Die Staatsoper Stuttgart

Mit einem Klassiker des Opernrepertoires eröffnet die Staatsoper Stuttgart die Spielzeit 21/22: Am 18. September um 19.30 Uhr kehrt Giacomo Puccinis Tosca in der Regie von Willy Decker auf die Bühne des Littmann-Baus zurück. Die italienische Sopranistin Maria Agresta feiert ihr Stuttgarter Debüt mit der Titelpartie der Flora Tosca, mit der sie zuletzt u.a. an der Opéra National de Paris gastierte. Der deutsch-brasilianische Tenor Martin Muehle übernimmt die Partie des Mario Cavaradossi und feiert damit sowohl sein Rollen- wie sein Hausdebüt an der Staatsoper Stuttgart. Die Rolle des Baron Scarpia wird von Lucio Gallo gestaltet. In weiteren Rollen sind die Ensemblemitglieder Jasper Leever (Cesare Angelotti), Andrew Bogard (Mesner) und Heinz Göhrig (Spoletta) zu erleben. Giuliano Carella dirigiert das Staatsorchester Stuttgart. Darüber hinaus singen der Staatsopernchor sowie der Kinderchor der Staatsoper Stuttgart.

Tosca von Giacomo Puccini an der Staatsoper Stuttgart. Auf dem Bild: Martin Muehle (Mario Cavaradossi), Foto: Martin Sigmund

Nachdem in der vergangenen Saison das Staatsorchester und der Staatsopernchor pandemiebedingt in reduzierter Stärke und auf Abstand proben und spielen mussten, sind zu Beginn der neuen Spielzeit Chor und Orchester erstmals wieder in voller Besetzung zu erleben. Durch Impfungen und regelmäßige Testungen kann auf Mindestabstände verzichtet werden, so dass auch das Staatsorchester wieder im Orchestergraben Platz nehmen kann. Willy Deckers Inszenierung von Puccinis Meisterwerk um die Sängerin Flora Tosca und ihren Geliebten gehört zu den beliebtesten Produktionen an der Staatsoper Stuttgart, die im Juli 1998 Premiere feierte.

Eine weitere Erfolgsproduktion wird ab dem 19. September wieder aufgenommen: Mozarts Zauberflöte in der Regie von Barrie Kosky. Die spezielle Corona-Fassung mit szenischen Doubles aus der letzten Spielzeit wird beibehalten, jedoch können auch hier Chor und Orchester in voller Stärke singen und musizieren. Ab dem 2. Oktober kehrt schließlich Madama Butterfly in der Regie von Monique Wagemakers zurück ins Repertoire. Wie die beiden anderen Produktionen wird auch dieses Werk in der Originalfassung auf die Bühne gebracht.

Der Zuschauerraum des Opernhauses wird für die Aufführungen im September und Oktober im Schachbrettmuster zu rund fünfzig Prozent besetzt. Voraussetzung für den Besuch der Vorstellungen ist der Nachweis eines tagesaktuellen negativen Tests, einer vollständigen Impfung oder einer Genesung von Covid-19 (3G).

Giacomo Puccini
Tosca

Samstag, 18. September 2021, 19:30 Uhr

Weitere Vorstellungen
21. / 26. September 2021
5. / 10. / 13. / 19. Februar 2022

Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte

Sonntag, 19. September 2021, 19 Uhr

Weitere Vorstellungen
25. / 27. September 2021
6. / 7. Oktober 2021
22. / 28. November 2021
14. / 21. / 26. Dezember 2021

Giacomo Puccini
Madama Butterfly

Samstag, 2. Oktober 2021, 19 Uhr

Weitere Vorstellungen
8. / 13. / 16. / 24. Oktober 2021

Württembergische Philharmonie
Reutlingen

Das Auftaktkonzert zur neuen Spielzeit bestreitet die Württembergische Philharmonie Reutlingen (WPR) gleich mit einem hochkarätigen Weltklassesolisten: Der Geiger Frank Peter Zimmermann gastiert einmal mehr beim Reutlinger Orchester, diesmal mit eher selten zu hörenden virtuosen Werken von Bohuslav Martinů und Béla Bartók (20.9.2021).
Im Oktober folgt die Deutsche Erstaufführung eines fragmentarischen Klavierkonzerts des Rumänen George Enescu, das die Pianistin Alexandra Dariescu erst unlängst uraufgeführt hat (18.10.21). Am Pult steht Leo McFall. Eine Uraufführung erwartet das Publikum dann im Dezember mit einem Werk des Reutlinger Komponisten Veit Erdmann-Abele. Im selben Konzert unter Leitung von Vladimir Kulenovic ist Sabine Meyer mit dem 1. Klarinettenkonzert von Carl Maria von Weber zu hören (6.12.21). Gleich im Februar folgt eine weitere Deutsche Erstaufführung, dann von Gregor Mayrhofers Recycling Concerto für die Schlagzeugerin Vivi Vassileva und ein ausschließlich aus wiederverwerteten Materialien gebasteltes Instrumentarium (7.2.22). Damit verbindet die WPR gleich eines ihrer Musikvermittlungs-Programme und lädt Jugendliche der Reutlinger Musikschule dazu ein, selbst aktiv zu werden und aus gesammelten Materialien Instrumente zu basteln. In Zusammenarbeit mit Vivi Vassileva und Gregor Mayrhofer erklingt das Ergebnis dann in einem eigens dafür anberaumten „Entdeckerabend“, der dem Sinfoniekonzert zwei Tage vorgeschaltet ist (5.2.22).

Württembergische Philharmonie Reutlingen, Foto: Jürgen Lippert

Weitere namhafte Gäste des Orchesters in dieser Reihe sind Alexander Lonquich der als Pianist und Dirigent mit Werken von Mendelssohn Bartholdy und Ludwig van Beethoven zu hören sein wird (15.11.2021), Anne Schwanewilms mit den Vier letzten Liedern von Richard Strauss (7.3.22), Veronika Eberle mit dem Violinkonzert von Johannes Brahms und der Cellist Wolfgang E. Schmidt mit dem Cellokonzert von Edward Elgar.
In der Kaleidoskop-Reihe, die sich Musikstilen jenseits des sinfonischen Repertoires verschrieben hat, sind die Schauspieler-Sänger Katharine Mehrling (mit einem Edith-Piaf-Programm am 25.11.21) sowie Dominique Horwitz mit seinem Programm „Me and the Devil“ (30.6.22) zu Gast, das virtuose Komikerduo Igudesman&Joo bringt seine Big Nightmare Music auf die Bühne (17.2.22) und die Band Hildegard Lernt Fliegen um den schweizerischen Stimmakrobaten Andreas Schaerer kommt mit ihrem ausgefallenen Orchesterprogramm „The Big Wig“ in die Stadthalle. Aber auch ein Zusammentreffen von Bach mit Piazzolla (30.9.21) oder von Urban Dance mit Klassik (19.5.22) sind geplant. Nachgeholt werden ferner das durch die Pandemie ausgefallene Weihnachtskonzert mit der Schauspielerin Claudia Michelsen (16.12.21) und das Tango-Programm mit der finnischen Band Uusikuu (24.3.22).
Checker Tobi alias Tobias Krell wird mit einem Programm „Einer für alle, alle für einen!“ eines der WPR-Familienkonzerte bestreiten (29.5.22), weitere Programme für Kinder und Familien sind mit dem Wiener Kinderkonzertmoderator Marko Simsa geplant, darunter ein vom Bund (BKM) gefördertes Sonderprojekt für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche.

www.wuerttemberische-philharmonie.de

Lebensgeister

Rund 35 abendfüllende Ballette schenkte John Neumeier bereits Baden-Baden. In diesem Jahr ist das Hamburg Ballett John Neumeier vom 1. bis 10. Oktober 2021 zu Gast an der Oos. Im Festspielhaus werden die großen Ballette „Tod in Venedig“ und „Ein Sommernachtstraum“ sowie eine Ballettwerkstatt zu sehen sein. Erstmals gibt es im Theater Baden-Baden, dem Museum Frieder Burda und der Akademiebühne in Stadtteil Cité weitere von John Neumeier ausgewählte Tanzvorstellungen befreundeter Künstler.
Den Auftakt macht am Freitag, 1. Oktober um 20 Uhr die unter Tanzfans Kult gewordene Ballettwerkstatt im Festspielhaus. Ihr Erfolg hängt mit der faszinierenden Persönlichkeit des Choreographen zusammen. John Neumeier ist ein Charismatiker, der seine Zuhörer zu unterhalten weiß und aufschlussreiche Einblicke gewährt: in sein Denken und seine Art, historische Persönlichkeiten und Stoffe der Weltliteratur in Ballette zu übersetzen. Tod in Venedig – Feier der Schönheit, Jugend und Vergänglichkeit  „Tod in Venedig, ein Totentanz von John Neumeier frei nach der Novelle von Thomas Mann“, in Baden-Baden aus der Taufe gehoben und längst ein Ballett- Klassiker, zeigt das Hamburg Ballett am Samstag dem 2. und Sonntag dem 3. Oktober.

Tod in Venedig (c) Kiran West

Die vermutlich berühmteste und international erfolgreichste Novelle von Thomas Mann zeigt einen anfangs sittlich gefestigten, alternden Künstler, der in Venedig von jugendlicher Schönheit überwältigt wird und schließlich in vollkommener Hingabe daran zugrunde geht. Bei Mann ist dieser Künstler der Schriftsteller Gustav Aschenbach, in John Neumeiers Ballett ein Meisterchoreograf. Musikalisch untermalt mit Werken von Bach und Wagner wirkt diese Venedigreise lange nach beim Zuschauer. Den jugendlichen Tadzio tanzt der Finne Atti Kilpinen, der schon in „Ghost Light“ das Baden-Badener Publikum verzauberte.

Am zweiten Oktoberwochenende steht eine der beliebtesten Choreographien des Hamburg Ballett auf dem Programm: „Ein Sommernachtstraum“.

Ein Sommernachtstraum (c) Kiran West

John Neumeiers Tanzfassung des Shakespeare-Stückes über die Irrungen und Wirrungen der Liebe ist am 8., 9. und 10. Oktober im Festspielhaus zu Erleben. Shakespeares Vorlage ist ein Eldorado für das künstlerische Temperament des Choreographen, der mit diesem „Sommernachtstraum“ einen Klassiker schuf. Weil ständig Welten wechseln, sind die Zuschauer abwechselnd verzaubert und verblüfft. Das Werk ist selbst ein Traum, von dem man seine Augen nicht abwenden möchte. L’heure exquise – Ausnahmetänzer im Theater Baden-Baden Alessandra Ferri und Carsten Jung präsentieren im Theater Baden-Baden am 2. Oktober um 14 und um 20 Uhr, das berühmte Kammerballett „L’heure exquise“ von Maurice Béjart. Im Mittelpunkt von „L’heure exquise“, basierend auf  Samuel Becketts Schauspiel „Oh les beaux jours“ steht eine starke Frau. Und starke Frauenporträts sind ein Markenzeichen von Alessandra Ferri, ehemals Primaballerina an der Mailänder Scala und bis heute eine der berühmtesten Tänzerinnen der Welt. Ferris Karriere ist ungewöhnlich: Mit 44 Jahren beendete sie ihre öffentlichen Auftritte, um dann mit 50 noch einmal neu durchzustarten.

Alessandra Ferri at Excelsior Studios, London on February 07 2021. Photo: Amber Hunt

In „L’Heure exquise“ verkörpert sie eine betagte Ballerina, die sich, in einen Berg ausgebleichter Spitzenschuhe gehüllt, an ihre großen Zeiten erinnert. Ferris Partner ist der in Baden-Baden bestens bekannte Carsten Jung, ehemals Erster Solist im Hamburg Ballett John Neumeier.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101

Berühren!

Abstand halten ist zwar noch immer angesagt, doch zum Glück geht es im Theater nicht (nur) um Körperkontakt, es ist auch im übertragenen Sinne berührend. So ist der Imperativ BERÜHREN! das Spielzeitmotto, welches der Sehnsucht des Theaters Baden-Baden auf allen Ebenen Ausdruck verleiht.

Szene aus „Verbrechen-und-Strafe“, Foto: Jochen Klenk

Geradezu aufreibend hat die Spielzeit bereits mit der Auftakt-Premiere begonnen: Die rhythmisch rasende Inszenierung VERBRECHEN UND STRAFE ist im Dostojewskij-Jubiläumsjahr in der Stadt, in der der berühmte russische Autor sein Vermögen (v)erspielte, noch einige Zeit zu sehen. Ab Ende September lässt die nostalgische Revue DIE SUCHE NACH DEM VERLORENEN MUSICAL die Herzen der Musical-Liebhaber höher schlagen. Bühnenarbeiter und Reinigungskräfte verwandeln sich darin in echte Stars und geben an einem Abend die besten Nummern aus Musicals wie MY FAIR LADY, CABARET oder HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN zum Besten.

Szene aus „Die Suche nach dem verlorenen Musical“, Foto: Jochen Klenk

 

Romantisch und absurd zugleich wird es im Oktober, wenn die Kult-Komödie HAROLD UND MAUDE Premiere feiert. In fünfzehn Varianten hat Harold schon seinen Selbstmord inszeniert, als er die bald achtzigjährige Maude trifft und sich zum Schrecken seiner Mutter in sie verliebt. Ein mit zartem Witz durchdrungenes Portrait dreier in die Jahre gekommener Schwestern ist das Stück LIEBER ARTHUR. Der von der preisgekrönten niederländischen Dramatikerin Judith Herzberg verfasste Text wird im November auf der Bühne des Theater Baden-Baden seine Uraufführung feiern. Erst zwei Aufführungen hatte die Adaption von Klaus Manns berühmtestem Roman MEPHISTO, die im neuen Jahr wiederaufgenommen wird. In der Weihnachtszeit wird das Märchen DIE BREMER STADTMUSIKANTEN ein berührendes Erlebnis über Freundschaft und Zusammenhalt für die ganze Familie. In dem preisgekrönten Kinderstück WUTSCHWEIGER beschließen Sammy und Ebeneser aus Protest den Mund nicht mehr aufzumachen. Mit DIE KONFERENZ DER TIERE kommt kurz nach der Bundestagswahl ein echter Klassiker für Kinder über politische Teilhabe und Demokratie auf die Bühne des TIKs.
Weitere Info: www.theater-baden-baden.de/, Fon 07221 / 275233

»No Tears Left to Cry«

Das Dance Theatre Heidelberg feiert mit »No Tears Left to Cry« am 2. Oktober 2021 seine erste Premiere in dieser Spielzeit. Das erste Mal, seit Iván Pérez künstlerischer Leiter des Dance Theatre Heidelberg ist, betraut er einen internationalen Künstler mit einer abendfüllenden Produktion. Der brasilianische Gastchoreograf Renan Martins erforscht in Zusammenarbeit mit dem Berliner DJ Dø√Σ Ç@KΣ (Zen Jefferson) und den Tänzer*innen die Sehnsüchte, die durch die Pandemie lange zurückgestellt werden mussten. Außerdem befasst sich das Stück mit dem astrologischen Phänomen der Saturn-Rückkehr.

Mathias Theisen, Kuan-Ying Su, Yi-Wei Lo, Orla McCarthy, Samuel Gilovitz (c) Gabin Corredor

Popkultur meets Planetenkult

Bereits seit dem frühen Altertum glauben die Menschen an die besondere Kraft des Saturns. Das Phänomen der Saturn-Rückkehr besagt, dass der Planet, sobald er an der gleichen Stelle des Planetensystems steht, wie zum Zeitpunkt der eigenen Geburt, transformative Kräfte freisetzt, die das eigene Leben beeinflussen können. Diese Planetenkonstellation tritt etwa alle 27-29 Jahre ein und trifft damit bei vielen Menschen mit Lebenszeitpunkten zusammen, die tatsächlich häufig von Umbruch geprägt sind.
In Zusammenarbeit mit dem Berliner DJ Dø√Σ Ç@KΣ wird die Zwinger-Bühne zum fiktiven Clubbing-Raum und Popmusik zum Motor der Bewegung. Die Tänzer*innen werden zu saturnischen Körpern, die Geschichten erzählen und popkulturelle Referenzen aufgreifen, verbunden durch die Frage: Wann werden wir endlich wieder gemeinsam tanzen können?
Gastchoreograf Renan Martins sorgte vor allem durch seine Arbeit mit den zeitgenössischen Choreografinnen und Tänzern Anne Teresa De Keersmaeker, Iztok Kovac oder Daniel Linehan für internationales Interesse. Seit 2013 ist er Mitglied in der Compagnie Damaged Goods/Meg Stuart, mit der er zuletzt mit »CASCADE« unter anderem beim Impulstanz Festival in Wien, bei der Ruhrtriennale und im HAU – Hebbel am Ufer auftrat.

Weitere Informationen sowie Karten unter www.theaterheidelberg.de oder an der Theaterkasse, Theaterstraße 10; 06221 | 5820 000; tickets@theater.heidelberg.de

CIRCLES

Eine große Chor-Sinfonie mit Stimmen, Farben und Bewegung beleuchtet die Kraft der kollektiven Intelligenz. Jede Stadt hat ihren Rhythmus aus täglichen Routinen, ein Gefüge aus Aktivitäten, Gesprächen und Begegnungen – und sie hat Muster aus Klängen, Emotionen und Farben. CIRCLES übersetzt diese vielschichtige schwarmartige Struktur in eine raumgreifende Performance, in der hunderte Sänger:innen das Publikum mit einem faszinierenden Klang- und Bewegungszeremoniell umspielen und mit ihrem Klang einhüllen und berühren. Für das Zusammenspiel der über 300 Mitwirkenden hat der Komponist Amir Shpilman mithilfe von Computersimulationen eine eigene Methode entwickelt.
In CIRCLES wird die Idee des Raum-Klangs auf experimentelle Weise neu interpretiert: Musik als Gemeinschaft stiftendes und überwältigend schönes Ritual. Die audio-visuelle Performance wird am Tag der Deutschen Einheit auf dem Pariser Platz mitten in Stuttgart uraufgeführt und zelebriert die Komplexität menschlicher Beziehungen mit einer im wahrsten Sinne bewegenden, farbenfrohen Open-Air-Choreografie.

Mitwirkende: Amir Shpilman, Künstlerischer Leiter, Komponist und Konzept; Marie Bues, Dramaturgische Beratung; Ariel Cohen, Choreographie; Yair Kira, Design; Naoto Hiéda, Multimedia-Art, Kerstin Wiehe, Künstlerische Beratung; Christoph Amann, Virtuelles Instrument; Timo Kleinemeier, Sounddesign; Dr. Robert Löw, Wissenschaftliche Beratung Susanne Leitz-Lorey, Sopran Truike van der Poel, Mezzosopran Martin Nagy, Tenor Guillermo Anzorena, Bariton (Neue Vocalsolisten) Hymnus Chorknaben, Motettenchor Stuttgart, Philharmonia Chor Stuttgart VokalWerk Stuttgart, Solitude Chor, Junger Männerchor (Stuttgart) ofChors (Böblingen), Vocalix (Böblingen), Chor Contakt Deufringen Frauenchor Egenhausen, Chor Once Again vom Liederkranz Bondorf und ChorArt (Herrenberg)

Flyer (bitte klicken)

Staatstheater Karlsruhe

Mit der Premiere von Toni Erdmann startet das SCHAUSPIEL bereits am 19. September in die neue Spielzeit, auch die Konzerte eröffnen am Sonntag mit dem 1. Sinfoniekonzert.

Toni Erdman – Foto: Felix Grünschloß mit Andrej Agranovski, Lucie Emons, Jens Koch

Unikat bietet am 24. September ein spartenübergreifendes Format mit offener Bühne im STUDIO. Der Trafikant eröffnet die Jubiläumspielzeit des JUNGEN STAATSTHEATERS am 25. September.

Der Trafikant /Foto: Arno Kohlem

Die Jubiläumsproduktion Zehn, eine Kooperation des JUNGES STAATSTHEATERS und des VOLKSTHEATERS feiert im Rahmen eines Jubiläumwochenendes am 22. Oktober Premiere. Mit Mozarts Dramma giocoso Die Gärtnerin aus Liebe beginnt die Opernsaison am 23. Oktober. Bridget Breiners Ballett Was ihr wollt ist die erste Ballettpremiere der Spielzeit (13. November).

Weitere Informationen rund um die neue Spielzeit:
www.staatstheater.karlsruhe.de

100 Jahre Donaueschinger
Musiktage

Die Donaueschinger Musiktage werden 100 Jahre alt. Für Björn Gottstein, den Künstlerischen Leiter der Musiktage, kommt dies einer kleinen Sensation gleich. „Welches Musikfestival kann schon von sich behaupten, das Musikleben ein Jahrhundert lang maßgeblich geprägt zu haben?“Und so gilt es, im Jubiläumsjahrgang zurückzuschauen und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten. Denn für Björn Gottstein „soll dieses Jahr nicht nur das Ende der ersten, sondern auch der Startschuss für die nächsten 100 Jahre sein.“ Die Rückschau auf die bewegte Geschichte des Festivals vollzieht sich vor allem in Form von Installationen, Publikationen und einer Ausstellung, aber auch durch die Aufführung von Werken, die für die Historie der Musiktage von besonderer Bedeutung waren. Für den Blick nach vorne stehen 27 Uraufführungen, die die Bedeutung der Musiktage als Uraufführungsfestival unterstreichen.

Für Björn Gottstein steht fest:

„Man kann 100 Jahre Donaueschingen nur feiern, indem man Experimente, Unvollendetes und Unabgeschlossenes auf die Bühne bringt.“

Festakt, Chor und Orchester
Die Donaueschinger Musiktage dauern in diesem Jahr erstmals volle vier Tage und beginnen am Donnerstag, den 14. Oktober mit einem Festakt, der musikalisch vom Quatuor Diotima gestaltet wird.

Donaueschinger Musiktage 2021 – Quatuor Diotima © Bild: SWR/Jérémie Mazenq“ (S2)

Zur Aufführung gelangen mit dem Kopfsatz des dritten Streichquartetts von Paul Hindemith und einem neuen Werk von Mikołaj Laskowski zwei Kompositionen, die einen Bogen von 1921 bis 2021 spannen.

Im nachfolgenden Eröffnungskonzert stellt das SWR Vokalensemble unter der Leitung seines Chefdirigenten Yuval Weinberg gemeinsam mit dem JACK Quartet ein abendfüllendes Werk für Chor und Streichquartett von Chaya Czernowin vor.

Donaueschinger Musiktage 2021 -Das SWR Vokalensemble Stuttgart mit dem Chefdirigenten Yuval Weinberg (im Vordergrund).
Bild: SWR/Klaus J.A. Mellenthin“ (S2)

Das erste von vier Orchesterkonzerten gestaltet noch am gleichen Abend das SWR Symphonieorchester unter der Leitung von Brad Lubman mit Werken von Annesley Black, Maja S. K. Ratkje und Beat Furrer. Beide SWR Ensembles sind zusammen mit dem IRCAM und dem Chorwerk Ruhr unter der Leitung von Sylvain Cambreling auch am Abschlusskonzert beteiligt, wenn Francesco Filideis Oratorium „The Red Death“ seine Uraufführung erlebt. Erstmals sind zwei weitere groß besetzte Sinfonieorchester in Donaueschingen zu Gast. Unter der Leitung von Ilan Volkov spielt das Orchestre Philharmonique du Luxembourg Werke von Enno Poppe, Liza Lim, Stefan Prins und Misato Mochizuki, im Konzert des Lucerne Festival Contemporary Orchestra unter Baldur Brönnimann erklingen Kompositionen von Milica Djordjević und Christian Mason sowie die historische Wiederaufführung der „Polyphonie X“ von Pierre Boulez, die bei ihrer Uraufführung 1951 in Donaueschingen einen veritablen Skandal auslöste. Als drittes SWR Ensemble hebt das SWR Experimentalstudio am Freitag, den 15. Oktober gemeinsam mit dem Trio Accanto Werke von Hannes Seidl, Eivind Buene, Lisa Illean und Rebecca Saunders aus der Taufe.

Donaueschinger Musiktage 2021 – Chorwerk Ruhr
Bild: SWR/Pedro Malinowski“ (S2)

Spektakel im Freien und Musiktheater
Ein echtes Spektakel im Freien lässt die Landschaftskomposition „DONAU / RAUSCHEN“ von Daniel Ott und Enrico Stolzenburg erwarten. Diese wird ganz Donaueschingen zum Klingen bringen und bezieht neben Donaueschinger Musikgruppen auch Kapellen aus den Anrainerländern der Donau ein. Gleich drei musiktheatralische Produktionen erwartet das Publikum der diesjährigen Musiktage: François Sarhans Nachtstück „EPHÉMÈRE ENCHAINÉ“ entlässt die Besucher*innen am frühen Morgen in den Tag, Johannes Kreidlers Filmmusik „20:21 Rhythms of History“ lässt viele sonst vernachlässigte Aspekte der Neuen Musik zu ihrem Recht kommen und Pierre Jodlowski hat mit „Alan T.“ ein multidimensionales und -mediales Stück geschrieben, das zwischen Mensch, Maschine und Gesellschaft changiert.
Jazz und Klangkunst
Bei NowJazz treffen beim Duo LABOUR düster-dystopische Klänge auf die Dramatik traditioneller persischer Melodien und Poesie, beim Duo Thomas Lehn und Marcus Schmickler trifft ein Pianist und Synthesizerspieler auf einen Computermusiker und Komponisten. Gleich acht Klangkunst- Installationen sind im öffentlichen Raum Donaueschingens zu erleben. Sie alle setzen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Geschichte der Musiktage und Neuer Musik auseinander.
Donaueschingen global
Installationen von Em’kal aus Kamerun und dem Duo Pungwe aus Namibia und Zimbabwe sind Bestandteil von „Donaueschingen global“, ein im Jahr 2019 initiiertes Forschungsprojekt zur Reflexion zeitgenössischer und experimenteller Musik im außereuropäischen Kontext. Vier Experten für globale Kunstmusik bereisten im Rahmen dieses Projekts ländliche und urbane Regionen Südamerikas, Afrikas, Asiens und des Nahen Ostens, um außerhalb bekannter Netzwerke und Institutionen zeitgenössische Musik zu erforschen und zu diskutieren. Die Ergebnisse ihrer Recherchen werden im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2021 auch in Konzerten, Performances, Diskussionen und Vorträgen präsentiert.
Ausstellung, Film, Buch
An sieben verschiedenen Orten in Donaueschingen erinnert die Ausstellung „1921–2021 – 100 Jahre Donaueschingen“ an die vielen großartigen Augenblicke und Persönlichkeiten der Festivalgeschichte. Sie wird kuratiert von Markus Müller und stellt auch Fragen nach Desiderata, Versäumnissen und der Rolle von Außenseitern.

„Ohren auf! – 100 Jahre Donaueschinger Musiktage“ lautet der Titel einer 90-minütigen Fernsehdokumentation von Bettina Ehrhardt, die sich ebenfalls mit der Geschichte der Musiktage befasst. Sendetermin im SWR Fernsehen ist der 11. November 2021 um 23:15 Uhr. 

Im Henschel Verlag erscheint das Buch „,Gegenwärtig– 100 Jahre Neue Musik. Die Donaueschinger Musiktage“, im Auftrag der Gesellschaft der Musikfreunde Donaueschingen, Andreas Wilts und Friedemann Kawohl, herausgegeben von Björn Gottstein und Michael Rebhahn. Und schließlich gibt die Stadt Donaueschingen einen Katalog der Kunstplakate der Donaueschinger Musiktage heraus.

Programm und Karten
Das detaillierte Programm der Donaueschinger Musiktage findet man unter: SWRClassic.de/donaueschinger-musiktage
Hier findet sich auch ein Programmflyer zum Download.
Kartenvorverkauf bei littleticket.shop oder über die Tickethotline 0221 91409830.
Das Kulturamt der Stadt Donaueschingen verschickt das
Festivalprogramm auf Anfrage (Tel. 0771 857 266, E-Mail: info@musikfreunde-donaueschingen.de).
Veranstalter der Donaueschinger Musiktage ist die Gesellschaft der Musikfreunde in Zusammenarbeit mit der Stadt Donaueschingen, dem Südwestrundfunk und dem SWR Experimentalstudio.

Donaueschinger Musiktage 2021 – Jack Quartet
© Bild: SWR/Beowulf Sheehan“ (S2)
Donaueschinger Musiktage 2021 – Klangforum Wien, Bild: SWR/Tina Herzl“ (S2)

 

Die jazzopen 2021

Am 10. September wird das preisgekrönte Festival jazzopen stuttgart zum 27. Mal eröffnet. Als einziges Großfestival seiner Art in Deutschland werden die jazzopen in diesem Jahr mit insgesamt 18 Konzerten traumhafte Abende mit Live-Musik im Alten Schloss und auf dem Schlossplatz bieten. Im außergewöhnlichen Format von ausschließlich 10 Open-Air Abenden erleben die Zuschauer ein hochwertiges Programm von Katie Melua über Mario Biondi bis Element of Crime und von Liam Gallagher über Amy Macdonald sowie Ben Howard bis Parov Stelar und vielen anderen.

jazzopen auf dem Schlossplatz 2019, Foto: Reiner Pfisterer

Trotz Pandemie ist es den Machern des Festivals gelungen, Highlights und Premieren zu präsentieren: So wird Ben Howard sein einziges Konzert 2021 auf dem Festland in Europa bei den jazzopen spielen. Darüber hinaus konnten auch Liam Gallagher, Amy Macdonald, Lianne La Havas und Sophie Hunger für ihre jazzopen-Premiere gewonnen werden. Der jazzopen-Klassiker, Jazz für Kinder, diesmal im Alten Schloss, sowie ein kostenfreies Konzert von Indra Rios-Moore in der Domkirche St. Eberhard finden ebenfalls statt.

Gruppe Soul Diamonds

Tickets und Infos zu den aktuellen Regelungen gibt es unter www.jazzopen.com

Das Programm der jazzopen 2021:

Konzerte im Alten Schloss
10.09. – Soul Diamonds XXL
11.09. – Mario Biondi // Ntjam Rosie
12.09. – Jazz für Kinder
12.09. – Katie Melua
13.09. – Element of Crime // Itamar Borochov
14.09. – Chilly Gonzales & Kaiser Quartett // Kathrine Windfeld

Konzerte auf dem Schlossplatz
15.09. – Liam Gallagher // Imelda May
16.09. – Ben Howard // Black Sea Dahu
17.09. – Lianne La Havas & Sophie Hunger
18.09. – Parov Stelar // Ina Forsman
19.09. – LP & Amy Macdonald // Jazz Morley

Konzert in der Domkirche St. Eberhard
16.09. – Indra Rios-Moore

Dear Future Children

Der neue Dokumentarfilms DEAR FUTURE CHILDREN kommt am 14. Oktober bundesweit in die Kinos. Das Langfilmdebüt des Regisseurs Franz Böhm begleitet drei junge Frauen, die an unterschiedlichen Orten der Welt doch eine gemeinsame Sache eint: der Kampf für ihre Rechte und eine bessere Welt. Hilda aus Uganda, Rayen aus Chile und Pepper aus Hong Kong sind Stellvertreterinnen einer jungen Generation von Aktivist:innen, die sich für Umweltschutz, Demokratie und Selbstbestimmung einsetzen.

Filmplakat

Mehrfach ausgezeichnet und bereits für die Vorauswahl der Oscars 2022 qualifiziert, ist DEAR FUTURE CHILDREN nicht nur eine mitreißende Berichterstattung, sondern auch Symbol des aktuellen Zeitgeistes.

Die  Kinotour mit Regisseur Franz Böhm beinhaltet auch Termine in Baden-Württemberg. Diese sind: am 16.10. in Baden-Baden, am 17.10. in Lörrach, am 17.10. in Titisee-Neustadt, am 18.10. in Heidelberg, am 20.10. in Kornwestheim und am 20.10. in Pforzheim sind Vorstellungen geplant. (siehe Website des Films).

Auf der Film-Website und der Seite des Verleihs gibt es den Trailer und mehr Informationen zum Film:
https://dearfuturechildren.com/
https://www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren/.