkw-Parkplätze vor Ort
Alle Informationen finden Sie unter:
www.artmuc.info

25 Jahre Bachchor. Jubiläumssaison

Die Reihe »Musik am 13.« feiert in dieser Spielzeit das 25-jährige Bestehen des Bachchors Stuttgart. Der Chor ist mit Gerhard Kaufmanns Bonhoeffer-Oratorium und einer Ausgrabung von Joachim Raff, mit Werken von Felix und Fanny Mendelssohn  sowie – wie könnte es anders sein- mit J. S. Bach zu erleben. Einen Schwerpunkt auf Musik der Gegenwart legt der künstlerische Leiter Jörg-Hannes Hahn mit Uraufführungen von Jean-Pierre Leguay, Detlef Heusinger, Carlo Forlivesi und neuer Musik aus dem Baltikum. Dazu kommen sorgsam kuratierte Programme für Chor, Sologesang und Orgel. Kooperationskonzerte und der Zyklus »Sommer! Orgel« runden die Saison 2025/26 in Stadt- und Lutherkirche Bad Cannstatt ab.

Foto: Jörg-Hannes Hahn (c) Björn Klein
Jörg-Hannes Hahn (c) Björn Klein

»Ende und Anfang«: Neue geistliche Musik mit Ur- und Erstaufführungen

In der neuen Spielzeit stellt die »Musik am 13.« erneut ihren Rang als bedeutendstes kirchliches Podium neuer geistlicher Musik in Süddeutschland unter Beweis. Gerhard Kaufmanns Oratorium »Ende und Anfang. Der bleibende Ruf des Dietrich Bonhoeffer« entstand 2006 und erlebt an Karfreitag seine Stuttgarter Erstaufführung. Beteiligt sind die Gesangssolisten Claire Elizabeth Craig, André Khamasmie und Neven Crnić, der Sprecher Reinhard Mahlberg, der Bachchor Stuttgart und die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter Leitung von Jörg-Hannes Hahn (3. April). Der Aufführung geht eine Vortragsreihe über Dietrich Bonhoeffer im kooperierenden Hospitalhof Stuttgart voraus.
Jean-Pierre Leguay wird zum 21. Komponistenporträt erwartet. Leguay selbst und weitere Instrumentalsolisten interpretieren ausgewählte Werke des 86-jährigen Franzosen, darunter zwei Uraufführungen.

Foto: Bachchor Stuttgart (c) Björn Klein
Bachchor Stuttgart (c) Björn Klein

Zur Uraufführung kommt Detlef Heusingers »The Foundlinghouse«. In szenischer Einrichtung imaginiert das Werk eine Zeitreise Georg-Friedrich Händels in die Gesellschaft und in die Musik unserer Gegenwart. Jörg-Hannes Hahn leitet Vokalsolisten, die Mädchenkantorei am Freiburger Münster und das Bachorchester Stuttgart. Das Konzert wird vom Deutschlandfunk aufgezeichnet (13. Juni).

Zum Geburtstag Bach und Mendelssohn: 25 Jahre Bachchor Stuttgart
Im Bachjahr 2000 hat Jörg-Hannes Hahn den Bachchor Stuttgart gegründet. Das semiprofessionelle Ensemble feiert seinen 25. Geburtstag am 30. November in einem Festgottesdienst in der Stadtkirche Bad Cannstatt mit Bachs Adventskantate »Schwingt freudig euch empor« BWV 36 (11 Uhr).
Einen Ausflug in weltliche Gefilde macht der Bachchor mit Joachim Raffs »Dornröschen«. 1856 wurde die Märchen-Kantate in Weimar uraufgeführt, 170 Jahre später wird sie nun wieder aus dem Schlaf erweckt. Die Solisten sind Lara Rieken, Marion Eckstein, Matthias Lika und Lukas Krimmel, Jörg-Hannes Hahn leitet die Württembergische Philharmonie Reutlingen (7. Juni). Das Werk wird auch eingespielt und als CD in Kooperation mit dem SWR erscheinen.
Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium »Elias« steht am Ewigkeitssonntag auf dem Programm. Die Solopartien übernehmen Natalie Karl, Idunnu Münch, Andreas Post und Florian Spiess an der Seite des Bachchors und der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach, geleitet von Jörg-Hannes Hahn (23. November).

Nicht fehlen darf die vollständige Aufführung aller sechs Kantaten von Bachs Weihnachtsoratorium in zwei Konzerten am vierten Adventswochenende. Solisten, Bachchor und Bachorchester musizieren unter Jörg-Hannes Hahn (20./21. Dezember).

Im traditionellen Silvesterkonzert bieten die junge Barocktrompeterin Fruszina Hara mit Jörg-Hannes Hahn an der Orgel barocke Glanzlichter dar (31. Dezember).

Zum Abschluss der Saison widmet sich der Zyklus „Sommer! Orgel“ den freien Orgelwerken Max Regers in sechs Recitals mit internationalen Gästen und dem musikalischen Hausherrn Jörg-Hannes Hahn (26. Juli – 30. August).

Weitere Informationen und weitere Konzerte: www.musik-am-13.de
Karten für die Sonderkonzerte am 23. November, 20./21. und 31. Dezember 2025, 3. April, 7. Juni und 17. Juli 2026: www.easyticket.de, 0711/255 55 55
Der Eintritt zu allen übrigen Konzerten ist frei.

François-Xavier Roth – Neuer Chefdirigent des SWR Symphonieorchester

Auftakt! François-Xavier Roth übernimmt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter und tritt damit in die Fußstapfen von Teodor Currentzis. Welche Visionen bringt Roth mit, und was macht dieses Orchester für ihn so außergewöhnlich?
Das SWR Symphonieorchester fasziniert Roth zutiefst – denn kein anderes Ensemble auf der Welt beherrscht die historische Aufführungspraxis so meisterhaft und vermag die Musik von Barock und Wiener Klassik mit solcher Intensität zum Leben zu erwecken. Gleichzeitig bewundernswert ist die Offenheit seiner Mitglieder für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts: Ihre Neugier, ihr Können und ihre Bereitschaft, immer neue klangliche Wege zu beschreiten, machen das Orchester einzigartig. Die intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen Komponist*innen und die unvergleichliche Flexibilität und Wandlungsfähigkeit verleihen dem Ensemble eine starke Identität. Dennoch: Im Zentrum ihres Spiels steht immer die tief empfundene Hingabe an den schöpferischen Willen der Komponistin oder des Komponisten.

Francois Xavier Roth, Foto: Marco Borggreve
Francois Xavier Roth, Foto: Marco Borggreve

Roth möchte all diese Facetten im Konzertsaal erforschen und entfalten – mit einem mitreißenden Programm, das sich von den Wurzeln des 17., 18. und frühen 19. Jahrhunderts bis hin zu den aufregendsten Klangwelten der Gegenwart spannt. Besonders am Herzen liegt ihm dabei der Dialog zwischen den Epochen: In seinen Konzerten stellt er Werke aus unterschiedlichen Jahrhunderten bewusst gegenüber – darin liegt für ihn die Magie, die das Publikum berührt und inspiriert.
Die kommende Saison verspricht große emotionale Momente: Konzertante Opernabende mit Wagners „Walküre“ und dem gesamten „Rosenkavalier“ stehen ebenso auf dem Plan wie Kompositionen von Wolfgang Rihm, Helmut Lachenmann, Jean-Féry Rebel, Berio, Schubert und Beethoven. Als gebürtiger Franzose hat Roth in seiner ersten Saison ein besonderes Programm konzipiert, das französische Meister wie Debussy, Manoury und Ravel ins Rampenlicht rückt. Die Flöte vereint diese Werke wie ein roter Faden – Emmanuel Pahud, ein langjähriger Freund Roths, übernimmt den Solopart.
Doch Roths Leidenschaft geht weit über den Konzertsaal hinaus. Es ist ihm ein echtes Herzensanliegen, Musik zu den Menschen zu bringen – in Schulen, soziale Einrichtungen und zu allen, die vielleicht noch nie ein Sinfoniekonzert erlebt haben. Gleichzeitig lädt er die Menschen ein, das Orchester hautnah kennenzulernen und ihre eigenen, ganz persönlichen Musikerlebnisse zu sammeln.
Als begeisterter Hobbykoch verbindet Roth seine Liebe zur Musik mit der Kunst des Kochens. Seine neue Reihe „Dans la cuisine du chef“ ist eine Einladung, kreative Prozesse hautnah zu erleben: Wie ein Koch aus vielen Zutaten ein unwiderstehliches Gericht zaubert, so erschaffen Komponist*innen aus musikalischen Ingredienzien ein Kunstwerk. Roth will diese Schichten freilegen, um gemeinsam mit dem Publikum den feinen Geschmack und die geheimen Rezepte großer Meister wie Debussy, Haydn oder Beethoven zu entdecken – und Musik auf ganz neue, sinnliche Weise begreifbar zu machen.
Alle Konzerte mit François-Xavier Roth und dem SWR Symphonieorchester finden Sie unter folgendem Link

Felix Rothenhäusler – Neuer Intendant Theater Freiburg

Abbildung: Felix Rothenhäusler (c) Britt Schilling
Felix Rothenhäusler (c) Britt Schilling

Ein Aufbruch für Vielfalt, Nachhaltigkeit und gelebte Gemeinschaft
Mit Felix Rothenhäusler (1981*) beginnt am Theater Freiburg eine neue Ära. Zuvor als Hausregisseur am Theater Bremen aktiv, hatte er sich gegen über 70 Bewerber*innen durchgesetzt und übernimmt nun die Leitung eines der renommiertesten Häuser Baden-Württembergs. Mit ihm gewinnt das Theater Freiburg einen künstlerischen Leiter, der gleichermaßen im Schauspiel wie in der Oper zuhause ist und frischen Wind in die Theaterszene bringt.

Rothenhäusler ist überzeugt: „Demokratie braucht Kunst mehr denn je. Denn nur mit Empathie können wir als offene Gesellschaft überleben.“ Seine Worte setzen den Ton für seine künstlerische und gesellschaftliche Vision. Theater ist für ihn nicht nur Bühne, sondern ein Raum der Begegnung, in dem Menschen einander wirklich begegnen – nicht mit dem Rücken zueinander, sondern im offenen Dialog, immer das Gegenüber im Blick. Seine künstlerische Laufbahn begann Rothenhäusler mit einem Studium der Theater- und Medienwissenschaften in Bayreuth und Paris sowie einem Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg. Seine Arbeiten wurden bereits an renommierten Bühnen wie dem Düsseldorfer Schauspielhaus, den Münchner Kammerspielen, der Staatsoper Stuttgart, dem Luzerner Theater, dem Deutschen Theater Göttingen und dem Neumarkt Theater Zürich präsentiert. Immer wieder befragte er auch klassische Stoffe neu, etwa mit „Die Räuber“ oder „Ödipus/Antigone“.

Ein Spielplan für die Stadtgesellschaft
Sein Anspruch ist es, das Theater als lebendigen Ort zu etablieren, der alle Teile der Stadtgesellschaft anspricht. Rothenhäusler steht für ein modernes Volkstheater: offen, vielfältig, mutig und direkt. Er möchte keine Trennung zwischen Populärem und Erhabenem, sondern Theater als Raum der Gemeinschaft und Kooperation – zwischen Menschen, mit der Natur und mit anderen Lebewesen.
Der neue Spielplan fokussiert sich besonders auf Nachhaltigkeit, nicht nur ökologisch, sondern auch künstlerisch. Koproduktionen und künstlerische Kooperationen sind zentrale Elemente seines Ansatzes. So finden sich auf dem Plan beispielsweise Projekte mit dem Theater Neumarkt in Zürich, der Staatsoper Stuttgart, dem Theater Bremen, den Bühnen Bern oder Tanzhäusern in ganz Europa. Jugendprojekte und offene Formate sollen das Theater in der gesamten Stadt verankern.
Theater als Labor für Fragen der Gegenwart
Für Rothenhäusler ist das Theater kein Ort für fertige Antworten. Vielmehr versteht er es als Labor, in dem Fragen der Zeit immer wieder neu verhandelt und abgebildet werden. Im Fokus stehen Themen wie Natur als Ereignis, Queerness als Einladung, die Grundlagen der menschlichen Kommunikation sowie Erinnerungspolitik.
Sein Ziel: Ein Theater, das geteilte Verantwortung lebt, wo Verluste, Freude und Wünsche für ein besseres Leben geteilt werden. Kunst sieht er als den Ort, an dem das Unbekannte nicht gefürchtet, sondern gesucht wird.
Lehre und Auszeichnungen
Neben seiner Arbeit als Regisseur ist Felix Rothenhäusler seit 2017 als Dozent an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg tätig. Seine Stücke werden regelmäßig zu wichtigen Festivals eingeladen – so etwa „REVUE. Über das Sterben der Arten“ zum Heidelberger Stückemarkt oder „Verfall. Ein Picknick im Grünen“.

Alle Infos zum neuen Spielplan: www.theater.freiburg.de

New Classical Music Festival

Das neue, innovative und junge Klassikfestival geht im September 2025 in die 2. Runde. Mit der ersten Ausgabe 2024 schloss New Classical Music Festival der Hanke Brothers im vergangenen Herbst in Sindelfingen (nahe Stuttgart) eine bislang bestehende Lücke im regionalen Kulturangebot. Die frisch interpretierten und oftmals neu komponierten Werke führen den Geist der klassischen Musik fort, ohne sich starr an traditionelle Formen zu binden. Hinter dem innovativen Festival steht ein Quartett, das durch seine außergewöhnliche Besetzung eine besondere Expertise in diesem Bereich vorweisen kann. Denn nur die Hanke Brothers vereinen auf einer Bühne Blockflöte, Viola, Klavier und Tuba sowie zahlreiche weitere Instrumente zu einem einzigartigen musikalischen Erlebnis.

Die Hanke Brothers, Foto: Theres Pewal
Die Hanke Brothers, Foto: Theres Pewal

Sindelfingen ist der Ort, in dem die vier Brüder aufgewachsen sind und bis heute verwurzelt bleiben. Das Veranstaltungsprogramm wird durch attraktive Spielstätten in Böblingen und der umliegenden Region ergänzt, darunter mehrere Kirchen, die Zehntscheuer Schönaich sowie das markante Druckereigebäude des Kulturpartners Z-Druck Sindelfingen.
Angesichts weltweiter gesellschaftlicher Veränderungen legt der Künstlerische Leiter David Hanke gemeinsam mit dem Schirmherrn Eckart von Hirschhausen in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf die gesellschaftspolitische Bedeutung von Musik. Dieser Anspruch spiegelt sich im Leitmotiv „Musik als Spiegel der Gesellschaft“ wider. Die Rolle von Kultur und insbesondere Musik als Stärkungselement für Demokratie ist inzwischen weithin anerkannt. In den Worten von Eckart von Hirschhausen: „Musik ist Medizin für die Seele – und zugleich ein Fundament unserer Demokratie. Kunst und Kultur schaffen Räume für Austausch, Vielfalt und gegenseitiges Verständnis. Das New Classical Music Festival verdeutlicht, wie lebendig und innovativ klassische Musik heute sein kann. Es verbindet Menschen, inspiriert und schenkt kostbare Momente des Staunens.“

Ticket-Informationen

Der Vorverkauf startet am 14. Juli 2025. Tickets direkt über die Website des Festivals
www.newclassicalmusicfestival.de
oder bei reservix.de sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen
 (unter anderem auch i-Punkt Sindelfingen).
Ermäßigungen für Schüler*innen und Studierende bis 26 Jahre, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende sowie für Menschen mit Schwerbehinderung.
15 % Ermäßigung für Mitglieder des Vereins Brothers for Music e.V.

Das New Classical Music Festival wird veranstaltet vom Verein BROTHERS FOR MUSIC e.V.

Jedermann mit Tobias Licht bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall

Mit seinem berühmten Mysterienspiel vom Sterben des reichen Mannes hat Hofmannsthal dem modernen Drama seine verlorengeglaubte Bedeutung zurückgegeben. Vor genau 100 Jahren wurde in Hall das Theater mit diesem Stück auf der Großen Treppe vor St. Michael eröffnet. In der Jubiläumsspielzeit übernimmt Tobias Licht die prestigeträchtige Hauptrolle.

Tobias Licht Szenenbild aus „Jedermann“ / Foto: Ufuk Arslan/ Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Der gebürtige Kölner zählt zu den vielseitigsten Künstlern seiner Generation – ob auf der Bühne, im Fernsehen oder im Kino. Drama, Komödie oder Musical – Tobias Licht hat bereits in allen Bereichen brilliert. Dabei begann seine Karriere zunächst hinter der Bühne: Nach seinem Abitur 1997/98 arbeitete er als Requisiteur für die RTL-Fernsehserie „Stadtklinik“, in der er 1999 auch eine Episodenrolle übernahm. Nach seinen ersten Fernsehengagements absolvierte er ein Schauspielstudium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Es folgten weitere bedeutende Engagements in Film und Fernsehen sowie im Sprech- und Musiktheater. Ob als Mercutio in „Romeo und Julia“, Mortimer in „Maria Stuart“ oder in Komödien wie „Das perfekte Geheimnis“.

Tobias Licht Szenenbild aus „Jedermann“ / Foto: Ufuk Arslan/ Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Aktuell ist Tobias Licht übrigens als Dr. Matteo Berger in der neuen Staffel der ARD-Serie „Tierärztin Dr. Mertens“ zu sehen. Licht versteht sich auf die leisen Töne – er braucht weder übertriebene Mimik noch Gestik, um das was er spielt und verkörpert, überzeugend zu vermitteln und glaubhaft in die emotionale Welt seiner ganz unterschiedlichen Rollen einzutauchen. Besonders bemerkenswert waren seine Auftritte in Musicals wie „Funny Girl“ und „Chicago“, wo er neben schauspielerischem Talent auch seine musikalischen Fähigkeiten unter Beweis stellte.

Tobias Licht Szenenbild aus „Jedermann“ / Foto: Ufuk Arslan/ Freilichtspiele Schwäbisch Hall

„Die Zusammenarbeit mit Tobias Licht ist die logische Konsequenz, nachdem wir vor zwei Jahren am Staatstheater Darmstadt „Im weißen Rössl“ erarbeitet haben und für meine Lesart des „Jedermanns“ braucht es genauso einen aktiven, smarten, charmanten, mitten im Leben stehenden, spielfreudigen Spieler, der ebenso über emotionale Tiefe verfügt, wie Tobias! Denn ich liebe es, einen tradierten Stoff auseinander zu nehmen, ihn zu dekonstruieren und ihn auf seine Relevanz für 2025 zu überprüfen. Es wird ein Spektakel mit wunderschön gesungenen Acapella-Songs, Choreographien in ehrlich, wahrhaftiger Bildsprache.“

Philipp Moschitz, Regisseur des Jedermann in Schwäbisch Hall

Tobias Licht und Regisseur Philipp Moschitz/ Foto: Ufuk Arslan/ Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Den nötigen Ausgleich zur Bühne und Öffentlichkeit findet Tobias Licht im Privaten: Er ist seit 2016 mit der Film- und Theaterschauspielerin Nora Huetz verheiratet. Die beiden haben einen kleinen Sohn und leben auf einem idyllischen Pferdehof nahe Nauen. Licht ist ein begeisterter Naturfreund und verbringt seine freien Tage gerne mit Hofarbeit, Spaziergängen, Wanderungen oder sportlichen Aktivitäten, um sich zu entspannen und neue Inspiration für seine Rollen zu finden. Neben der Bewegung liegt ihm auch die Musik und Kunst besonders am Herzen – Quellen, die sowohl privat als auch beruflich seine Kreativität bereichern. Die Rolle des Jedermann ist ein Traum für jeden Schauspieler. Das dürfte bei Licht nicht anders sein – aber auch eine Herausforderung. Mit Blick auf die Salzburger Festspiele wo Größen wie Curd Jürgens, Tobias Moretti oder Klaus Maria Brandauer und Lars Eidinger diese Rolle verkörpert haben. Das Stück ist eine universelle Parabel, die die Vergänglichkeit des Lebens ins Zentrum rückt und die Menschen an die Bedeutung ihrer Taten zu Lebzeiten erinnert. Auf Tobias Lichts Interpretation des Jedermann in Hall dürfen wir gespannt sein!
Termine & Karten: www.freilichtspiele-hall.de

Das Schwimmbecken als Spiegel der Gesellschaft

Wer darf Mitschwimmen? Und wer nicht? Dieser Frage widmet sich die Große Sonderausstellung „Frei Schwimmen – Gemeinsam?!“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Im Becken spiegelt sich die Gesellschaft: Unterschiedlichste Menschen mit verschiedenen Lebensstilen und Moralvorstellungen begegnen sich in öffentlichen Bädern – mal mehr und mal weniger harmonisch. Die Schau in dem Stuttgarter Museum präsentiert mehr als 200 Objekte und Fotos.

Blick in die Ausstellung, Foto: Daniel Stauch / Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Die Ausstellung macht in einer atmosphärischen Inszenierung deutlich, was bis heute jedes Schwimmbad über seine Zeit, die Menschen und ihre Gesellschaft verrät. „Was heißt frei schwimmen für wen? Die Ausstellung vermittelt unterhaltsam und informativ, was das öffentliche Baden gestern und heute prägt. Themen wie Gleichberechtigung, Demokratie, aber auch Sexismus und Rassismus, Ausgrenzung und Vorurteile spielen dabei eine Rolle. Und inzwischen werden Freiheit und Freizügigkeit wieder heiß diskutiert. Benötigen Frauen, queere oder behinderte Menschen einen „geschützten Raum“? Nützt oder schadet Oben-ohne-Baden dem Feminismus? Ist die Akzeptanz von maximalem Verhüllen rückständig oder fortschrittlich? Dazu gibt es Führungen, Literaturveranstaltungen, After-Work-Formate und Sommer-Partys.
Die Ausstellung „Frei Schwimmen“  ist noch bis zum 14. September 2025 geöffnet. Weitere Informationen: www.frei-schwimmen.net

Spielzeiteröffnung an Theatern und Opernhäusern im September

Lust auf das, was kommt: : Warum sich ein Besuch lohnt und wie Vorfreude zum Erlebnis wird.

(c) adobe

Man sagt, Vorfreude sei die schönste Freude… Der September markiert traditionell den Auftakt einer neuen Spielzeit an Theatern und Opernhäusern im ganzen Land. Es markiert jenen Moment, an dem alles wieder losgeht – ein Fest für die Sinne und für die Fantasie, das den Sommer verabschiedet und den kulturellen Herbst einläutet. Die Spielzeiteröffnungen sind weit mehr als reine Informationsveranstaltungen. Sie sind bunte Feste, die das Publikum einladen, Theater, Tanz und Oper neu zu entdecken. Viele Häuser verwandeln sich am Eröffnungswochenende in lebendige Erlebnisräume: Vom frühen Vormittag bis in die Abendstunden hinein gibt es ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersklassen.

(c) adobe

• Eintritt in neue Welten: Das Theater oder Opernhaus eröffnet mit seinem Programm die Möglichkeit, für ein paar Stunden in andere Realitäten einzutauchen. Die ersten Eindrücke machen Lust auf mehr und wecken Neugier auf die Vielfalt der nächsten Monate.
• Programmvielfalt erleben: An einem einzigen Tag zeigen die Häuser oft Ausschnitte aus unterschiedlichsten Sparten – Schauspiel, Oper, Tanz, Konzert und Kinderprogramm. So bekommt man einen umfassenden Eindruck vom künstlerischen Spektrum und kann neue Lieblingsformate entdecken.
• Atmosphäre schnuppern: Die Eröffnungsfeste sind herzlich und offen, laden zum Mitmachen und Dabeisein ein. Das Publikum wird Teil einer Gemeinschaft, die ihre Begeisterung für die Bühne teilt – das ist gerade nach langen Monaten der Distanz ein besonderes Erlebnis.
• Exklusive Einblicke: Gerade die seltenen Blicke hinter die Kulissen, in die Werkstätten und Proberäume, machen den Tag einzigartig. Wer schon immer wissen wollte, wie eine Perücke entsteht oder wie Licht und Ton gesteuert werden, kommt hier auf seine Kosten.
• Begegnungen und Austausch: Bei lockerer Atmosphäre kann man Künstler*innen persönlich kennenlernen, mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen und Teil der Theatergemeinschaft werden. Manchmal entstehen genau hier neue Freundschaften oder inspirierende Gespräche.
Es gibt also viele gute Gründe, sich die Spielzeiteröffnungen von Aalen bis Mannheim, von Karlsruhe, Stuttgart, Freiburg, Pforzheim, Heilbronn, Baden-Baden bis Ulm im Kalender zu markieren. Sie finden alle Termine der Häuser online schon jetzt in den Vorschauen.

Sommerfestspiele Baden-Baden 2025

Bereits im 19. Jahrhundert als Europas Sommerresidenz bekannt, knüpft Baden-Baden mit den Sommerfestspielen La Capitale d’Été (27.6. bis 6.7. 2025) an seine glanzvolle Tradition an. Yannick Nézet-Séguin, Musikchef der New Yorker Metropolitan Opera und Chefdirigent des Philadelphia Orchestra, gestaltet gemeinsam mit Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa das Programm, das internationale Stars und musikalische Highlights präsentiert.
Die Festspiele finden an zwei Wochenenden statt, vom 27. bis 29. Juni sowie vom 4. bis 6. Juli 2025, und versprechen ein vielfältiges und hochkarätiges Angebot. Am ersten Wochenende stehen unter anderem das Debüt des Orchestre Métropolitain aus Montreal unter der Leitung von Nézet-Séguin sowie eine sommerliche Gala mit der Sopranistin Lisette Oropesa im Fokus.

Foto: Lisette Oropesa (c) Steven Harris
Lisette Oropesa (c) Steven Harris

Oropesa wird mit Arien aus Werken wie „Romeo et Juliette“, „Die Hochzeit des Figaro“ und „La Traviata“ das Publikum verzaubern.
Das zweite Wochenende widmet sich ganz dem Werk Mozarts und präsentiert die c-Moll Messe sowie sein Requiem, interpretiert von renommierten Künstler*innen wie Michael Volle, Stanislas de Barbeyrac, Ying Fang und Emily d’Angelo. Begleitet werden die Chorwerke vom Rias Kammerchor und dem Chamber Orchestra of Europe, unter der Leitung von Nézet-Séguin.

Foto: Yannick Nézet-Séguin (c) Paola Kudacki
Yannick Nézet-Séguin (c) Paola Kudacki

Weitere Höhepunkte sind die Darbietungen des preisgekrönten französischen Pianisten Alexandre Kantorow, der unter anderem das Klavierkonzert von Camille Saint-Saëns spielen wird.

Foto: Alexandre Kantorow (c) Jean-Baptiste Millot
Alexandre Kantorow (c) Jean-Baptiste Millot

Ein öffentliches Sommerfest des Freundeskreises in den Gönneranlagen zum Auftakt am 27.6., die erste Silent Disco in Baden-Baden am 28.6. und zwei Krabbelkonzerte für die Kleinsten runden das sommerliche Festprogramm ab.


Youtube Video zu den Sommerfestspielen 2025 – Yannick Nézet-Séguin erzählt, wie das Mozart-Programm der Sommerfestspiele 2025 entstand und warum das Chamber Orchestra of Europe eine wichtige Rolle dabei spielt.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101

Bildnachweis/Foto Festspielhaus: Christian Grund