Der Wald und der Fluss

Der Schriftsteller Karl Ove Knausgård ist dem Künstler Anselm Kiefer an vielen Orten auf der Welt begegnet, unter anderem in Donaueschingen, seinem Geburtsort, und in dem gigantischen Atelier Kiefers in Paris, in dem er lebt und arbeitet. Er hat mit Kiefer über seine Kunst gesprochen, getrieben vom Wunsch und dem Bemühen, zu verstehen, was diese Kunst bei uns bewirkt, wenn wir sie betrachten, und woraus sie ihre Inspiration bezieht. Wie können Bilder ohne Menschen aufgeladen sein mit dem Menschlichen? Wie kann eine leere Landschaft aufgeladen sein mit Geschichte? Wie sieht sie eigentlich aus, die Beziehung zwischen der Kunst und dem Künstler? Und wer ist Anselm Kiefer? Antworten dazu gibt es jetzt im Buch „Der Wald und der Fluss“!

Der Wald und der Fluss von Karl Ove Knausgard

Luchterhand Verlag, ISBN: 978-3-630-87655-9

Jaroslav Rudiš

Der tschechische Autor, Dramatiker und Musiker Jaroslav Rudiš hat den Mörike-Preis 2024 der Stadt Fellbach erhalten. Der in der Tschechoslowakei geborene Schriftsteller studierte Deutsch und Geschichte und arbeitete als Lehrer und Journalist. Sein Werk besticht neben seiner literarischen Qualität auch durch seine Vielfalt. Mit Romanen wie „Grand Hotel“, „Vom Ende des Punks in Helsinki“, „Nationalstraße“ und wurde er bekannt, sein erster auf Deutsch verfasster Roman „Winterbergs letzte Reise“ wurde 2019 für den Leipziger Buchpreis nominiert. Auch Graphic Novels schrieb Rudiš: „Alois Nebel“ mit Jaromír 99 (2012) und „Nachtgestalten“ mit Nicolas Mahler, veröffentlicht (2021).

Rudiš macht zudem Musik, unter anderem mit der 2014 gegründeten Gruppe „Kafka Band“, welche die Romane „Das Schloss“, „Amerika“ und „Der Prozess“ von Kafka vertonte. Der Mörike-Preis wird alle drei Jahre verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Autor:innen, laut Satzung „die durch die Qualität ihres Schaffens würdig erscheinen durch den Namensgeber geehrt zu werden“. Mörike hat 1873 in Fellbach gelebt, an seinem Wohnort befindet sich heute auch das Mörikemuseum mit original Mobiliar und persönlichen Gegenständen des Dichters.



Jaroslav Rudiš neuestes Buch:
Zug um Zug durch Europa
Von Nachtzügen, Speisewagen und den schönsten Bahnhöfen

Sein Großvater war Weichensteller, sein Onkel Fahrdienstleiter und sein Cousin Lokführer. Auch Jaroslav Rudiš liebt Züge. In seinem großformatigen Buch begibt er sich im Takt der Schienen durch Europa und zeigt mit über 160 Fotos, wie ein Eisenbahnmensch lebt und reist: von Berlin bis zum Gotthardtunnel und von Sizilien bis nach Lappland; im Nachtzug durch Polen und die Ukraine sowie im Speisewagen von Hamburg nach Prag. Dabei sammelt er Geschichten: im Speisewagen, Schlafwagen und Großraumwagen; in den Bahnhofskneipen in Böhmen und in den Cafébars italienischer Stationen. Am Ende wächst in dem Schriftsteller die Erkenntnis: Es sind die Bahnstrecken, die Europa zusammenhalten.
Piper Verlag, EAN 978-3-89029-585-5

Foto: © Peter von Felbert / Piper Verlag

Den Mörike-Förderpreis erhält die tschechische Schriftstellerin Alice Horáčková.

Die Preisträgerin / der Preisträger vergeben den mit 3.000 Euro dotierten Förderpreis – diesen können dabei auch fremdsprachige Schriftsteller:innen erhalten. In diesem Jahr erhält Alice Horáčková durch Jaroslav Rudiš den Förderpreis. Die tschechische Autorin hat 2014 eine Biografie über die Beatnik-Dichterin Vladimíra Čerepková veröffentlicht und 2022 ihre Familiengeschichte in dem Roman Rozpůlený dům (auf Deutsch: „Geteiltes Haus“) verarbeitet.

ECLAT

Perspektivenwechsel.

Seit über 40 Jahren steht das Festival ECLAT in Stuttgart für eine große Offenheit gegenüber allen Strömungen neuer Musik, für Risikofreude und die Lust am Unerwarteten. Mit einem Schwerpunkt auf Künstler*innen, die virtuos die Möglichkeiten digitaler Medien ausreizen im Spiel mit den Genres, im Auflösen von Raum, Perspektiven und Funktionen, stellt ECLAT eigensinnige interdisziplinäre Formate zwischen Musiktheater, Performance, Installation und Konzert-Inszenierung vor. Dabei stehen stets Projekte im Zentrum, die Vertrautes hinterfragen, aktuelle künstlerische Diskurse widerspiegeln und im gesellschaftlichen Kontext verortet sind.

Das Programm
von ECLAT 2024 vom 31.Januar bis 4. Februar 2024 steht unter der Überschrift „Perspektivenwechsel“. Angesichts erschütternder Krisen, wegrutschender Gewissheiten und daraus resultierender Ratlosigkeit hinsichtlich eigener Handlungsspielräume sieht sich das Festival einmal mehr in der Verantwortung ,auf diese Entwicklungen nicht nur zu reagieren, sondern auch künstlerische Sichtweisen aufzuzeigen. Und schafft dazu auch räumlich neue Atmosphären: Für die Dauer des Festivals wird die Zuschauertribüne aus der großen Theaterhaus-Halle entfernt, um Publikum und Bühne auf der so entstehenden freien Spielfläche jeden Tag in andere, neue Beziehungen zueinander zu bringen.
ECLAT ist vor allem von Eigenproduktionen und internationalen Koproduktionen geprägt, aber auch von Kooperationen mit Kultur-Akteuren in der Region. So gehört das Preisträgerkonzert zum Kompositionspreis der Stadt Stuttgart zum festen Bestandteil des Festivals, ebenso die beiden Konzerte von SWR Symphonieorchester Stuttgart und SWR Vokalensemble, die der SWR als Kooperationspartner stets in ECLAT einbringt.

Galindo Quero, Foto: Philipp-Ottendorf


Das Festival-Programm setzt 2024 verstärkt auf Dialoge zwischen Musik und anderen Künsten: „Perspektivenwechsel“ wird es beispielsweise mit „Poetry Affairs“ geben, für die zehn Dichterinnen und Komponist*innen aus allen Teilen Europas eng zusammenarbeiten werden. Literarische Vorlagen beeinflussen auch die musikalische Gestalt vieler weiterer Projekte – wie Yair Klartags „Music of the Sefira“ oder Christian Masons „Invisible Threads“, das von einem bemerkenswerten „polyphonen“ Text von Paul Griffiths zusammengehalten wird. Die Neuen Vocalsolisten als eine der Säulen des Festivals gestalten dieses „Klang-Ritual“ gemeinsam mit dem Arditti Quartet, dessen 50-jähriges Jubiläum im Festival gefeiert wird.

Vanessa Porter © Oliver Look
Duo LAB51 © Oliver Roeckle

Einige werden aber auch ihr ECLAT Debüt geben, darunter das New Yorker Piano-Percussion Quartett Yarn/Wire, das Berliner Ensemble Apparat und das Karlsruher Duo LAB51. Und mit dem Ensemble SPORT gibt es ein spannendes, grenzüberschreitendes Beginners-Programm. Zum Abschluss des Festival wird sich die große Theaterhaus-Halle zur After Show erneut verwandeln und die Bühne frei geben für experimentelle Improvisation, intensive Gespräche, Party und Tanz.

Alle Infos zum Programm und Karten finden Sie hier

So viel Anfang!

Ida Kerkovius, Farb- und Formkomposition Rot-Blau-Violett, 1957, Sammlung Schurr © Familienarchiv Uwe Kerkovius, Foto: Bernhard Strauss

Die Ausstellung widmet sich Künstlerinnen der Moderne und ihrem späten, nach 1945 entstandenen Werk. Dazu gehören beispielsweise Ella Bergmann-Michel, Hannah Höch, Ida Kerkovius und Jeanne Mammen. Mit experimentellen Collagen, abstrahierenden Gemälden und zeitkritischen Zeichnungen trugen sie vor 1933 zum Erfolg einer international vernetzten Avantgarde bei. Im NS-System verfemt und teils außer Landes getrieben, konnten sie nach dem Zweiten Weltkrieg an ihre Anfangserfolge nur noch bedingt anknüpfen. Während ihr Frühwerk vielfach berühmt und in die Kunstgeschichte eingeschrieben ist, blieben ihre späteren Arbeiten lange Zeit unbeachtet. In Museumsdepots oder Nachlässen verborgen, wurde erst in den letzten Jahren begonnen, ihre vergessenen Werke einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Jeanne Mammen, Geflüster, um 1967, Jeanne-Mammen-Stiftung im Stadtmuseum Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2023 Reproduktion: Oliver Ziebe, Berlin
Lotte Laserstein, Selbstporträt in Braun am Fenster, 1947 © Abb. Vorlage: Lotte-Laserstein-Archiv Krausse, Berlin

Beteiligte Künstlerinnen: Ella Bergmann-Michel, Helena Buchholz-Starck, Maria von Heider-Schweinitz, Hannah Höch, Grethe Jürgens, Ida Kerkovius, Lotte Laserstein, Margaret Camilla Leiteritz, Jeanne Mammen, Gabriele Münter, Hanna Nagel, Alexandra Povòrina, Louise Rösler, Marie-Louise von Rogister, Eleonora Rozanek.

Städtische Galerie Karlsruhe
Lorenzstraße 27
D-76135 Karlsruhe

Welten-Epos –
Mahlers 3. Sinfonie

Ein faszinierendes Welt-Panorama schuf Gustav Mahler in seiner Dritten Sinfonie, mit der Cornelius Meister und das Staatsorchester Stuttgart ihren Mahler-Zyklus im 3. Sinfoniekonzert in dieser Saison fortsetzen.


Bezugnehmend auf dieses Grenzen sprengende Opus sagte Mahler: „Aber Sinfonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen.“ Die Welt seiner Dritten erstreckt sich von den Pflanzen und Tieren über den Menschen und das Reich der Engel bis hin zur göttlichen Liebe. Der erste Satz, den Mahler ursprünglich mit dem Titel Pan erwacht. Der Sommer marschiert ein versah, wird mit einer Melodie der Hörner im Marschrhythmus eröffnet. Mit diesem Weckruf beginnt das allmähliche Erwachen der Natur. Nacheinander kommen nun die verschiedenen Lebensformen zu Wort. Im vierten Satz, in dem der Mensch im Fokus steht, tritt eine Altstimme, gesungen von Ensemblemitglied Stine Marie Fischer, mit dem Mitternachtslied aus Friedrich Nietzsches Also sprach Zarathustra hinzu. Den Engeln des fünften Satzes verleihen die Sängerinnen des Staatsopernchors Stuttgart ihre Stimmen. Dazu imitiert der Kinderchor der Staatsoper Stuttgart mit seinem „Bim-Bam“ den Klang himmlischer Glocken. Das ergreifende Finale, in dem die Liebe Gottes beschrieben wird, bedeutete für Mahler „die Spitze und die höchste Stufe (…), von der aus der Welt gesehen werden kann.“

21.01.2024, 11:00  Liederhalle, Beethovensaal
22.01.2024 , 19.30  Liederhalle, Beethovensaal

Staatsorchester Stuttgart
Kinderchor der Staatsoper Stuttgart
Staatsopernchor Stuttgart
Musikalische Leitung Cornelius Meister
Solistin: Stine Marie Fischer, Alt

Über den Dingen

Martin Suter, der erfolgreichste Gegenwartsautor der Schweiz, schreibt zuverlässig einen Bestseller-Roman nach dem anderen. Zuletzt hat er mit »Melody« alle Verkaufsrekorde gebrochen. Auch fünf Theaterstücke gehören zu seinem Oeuvre, in denen er ebenso wie in seiner Belletristik den Geheimnissen und Abgründen hinter gutbürgerlichen Fassaden auf der Spur ist. Das Theater Heilbronn hat jetzt mit »Über den Dingen«, sein erstes Theaterstück  auf die Bühne gebracht.
Suters Blick in die Abgründe der menschlichen Seele gerät darin besonders humorvoll und absurd, denn er verleiht ganz normalen Alltagsgegenständen Stimme, Charakter und eine Meinung und lässt diese aktiv in das Leben seines Protagonisten eingreifen.

Wenn Reto nach der Arbeit nach Hause kommt, wartet niemand auf ihn. Die Frau seines Herzens hat ihn verlassen. In Ermangelung von Gesprächspartnern redet Reto mit den Dingen in seiner Wohnung. »Schön backen!«, sagt er zum Ofen. »Schön bügeln!«, fordert er den stummen Diener auf. Und plötzlich! Da antworten ihm die Dinge. Die Pizza ergreift als erste das Wort und redet ihm alles nach. Schließlich beginnt auch noch der Ledersessel zu antworten. Und tut so, als sei er therapeutisch gebildet, weil er jahrelang bei einem Psychiater gestanden hat. Er diagnostiziert ein Einsamkeitssyndrom, wie man es häufig bei frisch Getrennten erlebt. Der Sessel tut sich mit dem Sofakissen zusammen, um Reto einer Schocktherapie zu unterziehen … Total verrückt! Alles nur Einbildung oder Realität?

»Über den Dingen« von Martin Suter am Theater Heilbronn. Foto: Candy Welz

Wie schafft man es, die Gegenstände zu beleben und ihnen einen individuellen Charakter zu geben? Regisseur Kay Neumann hat sich für eine Mischung aus Schauspiel und Objekttheater entschieden und dafür den Figurentheaterspieler Lukas Schneider mit ins Team geholt, der den Schauspielern das Objekttheaterspiel beigebracht hat. Lukas Schneider war auch in die Gestaltung und Bau aller Objekte einbezogen, damit diese bespielbar sind und im Vorfeld der Proben häufig in den Werkstätten des Theaters zugange. »Unser Auge hat die Tendenz, in allen Dingen ein Gesicht zu sehen«, sagt er. Dies hat er sich zunutze gemacht und dementsprechend die »Dinge« bauen lassen.
Weitere Info & Karten: www.theater-heilbronn.de

Beatles Forever

Das Buch lässt die Beatles als Musiker und Menschen wieder lebendig werden. „Die Beatles, das Universum und der Rest“ zeigt visuell eindrücklich, wie stark der kulturelle Fußabdruck der Gruppe war und immer noch ist.

Blick ins Buch: Die Beatles, das Universum und der Rest Carl Ueberreuter Verlag (c) Paulina Eichhorn

Obwohl John, Paul, George und Ringo nur acht Jahre Plattenaufnahmen machten, sind sie immer noch die erfolgreichste Popgruppe der Welt. Generationsübergreifend eint den Komponisten und Autoren Felix Janosa (wurde im deutschsprachigen Raum bekannt durch die Ritter Rost-Kinderbuchmusical-Reihe) und Illustratorin Paulina Eichhorn die gemeinsame Beatles-Begeisterung. Eichhorn, Jahrgang 1993 arbeitet freiberuflich in Stuttgart, studierte Design an der Fachhochschule Münster und arbeitet seit ihrem Berufseinstieg für verschiedene Zeitschriften, Verlage und Agenturen. Die Bildgeschichte der Beatles ist ihr Einstieg in die Welt der Bücher.

Blick ins Buch: Die Beatles, das Universum und der Rest Carl Ueberreuter Verlag (c) Paulina Eichhorn
Blick ins Buch: Die Beatles, das Universum und der Rest Carl Ueberreuter Verlag (c) Paulina Eichhorn

Eine Hommage an die Fab Four, voll mit wissenswerten, amüsanten Details. Wussten Sie zum Beispiel wie der Plattendeal mit EMI zustande kam? Was es mit dem Schwein Bruno auf sich hatte? Welche Insel die Bandmitglieder als Kommune bewohnen wollten? Wie Lennon seinen Rolls Royce lackieren ließ? Antworten darauf und noch vieles mehr finden sich im Buch. Und hier noch ein Musiktipp: Auf Spotify gibt es dazu auch eine Playlist mit einem Song zu jeder Doppelseite für den audiovisuellen Genuss!

Felix Janosa | Paulina Eichhorn
Die Beatles, das Universum und der Rest
ISBN 978-3-8000-7846-2, Ueberreuter Verlag

Lyrik hinter Gittern

»Ich werde gehen. / So einfach ist das.«
Und: »Ich werde nicht nach Hause kommen. / So wird es sein«:

Zwei Sätze, die unter die Haut gehen, wenn man die Lebensgeschichte ihres Verfassers kennt – und wenn man weiß, dass sie im »Männerzuchthaus« Bruchsal geschrieben wurden …Die Sätze stammen vom Heilbronner Autor Ernst Siegfried Steffen. Anton Knittel, Leiter des Literaturhauses Heilbronn hat zu Steffens Werk jetzt ein Buch mit dessen aufwühlenden und zugleich lyrisch kraftvollen Gedichten und Prosastücken veröffentlicht.

Ernst S. Steffen, 1936 in Heilbronn geboren, 1970 in Karlsruhe verstorben, verbrachte fast die Hälfte seines Lebens hinter Mauern und Gittern: Nach einer schweren Misshandlung durch den gewalttätigen Vater zunächst mehr als zwei Jahre in einem Erziehungsheim; danach geriet er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt, lange Haftstrafen waren die Folge. In der Strafanstalt Bruchsal fing er an zu schreiben, gefördert von Rolf Zelter, dem dortigen Direktor, Vater des Schriftstellers Joachim Zelter. Aufgrund eines Gnadengesuchs kam Ernst S. Steffen zu Weihnachten 1967 frei.
Wenngleich Steffens nur ein schmales Werk hinterlassen hat, gilt er doch zu Recht als einer der renommiertesten deutschen »Gefängnisschriftsteller«. (Eine Titulierung gegen die er sich selbst freilich vehement wehrte.)

Erschienen ist der Band in der Edition Hubert Klöpfer bei Kröner.
Bestellen: www.lyrikhandlung.de

John Cranko

John Cranko hat in Stuttgart Ballettgeschichte geschrieben. 50 Jahre nach seinem Tod hat das Stuttgarter Ballett gemeinsam mit dem Seemann Henschel Verlag ein neues Buch über John Cranko herausgebracht. Es zeichnet ein aktualisiertes, neues Bild dieses außergewöhnlichen Künstlers und Tanzvisionärs, dessen kurzes, ereignisreiches Leben und unvergessliches Oeuvre bis heute die Menschen bewegt.

Herzstück des Buches sind 19 Zeitzeugenberichte über den Menschen und Choreographen John Cranko. Von tänzerischen Berühmtheiten wie Marcia Haydée, Richard Cragun, Birgit Keil und Egon Madsen über choreographische Größen wie John Neumeier und Jiři Kylián, von Ausstattern wie Jürgen Rose, Freunden und Wegbegleitern. Hinzu kommen eine umfassende Biografie, ein Essay über Crankos Vermächtnis sowie ein detailliertes, ausführliches Werksverzeichnis.

La Fest

Eric Gauthier widmet sich in seiner ersten Opernarbeit der Frage, warum und wie Menschen feiern. Gemeinsam mit einem Ensemble aus Sänger*innen, Tänzer*innen, Chor und Orchester der Staatsoper Stuttgart bringt er in die Geschichte eines Festes auf die Bühne und nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch die bedeutenden Feste im Leben eines Menschen. Im Mittelpunkt stehen die Erinnerungen einer Frau (Diana Haller) an bedeutsame Feierlichkeiten ihres Lebens. Der Dirigent Benjamin Bayl hat für diese Stückentwicklung europäische Vokal- und Tanzmusik aus nahezu 200 Jahren Musikgeschichte  zu einer neuen Partitur zusammengestellt. „La Fest“ ist die  erste Opernregie Gauthiers.  Entstanden ist ein neues Musiktheaterstück, das Arien, Ensembles, Chöre und Tänze aus mehr als 20 Bühnenwerken von Barock-Komponisten wie Georg Friedrich Händel, Jean-Philippe Rameau und Antonio Vivaldi zu einer neuen Geschichte verbindet.

La Fest – Oper als barocke Feier des Lebens
Foto: Matthias Baus
La Fest – Oper als barocke Feier des Lebens
Foto: Matthias Baus

Im Anschluss an jede Vorstellung von „La Fest“ laden Eric Gauthier und die Staatsoper Stuttgart zu einer After-Show-Lounge mit den Künstler*innen des Abends ein. In Zusammenarbeit mit Felix Klenk und Christopher Warstatt, den ehemaligen Betreibern des Stuttgarter Clubs Freund & Kupferstecher, sorgen wechselnde DJs für eine entspannte Atmosphäre, in der das Publikum und Mitwirkende auch nach der Aufführung zusammen kommen können.

Trailer Preview

Vorstellungen
16. / 23. / 25. / 28. / 31. Dezember 2023
19. / 25. Januar 2024

Weitere Info: www.staatsoper-stuttgart.de