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Osterfestspiele Baden-Baden
Die Berliner Philharmoniker gastieren mit ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko bei den Osterfestspielen im Festspielhaus Baden-Baden. Im Programm: Giacomo Puccinis Oper „Madama Butterfly“ in Star-Besetzung, Beethovens 9. Sinfonie und dem Baden-Baden-Debüt des jungen finnischen Dirigenten Klaus Mäkelä sowie unterschiedlichen Kammermusikprogrammen.
Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, Foto: Monika Ritterhaus
Giacomo Puccinis Oper „Madama Butterfly“ bewegt das Publikum seit ihrer Uraufführung im Jahre 1904. Die Geschichte der Geisha Cio-Cio San und des amerikanischen Offiziers Benjamin F. Pinkerton beinhaltet alles, was eine erfolgreiche Oper ausmacht: Große Gefühle, Dramatik und Klanggemälde, die ein Orchester in allen Facetten zur Geltung kommen lässt.
Eleonora Buratto, Foto: Dario AcostaJonathan Tetelman, Foto: Ben Wolf
Regisseur Davide Livermore wurde bereits dreimal die Ehre zuteil, die Saison der Mailänder Scala zu eröffnen. Jonathan Tetelman fühlt sich in Baden-Baden schon fast zu Hause. Er sang die Titelpartie in „Werther“ und riss das Publikum in der Saisoneröffnungs-Gala 2024 zu Jubelstürmen hin. Butterfly Eleonora Buratto feiert ihr Baden-Baden-Debüt mit einer ihrer Paraderollen.
Termine: SA 12.4.25/DI 15.4.25/SO 20.4.25
Neuer Konzertfilm zu Filmkomponist Hans Zimmer
Der Konzertfilm „Hans Zimmer & Friends: Diamond in the Desert“ kommt im März weltweit in ausgewählte Kinos, am 19. und 23. März wird er in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen sein. Hans Zimmer & Friends: Diamond in the Desert zeigt eine außergewöhnliche Live-Performance einiger der beliebtesten Kompositionen von Zimmer, darunter Musik aus Dune, Gladiator, Interstellar, König der Löwen und vieles mehr. Jahrzehnte filmischer Meisterwerke werden von seiner Band und einem Weltklasse-Orchester in Dubais legendärer Coca-Cola-Arena und darüber hinaus zum Leben erweckt. Von den Dünen der arabischen Wüste bis zu den Höhen des Burj Al Arab bieten diese Aufführungen ein intimes und einzigartiges Erlebnis von Zimmers beliebtesten und bekanntesten Filmmusiken.
Mit Gesprächen mit Billie Eilish, Sir Christopher Nolan, Denis Villeneuve, Finneas, Jerry Bruckheimer, Johnny Marr, Pharrell Williams, Tanya Lapointe, Timothée Chalamet und Zendaya bietet der Film den Zuschauern einen seltenen Einblick in Zimmers kreativen Prozess und erkundet den Schaffensdrang und die Geschichten hinter seinen engsten Kooperationen.
Jerry Bruckheimer fungiert als ausführender Produzent. Unter der Regie des Emmy-Preisträgers und mehrfach für den Grammy nominierten Paul Dugdale fängt dieser Film die Magie und die erzählerische Kraft von Zimmers Musik in einem unvergesslichen Kinoerlebnis ein. (Quelle Alle teilnehmenden Kinos (inkl. Tickets) finden Sie unter www.hanszimmerfilm.com Den Trailer können Sie sich hier anschauen
Die Musik aus dem Film ist auf dem Album HANS ZIMMER – LIVE zu hören, das bei Sony Classical erschienen ist. Hans Zimmer Live ist digital in Stereo und Dolby Atmos und physisch als 2 CD Album und 4 x 180g Vinyl erhältlich.
Heidelberger Stückemarkt 2025
Die Avantgarde des Theaters zu Gast in Heidelberg: Vom 25. April bis 4. Mai 2025 lädt das Theater und Orchester Heidelberg zum 42. Heidelberger Stückemarkt ein. Als eines der renommiertesten Theaterfestivals im deutschsprachigen Raum bietet der Stückemarkt in eindrücklicher Weise einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen und das große Spektrum an Formen, Erzählweisen und thematischen Setzungen in der zeitgenössischen deutschsprachigen Dramatik. Gastland des diesjährigen Festivals ist China.
„Wir freuen uns, dass auch dieses Jahr wieder eine hohe Anzahl an Einsendungen für den Autor*innenwettbewerb eingegangen ist. Das zeigt, dass die Bedeutung unseres Festivals für junge Autor*innen und unsere Gesellschaft unverändert groß bleibt. Besonders freuen wir uns in diesem Jahr über das Gastland China. Chinesische Theatertexte reichen von der literarischen Tradition des Landes bis zu zeitgenössischen Texten, die Bezug zur modernen, hochtechnisierten Gesellschaft der Volksrepublik nehmen.
Ein sehr spannendes Theaterland. Die eingeladenen deutschsprachigen Gastspiele spiegeln die brandaktuellen, öffentlichen Diskussionspunkte unserer Zeit wider. Ein Beweis mehr, dass Theater ein wichtiger Verhandlungsort für unsere demokratischen Werte ist und bleiben muss“, so Intendant Holger Schultze.
Das Stück RCE #RemoteCodeExecution von Sibylle Berg ist als Gastspiel des Berliner Ensembles zum Heidelberger Stückemarkt 2025 eingeladen; Foto: Moritz Haase
Das diesjährige Festivalprogramm – die eingeladenen Gastspiele ebenso wie die nominierten Stücke des Autor*innenwettbewerbs – setzt sich zu großen Teilen mit zwei gesellschaftlich relevanten Themen auseinander: dem Erstarken der politischen Rechten und der Verlorenheit des Individuums innerhalb der Gesellschaft. Die Autor*innen nähern sich diesen Themen teilweise dokumentarisch, teilweise satirisch oder auch mit Vorschlägen gesellschaftlicher Utopien.
Nach der Eröffnung des Festivals durch die Uraufführung 2×241 Titel doppelt so gut wie Martin Kippenberger von der Frankfurter Hauptschule am Freitag, 25. April 2025, darf sich das Publikum auf die Vorstellung neuer Texte in den Autor*innenwettbewerben freuen sowie auf hochkarätige Gastspiele aus dem gesamten deutschsprachigen Raum – u. a. vom Berliner Ensemble, dem Schauspielhaus Wien, dem deutschen Theater Berlin, den Münchner Kammerspielen, dem Schauspiel Frankfurt und dem Deutschen Nationaltheater Weimar. Der Heidelberger Stückemarkt 2025 zeigt Arbeiten von Nora Abdel-Maksoud, Rosa von Praunheim oder auch Sibylle Berg. Das Programm und alle Infos zum Ticketkauf: www.heidelberger-stueckemarkt.de
Keinland
Magdalena Schrefel entwirft mit ihrem Stück „Keinland“ an der Landesbühne Esslingen eine groteske Welt, in der die Folgen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung bereits Realität geworden sind. Eine Zukunftsvision, ohne zu moralisieren, voller Komik und Sprachwitz und absurden Situationen.
Das Stück spielt auf einer kleinen Insel in den Malediven, die nur noch aus Müll besteht. Dort leben nur noch zwei Menschen, recyceln Brauchbares und verbrennen den Rest. Eines Tages machen sie eine Entdeckung mit Folgen. Dann strandet ein Touristen-Pärchen auf der Insel, die so schnell wie möglich wieder weg wollen. Das gelingt ihnen, indem sie die Naivität der Inselbewohner geschickt und rücksichtslos ausnutzen, und damit deren Ressourcen endgültig zerstören. Egoismus und Nachhaltigkeit funktionieren eben nicht nebeneinander. Der zweite Teil des Stücks macht einen Zeitsprung: Eine Erlebnis-Ausstellung in naher Zukunft widmet sich der Erinnerung an die Malediven. Ein Guide erläutert einer Besucherin, wie eine paradiesische Lagune zur größten Müllkippe der Region wurde, wie das Klima sich veränderte und schließlich das Meer die gesamte Inselgruppe verschluckte. Originale Artefakte zeugen von der damaligen Zeit: Chipstüten, Rollkoffer, ein löchriges Gummiboot …Die Müllinsel Thilafushi gibt es tatsächlich seit 1991, sie gilt als größte Müllinsel der Welt. Premiere am 14. März 2025 an der Landesbühne Esslingen. Weitere Info, Termine und Karten: wlb-esslingen.de
Die Kunst der Bewegung
Emma Lynn MacKay (c) Ronacher
Junge Tanzschaffenden aus aller Welt werden beim 29. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart in TREFFPUNKT Rotebühlplatz vom 13. bis 16. März ihr Können unter Beweis stellen. Sie kommen aus den USA, aus Kanada, Argentinien, Japan, Taiwan, Kamerun und zahlreichen europäischen Ländern.
Die Stücke umkreisen tänzerisch Themen wie gesellschaftlichen Druck, das Hin- und Hergerissen-Sein zwischen zwei Positionen und den aussichtslosen Kampf um das Unerreichbare. Immer wieder spielt die Gesellschaft eine große Rolle: Sind ihre Zwänge ein notwendiges Übel oder Ketten, die es abzuwerfen gilt? Wie formt der stetige Drang nach Leistung das Individuum und welche Rolle darf, soll und muss die Kunst in diesem Spannungsfeld spielen?
Eine renommierte, internationale Jury gibt den Nachwuchstalenten wertvolles Feedback zu technischem Können, Originalität und künstlerischer Innovation ihrer Beiträge.
Eröffnet wird das Festival am 12.03.25 mit Stuttgart Solo Choreo, einer Veranstaltung in Kooperation mit dem Produktionszentrum Tanz und Performance e.V., bei der Choreograf*innen und Tänzer*innen der Freien Tanzszene beweisen, dass auch in Stuttgart und der
Region spannende zeitgenössische Solostücke produziert werden. Die Stücke laufen außer Konkurrenz des Wettbewerbs und werden nicht prämiert. Neu in diesem Jahr ist das Format „Solo Dialog“. Hier treffen die in Stuttgart ansässigen Tänzerinnen Stella Covi und Martina Gunkel auf zwei ehemalige Preisträger*innen des Festivals, Breeanne Saxton und Louis Thuriot, und entwickeln unter Anleitung von Roberta Ferrara eine gemeinsame Performance. Roberta Ferrara ist Gründerin und Künstlerische
Leiterin der Kompagnie Equilibrio Dinamico, freiberufliche Pädagogin und Choreografin sowie Preisträgerin des 22. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festivals 2018. Das Ergebnis dieses künstlerischen Dialogs wird am 16.03.25 an öffentlich zugänglichen Orten wie dem Mercedes-Benz Museum, dem Landesmuseum Württemberg und dem TREFFPUNKT Rotebühlplatz zu sehen sein.
Begleitend zum Festival ist vom 05.03. – 13.04.25 die Ausstellung „Dancing is everywhere. UnterwegsTheater & ArtOrt – Fotografien von Günter Krämmer“ zu sehen. Günter Krämmer dokumentiert seit 1994 die Arbeit des UnterwegsTheater Heidelberg.
Die Tänzerin und Choreografin Clémence Juglet, deren Solo „I need to“ den 1. Preis Tanz beim 25. Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart 2021 gewann, gibt zwei Workshops in zeitgenössischem Tanz: für professionelle Tänzer*innen am Samstag, 15.03.25 um 14.00 Uhr im Produktionszentrum Tanz und Performance e.V. und für Anfänger*innen am Sonntag, 16.03.25 um 13.30 Uhr im TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Weitere Info: Flyer und www.solo-tanz-theater.de
Johannes Naber
Der Thomas Strittmatter Preis der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) geht in diesem Jahr an das Drehbuch „Wachen“ von Johannes Naber (*1971 in Baden-Baden). Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde am 19. Februar, im Rahmen der Berlinale verliehen.
Die Entscheidung traf eine hochkarätige Jury, der die Drehbuchautorin, Dramaturgin und Producerin Laila Stieler, die Regisseurin und Autorin Güzin Kar und die Medienforscherin Anna Kokenge angehörten. Aus 45 anonymisierten Einreichungen hatten die Jurorinnen drei Drehbücher ausgewählt und für den Preis nominiert, womit bereits ein Preisgeld von je 2.500 Euro verbunden ist.
Im Mittelpunkt des Komödienstoffs „Wachen“ steht der Schriftsteller Ferdinand, der von Sozialhilfe lebt. Das Arbeitsamt zwingt ihn in einen Wachschutz-Job. Dort trifft er auf Ronny, einen Ex-Soldaten mit nationalistischem Weltbild. Für Ferdinand geht es nur noch um Eines: Raus aus der Situation – mit allen Mitteln. Die Juryvorsitzende Laila Stieler über das Skript: „Tragisch und komisch zugleich zu erzählen, ist ein seltenes Talent. Das Drehbuch, das wir die Freude haben, hier und heute auszeichnen zu dürfen, ist genau das. Komödienautoren werden selten Kränze geflochten. Ich darf es jetzt tun. Das freut mich.“
Die Auszeichnung wurde Johannes Naber in der Landesvertretung Baden-Württemberg vom Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Arne Braun, und MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen überreicht. Im Anschluss las Schauspieler Sebastian Blomberg Auszüge aus dem Drehbuch.
Johannes Naber absolvierte von 1993-1999 ein Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg. Zu seinen oft preisgekrönten Werken zählen der Debütfilm DER ALBANER, die Satire ZEIT DER KANNIBALEN (2014), die Märchenadaption DAS KALTE HERZ (2016) sowie der ironische Politthriller CURVEBALL – WIR MACHEN DIE WAHRHEIT (2020).
Mit dem Thomas Strittmatter Preis zeichnet die MFG Filmförderung Autorinnen und Autoren für qualitativ hochwertige Drehbücher aus. Prämiert werden Fernseh- oder Kinostoffe mit einem Bezug zu Baden-Württemberg. Der nach dem jung verstorbenen Autor Thomas Strittmatter benannte Drehbuchpreis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird alljährlich während der Berlinale im Rahmen einer feierlichen Gala verliehen.
Moderne Gefühle
Der Stuttgarter Fotograf Ingolf Thiel (1943–1985) zählte zu seinen Lebzeiten zu den innovativsten in Deutschland. Nach einer ersten Station in Dresden zeigt die Gmünder Ausstellung nun erstmals in Baden-Württemberg zahlreiche Zeugnisse dieses visionären und vielseitigen Künstlers.
Thiels Aufnahmen erschienen ferner in zahllosen Zeitschriften und Magazinen, darunter Elle, Gala oder auch Playboy. Parallel und mit zunehmendem Erfolg entstanden auch freie Arbeiten. Visuell beeinflusst von der New Wave-Szene, die ihn 1979 in New York in den Bann gezogen hatte, entwickelte er konzeptionelle Serien in klassischem Schwarzweiß, darunter „Moderne Gefühle“ oder „Heimweh nach dem Traurigsein“. Doch Ingolf Thiel war nicht nur Fotograf, er war ebenso Modedesigner, Bühnenbildner, Balletttänzer, Schauspieler, Performer. Voller Neugier und Enthusiasmus probierte er vieles aus, schuf etwa als Modedesigner Schaumstoffkostüme, von eleganten Models getragen. Seine Faszination für das Ballett führte zur mehrfachen Zusammenarbeit mit der Stuttgarter John-Cranko-Schule und vor allem mit William Forsythe.
Dauer der Ausstellung: Bis 21. April 2025. Weitere Informationen:
Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Telefon: 07171 603-4130,
Web: www.museum-galerie-fabrik.de. Geöffnet: Di, Mi, Fr 14-17, Do 14-19, Sa, So, Feiertage 11-17 Uhr. Montags geschlossen.
LOVE, Amy
Ihre einzigartige Stimme und ihr markanter Style machten sie unverwechselbar – Amy Winehouse gehört bis heute trotz ihres kurzen Lebens zu den größten musikalischen Talenten des beginnenden 21. Jahrhunderts.
Das Theater Heilbronn widmet ihr mit „Love, Amy“ eine fulminante Bühnenshow. Sie brachte den Pop-Soul der 1960er zurück. Nur zwei Studioalben genügten, um sie trotz ihres frühen Todes unsterblich zu machen: 2003 erschien ihr Debütalbum „Frank“ und 2006 ihr zweites Album „Back to Black“, das als Meilenstein der Popgeschichte gilt. Die Bühnenshow „Love, Amy“ von Thilo Wolf und Kevin Schroeder, die exklusiv für das Theater Heilbronn entstanden ist ist eine Hommage an diese widersprüchliche Frau und fantastische Musikerin. Sie lässt das Publikum in die Geschichte von Amy Winehouse eintauchen. Im Zentrum steht ihre große Liebe zur Musik, die mit dem Anhören der Jazz- und Soulplatten aus dem Schrank ihres Vaters begann.
Theater Heilbronn – »Love, Amy« musikalische Show von Thilo Wolf und Kevin Schroeder über die Musik und das Leben der Sängerin Amy Winehouse. Foto: Candy Welz
Vom eigenen Erfolg überrollt, starb die Sängerin 2011 viel zu früh. Wie viele andere Musik-Ikonen mit 27 Jahren (Janis Joplin, Jimi Hendrix, Kurt Cobain). Von den Medien hochgepusht und von den Fans auf der ganzen Welt begeistert gefeiert, begann sie bei Konzerten vor großem Publikum zunehmend Angst zu verspüren. Immer häufiger ertränkte sie den Erfolgsdruck im Alkohol. Abstürze, Drogen-Exzesse und Aufenthalte in Entzugskliniken begleiteten ihre Karriere. 2005 hatte sie Blake Fielder-Civil kennen und war im buchstäblich verfallen. Er soll derjenige gewesen sein, der sie an harte Drogen heranführte und der sie tief verletzte, als er sie für seine Ex-Freundin verließ. Doch ausgerechnet aus einem ihrer schmerzhaftesten Momente ging ihr größter musikalischer Erfolg hervor: viele Lieder aus „Back to Black“, entstanden aus Liebeskummer. „Ich bin eine junge Frau, und ich schreibe über Dinge, die ich kenne“, kommentierte sie ihre Songtexte, die aus ihrem tiefen Inneren kamen und nie auf Charterfolge abzielten.
Theater Heilbronn – »Love, Amy« musikalische Show von Thilo Wolf und Kevin Schroeder über die Musik und das Leben der Sängerin Amy Winehouse. Foto: Candy Welz
Der Musiker und Komponist Thilo Wolf, der bereits mit dem Musical „The Famous Door on Swing Street“ in Heilbronn zu Gast war, ist schon lange ein Fan der Sängerin. 2017 stieß er auf das Buch „Amy, My Daughter“ ihres Vaters Mitch und war bewegt davon, ihre Geschichte aus seiner Perspektive zu lesen. Thilo Wolf nahm Kontakt zu ihm auf. Mit Amys Vater selbst ein leidenschaftlicher Big-Band-Sänger – entstand eine musikalische Freundschaft und schließlich die Idee für sein Bühnenstück „Love, Amy“.
Die „Musik“ tritt in Personifikation einer Sängerin auf, die sich in die junge talentierte Sängerin verliebt. Aber auch Amys Kampf mit den Versuchungen und den dunklen Seiten ihres Lebens wird thematisiert: »Black«, wiederum verkörpert durch einen Mann taucht Mefisto ähnlich immer wieder auf, um sie auf die dunkle Seite zu ziehen. Er ist der Schatten, der verrückte Teufel, der Amy von frühester Jugend an im Nacken saß.
Theater Heilbronn – „Love, Amy“, Foto: Candy Welz
Der Soundtrack besteht aber nicht allein aus den Songs von Amy Winehouse. Der Abend würdigt auch Künstlerinnen und Künstler, die sie prägten, wie etwa Ella Fitzgerald, die Shirelles oder die Rolling Stones. Und er feiert weitere Mitglieder aus dem legendär-tragischen Club 27 wie Janis Joplin, Jim Morrison oder Jimi Hendrix, die wie Amy im Alter von 27 Jahren starben, weil sie sich in ihrem intensiven Leben zu schnell verzehrten. Die Amy-Winehouse-Party auf der großen Bühne beginnt mit der Erinnerung an jenen Moment im Jahr 2008, als die Sängerin den Grammy für »Rehab« gewann … Weitere Info und Termine: www.theater-heilbronn.de
Anastasia Kobekina
Die vierteilige Doku-Serie „Anastasia Kobekina – Jetzt oder nie!“ begleitet die junge, außergewöhnliche Cellistin Anastasia Kobekina auf ihrem Weg zur ersehnten Weltkarriere. Dabei gelingt ein seltener und exklusiver Einblick in die verborgene Welt der Musikindustrie: einer gnadenlosen Branche, bei der hinter den glamourösen Kulissen harte kommerzielle Entscheidungen getroffen werden.
Über mehrere Monate hinweg begleitet das Kamerateam die junge Cellistin Anastasia Kobekina, geboren in Jekaterinburg (Russland auf ihrem Weg zum internationalen Durchbruch. Privat, zu Hause und auf der Bühne. Angefangen mit der Aufnahme ihres ersten Solo-Albums bei Sony, beleuchtet die Langzeit-Dokumentation ihre künstlerische und persönliche Entwicklung: Phasen der Unsicherheit und Selbstzweifel ebenso wie Momente beruflicher Höhenflüge und persönlicher Triumphe. Hinzu kommen Marketingkampagnen, Fotoshootings und Coachings. Diese authentische, feinfühlige Langzeit-Dokumentation erlaubt es, die beeindruckende Karriereentwicklung der Musikerin aus nächster Nähe mitzuerleben. Der vierte Teil der Doku-Serie endet bei Kobekinas lang ersehntem Auftritt bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall in London im August 2024. Einem bedeutenden Meilenstein ihrer Karriere, der ihr in Zukunft zahlreiche Türen öffnen wird.
Wichtige Weggefährten wie ihr Manager, ihr Labelchef, ihre Health Coachin sowie Familie und enge Freundschaften spielen eine zentrale Rolle. Auch ein deutscher Kunst-Mäzen, der für Anastasia zu einer Art Ersatzonkel geworden ist, wird vorgestellt.
Die Regisseurinnen Grete Liffers und Sophie-Caroline Danner zeigen mit dem empathischen Kamerateam auch den Alltag: Vom Kofferpacken, über gesundheitliche Abgeschlagenheit bis hin zu Cellostunden mit ihrer Professorin Kristin von der Goltz. Zudem kommen internationale Musik-Stars wie Geigerin Patricia Kopatchinskaja und Dirigent Paavo Järvi zu Wort, die das Potenzial der jungen Cellistin erkennen und ihre eigenen jahrelangen Erfahrungen mit dem knallharten Klassikbetrieb teilen. Jede einzelne Folge verdeutlicht den Druck, unter dem junge aufstrebende Klassiktalente heutzutage stehen – und welchem sie auch standhalten müssen, um ihrem Traum näher zu kommen. Erst der Klassikbetrieb macht sie zu Stars. Oder in den Worten von Anastasia Kobekina: „Ich glaube es, sind drei Faktoren: Begabung, starker Wille und Glück.“
ARD Klassik zeigt alle vier Folgen in der ARD Mediathek: ard-klassik.de.
Anastasia Kobekina live erleben: 29.03 Heidelberg, Germany. Heidelberger Frühling Festival
Schostakovitch Concerto n.1 with the Deutsche Kammerphilharmonie Bremen and Tarmo Peltokoski
CD-Tipp
Ihr 2024 bei Sony Classical erschienenes Album: »Venice« demonstriert die stilistische Bandbreite und das weite musikalische Interesse von Anastasia Kobekina. Ein erklärter Sehnsuchtsort der Musikerin. Ihr Album, auf dem sie von handverlesenen Solisten und dem Kammerorchester Basel begleitet wird, verbindet Vergangenheit und Gegenwart der Stadt: Musik von der Renaissance von Claudio Monteverdi und John Dowland bis hin zum 21. Jahrhundert von Brian Eno. Ebenfalls auf der CD zu finden ist ein Werk der freigeistigen venezianischen Komponistin Barbara Strozzi (1619-1677), Konzertsätze von Vivaldi und Bach werden mit einem modernen Werk wie »Limestone and Felt« der amerikanischen Komponistin Caroline Shaw gegenübergestellt. Vertreten sind zudem Werke von Komponisten, in deren Leben Venedig eine Rolle spielte wie Gabriel Fauré, Nino Rota und Benjamin Britten. Anastasia Kobekina spielt zudem ein Werk ihres Vaters Vladimir Kobekin, das auf einer Melodie von Monteverdi basiert, »Ariadne’s Lament«. Monteverdi, ehemaliger Musikdirektor der Markuskirche in Venedig, ist auf dem Album fast ständig präsent. Auch der berühmteste Komponist, der aus Venedig hervorging, Antonio Vivaldi, ist in einer Reihe von Cellokonzerten vertreten. Über Vivaldi sagt Kobekina: ›In Vivaldis Musik gibt es so extreme Kontraste, vor allem zwischen dem Orchester und dem Solisten, als ob es zwischen Sonne und Schatten wäre. Man hat fast das Gefühl, von den Wellen mitgerissen und fortgetragen zu werden. Ein unbewusster Tanz, ewig, als würde er einen Rhythmus schlagen, der uns allen innewohnt, Bewegung als Wurzel der Musik. Es ist so leicht, sich davon mitreißen zu lassen.‹
Anna Karenina
Das Stuttgarter Ballett übernimmt das Handlungsballett von John Neumeier nach der Romanvorlage von Tolstoi.
Leo Tolstois Anna Karenina zählt zu den großen Gesellschaftsromanen der Weltliteratur. John Neumeier, zu dessen Spezialität Handlungsballette nach literarischer Vorlage gehören, war zutiefst fasziniert von diesem komplexen Werk. Doch wie lässt sich ein Roman von 800 Seiten auf die Bühne bringen? Neumeier hat 2017 seine eigene Interpretation geschaffen, in der er die Handlung auf das Wesentliche herunterbricht und Tolstois Stoff aus dem 19. Jahrhundert in die Gegenwart holt.
Anna Karenina (c) Roman Novitzky-Stuttgarter Ballett
Zu Musik von Peter Tschaikowsky, Alfred Schnittke und Cat Stevens / Yusuf Islam lässt John Neumeier – inspiriert von Tolstois Vorlage – ein modernes Gesellschaftsporträt auf der Bühne entstehen. Mit Anna Karenina als stolzer Frau im Zentrum hat der Choreograph ein weiteres Handlungsballett geschaffen, das eine starke weibliche Stimme in den Vordergrund rückt und über gesellschaftliche Rollen nachdenken lässt, ähnlich wie er es bereits bei seinem Meisterwerk Die Kameliendame getan hat. John Neumeier ist eine Institution. Nach choreographischen Anfängen beim Stuttgarter Ballett hat er mehr als 50 Jahre lang das Hamburg Ballett geleitet. Über die Hansestadt hinaus hat er sich einen Namen als Ausnahmechoreograph vor allem für abendfüllende Werke, seien sie erzählend oder sinfonischer Art, gemacht. Im Sommer 2024 legte er an der Elbe sein Amt als Ballettintendant nieder, doch seine Ballette bleiben bewegend aktuell. Mit der Stuttgarter Erstaufführung von Anna Karenina kehrt er zurück zu seinen Anfängen in Stuttgart.
Bei der Stuttgarter Erstaufführung wird die Erste Solistin Miriam Kacerova die Rolle der Anna Karenina tanzen. In weiteren Rollen werden David Moore (Alexej Karenin), Martí Paixà (Alexej Wronski) und weitere zu sehen sein (Änderungen der Besetzung vorbehalten. Premiere 14. März 2025 Weitere Vorstellungen 20. / 26. / 27. März 2. / 3. / 4. / 10. / 15. / 17. Mai 2025
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