Aufführungen von Klassik bis Jazz, Oper, Tanz, Theater, Konzert
Entdecken Sie Kunst
Ausstellungen, Künstler, Projekte
Literatur
Lesungen, Autoren, Buchempfehlungen
Design & Architektur
Projekte und Objekte, Messen
Kulturreisen
Sehnsuchtsorte in Stadt und Land, Tages-Trips und Reisen
Film & Medien
Arthouse Kino, Hörgenuss – DVD- und CD-Tipps
AUSSTELLUNGEN, THEATER & MUSIK
KULTURELLE HIGHLIGHTS IN IHRER NÄHE
Kunsthandel
Musik & Instrumente
Kurs-Angebote
Panorama
Portraits, Interviews, Zeitloses,...
Hermann Lederle in der Arthea Galerie Mannheim
Hermann Lederle
Hermann Lederle hat in seiner bisherigen künstlerischen Arbeit ganz unterschiedliche Wege verfolgt. Der gebürtige Mannheimer Hermann Lederle kam zum Kunststudium nach San Francisco und lebt heute in Los Angeles. Er hat sich mit Film, Fotografie und Malerei auseinandergesetzt.
Frühe Experimente mit dem Medium Fotografie schulten seinen Blick für Ästhetik, Form und Farbe und motivierten ihn zu seinem Kunst-Studium. Bereits in jungen Jahren verließ er seine baden-württembergische Heimat und studierte am renommierten San Francisco Art Institute die Fächer Malerei, Film und Fotografie und entwickelte seine ganz eigene visuelle Sprache.
Hermann Lederle vor einem seiner Werke / ArtheaGallery/ArtKarlsruhe
Nach dem Studium lebte er für einige Jahre in New York genauer im berühmten Künstlrviertel TriBeCa. Dort lernt er u.a. Künstler wie Andy Warhol und Basquiat kennen. In dieser Zeit war seine Malweise expressionistisch und noch stark figürlich geprägt.
Aber Hermann Lederle hat noch eine andere Begabung und Leidenschaft – Aufgrund seines Filmstudiums und bedingt durch verschiedene Angebote verlässt er New York und geht nach Kalifornien, der Heimat des Films und arbeitet in Los Angeles für verschiedene Studios als Regisseur und Produzent. So arbeitete er zum Beispiel als Produktionsdesigner für den Blackbox Studio Room in Hollywood oder erstellte Collagen und Konzepte für Werbespots und Kurzfilme.
Während dessen ruht jedoch seine malerische Tätigkeit keineswegs. Es ist das andere Licht, die andere Landschaft und natürlich auch die Erfahrung beim Filmen, die in seine Kunst einfließen.In seinem Atelier in Hollywood entstehen jetzt zunehmend abstraktere Werke – Farbfelder, die an Kaleidoskope erinnern, durchbrochen von naturalen und floralen Elementen, die den Bildern Bewegung und Dynamik verleihen.
In einer weiteren Bilder-Serien wendet er ein zweistufiges Verfahren an in dem er alte Werke zerschneidet und ihre Teile neu zusammensetzt. So entsteht ein völlig neues Werk. Eine weitere Methode ist es Farbflächen aufzutragen und die Farbschichten später schrittweise mit einer Bürste oder einem Messer unter Berücksichtigung der jeweiligen Formgebung partiell freizulegen. So entstehen schillernd-schimmernde Muster und Linien und die Leinwand wirkt dreidimensional.
Hermann Lederle lebt und arbeitet. nach wie vor in Los Angeles, Kalifornien.
Seit 2016 hat Lederle in der Werkstatt von H. P. Haas in Leinfelden bei Stuttgart verschiedene Grafik-Edition umgesetzt. Entstanden sind verschiedene Farbkompositionen, die Lederles Malstil auch im Medium der Grafik eindruckvol zum Ausdruck bringen:
COLORBLOTS A * Serigraph on handmade Somerset paper, 24 by 24 inches, 2016, Edition of 40, hand signed and numberedCOLORBLOTS B * Serigraph on handmade Somerset paper, 24 by 24 inches, 2016, Edition of 40, hand signed and numberedCOLORBLOTS C * Serigraph on handmade Somerset paper, 24 by 24 inches, 2016, Edition of 40, hand signed and numberedCOLORBLOTS UNIKAT, Unikat (One of a Kind) on handmade Somerset paper, 24 by 24 inches, 2016, hand signedCOLORSWEEPS A * Serigraph on handmade Somerset paper,24 by 24 inches, 2018, Edition of 40, hand signed and numberedCOLORSWEEPS B * Serigraph on handmade Somerset paper, 24 by 24 inches, 2018, Edition of 40, hand signed and numberedCOLORSWEEPS C * Serigraph on handmade Somerset paper, 24 by 24 inches, 2018, Edition of 40, hand signed and numberedCOLORWEAVES 35, Unikat on handmade Somerset paper, 24 by 24 inches, 2017, Serigraph Edition of 120 Unikats, hand signedCOLORWEAVES 39, Unikat on handmade Somerset paper, 24 by 24 inches, 2017, Serigraph Edition of 120 Unikats, hand signed
Mehr über den Künstler finden Sie auf dessen Webseite www.artbullet.com
und auf instagram https://artbullet.com/instagram/
Hermann Lederle gehört zu EditionS-Künstlern des Kunstkontors des Deutschen Sparkassenverlags. Die Edition erscheint einmal jährlich und bietet eine Auswahl an Werken internationaler Künstler aller Kunstgenres zum Kauf an. Der Katalog kann bestellt werden unter www.dsvkunstkontor.de
Hermann Lederles Arbeiten wurden und werden in verschiedenen Galerien in New York, Los Angeles, San Francisco , Deutschland, Kanada , Ungarn und Frankreich ausgestellt. Außerdem sind sie in privaten Sammlungen wie die des Friedman Guinness Gallery Heidelberg, der Court Gallery New York, der San Francisco Lawson Galerien, der Medien Rare Gallery Los Angeles vertreten.
THE TURN OF THE SCREW
„Welcome to Bly“ – die Einladung klingt verlockend! Eine junge Gouvernante soll sich auf dem bilderbuchhaften Landsitz Bly der Erziehung und dem Wohlergehen der elternlosen Kinder Flora und Miles annehmen. Doch sind die kleinen Wesen tatsächlich so unbeschwert und unbedarft, wie sie ihr auf den ersten Blick erscheinen?
„Szene aus The Turn of the Screw“ mit Judith Braun, Solen Mainguené, Foto: Paul Leclaire / Theater Freiburg
Das Motiv der verlorenen Unschuld beschäftigte den Komponisten Benjamin Britten sein gesamtes Leben. Permanent versuchte er, in seinem künstlerischen Schaffen Schutzwälle, Behausungen und Rückzugsorte für die Unschuld zu errichten. Doch die ersehnte Geborgenheit stellte sich nur allzu selten ein. In seiner Oper THE TURN OF THE SCREW dreht er die Vorzeichen um, indem er seine Figuren bewusst dem Unbehausten aussetzt – und das, obwohl er mit Bly, dem friedlichen Anwesen mit seinen starken Mauern, di-cken Türmen und dem weitläufigen Park, den Inbegriff der häus-lichen Idylle auf die Bühne stellt. Doch das ist nur der Anstrich. Hinter den Kulissen lauert eine übermächtige Gefahr. Und so ent-spinnt sich vor den Augen der namenlosen Gouvernante nach und nach ein namenloses Grauen. Mit großer musikalischer Verführungskunst vertonte Britten Henry James’ vieldeutige Gespenstergeschichte über den Untergang der Geborgenheit, die Herrschaft des Verbotenen und die Faszination am Abgrund. Intendant Peter Carp, dessen Inszenierung von Tschaikowskys EUGEN ONEGIN in Freiburg mit großer Begeisterung aufgenommen wurde, nimmt sich der szenischen Umsetzung des verlockenden Musiktheaterwerkes an – und zeigt eine Geschichte voller erotischer Obsessionen, voll von „Thrill und Suspense“, bei der schon die meis-terhafte Musik die Wirkung der Schraubendrehung vollzieht, die der Titel vollmundig verspricht: Hat man sich einmal in diese Geschichte hineindrehen lassen, gibt es kein Entwinden mehr.
Schwarzes Minikleid, Sneakers und eine elegante Goldkette um den Hals – so sitzt Sivan Ben Yishai in der Lobby des Mannheimer Werkhauses. In der kommenden Spielzeit ist die 41-jährige Israelin Hausautorin am Nationaltheater Mannheim. Seit 2012 lebt sie in Berlin und begann dort, Theaterstücke auf Englisch zu schreiben. Sie startete sofort durch mit Einladungen zu den Berliner Autorentheatertagen, Inszenierungen am Gorki Theater, in Helsinki, Luxemburg oder New York. In Mannheim wird ihr „Liebe/ Eine argumentative Übung“ am 26. September uraufgeführt. Am Vorabend der Premiere performt Yishai ihr Stück selbst auf der Bühne.
Sie werden bald in Mannheim wohnen. Mögen Sie die Stadt?
SBY: In Mannheim sieht man Menschen mit vielen unterschiedlichen Identitäten auf der Straße. Das interessiert mich an Städten. Wenn ich das sehe, fühle ich mich wohl. „Homogene“ Gesellschaften erschrecken mich dagegen.
Sie sind eine sehr politische Autorin, befassen sich in Ihren Stücken mit Gendergerechtigkeit, mit Flüchtlingen und der Art und Weise, wie wir mit ihnen umgehen. Für Mannheim haben Sie ein Stück geschrieben, in dem es um Identitäten geht. Wovon handelt es genau?
SBY: Im Zentrum stehen die Comicfiguren Popeye der Seemann und Olivia Öl. Ich beobachte diese zwei ikonischen, 90 Jahre alten Comicfiguren und positioniere sie in #MeToo-Zeiten in einer zeitgenössischen feministischen Beziehung. Meine Frage in diesem Stück ist: Wo beherrschen immer noch die alten antifeministischen Muster unsere Beziehungen? Welche Form von weiblicher Identität haben wir, wenn wir in einer Beziehung mit einer sehr besonderen Art von Mann sind? Das Stück dringt in das Innenleben Olivias vor und stellt alles dar, wofür sie sich schämt – die Ängste, die Scham für ihren Körper, die Scham, die sie für ihre Nacktheit empfindet, die Scham vor Sexualität mit ihrem Partner. Das geht immer weiter und es wird eine immer höhere Stufe der Scham erreicht.
Das heißt, in einer Beziehung sind auch emanzipierte Frauen plötzlich nicht mehr emanzipiert?
SBY: Im Stück gibt es diese Szene: Nachdem Popeye Olivia umarmt hat, möchte die weibliche Figur etwas sagen, gibt aber auf. Wenn man ein Zeichen der Liebe empfängt, ist nicht der richtige Zeitpunkt, gegen Geschlechterrollen zu kämpfen. Wir übersehen dann unsere Fähigkeit, anders reagieren zu können als unsere Mütter und Großmütter. Wir demonstrieren heute. Es ist selbstverständlich für uns, dass die Frauenquote existieren sollte. Aber wir rasieren immer noch unsere Beine und folgen den Ratschlägen unserer Großmütter bei der Frage, wie wir uns verhalten sollen, um als echte Frau, als attraktive Frau wahrgenommen zu werden. Der unbewusste Bereich der zeitgenössischen Feministin ist das Thema meiner Forschung.
Sind für Sie neben dem Drama auch andere Gattungen wie Essay, Prosa oder Lyrik interessant?
SBY: Was eine Dramatikerin, einen Dramatiker ausmacht, ist der Drang und das Bedürfnis im Hier und Jetzt zu sein und mit den Zuschauern zu kommunizieren. Ich spreche mit dem Publikum. Ich möchte das Publikum wirklich mit meinen Worten erreichen, und viele meiner Konflikte habe ich im Grunde mit dem Publikum. Ich beschäftige mich ja mit dem „Male Gaze“, dem männlich-aktiven, kontrollierenden und neugierigen Blick. Das ist mein Hauptthema und das Theater ist ein Ort, an dem man schaut und gesehen wird. Eine Person, die spricht und beobachtet wird und die Wörter benutzt, um die Realität zu verändern – das ist etwas sehr Performatives, und das liebe ich absolut.
Wie empfinden Sie es, dass Sie als Hausautorin ans Mannheimer Nationaltheater eingeladen wurden?
SBY: Der erste Hausautor in Mannheim war Friedrich Schiller.
Es ist eine sehr politische Entscheidung, wer mit dieser Tradition hier Hausautor oder -autorin wird. Spricht diese Person Deutsch? Wer ist sie? Und was ist, wenn eine Person ausgewählt wird, die erst seit einigen Jahren in Deutschland lebt und auf Englisch schreibt. Ich bin Israelin, Jüdin, eine Frau. Und jetzt bin ich eine Perle in der Kette, die mit Friedrich Schiller begann. Was bedeutet dies für die zeitgenössische Literatur und das Theater? Es ist immer eine politische Frage, wer eingeladen wird, wer nicht und aus welchem Grund. Mich als Außenseiterin der deutschen Gesellschaft einzuladen in das Herz ihrer Literatur, um diese in einem anderen Licht zu sehen, ist eine radikale Entscheidung. Also, was bedeutet dann Sprache, und nach was suchen wir mit zeitgenössischen Autoren in diesen so politischen Zeiten?
Trotzdem lernen sie Deutsch. Was war die Motivation dafür?
SBY: Den ersten Satz, den ich auf Deutsch gelernt habe, war: Das Leben ist zu kurz, um Deutsch zu lernen (lacht). Ich bin ein Sprachenmensch. Daher bin ich an allen Sprachen interessiert und vor allem an Sprachen, die an Orten gesprochen werden, an denen ich lebe. Ich glaube, dass eine Sprache eine Möglichkeit ist, die Identität einer Gruppe zu kodieren, um zu verstehen, wie eine Gesellschaft denkt. Das war das eine. Auf der anderen Seite ist es einfach passiert, weil ich viel lese. Ich lese auf Deutsch und kommuniziere auf Deutsch, aber als Schriftstellerin ist es noch nicht meine Sprache. Auch Interviews wie dieses gebe ich auf Englisch, um sicher zu gehen, dass ich die richtigen Wörter verwende.
Das Interview führte Astrid Möslinger
Liebe / Eine argumentative Übung von Sivan Ben Yishai – Zahlreiche Aufführungstermine im Oktober, November und Dezember; Infos & Karten: www.nationaltheater-mannheim.de
Deutscher Dokumentarfilmpreis
Filmemacherinnen und -macher haben bis zum 1. März wieder die Möglichkeit, Dokumentarfilme und Dokumentationen für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2020 einzureichen. Diese müssen zwischen dem 1. März 2019 und dem 28. Februar 2020 im Kino oder auf einem Festival uraufgeführt worden sein oder ihre Erstausstrahlung in einem deutschsprachigen Fernsehprogramm gehabt haben. Erforderlich ist eine Mindestlänge von 50 Minuten. Aus den eingereichten Werken trifft eine Vorjury eine Auswahl von rund 20 Filmen, aus der die Hauptjury zwölf Filme nominiert. Alle Preise werden im Rahmen des vierten SWR Doku Festivals verliehen, das vom 17. bis 20. Juni 2020 in Stuttgart stattfindet.
Bedeutende Preise für besonders herausragende filmische Leistungen Der Deutsche Dokumentarfilmpreis ist mit 20.000 Euro dotiert und einer der wichtigsten Preise des deutschsprachigen Films. Seit 2003 vergibt der SWR in Kooperation mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg diesen bedeutenden Hauptpreis. Zusätzlich verleiht das Haus des Dokumentarfilms einen Förderpreis in Höhe von 3.000 Euro für einen herausragenden Nachwuchsfilm. Über beide Preise entscheidet eine unabhängige Jury aus sieben Repräsentanten des Film- und Kunstschaffens aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einen weiteren Preis vergibt eine eigene Jury der Opus GmbH für einen dokumentarischen Film aus dem Bereich Musik, dotiert mit 5.000 Euro. Dieser prämierte Film wird auch auf dem Musikfestival `Jazz Open` gezeigt. Es ist geplant, dass mit dem „Preis der Leserjury der Stuttgarter Zeitung“ auch 2020 wieder ein Publikumspreis verliehen wird.
Preisvergabe auf dem SWR Doku Festival in Stuttgart Die Preise werden am 19. Juni 2020 im Rahmen des SWR Doku Festivals verliehen. Dieses findet vom 17. bis 20. Juni 2020 im Stuttgarter Metropol-Kino und im Haus der Katholischen Kirche auf der Königstraße statt. Alle nominierten Filme werden auf diesem Festival öffentlich aufgeführt. Anschließende Diskussionsrunden mit den Filmemacherinnen und -machern sind ebenfalls wieder vorgesehen. Neben den Wettbewerbsfilmen werden weitere Dokumentarfilme gezeigt, darunter Porträts, Reportagen, Transmediaprojekte oder Projekte des Jungen Angebots von ARD/ZDF. Integriert in das Festival ist `Dokville`, der jährliche Branchentreff des Hauses des Dokumentarfilms. Das SWR Doku Festival und Dokville bieten damit vier Tage viel Film und Gespräch für alle Fans von dokumentarischen Produktionen. Ein medienpädagogisches Angebot begleitet das Festival. Weiterer wichtiger Träger des Festivals ist die Landesanstalt für Kommunikation.
Einreichungen Die Einreichungen können ab sofort online auf der Seite www.swr-doku-festival.de erfolgen. Hier sind auch weitere Details zum Reglement sowie die Möglichkeiten der Filmübermittlung aufgeführt. Infos und weiterführende Links unter: http://swr.li/swrfernsehen-einreichungsfrist-dokufestival-gestartet Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle „Deutscher Dokumentarfilmpreis, Telefon 0711 929 14004, E-Mail: irene.kluender@swr.de
Editru – Faszinierende Farbströme
Sarah Schrof bannt Textilbilder auf Stoff und diese sind einfach der Wahnsinn! Jedes einzelne Kleidungsstück daraus ist definitiv ein überraschendes Unikat. Doch alle zeigen unverkennbar dieselbe Handschrift – die der Stuttgarter Textil-und Modedesignerin.
Foto: Sarah Wendler 2019
Alles begann im Jahr 2016 mit einer alten Strickmaschine, der Leidenschaft für Farbe und hochwertigen Stoffen.
Nachdem Sarah Schrof das Schneiderhandwerk erlernt hatte, arbeitete sie zunächst am Staatstheater Stuttgart. An der Kunstakademie Stuttgart studierte sie Textildesign, umgeben von Malern, Bildhauern und Designern. In dieser Zeit experimentierte sie ausgiebig mit textilen Färbe- und Stricktechniken.
Die Konsequenz: Sie gründete editru – ihr eigenes Label für handgefärbte Stoffunikate. Der Name ist eine Hommage an die Familientradition, denn Oma und Großtante – Edith und Trude – haben in den 1950er-Jahren in Heimarbeit Strickwaren hergestellt.
Mit deren stattlicher Strickmaschine entwickelte Sarah Schrof ihr ganz eigenes, aufwendiges Verfahren für feinste Maschen. Jedes Kleidungsstück wird von der Färbung der Wolle, über das Stricken der Stoffe, die Konfektion und das Nähen bis zum letzten Stich von ihr selbst in Handarbeit ausgeführt.
Einzigartige, wohlüberlegte, chromatische Textilien entstehen, die sich durch eine beeindruckende Sensibilität für den Rhythmus und Klang von Farben auszeichnen.
„Meine Interpretation von moderner Handwerkskunst führt zu sorgfältig gefertigten Stücken von zeitloser Eleganz und stimuliert eine kontinuierliche Innovation beim Färben von Textilien“, so Sarah Schrof. Dabei hat sie als Trägerin ihrer Produkte die natürlich selbstbewusste Frau vor Augen, die Farben liebt und ein Gefühl von Leichtigkeit in ihrer Kleidung spüren möchte.
Der aufregende Weg vom Rohmaterial zum einzigartigen Textilbild verlangt handwerkliche Sorgfalt und ist entsprechend aufwendig. Am Anfang des Herstellungsprozesses stehen reines Garn aus Merinowolle und hochwertige Pigmente aus Naturfarben, die von Sarah Schrof eigens angemischt werden.
Schon zu Beginn des Prozesses hat die Designerin das fertige Gewebe im Kopf. Nichts bleibt dem Zufall überlassen.
Sie kombiniert die ausgewählten Farbtöne in feinen Nuancen zur gewünschten Farbstimmung. Wie sie das genau macht, ist Betriebsgeheimnis! Nur so viel: Sie färbt die nähgarnfeinen Fäden mit der Pipette, sodass sich beim Stricken ein von ihr festgelegter Farbverlauf ergibt, der den einzigartigen, lebendigen und individuellen Charakter ihrer Produkte ausmacht.
Sobald die Strickmaschine eingerichtet ist, bewegt Schorf den manuell zu bedienenden Schlitten vorsichtig Reihe für Reihe vorwärts und webt die Wolle zu fein differenzierten, farbigen Flächen. Diese Strickgespinste verarbeitet die Textilkünstlerin als Applikationen in Seidenkleidern oder edlen Jacken aus Georgette-Stoff. Die Schnitte sind im Allgemeinen einfach gehalten, um der malerischen Sprache des Strickbereichs Raum zu lassen.
Schrof verbindet in ihrer Technik nicht nur Handwerk mit technischer Raffinesse, sondern verarbeitet ihre Strickprodukte auch digital weiter. Am Computer werden die abfotografierten Maschenbilder verfremdet und dann als Motive für den Stoffdruck genutzt. Diese Hightech-Version dienen ihr als Muster auf Seidentüchern. „Manchmal kann man die Strickstruktur noch erkennen“, konstatiert die Design-erin.
Seit 2017 verkauft Sarah Schorf ihre Stücke im Atelier und Eckladen „Werk. Raum.18_ Raum für besondere Werke“ im Stuttgarter Westen. Sie ist Teil eines interdisziplinären Kollektivs, das unter seinem Dach alle Schritte von der Herstellung bis zum Verkauf vereint.
2018 erhielt Sarah Schorf den Designpreis für „Mode & Schmuck“ der internationalen Designmesse Blickfang und war für den German Design Award nominiert. www.editru.de
atelier editru werkraum18 – Raum für besondere Werke Vogelsangstr. 57 D-70197 Stuttgart Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag, 11-18 Uhr; Samstag 11-16 Uhr und nach Vereinbarung
Musik von Barock bis Romantik, spannungsreiche Dialoge zwischen Bach, seinen Zeitgenossen und Nachfolgern und ungewöhnliche Konzertorte erwarten das Publikum in der neuen Konzertsaison 2019/20 der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Hinzu kommen auch einige Neuerungen: Das neue Konzertformat »Hin und weg!« bezieht die Zuhörer und die Stadt mit ein. Eine neue Abokonzertreihe startet in Ludwigsburg. und die Bachwoche 2020 stellt »Bach im Dialog mit seiner Familie« vor. Das Musikfest wird im Zusammenspiel mit weiteren Stuttgarter Institutionen zum überregionalen Leuchtturm und findet erstmals im Frühsommer statt.
Gaechinger Cantorey Orchester (c) Martin Foerster
Neues Konzertormat »Hin und weg!« –
In den Wagenhallen, der Domkirche St. Eberhard und im Kunstmuseum präsentieren die Ensembles der Internationalen Bachakademie unter Hans-Christoph Rademann ihr neues Konzertformat. Die Konzerte konzentrieren sich auf die Aufführung einer Bach-Kantate, dazu spricht der Akademieleiter hier über seine persönlichen Eindrücke und Zugänge zur Musik. Raum und Präsentation schaffen eine Atmosphäre der Begegnung, die auch im Anschluss an die Aufführung zum Verweilen einlädt. (17.10.19, 30.1.20, 2.4.20).
Abonnementkonzerte in Stuttgart und erstmals auch in Ludwigsburg
Die Internationale Bachakademie hat die Abonnementkonzerte mit ihren Ensembles neu strukturiert: Es gibt eine Konzertreihe mit fünf Konzerten im Stuttgarter Beethovensaal der Liederhalle und eine weitere mit fünf Konzerten im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg. Gemeinsam ist beiden Reihen die Aufführung italienischer Weihnachtsmusik von Vivaldi, Corelli und Locatelli (7. und 8.12.19), von Mozarts c-Moll-Messe und der »Jupiter-Sinfonie« (22. und 23. 2.20) sowie Schönbergs »Friede auf Erden«, kombiniert mit der Sinfonie Nr. 9 von Beethoven (9. und 31.5.20).
Nach wie vor lädt die Bachakademie immer donnerstags vor den Stuttgarter Konzerten zum Musikalischen Salon in das Hospitalhof-Café, wo Henning Bey und Holger Schneider ihre illustren Gäste zum inhaltlichen Umfeld des jeweiligen Konzertthemas befragen.
»Bach im Dialog mit seiner Familie« ist das Thema der Bachwoche 2020. Sie wendet sich an den musikalischen Nachwuchs und hat gleichzeitig Festivalcharakter.
Zum Auftakt präsentiert die Gaechinger Cantorey die Trauermusik des »Meininger Bachs« Johann Ludwig von 1724 (14.3.20). Cantus Cölln musiziert unter der Leitung von Konrad Junghänel das »Altbachische Archiv« mit Werken von Johann, Johann Michael, Johann Christoph und Johann Sebastian Bach (15.3.20). In zwei Werkstattkonzerten stellt das JSB-Ensemble Johann Sebastians »Köthener Trauermusik« vor (16. und 17.3.20), in zwei weiteren Werkstattkonzerten werden die Kantaten der Bachsöhne analysiert (18. und 19.3.20).
Erstmals ist die Stiftsmusik Stuttgart Kooperationspartner der Bachwoche: Kay Johannsen stellt mit seinen Ensembles stimmkunst und Stiftsbarock Stuttgart im Rahmen der »Stunde der Kirchenmusik«drei Kantaten aus Johann Sebastian Bachs Anfangszeit vor (20.3.20). Beim traditionsreichen Abschlusskonzert zu Bachs Geburtstag führt das JSB-Ensemble die h-Moll-Messe auf (21.3.20).
Musikfest mit neuer Ausrichtung
Zusammen mit der Staatsoper, dem SWR-Symphonieorchester, den Stuttgarter Philharmonikern und weiteren Stuttgarter Institutionen plant die Internationale Bachakademie vom 12. bis zum 28. Juni 2020 ein Musikfest, das weit über die Grenzen Stuttgarts strahlen möchte. Das Motto heißt »heilignüchtern« und bezieht sich auf den schwäbischen Dichter Friedrich Hölderlin, der 2020 seinen 250. Geburtstag feiern würde.
Das Programm wird durch die Möglichkeit zum Probenbesuch, Vorträge und Podiumsdikussionen abgerundet.
Karten: Tel. 0711 619 21 61 und www.easyticket.de Weitere Infos: www.bachakademie.de
Ballettklassiker zur Weihnachtszeit
Zwei große Klassiker und edle Juwelen bringt das Mariinsky-Ballett in diesem Jahr ins Festspielhaus: Bei ihrem traditionellen Weihnachts-Gastspiel vom 21. bis 27. Dezember zeigt die berühmte St. Petersburger Kompanie dreimal „Dornröschen“, dreimal den „Nussknacker“ und als strahlenden Abschluss „Jewels“ von George Balanchine, einen abstrakten, von Edelsteinfarben inspirierten Dreiteiler über die wichtigsten Epochen der Balletthistorie.
Fast sämtliche große Ballettklassiker wurden einst im St. Petersburger Marientheater uraufgeführt, so auch „Dornröschen“ und „Der Nussknacker“, beide zu Partituren von Peter Tschaikowsky. Das Märchen vom hundertjährigen Schlaf, der nur durch den Kuss eines Prinzen beendet werden kann, wurde 1890 zum ersten Mal getanzt.
Sleeping Beauty, Mariinsky Theater, Tereshkina, Shklyarov by N.Razina
Das Mariinsky-Ballett zeigt „Die schlafende Schöne“, wie der russische Titel übersetzt lautet, in einer traditionellen Fassung aus dem Jahr 1952. Mit Feen und Prinzen, mit zahllosen Märchenfiguren und blühenden Dornenhecken schmückt diesen Klassiker die aufwendigste Ausstattung aller großen Ballettwerke, nicht umsonst wollte Petipa damit auch an die Pracht des Sonnenkönigs Ludwig XIV erinnern. Die Ballett-Féerie legt zugleich auch das reinste Zeugnis von Marius Petipas choreografischem Genie ab, mit unzähligen, feinziselierten Variationen im klassisch-akademischen Vokabular und mit großen, architektonisch aufgebauten Ensembleszenen wie dem Blumenwalzer. Tschaikowskys Musik schildert den Kampf zwischen Gute und Böse mit Leitmotiven und fließt bei aller liebenswerten Schilderung von jaulenden Kätzchen oder dem bösen Wolf immer wieder in breiter Symphonik dahin. Bis Aurora und ihr Prinz Desiré mit einem großen Pas de deux die Hochzeit feiern, absolviert die nach der Morgenröte benannte Prinzessin eine der technisch anspruchsvollsten Rollen der Ballettgeschichte.
Ebenfalls ein Märchenballett, aber ein wenig dunkler ist „Der Nussknacker“, entstanden 1892 nach einer Vorlage von E.T.A. Hoffmann. Das Mädchen Mascha verliebt sich in den Nussknacker, den sie zu Weihnachten geschenkt bekommt, der wird nach einem Kampf der Spielsachen unter dem Weihnachtsbaum lebendig und flieht mit Marie in den schneebedeckten Wald hinaus…
Zwischen dem weihnachtlichen Familienfest und den Träumen eines heranwachsenden Mädchens findet sich in der Choreografie von Marius Petipa und Lew Iwanov das gesamte Spektrum russischer Tanzkunst: wilde Pantomimen, Charaktertänze im spanischen oder orientalischen Stil, der große Schneeflockenwalzer und ein virtuoser Grand Pas de deux für das liebende Paar. Tschaikowsky setzte für seine Partitur ganz neue Instrumente ein und mit besonders schöner Wirkung auch einen Kinderchor. Die Fassung des Mariinsky-Balletts von Wassili Wainonen entstand 1934 und zeigt das Märchenballett in einer der schönsten unter den traditionellen Fassungen – als einen schönen Kindertraum, die letzte Reise ins Land der Süßigkeiten vor dem Erwachsenwerden.
Schon in „Dornröschen“ tanzen die Edelsteine im letzten Akt ein kleines Divertissement, der Exilrusse und Neuamerikaner George Balanchine huldigte ihnen 1967 mit einem ganzen Abendfüller: Die Idee zu „Jewels“ entstand, so geht die Legende, bei einem Spaziergang des Choreografen vor den Schaufenstern des berühmten New Yorker Juweliers Van Cleef & Arpels. „Emeralds“, „Rubies“ und „Diamonds“ heißen die drei Teile des Werkes, sie funkeln mit unzähligen Strass-Kristallen auf den Kostümen in Smaragdgrün, Rubinrot und im klaren Weiß der Diamanten.
Zu ganz unterschiedlicher Musik zeigt uns Balanchine dabei die drei großen Traditionen des klassischen Balletts: den französischen, romantischen Stil, der in langen Tutu-Röcken zu Musik von Gabriel Fauré getanzt wird, dann die amerikanische Neoklassik, die zu jazzigen Rhythmen von Igor Strawinsky frech die Hüften kippt, und schließlich den russischen Klassizismus, der zu Tschaikowskys dritter Symphonie in einer prachtvollen Polonaise des Corps de ballet triumphiert. Abstrakt und doch voller sprechender Bilder ist „Jewels“ das erste abendfüllende Ballett, das den Tanz zu seinem Thema macht: Die wunderbaren Tänzer des Mariinsky-Balletts zeigen den Weg des klassischen Tanzes von Paris über St. Petersburg nach New York.
Termine:
Mariinsky- Residenz 21. bis 27. Dezember 2019
„Dornröschen“ 21., 22. und 23. Dezember 2019
„Der Nussknacker“ 25. und 26. Dezember 2019
Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101
Schauspiel
DIE ORESTIE von Aischylos
Der Text der »Orestie« beglaubigt und verteidigt radikal jede einzelne
der sich widersprechenden Positionen seiner Figuren. Diese Vielfalt
an Stimmen bildet den Mythos, der der Gemeinschaft Orientierung
gibt. Regisseur Philipp Rosendahl, dessen Inszenierung »Judas« bereits
auf dem Spielplan des NTM steht, befragt das antike Textmaterial
als spielerisches Narrativ: Welche Perspektive dominiert eigentlich,
während einer anderen weniger Gehör geschenkt wird? Wie wird
aus einer Vielfalt von Meinungen eine allgemein gültige Definition
von »gut«, »richtig« oder »Schuld«? »Die Orestie« als Spielort, an dem
Mehrdeutigkeit regiert. Premiere am 27. September 2019 am Nationaltheater Mannheim Termine und weitere Informationen finden Sie hier
ANIMAL FARM nach George Orwell
Die Tiere auf der Farm wollen nicht länger unter dem
Joch des Bauern stehen. Sie planen eine Revolution,
doch die Revolution scheitert. Ihre Hoffnung auf Freiheit,
Gleichheit und Brüderlichkeit erstickt im totalitären
Anspruch einer von der Macht berauschten Clique.
Die Farm der Tiere verfällt der Herrschaft der Schweine
und ihrem Oberhaupt, dem Eber Napoleon. Angst und
Schrecken breiten sich auf der Farm aus. Und selbst die
sieben Gebote der Revolution wandeln sich unmerklich:
»Alle Tiere sind gleich« wird erweitert zu »aber manche
sind gleicher«. Dieser von Orwell selbst als Märchen bezeichnete Roman
ist ein Lehrstück über den Aufbau eines totalitären
Regimes. Veröffentlicht 1945, zeichnet er den Verlauf der
russischen Oktoberrevolution und die Errichtung der Diktatur
des Proletariats nach. Heute, wo in vielen Teilen der
Welt die Errungenschaften der Demokratie leichtfertig
in Frage gestellt oder schrittweise rückgängig gemacht
werden, erlangt »Animal Farm« erneut Aktualität.
Regie führt Luise Voigt, die 2017 im Botanischen Garten
Heidelberg die deutschsprachige Erstaufführung »Wo
die Barbaren leben« inszenierte und 2018 am Oldenburgischen
Staatstheater bereits George Orwells bedrückende
Zukunftsvision »1984« mit großem Erfolg auf die
Bühne brachte. Theater Heidelberg, Termine und weitere Informationen finden Sie hier
WARTEN AUF GODOT Samuel Beckett
Mit diesem Herzstück des absurden Theaters beschrieb Beckett
1948, als die Wunden des Zweiten Weltkriegs noch frisch waren,
die Sehnsucht des Menschen nach einer unbestimmten Erlösung,
die ihn von der ewigen Frage nach dem Sinn des Daseins
befreit. In unserer Zeit des medialen Dauerfeuers scheint die
Diktatur der einfachen Antworten besonders attraktiv. Sandra
Strunz inszeniert Becketts ungebrochen erfolgreiches Werk als
Bestandsaufnahme der Moderne, in der sich die erwarteten Erlöser
stetig multiplizieren und in der Vielen von uns das Handeln
trotz besseren Wissens so schwerfällt. Premiere am 19. Oktober 2019 am Nationaltheater Mannheim Termine und weitere Informationen finden Sie hier
MENSCHEN IM HOTEL Schauspiel nach Vicki Baum
Humorvolles wie tiefgründiges Gesellschaftspanorama
mit schicksalshaften Begegnungen.
Im Grand Hotel trifft die Primaballerina Grusinskaja auf
weitere Gäste. Darunter der windige Baron Gaigern, der
kranke Buchhalter Kringelein, die lebensfrohe Sekretärin
Flämmchen und der vor der Pleite stehende Fabrikant
Preysing. Alle sind sie in einer Art Schwebezustand auf
der Suche nach sich selbst – und den anderen. Sie lieben
sich, betrügen sich oder geraten in Streit.
Vicki Baums Roman „Menschen im Hotel“ erschien 1929
und wurde später u.a. in Hollywood mit Greta Garbo
verfilmt. Die Bühnenfassung entwirft ein Gesellschaftspanorama,
in dem Zufallsbegegnungen schicksalshafte
Verflechtungen erfahren. Menschen werden aus den
Bahnen des Gewohnten geworfen und sind gezwungen,
sich neu zu erfinden. – Begleitet von musikalischen Live-
Einlagen versteht sich der Theaterabend als Spiel mit den
Möglichkeiten, die uns das Leben tagtäglich bietet. Und
er verspricht einen ebenso humorvollen wie sinnlichen
Start des Schauspiels am Theater Pforzheim in die neue
Saison.
Termine und weitere Informationen finden Sie hier
DIE BREMER STADTMUSIKANTEN
Ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn – das passt doch
nicht zusammen! Nie und nimmer! Eines aber haben sie gemeinsam:
Sie sind von ihren Besitzerinnen und Besitzern nicht
mehr gewollt. Um dem Schlimmsten zu entgehen, hauen
sie von Zuhause ab und tun sich zusammen: eine ungleiche
Gruppe mit dem Ziel, in Bremen als Straßenmusikanten ihr
Glück zu suchen.
Auch nach über 200 Jahren gehört das Grimm‘sche Märchen
über Außenseiter, die sich zusammentun zu den wundervollsten
und tröstlichsten seiner Art – eine Geschichte über Freundschaft,
Zusammenhalt und die Macht der Musik.
Ein Stück für Groß und Klein mit Musik von Frédéric Bolli, in der
Bühnenfassung von Christoph Nix Premiere am 24. November am Theater Konstanz Termine und weitere Informationen finden Sie hier
Friedemann Vogel
Er ist gefeierter Solist am Stuttgarter Ballett, ein begehrter Gast an vielen Theatern und – ja, dass darf man in aller Bescheidenheit konstatieren – ein Weltstar! Vor kurzem wurde Friedemann Vogel von der Zeitschrift Tanz zum Tänzer des Jahres 2019 ernannt. arsmondo hat mit dem gebürtigen Stuttgarter über seinen Werdegang, seine Arbeitsauffassung und seine Vorlieben, über Rollen, Orte und Menschen gesprochen.
Foto: Carlos Quezada
Sie werden derzeit in Stuttgart für Ihre Rolle in „Mayerling“, dem Handlungsballett von Kenneth MacMillan stürmisch gefeiert.
Es erzählt das tragische Leben und Sterben des letzten Thronfolgers Rudolf im Kaiserreich Österreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Rolle gilt in jeder Hinsicht als extrem schwierig. Wie haben Sie sich auf das Stück vorbereitet?
Für „Mayerling“ hatten wir drei Monate intensive Probenarbeit. Wir hatten dafür sogar ein separates Studio, ein abgeschottetes Resort, in dem wir uns intensiv auf unsere Rollen vorbereitet konnten. Ich habe sehr viel über Rudolf gelesen, mir Verfilmungen angeschaut, Bücher gelesen – zudem gibt es ja so viele Geschichten und Gerüchte, die sich um ihn und seinen Tod ranken. Auch mit den politischen Verhältnisse jener Zeit in Österreich und zur Habsburger Monarchie habe ich mich beschäftigt. Ich habe mich gefragt, wie es ist, als Thronfolger zur Welt zu kommen, in eine lieblose und strenge Welt voller Zwänge, Erwartungen und Pflichten. Rudolf war ein eher sensibler und musischer Mensch und ist an dieser Diskrepanz gescheitert und zerbrochen. Ich wollte seine Persönlichkeit durchdringen, indem ich viel über ihn erfahre und dadurch verstehe, wie er zu dem Menschen wurde. Dazu habe ich mich in ihn hinein zu versetzen versucht, wie er fühlte und welche Haltung er nach außen hin hatte. Ich habe versucht, diesen Keim auch in mir zu finden.
Wie gelang Ihnen der Zugang zu Rudolfs komplexer Gefühlswelt – nicht nur als Tänzer, sondern auch als Darsteller?
Das Stück ist wie eine Spirale aufgebaut, die sich langsam nach unten dreht – eine Art Abwärtssog. Da muss man emotional voll einsteigen und bis zum Ende der Vorstellung drin bleiben: körperlich und mit allen Sinnen. Als Tänzer ist natürlich das Körperliche der erste Schritt, um in die Gefühlswelt und in den Charakter einer Rolle einzutauchen – man verinnerlicht also über die Bewegung. „Mayerling“ erzählt die Geschichte Rudolfs vor allem auch durch seine Beziehungen zu den Frauen, die ihm nahestanden. Es gibt insgesamt acht Pas-de-deux – so viel wie in keinem anderen Stück –, die die unterschiedlichen Beziehungen charakterisieren. Rudolf ist fast die ganze Zeit auf der Bühne – das ist schon ein Kraftakt, mental und körperlich, in den man hineinwachsen muss. Am Abend der Aufführung kommt es dann jedes Mal zu einzigartigen Begegnung mit meinen Tanzpartnerinnen, es geht um die Tagesform – kein Moment auf der Bühne wiederholt sich emotional. Das heißt, man muss aus dem Moment heraus reagieren, auch wenn man alles geprobt hat, muss man dann aus dem Gefühl heraus agieren – keine Sprünge mehr analysieren, sondern voll und ganz dem Körper vertrauen und loslassen. Nur so kann man eine solche Rolle und ihre Entwicklung auch überzeugend und folgerichtig aufbauen.
Ist das auch bei anderen Rollen in Handlungsballetten so?
Ja, nehmen wir zum Beispiel den Romeo in „Romeo und Julia“: Diese Rolle zu tanzen, ist körperlich auch sehr anstrengend. Aber im Unterschied zu Rudolf gibt die Rolle viel Liebe und Leidenschaft – da kommt also Energie zurück. Bei „Mayerling“ ist es ein Kampf, ein permanentes Ringen. Cranko, Neumeier, McMillan – sind für mich Genies – wahre Meister des Erzählens – sie haben ein intuitives Bewusstsein für die Geschichten, die sie erzählen wollen und entwickeln daraus ihre Choreografien. Bei McMillans Stück gibt es sehr viele Einzeldrehungen und die dann auch noch auf einem Bein – da geht es um Balance, um Gewichtsverteilung. Das muss man sich körperlich hart erarbeiten und man hat zahlreiche Phasen und Momente, die viel Kraft kosten.
Das Tanzen im Kostüm ist eine weitere Herausforderung – wobei die Enge und Schwere der Stoffe auch helfen, sich selbst zurückzunehmen und in die Rolle zu finden. Die Premiere von „Mayerling“ und auch die Vorstellungen bisher habe ich dann aber wirklich genossen, weil ich in die Rolle hineingewachsen bin. Dazu kam das Publikum, das extrem mitgegangen ist – das fühlst Du auf der Bühne und das trägt Dich. Was die Rolle mir tatsächlich abverlangt hat, habe ich allerdings erst bemerkt, als ich eine Woche nach der Premiere den Albrecht in „Giselle“ in Zürich getanzt habe – das fühlte sich plötzlich ganz leicht an – pure Romantik – fast schon schwerelos.
Friedemann Vogel in Romeo und Julia, Choreografie: John Cranko. Julia: Alicia Amatriain, Foto: Stuttgarter Ballett
Orte, Menschen, Rollen – Meilensteine Ihrer Entwicklung? Sie stammen aus Dettenhausen, einem kleinen Ort zwischen Tübingen und Stuttgart. Ihre Eltern sind keine Künstler. Wie wurden Sie zu dem, der sie sind?
Gute Frage…Ich weiß nur, dass ich schon als kleines Kind immer tanzen wollte. Mein elf Jahre älterer Bruder war bereits Tänzer, er war u.a. auch Erster Solist beim Stuttgart Ballett und hat mich von klein auf in viele Vorstellungen mitgenommen. Als Kind habe ich so alle wichtigen Ballette gesehen von Schwanensee bis hin zu Onegin und natürlich auch viele Ballettabende. Ich hatte das Glück, dass ich alle körperlichen Voraussetzungen mitbrachte, die man für den klassischen Tanz braucht.
Entscheidend für mich und meinen weiteren Weg waren dann meine Ausbildung in der John Cranko Schule hier in Stuttgart und das Stipendium an der Académie Princess Grace in Monte Carlo. Marika Besobrasova aus Monte Carlo habe ich viel zu verdanken. Sie war eine berühmte russische Ballettlehrerin, die mit großen Tänzern wie z.B. Nurejew gearbeitet hat. Sie hatte einen ganzheitlichen Lehransatz und sah den ganzen Menschen. Wir Schüler lernten bei ihr nicht nur klassisches Ballett, sondern auch Yoga, Ausdruckstanz, Schauspiel, richtig zu atmen und Improvisation. Sie hat uns gezeigt, wie man auf der Bühne neben Tanzen auch richtig geht. Wissen Sie, als Romeo läuft man anders als in der Rolle des Onegin oder Siegfried, auch das prägt eine ganze Rolle. Sie war in jeglicher Hinsicht formend und hat mir gezeigt, wohin meine Reise führen könnte – übrigens auch privat. Ich war oft bei ihr zu Besuch und habe ihr geholfen, Einladungen vorzubereiten. Von ihr habe ich gelernt, wie man mit Menschen umgeht. Außerdem hat sie mich schon ganz früh allein zu Wettbewerben geschickt. Ich musste alles organisieren, von den Kostümen bis hin zur musikalischen Begleitung. Das war eine Vorbereitung für mein Leben, denn so wurde ich selbstständig. Da ich schon früh in meiner Karriere gastiert habe, kam ich auf Reisen immer gut allein zurecht. Ich brauche bis heute keinen Agenten, der das für mich regelt.
Friedemann Vogel in Onegin, Choreografie: John Cranko, Foto: Stuttgarter Ballett
Was Rollen betrifft, so war Onegin für mich sicher einer der Meilensteine – ich glaube für viele Tänzer, inklusive mir selbst, ist das ein nahezu heiliges Stück – es stand immer ganz weit oben auf meiner Wunschliste. Vor ein paar Jahren sagt Reid Anderson (Stuttgarter Intendant bis 2018): „Jetzt bist Du bereit, auch den Onegin zu tanzen“. Das war eine Sternstunde für mich. Da hat sich ein Traum erfüllt und zwar genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich hatte die Rolle bis dahin bereits von vielen Tänzern gesehen… – doch in diesem Moment fühlte ich mich tatsächlich selbst reif dafür, Onegin meine ganz eigene Persönlichkeit zu geben.
Sie haben in Ihrem bisherigen Tänzerleben alles erreicht – jetzt sind Sie vierzig Jahre alt. Was würden Sie sich für Ihre Bühnen-Karriere noch wünschen?
Ein ganz neues Ballett zum ersten Mal zu tanzen. Am liebsten ein Handlungsballett. Eine Geschichte zu erzählen – etwas komplett neu aufbauen, was noch nicht da ist, das wäre mein Traum.
Sie sind viel unterwegs gastieren auf der ganzen Welt…
Ja, ich gastiere viel, aber ich bin nicht der Typ, der einfach kommt und tanzt. Ich will meine Tanzpartnerinnen und -partner kennenlernen, gemeinsam proben.
Was darf in ihrem Gepäck nie fehlen?
Meine Ballettschuhe und -trikots, Trainingssachen – seit einmal mein Koffer nicht ankam, packe ich die immer ins Handgepäck. Der Verlust war richtig schlimm für mich. Gerade an anderen Orten will ich meine eigenen Sachen haben und tragen – und meine Ballettschuhe sind mein wichtigstes Werkzeug!
Künstler, die Sie bewundern?
Menschen im allgemeinen und zwar diejenigen, die eine innere Kraft und Stärke ausstrahlen, die Visionen haben, diese unbeirrt verfolgen und andere dafür begeistern können. Solche Menschen bewundere ich und kann ihnen stundenlang zuhören.
Dinge, die Ihnen wichtig sind?
Nichts Materielles – es gibt eigentlich keine Gegenstände, an denen ich so hänge, dass ich sie unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Es sind eher Erlebnisse und Menschen.
Ich habe in China einmal verzweifelt nach Wasser mit Kohlensäure gesucht – das gibt es dort so gut wie nicht. Und ich trinke gerne guten Kaffee… Es sind eher die ganz normalen Dinge, an denen ich hänge, die einem Vertrautheit und Heimat vermitteln und die mir dann fehlen, wenn sie plötzlich mal nicht da sind.
Landschaften oder Städte, die Ihnen in Erinnerung bleiben?
Ich liebe Italien. Ich arbeite viel in Rom und Mailand. Diese Städte zu erkunden, durch die alten Gassen und entlang wunderbarer Bauwerke zu schlendern, das liebe ich. Ebenso wie mit Leuten aus der Compagnie nach Proben und Vorstellungen noch essen zu gehen. Wichtiger aber als die Städte selbst sind für mich die Tanzcompagnien. Zum Beispiel Helsinki – für mich keine sonderlich schöne Stadt – aber das Tanzen war großartig und die Menschen erst, da bleiben dann andere schöne Erinnerungen.
Bringen Sie von Ihren Reisen auch gerne etwas mit?
Früher ja, heute eher weniger – aber ich hatte mir aus China einmal ein antikes Pferdegeschirr mitgebracht. Das hat mich fasziniert – obwohl ich ja weder reite, noch ein Pferd habe…
Das absurdeste Verrückteste, das Ihnen je auf Reisen passiert ist?
Da fällt mir spontan Japan ein, weil es in diesem Land so viele Extreme gibt. Einerseits sind die Japaner ja verrückt nach Klassik – egal ob Ballett oder Musik. Dann fährt man andererseits aber mit der Metro und kommt sich vor wie in einem virtuellen Raum – du siehst Menschen als Puppen und Comicfiguren verkleidet – überall leuchten Neonfarben, laute Musik und überall Technik – die totale Reizüberflutung. Dann wieder betritt man eine kleine Seiten-straße und stößt auf ein uraltes historisches Sushi-Restaurant und an der nächsten Ecke warten bereits wieder computergesteuerte Kraken-Arme, die Spielzeuge aus einem Automaten fischen.
Stuttgart ist für Sie…
Ganz klar: Stuttgart ist meine Heimat.
Wo könnte man Sie hier treffen?
Ich bin gerne in der Stadtmitte mitten drin. Ich wohne am Eugensplatz, das ist mein Revier – von dort aus kann ich zu Fuß ins Theater gehen. Ich gehe gerne in den Mineralbädern in Bad Cannstatt schwimmen. Und ich mag die schwäbische Küche, am liebsten Maultaschen mit Kartoffelsalat, Schnitzel mit Pommes oder Käsespätzle – ganz einfach, schwäbische Hausmannskost.
Wie entspannen Sie? Wo und wie können Sie am schnellsten abschalten?
Entspannung ja, abschalten muss ich nicht! Ich habe mit dem Tanzen das gefunden, was mich ausfüllt und glücklich macht. Ich habe auch nie richtig lange Urlaub gemacht. Ich liebe die Natur, gehe gerne in den umliegenden Wäldern rund um Stuttgart laufen. Ich höre gerne Musik, nichts Spezielles; es kommt auf meine Stimmung an, reicht aber von Elektronik bis zu Gustav Mahler. Musik als Dauerberieselung ist dagegen nicht mein Ding, weder auf Reisen, noch in Hotels oder beim Kochen. Denn ich mag es auch, wenn es einfach mal ganz ruhig ist – dann genieße ich einfach die Stille.
Szene aus „Kaash“ (c) )Stuttgarter Ballett
Wie lautet Ihr Credo?
Das müssten Sie eigentlich andere fragen…(lacht). Ich versuche authentisch zu sein, Dinge zu akzeptieren, wie sie sind. Ich glaube, jeder Mensch sollte das, was ihn besonders macht, zuerst in sich selbst suchen, nicht zu sehr im Außen. Seiner Umgebung und sich selbst nichts vorzuspielen – akzeptieren wer man ist.
Wie finden Sie auch in schwierigen Zeiten zu sich?
Ich bin kein Analytiker. Meine Bewältigung ist die Bewegung, das Tanzen – das macht mich stark. Wenn ich einen schwierigen Termin habe oder ein Problem lösen muss, dann hilft es mir, in die Bewegung, in die körperliche Aktion zu gehen – das ist mein Ausgleich. Nach der körperlichen Erschöpfung kann ich dann meistens klarer denken.
Herzlichen Dank für das Gespräch!
Das Interview führte Claudia Fenkart-Njie
Mehr über Friedemann Vogel und das Stuttgart Ballett…
24. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festivals Stuttgart
Junge Tanztalente können sich noch bis zum 11.11.2019 für das 24. Internationale Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart bewerben, das vom 12. – 15.03.2020 im TREFFPUNKT Rotebühlplatz in Stuttgart stattfindet. Gefragt sind Tanzproduktionen, die eine innovative und originelle Sichtweise auf das zeitgenössische Tanztheater haben. Ein Kuratorium wählt die 18 jungen Künstler/innen aus, die um jeweils drei Preise in den Kategorien Choreografie und Tanz, zwei Publikumspreise, einen Residenzpreis und den Eastman Prize Stuttgart konkurrieren werden. Beim Wettbewerb müssen die Teilnehmenden eine international besetzte Jury mit ihren Stücken überzeugen. Bewerbungen sind ausschließlich online möglich, das Formular und die Teilnahmebedingungen stehen auf der Website www.treffpunkt-rotebuehlplatz.de.
Das Internationale Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart
Das Internationale Solo-Tanz-Theater Festival unter der künstlerischen Leitung von Marcelo Santos ist europaweit der einzige Wettbewerb in zeitgenössischem Tanz, bei dem junge Künstler/innen ihre tänzerischen und choreografischen Ideen und Fähigkeiten gleichzeitig einer internationalen Jury und einem tanzversierten Publikum präsentieren können. Für viele der Teilnehmenden bedeutet das den Sprung in die professionelle Tanzszene und wichtige Kontakte für ihre künstlerische Zukunft. An drei Abenden werden jeweils sechs Wett- bewerbs-Produktionen gezeigt, die meisten davon Weltpremieren. Am dritten Abend gibt die Jury die Nominierung für das Finale bekannt.
Die Preise sind zwischen 3.500 und 1.500 Euro dotiert. Die Publikumsfavoriten können außerdem zwei weitere Preise im Wert von je 500 Euro erringen. Auch 2020 wird es einen Residenzpreis geben, der es dem oder der Preisträger/in ermöglicht, eine eigene Choreografie mit einer professionellen Tanzkompanie einzustudieren und öffentlich aufzuführen. Der oder die Gewinner/in des Eastman Prize Stuttgart wird eingeladen zum „Eastman Summer Intensive 2020“, einem renommierten Tanzworkshop in Antwerpen unter Leitung von Sidi Larbi Cherkaoui, dem künstlerischen Leiter von Eastman.
Jeweils im Mai und November gehen die Gewinner/innen auf eine Tournee im In- und Ausland. Die Auftakt-Gala der Deutschlandtournee findet jedes Jahr im TREFFPUNKT Rotebühlplatz statt. Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner werden am Freitag, 15. und Samstag, 16.11.2019 in Stuttgart zur „Gala der Preisträger“ zu Gast sein.
Bewerbungsverfahren
Aus den bis zum Stichtag eingegangenen Bewerbungen wählt ein Kuratorium die Künstler/innen aus, die zum Festival eingeladen werden. Da der Fokus auf der Förderung junger Künstler/innen liegt, sollen die Tänzer/innen unter 30 Jahren sein. Die eingereichten Choreografien dürfen nicht älter als ein Jahr sein und müssen eine Dauer von neun bis zwölf Minuten haben. Der/die Choreograf/in kann sein/ihr Stück selbst interpretieren.
Das Kuratorium achtet bei der Auswahl insbesondere auf eine zeitgenössische Bewegungssprache und eine originelle Performance mit eigenem Stil. Bewerbungen sind ausschließlich online möglich.
Um Ihnen ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn Sie diesen Technologien zustimmen, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn Sie Ihre Zustimmung nicht erteilen oder zurückziehen, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Voreinstellungen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Nutzer beantragt wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.