Still Life

Austin Eddy,o.T.2024 Öl auf Leinwand 254 x 101 cm

Der Kunstverein Heilbronn realisiert die erste institutionelle Einzelausstellung im deutschsprachigen Raum mit dem in New York lebenden Maler und Bildhauer Austin Eddy (geb. 1986, studierte am Chicago Institute of Art).
Austin Eddy formuliert in seinem malerischen Werk Widersprüche, greift auf Traditionen der klassischen Moderne zurück und bearbeitet die Balance zwischen Figuration und Abstraktion.

Motivisch spielen Vögel, Fische und Blumen in seinen Arbeiten die Hauptrolle. Diese figurativen Elemente entfalten sich zu Stillleben, Landschaften und Stadtansichten. In kräftigen Farben gearbeitet und mit verschiedenen Texturen des Farbauftrags moduliert, treten die Bildelemente in ein perspektivisches Miteinander, in ein Geflecht von Linien und Flächen und werden so zu einem komplexen Gefüge räumlicher Überlagerungen. Ähnliche Bildmotive tauchen in verschiedenen Formationen, Farben und Zusammenstelllungen immer wieder auf.

Austin Eddy,o.T.2024 Öl auf Leinwand 254 x 101 cm

Zu sehen sind  vielfältige Arbeiten: auf Leinwand, auf Papier und Skulpturen, denn in den letzten Monaten hat der Künstler sein Werk auf skulpturale Arbeiten sowie auf Keramik erweitert.
21. September bis 24. November 2024

Kunstverein Heilbronn
Allee 28 / Kunsthalle Vogelmann
D-74072 Heilbronn

Albstädter Literaturtage

Die Albstädter Literaturtage sind ein Festival für Bücher- und Lesefreunde. Sie finden alle zwei Jahre im November statt und begeistern mit einem vollgepackten Programm rund um Bücher und Literatur. Bekannte Autoren lesen aus ihren Werken, Schauspieler bringen das gedruckte Wort auf die Bühne und Poetry Slammer stellen ihre eigenen Kreationen dem Publikum vor. Der Albschreiber begleitet die Literaturtage und hält seine Eindrücke von Einzelterminen, der Veranstaltungsreihe und auch der Stadt als Ganzes in Form von Blogbeiträgen fest.

Musik, Kabarett, Autorenlesung, Podien –

Die Eröffnungsgala der Literaturtage  wird moderiert von Markus Brock, Fernsehmoderator im SWR und „MuseumsCheck“ von 3sat. Musikalisch wird der Abend durch „Südlich von Stuttgart“ umrahmt. Kabarettist Link Michel ist vielfach ausgezeichneter Kleinkunstpreisträger. Er erzählt in pointierten Anekdoten, wie er das Leben und skurrilste Alltagssituationen meistert. Autorin Gaby Hauptmann liest und stellt sich im Gespräch mit Markus Brock. Hauptmann, unter anderem bekannt durch ihre weltweit erfolgreichen Bestseller „Suche impotenten Mann fürs
Leben“, hat rund 40 Bücher und Hörbücher veröffentlicht, die in 34 Sprachen übersetzt wurden.
Zwischen den Programmpunkten finden Gespräche mit Oberbürgermeister Roland Tralmer, Albschreiber Wolfgang Heyer, sowie den Sponsoren und Partnern statt, die den Abend abrunden. mit Markus Brock, Gaby Hauptmann, Link Michel, Südlich von Stuttgart und vielen weiteren mehr…
„Eröffnungsgala der Literaturtage Albstadt 2024“
Freitag, 08. November, 19:30 Uhr Festhalle Albstadt
Albstadt-Ebingen

Weitere Info: Tourist-Info Albstadt, das komplette Programm der Literaturtage finden Sie hier  

Literatur live Schwäbisch Hall

Die Reihe Literatur live Schwäbisch Hall findet wieder diesen Herbst und Winter statt. Nachfolgend Einblicke in das Programm:

Am Dienstag, 22. Oktober werden im  Kunstfoyer der Sparkasse  zwei erfahrenen Kulturjournalisten,  ihre Debüt-Romane in Hall direkt im Anschluss an die Frankfurter Buchmesse vorstellen: Katrin Schumacher, bekannt etwa aus der 3Sat Fernsehsendung Buchzeit, präsentiert „Liste der verbliebenen Dinge“, einen Roman in dem Kunst- und Naturbeobachtung zusammenspielen. Ulrich Rüdenauer berichtet seit vielen Jahren über Bücher und Musik in Zeitungen und im Radio. Zudem kuratiert er seit 20 Jahren die Reihe „Literatur im Schloss“ in Bad Mergentheim und kooperierte dabei oft mit dem Haller Kulturbüro. Sein erster Roman „Abseits“ handelt von einer Kindheit auf dem Land in den 1950er Jahren.

Eldad Stobezki stellt am Dienstag, 29. Oktober in der Stadtbibliothek Neuerscheinungen israelischer Literatur vor – darunter auch sein eigenes Buch „Rutschfeste Badematten und koschere Mangos“. Der Lektor und Übersetzer ist in Tel Aviv geboren und seit 1979 in der Frankfurter Literaturszene verankert. Seine Vorfahren lebten bis zu ihrer Flucht 1933 in Hall. Er pflegt freundschaftliche Kontakte in die Stadt.

Am Mittwoch, 6. November wird Lena Gorelik im Neuen Globe durch Oberbürgermeister Daniel Bullinger mit dem Comburgstipendium ausgezeichnet. Im Anschluss gibt sie im Gespräch mit Jurymitglied und Freilichtspiele-Dramaturg Franz Burkard Einblicke in ihren autobiografischen Roman „Wer wir sind“: Ein Mädchen reist 1992 von St. Petersburg mit den Eltern, der Großmutter und ihrem Bruder nach Deutschland aus, in die Freiheit. Was sie dafür zurücklässt, ist letztlich ihre Kindheit. Im Westen merkt die Elfjährige, dass sie jetzt eine andere und „die Fremde“ ist. Lena Gorelik ist auch Herausgeberin des neu erschienenen Buches „Trotzdem sprechen“ zum Nahostkonflikt.

Beim Frauenliteraturcafé ist im Rahmen des Jubiläums 60 Jahre Städtepartnerschaft Épinal und Schwäbisch Hall am Sonntag, 24. November Sylvie Schenk zu Gast in der Stadtbibliothek. Die 1944 in Chambéry geborene Autorin lebt seit 1966 in Deutschland. Ihre Romane schreibt sie seit 1992 auf Deutsch. Ihr neuestes Buch „Maman“ spiegelt das Leben ihrer 1916 geborenen Mutter wider. Zusammen mit Saxophonist Heribert Leuchter stellt sie das Buch in der Stadtbibliothek vor.

Am Montag, 9. Dezember trägt der Bestsellerautor Jan Weiler („Mein Leben als Mensch“, „Das Pubertier“ oder „Der Markisenmann“.) im Kunstfoyer der Sparkasse Geschichten über die Liebe aus seinem neuen Buch vor: Architekt Peter Munk liegt mit einem Herzinfarkt auf der Rolltreppe in der dritten Etage eines Kaufhauses. Im Krankenhaus blickt er auf die dreizehn Frauen seines Lebens zurück und die Lektion, die er von jeder einzelnen gelernt hat. Jan Weiler ist bekannt durch Bücher wie

Ein finnischer Krimiabend mit Arttu Tuominen führt am 27. Januar in die Untiefen der Online-Kriminalität. „Was wir ihnen antun“ ist nach „Was wir verschweigen“ und „Was wir nie verzeihen“ Tuominens neuester Nordic-Noir-Roman. Der Autor kommt mit seiner Übersetzerin auf Einladung der Deutsch-Finnischen Gesellschaft im Rahmen des Jubiläums 40 Jahre Städtepartnerschaft Lappeenranta – Schwäbisch Hall in die Stadtbibliothek.

Zum Abschluss ist am 8. Februar Ewald Arenz in der Hospitalkirche zu Gast: „Zwei Leben“ ist sein neuer Roman, der von Roberta und Gertrud erzählt, die in den 1970er Jahren in einem Dorf in Süddeutschland ihren Weg zwischen Wunsch und Wirklichkeit finden müssen. Der Nürnberger Ewald Arenz wurde mit Romanen wie Alte Sorten, Der große Sommer, Die Liebe an miesen Tagen bekannt. Die Leipziger Jazzmusikerin Antonia Hausmann begleitet den Abend musikalisch.

Karten gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Osiander, in der Stadtbibliothek und der Tourist-Info Schwäbisch Hall

Informationen hier im Flyer

Fotonachweis: Lena Gorelik: Charlotte Troll, Alexander Estis: Magnus Terhorst, Katrin Schumacher: Minitta Kandlbauer

Kino ganz nah für alle

Beim 2. Stuttgarter Filmfest der Generationen vom 10. Oktober 2024 – 30. November 2024 werden aktuelle  Themen wie Migration, Inklusion, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Klimawandel aufgegriffen; Fragen, die für alle Altersgruppen von Bedeutung sind. „Kino ganz nah – 2. Stuttgarter Filmfest der Generationen“ will mit der Initiative  „kinofreie“ Stadtbezirken und Quartieren fördern. Sie  finden in Stadtteil‐ und Familienzentren der Mobilen Jugendarbeit, Senioreneinrichtungen, Begegnungsstätten, Kirchen etc. statt. Im Anschluss an die Filmunterhaltung wird im Dialog mit dem Publikum das Filmthema besprochen und vertieftDer Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenfrei. Alle Filme und das Programm finden Sie hier

 

Staatstheater Stuttgart Backstage

Die fünfteilige Film-Dokumentation „Toi Toi Toi! Das größte Dreispartenhaus der Welt“ schaut hinter die Kulissen der Staatstheater Stuttgart.
Die Stuttgarter Staatstheater sind das größte Dreispartenhaus der Welt und beschäftigen rund 1.400 Mitarbeitende. Vier junge Ensemblemitglieder, Ballerina Rocio Aleman, Schauspieler Elias Krischke und das Sängerpaar Esther Dierkes und Björn Bürger führen das TV-Publikum in einer 5teilgen Doku unter dem Titel „Toi Toi Toi! Das größte Dreispartenhaus der Welt“ hinter die Kulissen des Hauses, das ihr Leben bedeutet.

Filmstill: Große Gefühle Esther Dierkes fällt nach der Aufführung ihrem Mann Björn Bürger in die Arme © SWR

Die Doku begleitet auch das Stuttgarter Ballett auf einem Gastspiel nach Bangkok, zeigt die Arbeit der Berufe von Inspizient:innen, Requisiteur:innen und Schneider:innen hinter den Kulissen, die täglich ihr Bestes geben und nie im Scheinwerferlicht stehen. Die Kamera ist noch Sekunden vor der Premiere nah dran an den Stars und beobachtet, wie u.a. Schneider:innen den Ausnahmetänzer Friedemann Vogel in einen Nussknacker verwandeln.

Anderer Blickwinkel – Das Stuttgarter Opernhaus aus der Sicht des Baritons Björn Bürger © SWR (S2)

Die fünfteilige Dokumentation wurde von den Filmemacher:innen Sandra Maria Dujmovic und Joachim Lang für den SWR produziert. Ihre Namen stehen für Arthouse-Filme wie „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“, „Führer und Verführer“, ausgezeichnet mit dem Audience Award 2024 auf dem Filmfest München, und „Cranko“ mit Sam Riley sowie den Stars des Stuttgarter Balletts.
Die Dokuserie ist in der ARD Mediathek abrufbar

Patricia Kopatchinskaja

Bereits in der Spielzeit 2020/2021 war die Geigerin Patricia Kopatchinskaja beim SWR Symphonieorchester als Artist in Residence zu Gast. Nun kehrt sie als Artistic Partner für zwei Spielzeiten zum Orchester zurück und lässt sich in dieser Funktion nicht bloß als international bekannte Spitzengeigerin hören, sondern wird zugleich mit eigenen Programmideen aktiver Teil der künstlerischen Planungen. Zwei Formate wurden von ihr konzipiert: Im Februar 2025 kombiniert sie mit Dmitrij Schostakowitschs erstem Violinkonzert und György Ligetis „Mysteries of the Macabre“ zwei hochexpressive, doppelbödige Werke voll abgründigen Humors miteinander und tritt in beiden unter der Leitung von Ingo Metzmacher als Solistin auf. Für die „Linie 2“-Konzerte im November 2024 hat Kopatchinskaja ein „Peace Project“ gestaltet, in dem die traditionellen Grenzen zwischen Bühne und Publikum verschwinden und das Konzert zu einer klingend inszenierten Realität werden soll. „Als ich von dem Kriegsausbruch in der Ukraine hörte und im Fernsehen sah, wie die Menschen sich in einem Bunker versteckt haben, wie sie mit ihrer Angst um ihr Leben umgegangen sind: Das hat mich erschüttert. Und ich fragte mich: Wie fühlt es sich eigentlich an, wenn man in so einem Unterschlupf gemeinsam sitzt? Welche Art von Musik – oder einfach: welche Klänge – hört man da? Woran denkt man in solch einer Situation? Diese Gedanken haben mich dazu bewogen, das ‚Peace Project‘ zu entwickeln – im Gedenken an die Opfer dieses schrecklichen Krieges.“ Das inszeniertes Konzertformat findet am 7. November im Stuttgarter Wizemann und 8. November im Freiburg, E-Werk statt. Zu hören sein werden Werke und Texte von Franz Kafka, Swetlana Alexijewitsch, Olivier Messiaen, Tigran Mansurian, Matthias Claudius, Luciano Berio, Patricia Kopatchinskaja, August Stramm, Henry Purcell, György Kurtág, Franz Schubert, Claudio Monteverdi, Wolfgang Amadeus Mozart, Paul Celan, Arvo Pärt, Lugio Nono und Johann Sebastian Bach.

Patricia Kopatchinskaja
Photo: Marco Borggreve

Neben Patricia Kopatchinskaja, Idee und Regie und Mitgliedern des SWR Symphonieorchesters sowie SWR Experimentalstudio wirken mit: Marco Borggreve, Szenographie und Licht, Hubert Wild, Schauspiel und Sänger, Sebastian Manz, Klarinette, Michael Acker / Daniel Miska, Klangregie, Leon Aviles Fucyman, Klangregieassistenz und Ensemble 45
Karten: SWR Ticketservice

Bühne des Lebens

In ihrem neuen Roman stellt die preisgekrönte Bestsellerautorin Anna Katharina Hahn einen Stuttgarter Chor als Spiegel einer ganzen Stadtgesellschaft in den Mittelpunkt. Einfühlsam, aber auch unerbittlich porträtiert sie Frauen aus drei Generationen, die Teil eines fiktiven Freizeitchors sind. Es geht um Freundschaft, Rivalität, Eifersucht und natürlich um die Musik!

Anna Katharina Hahn © Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag.

Ihr Roman dreht sich – der Titel verrät es – um einen Chor, genaugenommen ein Frauenchor. Warum haben Sie diesen Chor ins Zentrum Ihrer Erzählung gestellt?
Im Grunde ist jeder Chor, egal von welcher Qualität, ein Wagnis. Nicht nur für seine Leiterinnen und Leiter, sondern für alle, die sich entscheiden, mitzusingen: Man muss vor die Tür gehen, fremde Leute treffen, aus anderen Stadtteilen, Ländern, sozialen Schichten, sich vor sie hinstellen, den Mund aufmachen, die eigene Stimme einsetzen, in den Pausen aufeinander zugehen, gemeinsam viele Stunden verbringen. Selbstverständlich spiegelt die Welt der Chöre auf den ersten Blick eher die starke Aufsplitterung unserer Gesellschaft wider: in Profis und Laien, highbrow und lowbrow, in Geschlechter, Berufsgruppen, Konfessionen, sexuelle Orientierungen. Aber ein unambitionierter Freizeitchor wie meine ›Cantarinen‹ bringt Leute zusammen, die einander unter anderen Umständen nie getroffen hätten. Genau hier beginnt das erzählerische Abenteuer. Mir ist es wichtig, auch Figuren zu erschaffen, die nicht in meinem Alter sind oder meinem Milieu angehören. Natürlich bin ich keine realistische Schriftstellerin, aber ich fühle mich durch und durch der Gegenwart verpflichtet, der Darstellung von Ausschnitten aus unserem Leben. Dafür habe ich in diesem Roman einen Frauenchor gewählt.
Im Chor treffen sehr verschiedene Persönlichkeiten aus mehreren Generationen aufeinander – ist Der Chor auch ein Roman über die Verständigung zwischen Generationen?
Der Chor führt, wie alle meine Romane, eine Vielzahl von Themen zusammen. Freundschaften und Abneigungen entstehen in diesem Gefüge, alle Figuren suchen nach Erlösung durch andere. Einsamkeit ist ein großes Thema, die Verlassenheit der Alten wie der Jungen, auch das Alleinsein zu zweit in der Ehe. Während der Coronazeit hat sich dieses Problem mitunter bis zur Lebensgefahr verschärft.
Freundschaft ist ein wichtiges Thema Ihres Romans. Worauf kommt es Ihnen in einer guten Freundschaft an?
Die Freundschaften zwischen diesen singenden Frauen, die einander zärtlich »Chorschwestern« nennen, sind zentral für den Roman. Aber Freundschaften können komplexe und gefährliche Angelegenheiten sein, ähnlich schwierig wie Liebesbeziehungen. Und ohne Liebe im besten Sinne funktioniert keine Freundschaft, oder?
Welche Bedeutung hat für Sie Stuttgart als Handlungsort des Romans? Könnte das Buch auch in jeder anderen Großstadt spielen?
Meine Figuren könnten sicher in jeder westlichen Großstadt leben. Aber bei einigen empfinde ich den Wesenskern, ihre Hintergründe und ihre Sprache als unverkennbar für Stuttgart. Die Lebensläufe sind deutlich durch unterschiedliche Formen von Arbeitsmigration in der Nachkriegszeit geprägt, die in dieser Stadt bis heute spürbar sind. Meine Familie kennt beide Seiten der Medaille – Verwurzelung und Migration. Für mich ist es am interessantesten, beides zu beschreiben.
Es geht durch den Chor viel um Musik in Ihrem Roman – haben Sie beim Schreiben viele der Chorstücke gehört oder schreiben Sie lieber im Stillen?
Viele dieser Lieder habe ich immer wieder gehört, sie auswendig gelernt und gesungen, um ein Gefühl für sie zu bekommen, für ihre körperliche Wirkung, die ja enorm stark sein kann, wenn man Töne und Worte aus sich herausfeuert. Zum Arbeiten brauche ich allerdings eine musikfreie Umgebung, nicht totenstill, aber einigermaßen ruhig.
Singen Sie selbst gerne?
Ich singe mit Begeisterung, allerdings unbelehrbar falsch und daher nicht im Chor. Meiner Leidenschaft fröne ich nur, wenn ich weiß, dass mir niemand zuhört.

Anna Katharina Hahns Playlist zum Buch
„Der Chor“ gibt es auf Spotify
Aktuelle Lesungen mit der Schriftstellerin:
24.10.2024, Volksbank Hochrhein in
Waldshut-Tiengen 19.30 Uhr
28.10.2024 Stiftskirche  Tübingen 20.00 Uhr
04.11.2024 Salem Linzgau-Buchhandlung 19.30 Uhr
14.11.2024 Galerie für Kunst Schorndorf 19.30 Uhr
Infos und weitere Termine:
www.suhrkamp.de/Anna Katharina Hahn
Das Interview wurde zuerst auf der Website des
Suhrkamp Verlags veröffentlicht, wir drucken einen Auszug ab. Sie können es in voller Länge auf www.suhrkamp.de nachlesen.

Elliott Erwitt. Vintages

Sein weltoffener und zugleich prüfender Blick erfasste Motive, die das Weltgeschehen und seine Gegensätze bis heute einzigartig widerspiegeln. Mit Elliott Erwitt (1928–2023) präsentiert die Städtische Galerie Karlsruhe einen Fotografen, der sich mit seinen ikonischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen im kollektiven Bildgedächtnis verewigt hat. Über 180 Arbeitsabzüge des renommierten Magnum-Fotografen aus den 1950er- bis 1980er-Jahren zeigen in der Ausstellung „Elliott Erwitt. Vintages“ ein Kaleidoskop aus Zufällen, Bildikonen und skurrilen Momentaufnahmen.
In fünf Kapiteln blickt die SGK auf das umfangreiche und humorvolle Werk des Magnum-Fotografen Elliott Erwitt. Ausgangspunkt sind dabei wenige Aufnahmen „Made in Karlsruhe“ aus den 1950er-Jahren, die der Fotograf während seiner Stationierung im Rahmen seines Militärdienstes für die U.S. Army in der Fächerstadt einfing. Die bisher nur selten oder noch nie gezeigten Fotografien zeigen Straßenszenen aber auch Einblicke in ein vergangenes Karlsruhes und offenbaren Erwitts Talent, persönliche aber auch universelle Geschichten in seinen Motiven zu erzählen.

USA, NYC, 1946 © Elliott Erwitt / Magnum Photos
USA. New York, New York. 1955.© Elliott Erwitt / Magnum Photos

Straßenszenen mit Witz
Barcelona, Pisa, Paris, London, Częstochowa und Moskau, aber auch Guatemala, Puerto Rico und Japan. Die Stationen auf Erwitts Reisen sind unzählig und nicht immer konkreten Städten zuzuordnen. Dabei entstehen zahlreiche sozialdokumentarische Momentaufnahmen wie beispielsweise eine Truppe musizierender Jugendlicher in San Miguel de Allende in Mexiko.

MEXICO. San Miguel de Allende. 1957. © Elliott Erwitt / Magnum Photos
GREECE. 1963. © Elliott Erwitt / Magnum Photos

Alltagsgeschichten mit ungewöhnlicher Perspektive
Einen hechelnden Chihuahua und adrette Sandalen mit Keilabsatz in Szene zu setzen, ist offenkundig nur eine Frage der Perspektive. In „USA, NYC“ (1946) begibt sich der Fotograf auf Augenhöhe mit dem Hund und lässt den Ausschnitt für das Ganze sprechen. Unzählige Schnappschüsse dieser Art erzählen kleine Alltagsgeschichten und offenbaren sein Gespür für das rechte Maß in der Bildkomposition. „Man sagt mir, ich verstünde mich darauf, Fotos zu machen, die auf dieselbe Weise witzig sind wie Wortspiele“, so Elliott Erwitt. Oft lösen die Fotografien ein Schmunzeln beim Betrachten aus und geben ein feines Gespür für die absurden, komischen, tragischen und poetischen Augenblicke des Alltags wieder. Ungarische Mädchen im gemeinsamen Gänsemarsch mit den Tieren, ein Moped-fahrender Hund oder Museumsbesucher*innen vor leerem Bilderrahmen: Elliott Erwitts unverkennbares Markenzeichen ist es, diese ulkigen Blicke auf das Leben der Anderen in eindrucksvolle Dokumente der Zeitgeschichte zu überführen.

USA. Arkansas. 1954. © Elliott Erwitt / Magnum Photos
USA. Washington, D.C. 1955. © Elliott Erwitt / Magnum Photos

Dokumentation des sozialen Miteinanders
Es sind alltägliche Szenen auf der ganzen Welt, die Erwitts Perspektive auf das soziale Miteinander dokumentieren. Ein bei einem Spaziergang zurückblickendes Kind in Versailles, Volleyballspielen am Strand von Rio de Janeiro oder sechs Männer in Rückenansicht, die wiederum das Straßenleben in Saint-Tropez beobachten. Wie kaum eine andere Person beherrscht Erwitt die Kunst, mit der Kamera in scheinbar beiläufigen Szenen den besonderen Moment festzuhalten. Im Fokus steht dabei die Interaktion zwischen Bekannten, Freunden und Fremden wie in der Fotografie „Lost Persons Area“ deutlich wird. Vier sich offenkundig fremde Frauen haben sich an einem Ort versammelt und warten allein, aber in Gesellschaft darauf, wiedergefunden zu werden.

Weitere Info: Das Museum stellt eine Ausstellungswand für die Schnappschüsse der Besucher*innen zur Verfügung, die in ihren Aufnahmen die persönliche Sicht auf Erwitts Arbeiten widerspiegeln sollten. Auch Kinder und Familien kommen nicht zu kurz: in der eigens eingerichteten Kid’s Zone können Kinder aus ihrer Perspektive Kunst spielerisch erleben und entdecken. Zur Ausstellung liegt der Katalog „Elliott Erwitts New York“ vor. Der Preis an der Museumskasse beträgt 49,90 €. Darüber hinaus vielfältiges Begleitprogramm zur Ausstellung zu finden Sie unter: www.staedtische-galerie.de

Städtische Galerie Karlsruhe, Lorenzstr. 27, 76135 Karlsruhe, Tel. +49 (0)721 133 4401/ 4444

Die Städtische Galerie ist das Kunstmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst der Stadt Karlsruhe. In einem der größten Industriedenkmäler Deutschlands mit einer einzigartigen Architektur zeigt sie Wechselausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, begleitet von Präsentationen aus der eigenen Sammlung. In diesem Dialog gibt sie einen breit gefächerten Überblick über die Kunst von der Moderne bis in die Gegenwart.
Weitere Informationen unter www.staedtische-galerie.de/museum

„Express Yourself“

Neue Klassik, neues Festival – Die Hanke Brothers veranstalten ihr 1. New Classical Music Festival vom 11. bis 27. Oktober 2024 in Sindelfingen und Böblingen. Dabei können die jüngst gekürten OPUS KLASSIK-Preisträger* bei dieser Festivalgründung auf eine etablierte Infrastruktur setzen. Nicht nur sind die vier Brüder mit der ungewöhnlichen Quartett-Besetzung Blockflöte, Viola, Klavier und Tuba in Sindelfingen aufgewachsen. Mit ihren innovativen jungen Konzertformaten in der Region haben sie in den vergangenen Jahren bereits die Basis in Sachen Festival gelegt. Jetzt folgte der entscheidende nächste Schritt.

Hanke Brothers, Foto: Theresa Pewal

Während die Hanke Brothers die bisherigen „Heimspiele“ vorwiegend alleine bestritten, laden sie nun ausgewählte gleichgesinnte Kolleg*innen ein. Den Spirit der über gut 14 Tage verteilten Konzerte beschreibt treffend das Festival-Motto. „Express Yourself“ ruft alle Beteiligten dazu auf, den Fokus auf das eigene Innere zu legen und einen Ausdruck zu finden für das, was sie ganz individuell antreibt. Das Zuhören dürfte sich lohnen. Denn das Line-Up der jungen Virtuos*innen und die Programmauswahl der ersten Ausgabe machen definitiv gespannt auf die Ergebnisse dieser künstlerischen Selbstsuche.
* Vor wenigen Wochen wurden die Preisträger*innen des OPUS KLASSIK (ehemals ECHO KLASSIK) 2024 bekanntgegeben. Die Auszeichnung in der Kategorie Nachwuchsförderung ging an die Hanke Brothers.

Freitag, 11. Oktober 2024 um 18:00 Uhr in der Stadthalle Sindelfingen
New Classical Music Festival: Eröffnungskonzert mit den Hanke Brothers
mit David Hanke (Blockflöte), Lukas Hanke (Viola, Perkussion), Jonathan Hanke (Klavier) und Fabian Hanke (Tuba, Violine)
Das New Classical Music Festival der Hanke Brothers feiert Premiere und schlägt Brücken zwischen klassischen Werken und unserer Gegenwart. Inspiriert von dem Motto „Express Yourself“, stimmen die vier Brüder ihr Publikum gleich beim Eröffnungskonzert darauf ein, wohin die Reise hier künstlerisch geht: mit Klassik, die offen ist für Musikstile und Themen, die uns im Hier und Heute als Gesellschaft, Menschen und Künstler*innen bewegen.

Samstag, 12. Oktober 2024 um 11:00 Uhr in der Druckerei Röhm, Sindelfingen
Alles Cello
mit Ivan Turkalj (Violoncello) und Gesprächspartner David Hanke
Frischzellenkur für das klassische Repertoire: Mit seinem mutigen, energiegeladenen Spiel durchbricht Cellist Ivan Turkalj gut gelaunt Genre-Grenzen und vermisst die Cello-Literatur neu – ob als Mitglied von The Erlkings oder im New Piano Trio. Zudem engagiert er sich als Music Innovator für die Aktualisierung des Konzert-Erlebnisses und der Musik-Präsentation. Klar, dass sich dieser Drive auch live auf der Bühne bemerkbar macht. Von Barockmusik über eigene Kompositionen bis hin zur Improvisation ist alles dabei. Entsprechend bietet das Konzert auch den perfekten klingenden Anlass für ein Gespräch unter Künstlerfreunden: Was bedeutet eigentlich „New Classical Music“?

Donnerstag, 17. Oktober 2024 um 19:00 Uhr in der Martinskirche Sindelfingen
Duo Theoretically Blonde, Coming Soon
mit Erik Bosgraaf (Blockflöte) und Ernst Reijseger (Violoncello). Special guest: David Hanke
Unkonventionell und virtuos – diese Beschreibung passt ebenso gut auf den Blockflötisten Erik Bosgraaf wie auf den Cellisten und Komponisten Ernst Reijseger. Dass sie musikalisch und menschlich ausgesprochen kompatibel sind, merkten die beiden Niederländer rasch, als sie sich in Hilversum kennenlernten und anfreundeten. Heute zählt Erik Bosgraaf zu den weltweit führenden Blockflötisten, ist bekannt für seine innovative Herangehensweise an Alte wie Neue Musik. Cello-Legende Ernst Reijseger fasziniert mit seiner genreübergreifenden Musik, die Klassik, Jazz und Weltmusik vereint. Beide sind auch als Komponisten aktiv. Gemeinsam haben sie unter anderem die eindrucksvolle Filmmusik für zahlreiche Werke von Werner Herzog geschaffen. Als Duo finden sie einander in Improvisationen, neuen Kompositionen und in der Musik Johann Sebastian Bachs, die sich wie ein roter Faden durch dieses Programm zieht. Theoretically Blonde ist übrigens ein Spitzname. Denn die Interpreten sind beide – glatzköpfig.

Freitag, 18. Oktober 2024 um 19:00 Uhr in der Martinskirche Sindelfingen
Klaviertrio J A M, Transformation of Hearts
mit Jonathan Hanke (Klavier), Alice Compagnon (Violine) und Maria Quing Sigridadottir (Violoncello)
Musik ist ständig im Fluss. Dieses Prinzip gilt heute genauso wie in den vergangenen Jahrhunderten. Wie Klassik von den kulturellen und sozialen Strömungen ihrer Zeit geprägt wurde, erkundet das Trio um Jonathan Hanke am Beispiel ganz unterschiedlicher Epochen. Spätromantik, musikalische Moderne, Nachkriegszeit und das Hier und Heute treffen kraftvoll aufeinander – mit Werken von Anton Arensky, Dmitri Schostakowitsch, Leonard Bernstein, Astor Piazzolla sowie der titelgebenden Komposition Transformation of Hearts von Ivan Turkaljs New Piano Trio-Kollegen Florian Willeitner. Jonathan Hanke moderiert und verbindet die Stücke mit feinen Improvisationen. Abgerundet wird das Programm von dem Pianisten und Komponisten Peter Ludwig, der das Genre mit seinem Ensemble Tango à Trois in die Moderne führt. Ein Abend voller Emotionen, Geschichten und frischer Rhythmen – ideal für alle, die klassische Musik aus einer neuen Perspektive erleben möchten.

Samstag, 19. Oktober 2024 um 16:00 Uhr im Odeon der Schule für Musik, Theater und Tanz (SMTT)
Duo Kaja Abel, Oui oui baguette po polsku
mit Kaja Włostowska (Marimba) und Abel Saint Bris (Klavier)
Unüberhörbar „Express yourself“: Das explosive Duo hat sich am renommierten CNSM in Paris kennengelernt und bringt frischen Wind in die klassische Musikszene. Die beiden Nachwuchstalente aus Frankreich und Polen rocken die Bühne mit fetzigen Eigenkompositionen für Marimba und Klavier. Minimal Music trifft auf Tango, Neo-Romantik auf pure Kreativität. Jedes Stück hat seinen eigenen Vibe und erzählt eine neue Story – mal entspannt, mal stürmisch, immer einladend.

Samstag, 19. Oktober um 20:30 Uhr im Odeon der Schule für Musik, Theater und Tanz (SMTT)
Sonnenaufgang – Lied von zwei Menschen
Filmaufführung mit Live-Improvisation. Abel Saint Bris (Klavier)
Eine filmgeschichtliche wie musikalische Rarität kann man bei dem Screening von Sonnenaufgang – Lied von zwei Menschen erleben. Denn für die Live-Klavierbegleitung sorgt Abel Saint Bris. Als Pianist ist er regelmäßig bei der Fondation Jérôme-Seydoux Pathé in Paris im Einsatz, die sich der Erforschung und Aufführung von bedeutenden Werken der Kinogeschichte verschrieben hat. Friedrich W. Murnaus erste Hollywood-Produktion von 1927 gewann drei Oscars und wird von Filmkritikern regelmäßig unter die besten Filme aller Zeiten gewählt. Im Zentrum des Stummfilmklassikers steht ein zeitloser Appell: Vertrauen, Zusammenhalt und Vergebung sind essentiell für das menschliche Zusammenleben. Eine Botschaft, die heute genauso mächtig wirkt wie vor fast 100 Jahren …

Sonntag, 20. Oktober 2024 – jeweils um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr im Odeon der Schule für Musik, Theater und Tanz (SMTT)
Festival for Kids: Musikalische Zeitreise mit den Hanke Brothers
Mit Musik von Johann Sebastian Bach, Sergei Rachmaninow, Camille Saint-Saëns, Christoph Reuter und vielen anderen
Vier Brüder kennen keine Grenzen. Sie greifen zu Blockflöte, Tuba, Violine, Bratsche und Klavier und spielen sich einmal quer durch die Musikgeschichte! Eine ganz besondere Zeitreise und ein Kinderkonzert für die ganze Familie.

Samstag, 26. Oktober 2024 um 19:30 Uhr, Stadtkirche Böblingen
Borsch4Breakfast, Appetizer
mit Ionel Ungureanu (Viola), Henrik Dewes (Gitarre), Christoph Rehorst (Kontrabass) und Ratko Pavlovic (Akkordeon). Special guests: Hanke Brothers
борщ4breakfast – das sind vier junge Künstler mit einem ausgeprägten Faible für musikalische Grenzgänge. Allesamt klassisch ausgebildet, haben die vier Virtuosen ihren ganz eigenen Weg zwischen „contemporary classical“ und Balkan-Jazz gefunden. Das Ergebnis: Treibende Rhythmen und ausgelassene Melodien, die unter die Haut und in die Beine gehen. Wie könnten die Hanke Brothers da abseitsstehen? Und so haben sie Borsch4Breakfast nicht nur nach Sindelfingen eingeladen, sondern wollen dem Publikum gemeinsam mit ihren Brüdern im Geiste auch live auf der Bühne tüchtig einheizen.

Sonntag, 27. Oktober 2024 um 11:00 Uhr im Odeon der Schule für Musik, Theater und Tanz (SMTT)
Hanke Brothers Academy in Concert: Matinee Violissimo – Bratschenpower, was denn sonst?!
Werkstattkonzert mit Lukas Hanke (Viola), Ionel Ungureanu (Viola) sowie Teilnehmer*innen der Hanke Brothers Academy
An diesem Tag dreht sich alles um die Bratsche! Ob Neueinsteiger oder Vollprofi – hier kommen alle auf ihre Kosten, die die Bratsche lieben oder lieben lernen wollen. Als motivierender special guest engagiert sich Ionel Ungureanu, ARD Musikwettbewerb-Preisträger, Solo-Bratschist des MDR Sinfonieorchesters und Mitglied von Borsch4Breakfast. Eintritt frei. Einlasskarten beim i-Punkt Sindelfingen.
Der Probentag findet am 26. Oktober von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr im Stiftshof Sindelfingen statt. Anmeldung bitte bis 18. Oktober 2024 über www.brothersformusic.de.

Sonntag, 27. Oktober 2024 um 17:00 Uhr, Sparkassenforum Böblingen
Fabian Hanke & Friends, Abschlusskonzert Tuba or not to be
mit Fabian Hanke (Tuba), Maria Lebed (Klavier) sowie Hanke Brothers & Friends
Beim großen Festivalfinale steht die Tuba im Rampenlicht. Fabian Hanke präsentiert das Instrument des Jahres 2024 in all seinen Facetten – von strahlenden Klängen bis zu filigranen Melodien in schwindelerregender Höhe. Und lässt mit Vielseitigkeit und Ausdruckskraft alte Klischees über das oft verkannte Instrument im Handumdrehen vergessen. Ein abwechslungsreicher Abend voll neuer Sounds, special guests und Groove quer durch alle Jahrhunderte – von Barock, Romantik und Klassik bis hin zu Jazz, Funk und frisch komponierter New Classical Music.
________________________________________

Das New Classical Music Festival wird veranstaltet vom Verein
BROTHERS FOR MUSIC e.V.

Tickets gibt es auf www.reservix.de, bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.
Ermäßigung für alle Schüler:innen und Studierende sowie für Menschen mit Sozialpass und Schwerbehinderung.
________________________________________

Über BROTHERS FOR MUSIC e.V.

Ob emotional oder ideell. Ob jung oder alt. Ziel ist es, mit der Musik kulturelle, gesellschaftliche und soziale Grenzen zu überbrücken.
Die Brüder David, Lukas, Jonathan und Fabian Hanke sind geprägt vom offenen Weltbild mit sozialen und humanistischen Werten, wie sie in ihrem Elternhaus gelebt werden. Musik sehen sie dabei als universelle Sprache, die nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Alltag ein Vergnügen ist und als Verbindung zwischen Menschen ihre wundervolle – ja, magische Wirkung entfaltet. Neue musikalische Spielräume sollen geschaffen werden, um die nächste Generation an Musik und Kultur heranzuführen und dafür zu begeistern. 2021 gründeten die Hanke Brothers den gemeinnützigen Verein BROTHERS FOR MUSIC, der seitdem über 4.000 Kindern den Zugang zu klassischer Musik ermöglichte. Schirmherrin ist Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK.
________________________________________

Lotto-Museumspreis Baden-Württemberg 2024

Kunst, Technik und regionale Kulturgeschichte – damit konnten die beiden Gewinner des Lotto-Museumspreises Baden-Württemberg in diesem Jahr überzeugen. Der mit 30.000 Euro dotierte Hauptpreis geht an das Zeppelin Museum Friedrichshafen, den eXtra-Preis und damit 15.000 Euro erhält das Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg. Als Kriterien nahm die Jury unter anderem die generelle Zielsetzung des Museums, die Sammlungspräsentation und Museumsdidaktik sowie innovative Ansätze in der Projektarbeit und aktuelle Programme unter die Lupe.

Zeppelin Museum © Zeppelin Museum, Foto: Tretter

Gewinner des Hauptpreises 2024 ist das Zeppelin Museum Friedrichshafen

Im denkmalgeschützten Gebäude des Hafenbahnhofs in Friedrichshafen beherbergt das Zeppelin Museum nicht nur die weltweit größte und bedeutendste Sammlung zur Geschichte der Luftfahrt, sondern auch eine Kunstsammlung, die die großen Meister aus Süddeutschland vom Mittelalter bis zur Neuzeit umfasst. Zu den Highlights zählen die begehbaren Passagierräume der LZ 129 Hindenburg, eine Wunderkammer zum Kultobjekt Zeppelin sowie Experimentierstationen. Durch sein einzigartiges Gesamtkonzept schafft es das Museum, Kunst- und Technikgeschichte sowie gesellschaftlich aktuelle Themen mittels interdisziplinärer Sonderausstellungen erlebbar zu machen. „Das Zeppelin Museum in Friedrichshafen zeichnet sich nicht nur durch eine langjährige fundierte Museumsarbeit und die innovative Konzeption aus, die Technik und Kunst verbindet. Das Haus hat die Jury vor allem auch durch seine Projekte in den Bereichen Vermittlung, Provenienzforschung und Nachhaltigkeit überzeugt“, urteilt die Jury.

Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg © Ernst Fesseler

Der eXtra-Preis geht an das Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben

Das Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg vermittelt spannend die bäuerliche Kulturgeschichte Oberschwabens und des westlichen Allgäus. Anhand von 28 Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und rund 26.000 Objekten entsteht auf dem Gelände ein authentisches Bild der ländlichen Lebenswelt. Die Dauerausstellung „früher und heute“ veranschaulicht, wie sehr sich die Lebenswelt vergangener Jahrhunderte von unserer heutigen unterscheidet. Besonderen Wert wird dabei auf die umfassende Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen gelegt. Dieses Konzept hat auch die Jury überzeugt.

Der Lotto-Museumspreis wird jährlich von Lotto Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Museumsverband Baden-Württemberg vergeben und würdigt die herausragende Museumsarbeit im Land. Mehr als 50 Museen aus dem Südwesten hatten sich dieses Jahr für die mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Auszeichnung beworben. Zur siebenköpfigen Jury gehörten neben Moderator Markus Brock, eine Ressortleiterin von SWR2, Präsidiumsmitglieder des Museumsverbandes Baden-Württemberg, eine Vertreterin aus dem Bereich der Museumsberatung und Museumszertifizierung und die Leiterin der Unternehmenskommunikation von Lotto Baden-Württemberg.

Die Verleihung des Preises findet am 30. November 2024 mit geladenen Gästen aus Politik und Gesellschaft in Friedrichshafen statt. Am Wochenende der Preisverleihung schenkt Lotto Baden-Württemberg allen Besucherinnen und Besuchern das Ticket.

Mehr dazu erfahren Sie auf der entsprechenden Website von Lotto BW

Lotto Baden-Württemberg: Förderer der Kultur
Lotto Baden-Württemberg trägt seit vielen Jahren über den Wettmittelfonds des Landes dazu bei, das kulturelle Engagement und die Museumslandschaft zu unterstützen. 2023 flossen über 33 Millionen Euro aus Lotterieerträgen in Kunst und Kultur. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zum Erhalt der Sammlungsobjekte von Museen in nichtstaatlicher Trägerschaft. Von den Lotterieerträgen profitieren auch die sieben regionalen Freilichtmuseen Baden-Württembergs. Diese Mittel werden von der Landesstelle für Museumsbetreuung verwaltet.