Von Bach bis Berlioz

Musik von Barock bis Romantik, spannungsreiche Dialoge zwischen Bach, seinen Zeitgenossen und Nachfolgern und ungewöhnliche Konzertorte erwarten das Publikum in der neuen Konzertsaison 2019/20 der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Hinzu kommen auch einige Neuerungen: Das neue Konzertformat »Hin und weg!« bezieht die Zuhörer und die Stadt mit ein. Eine neue Abokonzertreihe startet in Ludwigsburg. und die Bachwoche 2020 stellt »Bach im Dialog mit seiner Familie« vor. Das Musikfest wird im Zusammenspiel mit weiteren Stuttgarter Institutionen zum überregionalen Leuchtturm und findet erstmals im Frühsommer statt.

Gaechinger Cantorey Orchester (c) Martin Foerster

Neues Konzertormat »Hin und weg!«

In den Wagenhallen, der Domkirche St. Eberhard und im Kunstmuseum präsentieren die Ensembles der Internationalen Bachakademie unter Hans-Christoph Rademann ihr neues Konzertformat. Die Konzerte konzentrieren sich auf die Aufführung einer Bach-Kantate, dazu spricht der Akademieleiter hier über seine persönlichen Eindrücke und Zugänge zur Musik. Raum und Präsentation schaffen eine Atmosphäre der Begegnung, die auch im Anschluss an die Aufführung zum Verweilen einlädt. (17.10.19, 30.1.20, 2.4.20).

Abonnementkonzerte in Stuttgart und erstmals auch in Ludwigsburg

Die Internationale Bachakademie hat die Abonnementkonzerte mit ihren Ensembles neu strukturiert: Es gibt eine Konzertreihe mit fünf Konzerten im Stuttgarter Beethovensaal der Liederhalle und eine weitere mit fünf Konzerten im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg. Gemeinsam ist beiden Reihen die Aufführung italienischer Weihnachtsmusik von Vivaldi, Corelli und Locatelli (7. und 8.12.19), von Mozarts c-Moll-Messe und der »Jupiter-Sinfonie« (22. und 23. 2.20) sowie Schönbergs »Friede auf Erden«, kombiniert mit der Sinfonie Nr. 9 von Beethoven (9. und 31.5.20).

Nach wie vor lädt die Bachakademie immer donnerstags vor den Stuttgarter Konzerten zum Musikalischen Salon in das Hospitalhof-Café, wo Henning Bey und Holger Schneider ihre illustren Gäste zum inhaltlichen Umfeld des jeweiligen Konzertthemas befragen.

»Bach im Dialog mit seiner Familie« ist das Thema der Bachwoche 2020. Sie wendet sich an den musikalischen Nachwuchs und hat gleichzeitig Festivalcharakter.
Zum Auftakt präsentiert die Gaechinger Cantorey die Trauermusik des »Meininger Bachs« Johann Ludwig von 1724 (14.3.20). Cantus Cölln musiziert unter der Leitung von Konrad Junghänel das »Altbachische Archiv« mit Werken von Johann, Johann Michael, Johann Christoph und Johann Sebastian Bach (15.3.20). In zwei Werkstattkonzerten stellt das JSB-Ensemble Johann Sebastians »Köthener Trauermusik« vor (16. und 17.3.20), in zwei weiteren Werkstattkonzerten werden die Kantaten der Bachsöhne analysiert (18. und 19.3.20).

Erstmals ist die Stiftsmusik Stuttgart Kooperationspartner der Bachwoche: Kay Johannsen stellt mit seinen Ensembles stimmkunst und Stiftsbarock Stuttgart im Rahmen der »Stunde der Kirchenmusik« drei Kantaten aus Johann Sebastian Bachs Anfangszeit vor (20.3.20). Beim traditionsreichen Abschlusskonzert zu Bachs Geburtstag führt das JSB-Ensemble die h-Moll-Messe auf (21.3.20).

Musikfest mit neuer Ausrichtung
Zusammen mit der Staatsoper, dem SWR-Symphonieorchester, den Stuttgarter Philharmonikern und weiteren Stuttgarter Institutionen plant die Internationale Bachakademie vom 12. bis zum 28. Juni 2020 ein Musikfest, das weit über die Grenzen Stuttgarts strahlen möchte. Das Motto heißt »heilignüchtern« und bezieht sich auf den schwäbischen Dichter Friedrich Hölderlin, der 2020 seinen 250. Geburtstag feiern würde.

Das Programm wird durch die Möglichkeit zum Probenbesuch, Vorträge und Podiumsdikussionen abgerundet.


Karten: Tel. 0711 619 21 61 und www.easyticket.de Weitere Infos: www.bachakademie.de

 

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