Anne-Sophie Mutter

Anne-Sophie Mutter ist ein musikalisches Phänomen: Seit nunmehr 40 Jahren ist die Virtuosin nicht mehr von den internationalen Bühnen der großen Konzerthäuser wegzudenken und wird von Publikum und Presse als „die beste Geigenvirtuosin unsere Tage“ (FAZ) umjubelt.
Mutterissimo – The Art of Anne-Sophie Mutter präsentiert die Essenz des vielseitigen Schaffens dieser Ausnahmekünstlerin auf einem Doppelalbum. Versammelt sind die Highlights ihrer facettenreichen Diskographie – persönlich ausgewählt von Anne-Sophie Mutter selbst – primär aus den vergangenen zwei Dekaden ihrer beeindruckenden Karriere.
Dabei widmet sich das erste Album dem weitverzweigten Kernrepertoire der Violine mit Einzel-Sätzen aus den Violinkonzerten von Beethoven, Dvorak, Tschaikowsky, Schumann, Brahms, Strawinsky und Korngold sowie Beethovens ergreifender Violinromanze Nr. 2. Das zweite Album schließt virtuose Kompositionen wie Brahms Ungarischen Tanz Nr. 1 ebenso ein wie das heitere Frühlingslied aus Mendelssohns Lieder ohne Worte, populäre Klassiker wie Bachs Air oder eine Violinbearbeitung der Arie It ain’t necessarily aus Gershwins Porgy and Bess sind ebenso zu hören wie Anne-Sophie Mutters tief emotionale Interpretation von Debussys Clair de Lune oder Faurés Berceuse Op. 16. /Quelle: Klassik Akzente


Tracklist der CD Mutterissimo – The Art Of Anne-Sophie Mutter www.deutschegrammophon.com

Konzerttermine mit der Künstlerin können Sie hier abrufen:


Biografie
Anne-Sophie Mutter gilt unbestritten als eine der größten Geigerinnen der modernen Zeit. Ihre herausragenden künstlerischen Fähigkeiten zeigen sich in ihrem Reichtum des Tons, dem unübertrefflichen Ausdruck, ihrer vollendeten technischen Virtuosität und tiefen Musikalität. Geboren im badischen Rheinfelden, zeigte sie schon früh Anzeichen einer außergewöhnlichen Begabung. Im Alter von fünf Jahren begann sie mit dem Klavierspiel, bald darauf erhielt sie ersten Geigenunterricht bei Erna Honigberger, einer Schülerin von Carl Flesch, und als Neunjährige nahm sie ihr Studium bei Aïda Stucki auf, einer inspirierenden Schweizer Musikerin und Lehrerin.
1976 hörte Herbert von Karajan die 13-jährige Anne-Sophie Mutter bei einem Recital während der Luzerner Festwochen. Der legendäre Dirigent lud die junge Geigerin ein, ihr Konzert-Debüt mit den Berliner Philharmonikern bei der Salzburger Pfingstfestspielen 1977 zu geben. Die Partnerschaft wurde 1978 fortgesetzt, als Mutter ihre erste Aufnahme für Deutsche Grammophon machte, ein Album mit Mozarts Violinkonzerten Nr. 3 und 5. Mutter arbeitete regelmäßig mit Karajan und den Berliner Philharmonikern zusammen und es entstand eine Reihe von Maßstab setzenden Aufnahmen der Violinkonzerte von Beethoven, Brahms, Bruch und Mendelssohn für das gelbe Label. Ihre Debüts in Berlin (1978), Washington und New York (1980), Tokio (1981) und Moskau (1985) fanden den Beifall der Kritiker, und schon bald war sie regelmäßig in den angesehensten Konzertsälen der Welt zu hören.
1986 wurde sie auf den internationalen Lehrstuhl für Violinstudien an der Royal Academy of Music in London berufen. Im Jahr darauf gründete sie die Rudolf-Eberle-Stiftung, die außergewöhnlich begabte junge Streicher europaweit förderte. Seit 1997, als die Stiftung in den Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter Stiftung integriert wurde, arbeitet die Organisation weltweit. Die Anne-Sophie Mutter Stiftung selbst wurde dann 2008 ins Leben gerufen. Mutters Engagement für die Förderung junger Musiker hat zur Karriere vieler bedeutender Musiker beigetragen, darunter Daniel Müller-Schott, Sergey Khachatryan, Roman Patkoló, Leonard Elschenbroich und Kian Soltani. 2011 gründete die Geigerin die Mutter’s Virtuosi, ein Ensemble von ehemaligen und gegenwärtigen Stipendiaten der Anne-Sophie Mutter Stiftung und ausgewählten anderen jungen Musikern. Im Auftrag der Stiftung entstanden André Previns Konzert für Violine und Kontrabass sowie dessen Nonett für zwei Streichquartette und Kontrabass, Krzysztof Pendereckis Duo concertante, Wolfgang Rihms Dyade und Sebastian Curriers Ringtone Variations.
Anne-Sophie Mutters Engagement für die Zukunft der Musik für Streicher wird auch in ihrem kompromisslosen Eintreten für die Musik der Gegenwart deutlich. 1986 spielte sie die Uraufführung von Chain II, das Witold Lutosławski für sie und die Paul Sacher Stiftung komponierte, und nahm das Werk für Deutsche Grammophon auf. Zu ihren zahlreichen Uraufführungen zählen Rihms Gesungene Zeit und Lichtes Spiel, Pendereckis Violinkonzert
Nr. 2 Metamorphosen, La Follia für Solovioline und Duo concertante für Violine und Kontrabass, Dutilleux’ Sur le même accord, Gubaidulinas Violinkonzert In tempus praesens, Previns Violinkonzert »Anne-Sophie«, sein Violinkonzert Nr. 2 und seine Violinsonate Nr. 2 sowie Curriers Aftersong und Time Machines. Diese und viele andere neue Werke hat sie für das gelbe Label aufgenommen, außerdem Meisterwerke des 20. Jahrhunderts wie die Violinkonzerte von Berg und Strawinsky sowie das Violinkonzert Nr. 2 von Bartók.
Ende der 1990er-Jahre nahm Mutter Vivaldis Le quattro stagioni mit den Trondheim Soloists und Beethovens Violinsonaten mit ihrem regelmäßigen Duo-Partner Lambert Orkis auf. Die Beethoven-Aufnahme wurde mit einem Grammy® und dem Echo-Preis ausgezeichnet, das Vivaldi-Album fand außerordentlich positive Resonanz und wurde weltweit 370 000-mal verkauft. Das neue Jahrtausend begann Mutter mit einer Reihe von Tournee- und Aufnahmeprojekten, darunter Back to the Future, ein Rückblick auf bedeutende Violinwerke des 20. Jahrhunderts, und Recital 2000, ein Album mit Kammermusik von Crumb, Prokofjew, Respighi und Webern. 2001 führte Mutter sämtliche Violinkonzerte von Mozart an zwei Abenden als Artist-in-residence in der Carnegie Hall sowie mit den Wiener Philharmonikern in Wien und auf Deutschlandtournee auf. Previns Tango Song and Dance, das ihr gewidmet ist und von ihr uraufgeführt wurde, stand im Mittelpunkt eines gleichnamigen Recital-Albums und ihres Tourneeprogramms im Jahr 2003. Zu ihren Aufnahmen mit Previn als Dirigent gehören die preisgekrönten Aufführungen seines Violinkonzerts »Anne-Sophie« und der Violinkonzerte von Korngold und Tschaikowsky (Echo-Preis 2005 als »Instrumentalistin des Jahres«). Die Geigerin feierte Mozarts 250. Geburtstag im Jahr 2006 mit internationalen Tourneen und Gesamtaufnahmen seiner Violinsonaten und Violinkonzerte.
2008 erschienen ihre ersten Bach-Aufnahmen für Deutsche Grammophon in einem Album mit den beiden Violinkonzerten von Bach und der Welt-Ersteinspielung von Gubaidulinas Konzert In tempus praesens. Es folgte ein Mendelssohn-Album anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten (2009); eine Gesamtaufnahme von Brahms’ Violinsonaten mit Lambert Orkis (2010); ein Album mit Ersteinspielungen von Werken von Rihm, Currier und Penderecki (2011); und die Veröffentlichung von ASM35, einer 40-CD-Box mit sämtlichen Aufnahmen Mutters für Deutsche Grammophon (2011), herausgegeben anlässlich des 35. Jahrestags ihres professionellen Debüts. Im Juni 2013 kamen Anne-Sophie Mutter und die Berliner Philharmoniker in der Berliner Philharmonie zusammen, um ihre erste gemeinsame Studio-Aufnahme seit fast 30 Jahren zu machen: Mutters erste Einspielung des Violinkonzerts von Dvořák erschien unter dem Beifall der Kritik im Oktober 2013.
Mutter eröffnete die Saison 2014/15 der Carnegie Hall mit einem Galakonzert, das am Beginn ihres sechs Konzerte umfassenden Gastspiels in der Reihe Perspectives dieses berühmten New Yorker Konzertsaals stand. Anne-Sophie Mutter gab ihr Debüt in der Yellow Lounge der Deutschen Grammophon 2013 an einem Septemberabend im Berliner Asphalt-Klub, wo sich zahlreiche junge Clubber unter den 300 Zuhörern befanden. Sie wiederholte dieses Erlebnis im Mai 2015 mit zwei Auftritten in der Berliner Neuen Heimat, einem umgebauten Bahnhof im Szeneviertel Friedrichshain. Ihre Aufführungen wurden live für das erste Yellow-Lounge-Album der Deutschen Grammophon aufgenommen, das im August 2015 erschien. Die Veranstaltung wurde zudem vom ZDF für eine Fernsehausstrahlung und einen späteren Dokumentarfilm aufgezeichnet. Im Juni 2015 führte Anne-Sophie Mutter mit dem London Symphony Orchestra und André Previn im Londoner Barbican Centre anlässlich des 85. Geburtstags des Dirigenten und Komponisten dessen Violinkonzert »Anne-Sophie« auf.
Im Oktober 2016 trat die Geigerin anlässlich des 35-jährigen Jubiläums ihres Japan-Debüts in Tokio mit den Wiener Philharmonikern und Seiji Ozawa, den Mutter’s Virtuosi und Lambert Orkis auf. In der vergangenen Spielzeit feierte sie zudem mit einem Konzert das 40-jährige Jubiläum ihres ersten Auftritts bei den Salzburger Pfingstfestspielen, und beim Tanglewood Festival wirkte sie in der Uraufführung von John Williams’ Markings für Solovioline, Streicher und Harfe mit.
Zu ihren nächsten Verpflichtungen zählen Dvořáks Violinkonzert mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra und Manfred Honeck bei den BBC Proms, beim Lucerne Festival und beim Enescu Festival; Tschaikowskys Violinkonzert in Buffalo und Chicago; sowie im November Recitals in vier deutschen Städten und Barcelona, mit denen Mutter ihren Programmschwerpunkt für 2018 vorstellt: die Musik von Penderecki, der im kommenden Jahr seinen 85. Geburtstag feiert. Im November erscheint auch Mutters neustes Album für Deutsche Grammophon mit Schuberts »Forellen-Quintett« und seinem Klaviertrio »Notturno«, ihre Partner sind der Pianist Daniil Trifonov und die Mutter’s Virtuosi.
Anne-Sophie Mutter nutzt seit Langem ihr öffentliches Image, um wohltätige Ziele zu unterstützen, insbesondere ist es ihr Anliegen, medizinische und soziale Probleme zu lindern. Ihre Benefizkonzerte erbrachten unter anderem Mittel für Save the Children Japan, die Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft, die Opfer des Tsunamis und der Nuklearkatastrophe in Japan 2011, das Haus der Diakonie in Wehr-Öflingen der Hanna und Paul Gräb-Stifung, Artists against Aids in den USA, die Bruno Bloch Stiftung, den in London ansässigen Beethoven Fund for Deaf Children, SOS Kinderdörfer in Syrien, den Flüchtlingsrat Leipzig und das »Healing Arts Program« am Fred and Pamela Buffett Cancer Center (Omaha).
Mutters zahlreiche Preise und Auszeichnungen sind ebenso Spiegel ihrer humanitären Arbeit wie ihrer künstlerischen Fähigkeiten. Dreimal gewann sie einen Grammy® für die »Beste Aufführung eines Instrumentalsolisten (mit Orchester)«, 2008 erhielt sie den renommierten Ernst von Siemens Musikpreis, 2009 wurde sie für ihre Verdienste um die französische Musik der Gegenwart in die Ehrenlegion aufgenommen, 2011 erhielt sie den Erich-Fromm-Preis für die Förderung des Humanismus durch soziales Engagement und wurde von Musical America zur »Musikerin des Jahres« gewählt. Zu ihren weiteren Auszeichnungen zählen das deutsche Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, der Mendelssohn-Preis und der Brahms-Preis, der Herbert-von-Karajan-Musikpreis und der Bayerische Verdienstorden. 2013 wurde Anne-Sophie Mutter ausländisches Ehrenmitglied der American Academy of Arts & Sciences, 2015 wurde sie zum Ehrenmitglied des Keble College, Oxford, ernannt, und 2016 erhielt sie vom spanischen Kulturministerium die Goldene Verdienstmedaille der schönen Künste.

8/2017 /Quelle: Deutsche Grammophon
Foto © Copyrights Monika Höfler

Antik & Kunst

Erlesen wie opulent ist das Repertoire. Gemälde, Grafiken, Zeichnungen und Skulpturen der vergangenen Epochen bis hin zum 21. Jahrhundert, feinstes Bone China und Silber, Asiatika und Mobiliar von edler Provenienz, dazu kunstvoll gearbeiteter Antikschmuck – vom 11. bis 14. Januar bietet die Antik & Kunst wieder ein Defilee an Kostbarkeiten vergangener Epochen. Sammler und Kunstinteressierte können sich schon jetzt auf die vier kunstreichen Tage in der Messe Sindelfingen freuen, an denen renommierte Aussteller aus dem In- und Ausland ihre Schätze präsentieren werden.
Die Auswahl der Messe-Kuratoren ist streng und setzt kompromisslos auf Qualität. Neben wachsenden Besucherzahlen in den letzten Jahren, stieg auch das Renommee stetig und bescherte der Messe einen festen Platz in der Kunst- und Antiquitätenszene in Süddeutschland. Auf die Authentizität der offerierten Objekte, so betont Projektleiterin Birgit Strehler, kann der Kunde sich verlassen: „Wir lassen jedes einzelne Exponat in Bezug auf Echtheit und Alter von unserem renommierten Expertenteam jurieren. Denn der Kauf von Kunst ist heute mehr denn je eine Vertrauenssache.“
Ein Experten-Team steht dem Publikum auch zur Verfügung, wenn es um die Einschätzung von eigenen mitgebrachten Erbstücken oder anderen Kunstgegenständen geht. Wie bedeutsam eine solche Expertise sein kann, dazu hat Birgit Strehler auch gleich eine aktuelle Geschichte parat: „Wir hatten erst auf der letzten Messe den interessanten Fall, dass ein Besucher dort eine wunderschöne Jugendstil-Keramikvase von Orivit vorzeigte. Sofort erkannten unsere Kunst-Sachverständigen, dass es sich hier um ein besonderes Stück handelte, und verwiesen auf ein renommiertes Stuttgarter Auktionshaus, wo die Prunkvase prompt äußerst lukrativ verkauft werden konnte. Das seltene, edle Objekt wies eine lückenlose Provenienz auf. Es wurde, wie sich herausstellte, von Hans Hähnle, dem Onkel der berühmten Margarete Steiff, auf der Pariser Weltausstellung 1900 erworben und hat beide Weltkriege heil überstanden – eine spannende, wunderbare Geschichte, so wie überhaupt jede Antiquität ihre eigene Geschichte erzählt.“
Alle Informationen rund um die Messe finden Sie unter:
www.messe-sindelfingen.de

MET OPERA

Die Saison eröffnet am 7. Oktober 2017 David McVicars Neuinszenierung der Belcanto Oper NORMA von Vincenzo Bellini. Titelheldin ist die weltweit gefeierte Sondra Radvanovsky. Publikumsliebling Joyce DiDonato verkörpert Normas Rivalin Adalgisa. Sie ist am Ende der Saison ein zweites Mal zu erleben: in Massenets Aschenputtel-Adaption CENDRILLON. Neben DIE ZAUBERFLÖTE in einer phantasievollen Inszenierung der Tony Award® Gewinnerin Julie Taymor unter der Leitung von James Levine steht mit COSÌ FAN TUTTE ein weiteres Mozart Meisterwerk auf dem Programm. Sonya Yoncheva ist der Star in Puccinis LA BOHÈME. An der Seite von Plácido Domingo und Piotr Beczala übernimmt sie außerdem die Titelrolle in Verdis gleichnamiger Oper LUISA MILLER.

Die junge, aufstrebende Sopranistin Pretty Yende ist als temperamentvolle Adina in Donizettis komischer Oper L’ELISIR D’AMORE zum ersten Mal in einer Met Live-Übertragung zu sehen. Matthew Polenzani gibt den einfachen Bauer, der sich Hals über Kopf in sie verliebt. Auch Kristine Opolais wird an der Seite von Vittorio Grigolo und Bryn Terfel in einer Neuinszenierung von Puccinis TOSCA wieder zu sehen und zu hören sein. Abgerundet wird das Programm durch zwei Raritäten: Thomas Adès‘ auf einem Drehbuch von Luis Buñuel basierender Oper THE EXTERMINATING ANGEL, die 2016 bei den Salzburger Festspielen Premiere feierte, und Rossinis SEMIRAMIDE mit Angela Meade in der Titelrolle. Golda Schultz, Joseph Calleja, René Pape und Javier Camarena vervollständigen das Starensemble der neuen Saison, die in Deutschland und Österreich auf knapp 220 Leinwände übertragen wird.

Die Liste der teilnehmenden Kinos und weiterführende Information findet sich unter www.metimkino.de


Initiator CLASART CLASSIC

CLASART CLASSIC produziert und präsentiert einzigartige Werke der klassischen Musik. Seit 2007 veranstaltet CLASART CLASSIC die erfolgreichen Live-Übertragungen in HD aus der New Yorker Metropolitan Opera in deutsche und österreichische Kinos. CLASART CLASSIC vertreibt weltweit die TV-Rechte der Metropolitan Opera. Das Unternehmen wurde 1976 von Dr. Herbert Kloiber gegründet, der bereits als Mitgesellschafter und Geschäftsführer der Produktionsfirma Unitel eine beachtliche Anzahl bedeutender Konzert-, Opern- und Ballettverfilmungen realisiert hatte – darunter Aufnahmen mit Herbert von Karajan, Leonard Bernstein und Arthur Rubinstein. In den Anfangsjahren entstanden zeitlose Aufzeichnungen mit Glenn Gould, Mstislav Rostropovitsch und Vladimir Horowitz, zum Teil mit mehreren Emmy®-Awards ausgezeichnet.
Heute präsentiert CLASART CLASSIC Produktionen mit den renommiertesten Künstlern der Gegenwart. So entstand ein Bruckner-Zyklus mit dem international gefragten Cleveland Orchestra unter der Leitung seines Chefdirigenten Franz Welser-Möst. Fortgesetzt wird diese Zusammenarbeit mit der Aufnahme eines Brahms-Zyklus. CLASART CLASSIC verbindet darüber hinaus eine langjährige Kooperation mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons.
Zusammen mit dem Zürcher Opernhaus nahm CLASART CLASSIC 25 Opern mit Weltstars wie z. B. Cecilia Bartoli, Jonas Kaufmann und Juan Diego Flórez auf. Im Rahmen der Kooperation mit den Salzburger Pfingstfestspielen wurde 2012 Giulio Cesare in Egitto mit Cecilia Bartoli aufgezeichnet. 2013 entstand eine filmische Version der Gluck-Oper Orfeo ed Euridice mit Bejun Mehta im Barocktheater von Cesky Krumlov.

Bildhauerschule Diedenhofen

Die private Bildhauerschule Diedenhofen (ehemals Bildhauerschule-Reutlingen), die ideal erreichbar zwischen Stuttgart, Tübingen, Filderstadt, Metzingen und Reutlingen in NeckARTenzlingen (Baden-Württemberg) liegt, bietet in ihrem beheizbaren und großzügigen Atelier, am Wochenende, unter der Woche und in den Schulferien Baden Württemberg, verschiedenste Bildhauer-Kurse und Bildhauer-Workshops für Erwachsene und Kinder an, die alle vom Bildhauer und Diplom-Kunsttherapeuten HWP Diedenhofen geleitet werden.

Bei schönem Wetter kann auch immer im Freien mit Blick auf das Neckarufer gearbeitet werden.
Die Kunst-Kurse erstrecken sich vom klassisches Schnitzen und Bildhauen in Holz und Stein, dem Sägen von Skulpturen und Holzmöbeln mit der Elektrokettensäge über Akt- und Portrait modellieren mit Modell, bis zum Ausrichten von Kindergeburtstagen und Kinder-Ferienprogrammen in der Kinder-Kreativ-Werkstatt und dem Kreativ-Training für Erwachsene.

Die umfangreiche Ausstattung an Werkzeugen, Maschinen und Kunst-Büchern sorgt für beste Arbeitsbedingungen als Bildhauer.


Weitere Info & Kontakt: HWP Diedenhofen
In der Steige 6 in 72654 Neckartenzlingen
Fon 07127/1453326
www.bildhauerschule-diedenhofen

Fotos: HWP Diedenhofen

Le Corbusier

Es ist nie zu spät, sich über eine Auszeichnung zu freuen, auch wenn sie schon einige Zeit zurückliegt. Vor allem nicht, wenn sie so lange auf sich warten ließ. Im dritten Anlauf hat es dann endlich geklappt: Das Werk des französisch-schweizerischen Architekten Le Corbusier – 17
seiner Bauwerke insgesamt – wurde 2016 unter dem Titel «Das urbanistische und architektonische Werk von Le Corbusier» als transnationales UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet. Neben Gebäuden in Argentinien (Maison du Docteur Curutchet, La Plata), Indien (Kapitol-Komplex von Chandigarh), Japan (Nationalmuseum für westliche Kunst, Tokio), Belgien (Maison Guiette, Antwerpen), der Schweiz ( Petite villa au bord du lac Léman, Corseaux) und natürlich Frankreich (Notre-Dame-du-Haut, Ronchamp; Dominikaner- Kloster Couvent Sainte-Marie-de-la-Tourette, Éveux; Villa Savoye, Poissy oder Unité d’Habitation, Marseille), gehören auch zwei Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung dazu.

Le Corbusier an seinem Entwurfstisch, Bildquelle: Vitra Design Museum

Le Corbusier, eigentlich Charles-Édouard Jeanneret-Gris (1887-1965), Architekt, Architekturtheoretiker, Stadtplaner, Maler, Zeichner, Bildhauer und Möbeldesigner gehörte zu den einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Seine neuen Ideen begeisterten und lösten Kontroversen aus, ja sind teilweise bis heute umstritten. Zur Begründung der ursprünglich abgelehnten Auszeichnung als Weltkulturerbe hieß es dann auch unter anderem, es sei noch nicht nachgewiesen, dass das Werk Le Corbusiers tatsächlich globale Bedeutung habe. Doch Le Corbusiers Bauwerke belegen definitiv die Internationalisierung der Architektur der Moderne in einer globalen Dimension und sind Zeugnisse eines ästhetischen, sozialen und technischen Umbruchs. Le Corbusier verlangte eine radikale Änderung der Architektur als logische Konsequenz aus der rasanten technischen Entwicklung und dem damit einhergegangenen Wandel der Lebensgewohnheiten zur Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert. Für seine zweckmäßigen, funktionalen und wirtschaftlichen Entwürfe bediente er sich aller technischen Möglichkeiten seiner Zeit, was den Einsatz von Eisenbeton, Stahl und Fertigteilen bedeutete, um eine völlig neue, vormals nicht mögliche Architektur zu realisieren.

Innenansicht /Foto © gonzález/weissenhofmuseum

Dabei wird Althergebrachtes über Bord geworfen, beispielsweise die Ornamentik, die den Selbstzweck über die Funktion stelle. Die von Le Corbusier begründete Architekturlehre nimmt sich für die Gebäudegestaltung die reine Funktionalität der Maschine zum Vorbild. Daraus resultieren klare und einfache Körper, die sich aus den geometrischen Grundformen des Rechtecks, Kreises und Quaders zusammensetzen. Die zwei zur Welterbestätte gehörenden Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung wurden 1927 erbaut. Vor allem in seinem Doppelhaus, das er gemeinsam mit Pierre Jeanneret erbaute, setzte Le Corbusier seine «Fünf Punkte» einer neuen Architektur um. Zentrale Merkmale davon sind der Dachgarten, ein verschiebbares Langfenster, eine freie Grundrissgestaltung, Stützen statt massiver Mauern als tragende Konstruktion und eine freie Fassadengestaltung. Funktionelles Wohnen sollte durch eine Flexibilität in der Innenarchitektur ermöglicht werden. Die rechte Haushälfte orientiert sich an der Zeit von 1927, als die Werkbundausstellung auf dem Weissenhof eröffnet wurde: Die Raumaufteilung Le Corbusiers, die Farbgebung und ein Teil der Einrichtung konnte wiederhergestellt werden. In der linken Haushälfte, deren Grundriss seit den 1930er-Jahren tiefgreifend verändert wurde, informiert eine Ausstellung über Entstehung und Geschichte der Weissenhofsiedlung. Die Siedlung, eines der bedeutendsten Zeugnisse des Neuen Bauens, entstand 1927 als Bauausstellung der Stadt Stuttgart und des Deutschen Werkbundes. Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe versuchten sich 17 Architekten an einem mustergültigen Wohnprogramm für den modernen Großstadtmenschen. An der Ausstellung waren neben neben Le Corbusier und Mies van der Rohe, u. a. auch Walter Gropius, Peter Behrens, Bruno und Max Taut, Jacobus Johannes Pieter Oud und Hans Scharoun beteiligt – Architekten, die in der damaligen Zeit nur in Kreisen der internationalen Avantgarde bekannt waren, heute aber zu den bedeutendsten Meistern der modernen Architektur zählen.

Außenansicht /Foto © gonzález/weissenhofmuseum

Die wechselvolle Geschichte der Weissenhofsiedlung spiegelt die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen des 20. Jahrhunderts wider. Im Dritten Reich verfemt, im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, begegnete man der Siedlung auch anschließend mit Ignoranz. Vor allem bürgerschaftlichem Engagement ist es zu verdanken, dass sie das Jahr 1958 erlebte, in dem sie endlich unter Denkmalschutz gestellt wurde. Aber auch danach ist eine stiefmütterliche Behandlung dieser Ikone der Architektur nicht von der Hand zu weißen, was 1977 zur Gründung des Vereins «Freunde der Weissenhofsiedlung» führte, der sich aus Architekten, Geisteswissenschaftlern und Designern zusammensetzt. Erst im Jahr 2002 dann, wendete sich das Blatt, indem die Stadt Stuttgart, das Doppelhaus von Le Corbusier erwarb, um darin das Weissenhofmuseum einzurichten.

Die gesamte Weissenhofsiedlung mit ihren noch 11 von ursprünglich 33 im Original erhaltenen kubischen Flachdachhäusern soll nach Aussagen der Stadt Stuttgart auch weiterhin im Zentrum der Arbeit zum kulturellen Erbe stehen. Für die Siedlung werde in Kooperation mit fünf weiteren europäischen Werkbundsiedlungen der 1920er- und 1930er-Jahre ein Antrag für das Europäische Kulturerbe-Siegel vorbereitet.


Weitere Infos: www.weissenhof.dewww.unesco.de/kultur/
Tipp: Bei einem Besuch im Vitra Design Museum in Weil am Rhein kann man ausgewählte Objekte und Entwürfe zu
Möbeln von LeCorbusier erkunden und erfährt viele Hintergründe sowie Wissenswertes rund um deren Entstehungsprozess.
www.design-museum.de

 

Architekturschaufenster

Was als Initiative für Baukultur begann, hat sich zu einem festen Bestandteil der Karlsruher Kulturszene entwickelt. Ein umfangreiches Programm von Ausstellungen und Vorträgen, Symposien und Diskussionsrunden und einem prämierten Periodikum hat sich etabliert. Das Architekturschaufenster e.V. wurde im März 2007 in Karlsruhe gegründet. Seitdem zeigt das Architekturschaufenster in den Räumen der Architektenkammer – Karlsruhe ein vielfältiges Programm.
Mehr erfahren auch im Blog

Tilman Rammstedt

Das Comburg-Stipendium wurde an den Berliner Autor verliehen. Von Anfang Oktober bis Anfang November hält sich der charmante Romancier auf der Comburg in Schwäbisch Hall auf und erhält 5.000 Euro. Rammstedt kann es kaum erwarten, dort einzuziehen und behauptet mit charakteristischem Humor: „Selten wurde einem die Entscheidung, ins Kloster zu gehen, so leicht gemacht.“
Das ehemalige Benediktinerkloster Comburg ist heute ein Standort der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalentwicklung an Schulen des Landes Baden-Württemberg. Die Akademie stellt für das Stipendium vier Wochen eine Wohnung zur Verfügung, die Stadt Schwäbisch Hall stiftet das Preisgeld. Bisherige Stipendiaten: Ulf Erdmann Ziegler, Ilija Trojanow, Felicitas Hoppe, Christoph Peters, Judith Schalansky, Finn-Ole Heinrich, Anila Wilms, Reinhard Kaiser-Mühlecker und Monika Zeiner.
Tilman Rammstedt, 1975 in Bielefeld geboren, lebt in Berlin. 2003 erschien sein Debüt „Erledigungen vor der Feier“, es folgten die Romane „Wir bleiben in der Nähe“ (2005), „Der Kaiser von China“ (2008), „Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters“ (2012) und „Morgen mehr“ (2016). Er wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, u. a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis.
Öffentliche Termine
Do. 05. Okt. 2017, 19.30 Uhr Lesung im Kaisersaal der Comburg Schwäbisch Hall

Do. 19. Okt. 2017, 18 Uhr Preisverleihung im Rathaus Schwäbisch Hall
Weitere Info: www.schwaebischhall.de

Foto: (c) Carolin Saage

Blogbeiträge

Das Schriftstellerhaus in Stuttgart ist temporäre Heimstatt für Autoren und Übersetzer und dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr weg zu denken. In einer Wohnung im dritten Obergeschoss des Fachwerkhauses – eingerichtet mit freundlicher Unterstützung der Verlage Klett-Cotta und der Deutschen Verlags-Anstalt – leben und arbeiten seit 1984 pro Jahr drei bis vier Stipendiaten, Autoren und Übersetzer aus Deutschland und dem Ausland. Zu Gast waren seither fast 80 Stipendiaten, unter ihnen José F.A. Oliver, Said, Matthias Politycki, Jürgen Seidel, Jutta Richter, Franco Supino, Markus Orths und viele andere. Der Verein schreibt das Stipendium jährlich aus, eine Jury trifft die Auswahl. Ihren Aufenthalt dokumentieren nicht nur neue Werke, sondern auch Beiträge über die Zeit in Stuttgart. Lesen kann man sie unter:  http://www.stuttgarter-schriftstellerhaus.de/rubrik/stipendiaten-blog/

(Quelle: Stuttgarter Schriftstellerhaus)

Autor Philipp Schönthaler

Eigentlich sollte es einfach sein, über Lieblingsstücke zu sprechen. Zumindest habe ich mich in dieser Annahme bereiterklärt, diesen Beitrag zu schreiben. Doch dann schienen die Hürden plötzlich mit jedem neuen gedanklichen Anlauf zu wachsen. Dies liegt weniger an der Willkür des Begriffs, der offen lässt, ob man über Klamotten oder Bücher schreiben will, und wie man diese Dinge dann möglicherweise noch in eine sinnfällige Beziehung zueinander setzen kann. Als Schriftsteller will ich mich ausschließlich auf Literatur beziehen. Eher scheint es demnach eine Frage nach der Emphase zu sein, welches Gewicht die Lieblingsstücke erhalten sollen und wie man dies kontextualisiert. Und hier regen sich die ersten Widerstände. Denn sämtliche Bekenntnisse über Vorlieben und Präferenzen sind in vielfältige Verwertungsketten eingebettet, seien sie sozialer oder ökonomischer Art. Mit Lieblingsstücken werden persönliche Profile gepflegt und soziale Zugehörigkeiten markiert; in den Sozialen Medien gleicht das Bekenntnis zu den eigenen Vorlieben längst einem Zwang, und in der algorithmischen Regulierung kaum zu bewältigender Informationsflüsse bilden sie ein ebenso unverzichtbares wie undurchsichtiges Schmiermittel, um in Form kontinuierlicher Updates Hierarchien, Relevanzen und Empfehlungen herstellen zu können. Insofern gibt es gute Gründe, nach den jeweiligen Rahmen zu fragen oder die eigenen Favoriten besser erst gar nicht Preis zu geben. Gerade die Literatur mag zu einem solchen Schritt anstiften. Herman Melvilles «Bartleby» hat als Einführung in die Kunst der affirmativen Verneinung gegenwärtig – mit der zunehmenden Einspeisung von Affekten und Begehren in automatisierte Rückkopplungsschleifen – jedenfalls nichts von seiner Relevanz verloren: Ja, ich will lieber nicht über Lieblingsbücher sprechen. Melvilles Erzählung ist radikal, weil sie selbst die Gründe der Verweigerung seines Protagonisten im Dunkeln lässt. Als Leser erfahren wir nur, wie Bartleby Schritt um Schritt auf seinen sozialen Ausschluss zusteuert: Angefangen vom Rückzug aus der Zirkulation der Schriftstücke in der Kanzelei, in der er als Schreiber angestellt ist, darauf folgt der Ausschluss aus den Büroräumen und schließlich, mit seiner Inhaftierung, aus der Gesellschaft. Die Erzählung handelt von einem Begehren, einem »lieber«, aber indem der affirmative Affekt sich mit dem «lieber nicht» an die Verneinung heftet, fällt die Abkehr jenseits je er Kompromissbereitschaft nur umso entschiedener aus. Selbst wohlgeneigten Lesern entzieht sich der Beweggrund, der den eigentümlichen Protagonisten mit seiner Schwäche für Ingwerkekse antreibt. Vielleicht liegt gerade auch darin ein Kriterium für Lieblingsstücke, wie ich sie fassen würde. Sie wecken ein Begehren, das sie gleichzeitig in sich einschließen. Darin verweigern sie sich jeder leichtfertigen Preisgabe, denn mit Zustimmungs- oder Beifallsbekundungen kann man ihnen nicht habhaft werden. Sie benötigen keinen Zuspruch, sondern beziehen ihre Energie aus der Konzentration auf sich selbst und schlagen damit in ihren Bann und auf eine Bahn, die von jeglichen Erwartungen und selbst von wohl gehüteten Vorlieben ablenken. Lieblingsbücher wären dann weniger solche, die bereits vorgefasste Präferenzen reproduzieren, sondern vielmehr jene, die sie überhaupt erst hervorbringen. Damit öffnen sie einen Imaginations- und Möglichkeitsraum, wo bisher keiner existierte, und geben dem eine Stimme, für das es bisher keinen Ausdruck gab.



Philipp Schönthaler: Portrait des Managers als junger Autor

Der ehemalige Apple-Chef Steve Jobs wird verehrt als Manager, Visionär und Kultfigur, aber eigentlich war er ein begnadeter Geschichtenerzähler: Kaum einer war geschickter darin, die Entwicklung einer Firma und ihrer Produkte zu einer Story
zu machen, die man gern weitererzählt. Heute wird die Methode des Storytelling in Managementkreisen als neue Zauberformel der Vermittlung gehandelt: «Storytelling ist ein trojanisches Pferd für Zahlen und Fakten.» Doch was passiert, wenn die Wirtschaft mit dem ausschmückenden Erzählen auf eine Ressource zurückgreift, die eigentlich der Literatur entstammt? Entsteht hier eine neue Art der Poesie, werden Manager gar zu Autoren? Ausgehend vom Phänomen des Storytelling untersucht Philipp Schönthaler das Verhältnis von Wirtschaft und Literatur und plädiert für ein Schreiben, das sein Selbstverständnis aus der Überschneidung beider Sphären gewinnt.
Verlag Matthes & Seitz ISBN: 978-3-95757-266-0


In Stuttgart geboren und in Konstanz wohnhaft, promovierte Philipp Schönthaler über Negationen des Erzählens bei Thomas Bernhard, W.G. Sebald und Imre Kertész. Seine eigenen dichten und klugen Erzählungen «Nach oben ist das Leben offen» sowie sein Roman «Das Schiff das singend zieht auf seiner Bahn» fragen nach unseren Lebens- und Arbeitswelten, nach der Durchschlagskraft von Leistungsparadigmen. Ästhetisch überzeugend, theoriegeschult und gewitzt komponiert, verarbeitet der Autor die Konsequenzen einer stetigen Selbstoptimierung und Ökonomisierung unseres Lebens. Entfremdung, das übersteigerte Streben nach Erfolg und die zugrundeliegende Angst vor dem Scheitern sind immer wieder Gegenstand seiner Literatur. Auch in essayistischen und philosophischen Texten fragt Schönthaler nach der Beziehung von Ökonomie und Subjekt. Für sein Erzähldebüt «Nach oben ist das Leben offen» erhielt Schönthaler 2012 den Clemens-Brentano-Preis. Im November 2016 wurde er mit dem Literaturpreis des Wirtschaftsclub im Literaturhaus ausgezeichnet, der insbesondere Autorinnen und Autoren, die Fragen der Wirtschaft literarisch verarbeiten, fördert. PreisträgerInnen waren u. a.Matthias Nawrat, Annette Pehnt und Martin Suter. Das Citizen.KANE.Kollektiv brachte im Dezember desselben Jahres als Gastspiel seinen Roman «Das Schiff das singend zieht auf seiner Bahn» in der Fassung von Christian Müller auf die Studiobühne Nordlabor des Schauspiels Stuttgart.

La Mélodie


LA MÉLODIE (OT) feiert seine Weltpremiere am 2. September im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2017 und läuft dort im offiziellen Wettbewerb außer Konkurrenz.
Der französische Regisseur Rachid Hami erzählt in seinem Spielfilmdebüt die Geschichte des Violinisten Simon Daoud, der beinahe an der Herausforderung zerbricht, einer Schulklasse in einem Pariser Banlieue das Geigenspiel nahezubringen. In diesem rauen Umfeld trifft Simon auf unerwartete Talente wie den jungen Arnold und es gelingt ihm, seine Schüler durch Disziplin, Fleiß und Leidenschaft zu Höchstleistungen zu animieren. Mit LA MÉLODIE ist dem französischen Regisseur Rachid Hami ein bewegender Erstlingsfilm über die Kraft der Musik und über die Bedeutung kultureller Bildung für die kindliche Persönlichkeitsentfaltung gelungen. Kad Merad überzeugt nach seinen überwältigenden Erfolgen als Komödiendarsteller in französischen Feel-Good-Movies wie WILLKOMMEN BEI DEN SCHT’TIS oder DER KLEINE NICK in LA MÉLODIE als sensibler Musiker, der die leisen und nuancierten schauspielerischen Töne perfekt beherrscht.
Kinostart: 21. Dezember 2017
im Verleih von Prokino
(Frankreich 2017/ Länge 102 Min.)
OT: LA MÉLODIE
Internationaler Titel: ORCHESTRA CLASS

FILMPRESSE MEUSER hat die Pressearbeit zu LA MÉLODIE übernommen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Gisela Meuser und Carola Schaffrath, Tel.: 069 / 405 804 0, E-Mail: g.meuser@filmpresse-meuser.de, c.schaffrath@filmpresse-meuser.de
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