Wer war Dürer wirklich?

Albrecht Dürers Kunst kennt fast jeder: die „Betenden Hände“, den „Feldhasen“ oder die Selbstbildnisse. Viele verehren ihn als einen der großen alten Meister, doch wer war Dürer wirklich? Dieser Frage geht die „Terra X“-Dokumentation „Albrecht Dürer – Superstar“ am Sonntag, 8. September 2019, 19.30 Uhr, nach und zeigt, wie innovativ und sogar revolutionär der Künstler gewesen ist.

Albrecht Dürers erstes Selbstportrait – ein Genie, 13 Jahre alt. © ZDF und Albertina, Wien.

Die „Terra X“-Dokumentation zeigt die Welt, aus der Dürer kam: das aufstrebende Nürnberg um 1500. Eine deutsche Weltstadt, aber eng bebaut und von Seuchen geplagt. Der zwölfjährige Albrecht ging bei seinem Vater, einem Goldschmied, in die Lehre. Dieser musste ihn aber bald ziehen lassen, denn Dürer entdeckte schnell sein wahres Talent: Er wurde Maler, begab sich auf Wanderschaft, bildete sich weiter und schulte sein Auge in Venedig an Gemälden der italienischen Meister.
Zusammen mit den führenden Dürer-Experten untersucht Autor Christian Stiefenhofer bedeutende Dürer-Werke aus Museen in München, Nürnberg und Wien.

Dürers „Betende Hände“ – eine Skizze, die weltberühmt wird. © ZDF und Albertina, Wien.

Mithilfe von modernster Animationstechnik wird die feine Machart von Dürers Werken deutlich. Und „Terra X“ nimmt Dürers Monogramm „AD“ unter die Lupe, das erste Markenzeichen der Geschichte. In Reenactments nähert sich die Dokumentation Dürers Persönlichkeit und zeigt seine Innovationskraft: Er schuf das erste Akt-Selbstbildnis, das erste weibliche Aktporträt, und er arbeitete als Erster mit seinen Druckgrafiken für ein großes, internationales Publikum.

So klar, fein und ausdrucksstark hat niemand zuvor ein Tier gemalt: Dürers „Feldhase“. © ZDF und Albertina, Wien.

Der Film ist ab Mittwoch, 4. September 2019, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek verfügbar.
Zur Dokumentation gibt es auch ein Webvideo, das am Samstag, 7. September 2019, in der ZDFmediathek und am Sonntag, 8. September 2019, auf dem YouTube-Kanal „Terra X Natur & Geschichte“ (https://youtube.com/c/terra-x) veröffentlicht wird.
„Terra X“ in der ZDFmediathek: https://terra-x.zdf.de
„Terra X“ bei YouTube: https://ly.zdf.de/tl1/

Klöster rund um den Bodensee
entdecken

Die Klöster am Bodensee ermöglichen eine Erkundungstour durch die ehemaligen Zentren von Wissen und Kultur in der Vierländerregion. Sie bieten facettenreiche Einblicke in den klösterlichen Lebensrhythmus und machen die beispiellose Verknüpfung von Spiritualität, Natur und Baukunst sichtbar.  Im Barockkloster Schussenried dreht sich alles um den Chorherren Caspar Mohr, der einst den Menschen das Fliegen beibringen wollte.  Erlebnisreich Übernachten kann man auch in der ehemaligen Kartause Ittingen, wo es zudem um den Schweizer Nationalheiligen Bruder Klaus geht. Die Welt-Erbestätten St. Gallen und Reichenau erinnern an die Schreibkunst der Mönche. Die Stadt Konstanz wird für die Dauer eines geführten Spaziergangs wieder zur alemannischen Bischofsmetropole des Heiligen Konrads. Bei verschiedenen Führungen in Kloster und Schloss Salem kann man die ehemalige Reichsabtei aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen.

UNESCO-Welterbe Klosterinsel Reichenau, Fotograf: Achim Mende/Internationale Bodensee Tourismus GmbH
Klosterkirche Birnau, Fotograf: Achim Mende/Internationale Bodensee Tourismus GmbH
Kloster und Schloss Salem, Fotograf: Achim Mende/Internationale Bodensee Tourismus GmbH

 Klöster und Klosterorte rund um den Bodensee:
Kloster Wiblingen, Kloster Roggenburg, Kloster Untermarchtal, Kloster Brandenburg, Heimatdienst Buxheim, Kloster Ottobeuren, Kloster Schussenried, Kloster Sießen e.V., Stadt Mengen, Campus Galli Meßkirch, Tourist-Information Pfullendorf, Kloster Reute, Abtei St. Erentraud, Tourist-Information Weingarten, Kloster und Schloss Salem, Tourist-Information Friedrichshafen, Kloster Hegne, Tourist-Information Reichenau, Cella Reichenau-Niederzell, Marketing und Tourismus Konstanz, Pallottiner, Kloster St. Katharinental, Kartause Ittingen, Ittinger Museum, Historisches Museum Frauenfeld, Komturei Tobel, Sonnenhof Haus der Stille, Stiftsbezirk St. Gallen.

Die Erben Tschaikowskys

Dirigent Valery Gergiev und das Ensemble des Mariinsky Theaters St. Petersburg kommen bereits seit 21 Jahren nach Baden-Baden, um Oper, Konzert und Ballett dort zu zeigen, wo deutsch-russische Freundschaften Tradition haben. Seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts bestehen kulturelle Verbindungen zwischen Baden und St. Petersburg sowie natürlich auch nach Moskau. In drei Konzerten und einer Opernaufführung sollen diese Verbindungen zwischen dem 6. und dem 14. Juli 2019 im Festspielhaus Baden-Baden gefestigt werden.

Valery Gergiev Foto: Marco Borggreve

Gleich im ersten Sinfoniekonzert der Baden-Badener Sommerfestspiele am Samstag, 6. Juli 2019 um 18 Uhr steht die Verbindung zwischen Deutschland und Russland im Mittelpunkt. Valery Gergiev dirigiert Werke von Richard Wagner und Peter Tschaikowsky, darunter dessen letzte Sinfonie Nr. 6, die „Pathétique“. Richard Wagner wurde und wird in Russland besonders verehrt. Die ersten Aufführungen seiner Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ in St. Petersburg wurden zu einer der wesentlichen Inspirationsquellen russischer Symbolisten. Der erste „Russische Ring“ nach der Sowjetunion entstand übrigens in Baden-Baden als Koproduktion zwischen Festspielhaus und Mariinsky Theater 2003.

Eva-Maria Westbroek (c) Fadil Berisha

In Erinnerung daran erklingen aus der „Götterdämmerung“ zwei Ausschnitte – „Siegfrieds Trauermarsch“ und „Brünnhildes Schlussgesang“, Solistin ist Eva-Maria Westbroek. Zusätzlich zur Wagner-Tschaikowsky-Begegnung birgt dieses Konzert eine große Überraschung: Valery Gergiev wird einen erfolgreichen Teilnehmer des Tschaikowsky-Wettbewerbs 2019 quasi direkt vom Abschlusskonzert in Moskau nach Baden-Baden mitbringen.

Daniel Hope ©Bailey Davidson

Daniel Hope spielt Prokofjew
Am zweiten Petersburger Konzertabend in Baden-Baden steht der Geiger Daniel Hope im Rampenlicht. Er interpretiert am Sonntag, 7. Juli 2019 um 17 Uhr im Festspielhaus Baden-Baden das Violinkonzert Nr. 2 von Sergej Prokofjew und markiert damit eine musikalische Ost-West-Beziehung der besonderen Art. Der einstige Meisterschüler von Geigen-Legende Yehudi Menuhin kam einst als Flüchtling mit seiner Familie nach London. Im Hause Menuhin fand er zur Geige, wie im erfolgreichen Kino-Dokumentarfilm „Klang des Lebens“, der vor einem Jahr in die deutschen Kinos kam, eindrücklich erzählte.
Das Hauptwerk des zweiten Sommerfestspiel-Konzerts ist Dmitri Schostakowitschs große siebte Sinfonie – die „Leningrader“. In dieser Sinfonie verarbeitet der russische Komponist unter anderem die Belagerung Leningrads durch die deutsche Wehrmacht. Sie dauerte vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944.

Placido Domingo(c )Pedro Walker

Zwei Weltstars – Domingo und Netrebko
Zwei weitere Höhepunkte der Baden-Badener Sommerfestspiele 2019 sind bereits seit Monaten ausverkauft: Giuseppe Verdis Oper „Simon Boccanegra“ mit Plácido Domingo (9. Juli 2019, 19 Uhr) und ein Liederabend mit Anna Netrebko (14. Juli 2019, 17 Uhr). Für beide Abende gibt es am jeweils ab zwei Stunden vor der Veranstaltung Stehplatzkarten an der Abendkasse.

Reservierung und Beratung: Tel. 07221 / 30 13 101.
Tickets und weitere Informationen unter www.festspielhaus.de

„Bühnenzauber – Hinter den
Kulissen der Berliner Staatsoper“

Wie funktioniert eigentlich Oper? Eric Mayer nimmt die Zuschauer mit in die Werkstätten, Garderoben und Probenräume der Berliner Staatsoper.

Wie funktioniert eigentlich Oper? Eric Mayer nimmt die Zuschauer mit in die Werkstätten, Garderoben und Probenräume der Berliner Staatsoper.Foto © ZDF und Klaus Krieger.

Wie schaffen Musiker, Regisseure, Bühnenbildner und Techniker ein unvergessliches Opernerlebnis? Für Roland Mays Dokumentation „Bühnenzauber – Hinter den Kulissen der Berliner Staatsoper“ an Pfingstmontag, 10. Juni 2019, 0.00 Uhr im ZDF, besucht Journalist und Moderator Eric Mayer die Werkstätten, Garderoben und Probenräume des bedeutendsten Klassik-Hauses in der deutschen Hauptstadt. Dort entsteht in wochenlanger Arbeit aus ersten Ideen und Bühnenskizzen ein mitreißendes Gesamtkunstwerk: Jean-Philippe Rameaus Oper „Hippolyte et Aricie“.

Szene aus der Barockoper „Hippolyte et Aricie“. Bei dem dänisch-isländischen Künstler Ólafur Elíasson gibt es kein Bühnenbild im üblichen Sinne. Das Bild bestimmen Farbe, Licht, Spiegelungen und Bewegung. © Foto: ZDF und Karl und Monika Forster.

Die Aufzeichnung von „Hippolyte et Aricie“ ist auf https://zdf.de/kultur zu sehen.
Mit der ganzen Palette barocker Klänge, prachtvollen Tanz- und Chorszenen, Göttererscheinungen, spektakulären Naturgewalten und Ungeheuern soll das Publikum in Rameaus Liebesgeschichte über Hippolyte und Aricie ins Reich des Wunderbaren entführt werden. Doch die Sängerinnen und Sänger, allen voran die Sopran-Stars Anna Prohaska und Magdalena Kožená, können unter der musikalischen Leitung von Sir Simon Rattle nicht einfach in der überbordenden Theatralik der Barockoper schwelgen, sondern müssen sich mit dem künstlerischen Konzept von Ólafur Elíasson auseinandersetzen. Es gibt kein Bühnenbild, keine Kulissen im üblichen Sinn, das Bild bestimmen Farbe, Licht, Spiegelungen und Bewegung.

Hier gehts zum Film

vielerorts-
Literaturtage in Ladenburg

Die Gewinnerin des deutschen Buchpreises, eine Pop-Literatin und ein Büchner-Preisträger: Sie und viele mehr kommen zu den 3. Ladenburger Literaturtagen und machen Scheunen, Gärten oder das Automuseum Carl Benz vom 4. bis 6. Juli zu ihrer Bühne. Der Eintritt ist frei – und Musik gibt es diesmal auch.
Bei den dritten Ladenburger Literaturtagen „vielerorts“ vom 4. bis 6. Juli 2019 lesen Autorinnen und Autoren an besonderen Orten der Römerstadt – in Scheunen und Gärten, in Museen oder direkt am Neckar. Spätestens seit dem letzten Jahr, in dem über tausend Zuschauerinnen und Zuschauer den Lesungen in Ladenburg begeistert beigewohnt haben, ist das 2017 gestartete Festival aus der Metropolregion Rhein-Neckar nicht mehr weg zu denken.

Preisgekrönte Autorinnen und Autoren

Die Mischung aus Literatur und Unterhaltung kann sich wieder sehen lassen: Mit dabei sind Autoren, deren Bücher zur Zeit diskutiert werden wie Feridun Zaimoglu („Die Geschichte der Frau“), die Buchpreisträgerin Inger-Maria Mahlke („Archipel“) oder die als Pop-Autorin bekannt gewordene Alexa Hennig von Lange („Kampfsterne“). Auch weitere preisgekrönte Autorinnen und Autoren lesen in Ladenburg – unter ihnen die Jugendbuchpreisträgerin Manja Präkels mit ihrem Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirchen aß“.
Die Lesungen wagen dabei viel Experiment und Musik: Die Französin Sylvie Schenk bringt den Saxophonisten Heribert Leuchter mit, die Familienlesung wird gemeinsam mit Sybille Heins und dem Schlagzeuger Ra´fat Muhammad zu einem brodelnden Hexenkessel; und am Eröffnungsabend macht Fiston Mwanza Mujila seine Stimme selbst zum Musikinstrument. Ebenfalls dabei: der Schweizer Poetry Slam Meister Christoph Simon, der seine Lesung über einen Mann im Altersheim gleich ganz als freistehenden Monolog performt.

Die Lyrik hatte immer einen großen Stellenwert bei „vielerorts“: Dieses Mal lesen neben dem Büchner-Preisträger Marcel Beyer Rike Scheffler, Hans Thill und Kristin Wolz (mit musikalischer Unterstützung Wolfram Sauer) in gleich zwei Veranstaltungen ihre Gedichte vor. Zudem wird eine ganze Ausstellung zum Fotoband „Das Gedicht und sein Double“ von Dirk Skiba zu sehen sein.
Zahlreiche Debütanten, die bei „vielerorts“ lesen, zeigen wieder, dass das Erzählen von Geschichten nie seine Attraktivität verliert: Dabei sind der Jürgen-Ponto-Preisträger Philipp Weiss („Am Weltrand setzen die Menschen und lachen“), der Thaddäus-Troll-Preisträger Kai Wieland („Amerika“) und Anselm Oelze mit seinem historischen Roman „Wallace“.

Lesungen für Kinder und Jugendliche sind auch wieder dabei: Im Schulprogramm lesen Maja Nielsen, Sybille Hein und Manja Präkels vor den Klassen der Dalberg-Grundschule, der Astrid-Lindgren-Schule, der Merian-Realschule, der Werkrealschule Unterer Neckar und dem Carl-Benz-Gymnasium.

Organisiert hat das Programm ein Arbeitskreis um die Stadtbibliothek, die Freunde und Förderer der Stadtbibliothek e.V., die Buchhandlung am Rathaus, die beiden Lyrikerinnen Carolin Callies und Kristin Wolz sowie Annette Weber-Wermke und Anne Glombitza, Alexander Spangenberg und Rainer Ziegler.

Der Eintritt bei allen Lesungen ist frei, Spenden sind an allen Veranstaltungsorten möglich.

Mehr Informationen unter: www.ladenburger-literaturtage.de

Das neue Haller Globe Theater

7 Jahre lang wurde auf dem Unterwöhrd in Schwäbisch Hall im „Haller Globe Theater“ gespielt, gesungen und getanzt – dann war Schluss. Dem Rundbau aus Holz hatten Wind und Wetter sichtbar zugesetzt, eine Verlängerung der Betriebserlaubnis für das ursprünglich als „mobiles Theater“ konzipierte Gebäude war aufgrund vielfältiger Mängel ausgeschlossen.
Die zweite Hauptspielstätte neben der bekannten spektakulären Großen Treppe vor St. Michael hatte sich im Laufe der Jahre etabliert und zum Erfolg der Freilichtspiele weit über die Region hinaus beigetragen. Konzeptionell entwickelte sich das Globe auch zum Ort für das Kinder- und Familientheater und begeisterte zunehmend ein junges Publikum. Ein Glück für die Freilichtspiele und Schwäbisch Hall, dass der Rat der Stadt sich mit großer Mehrheit für einen Neubau aussprach: Was jetzt auf der Kocherinsel im grünen Herzen der Stadt zu bestaunen ist, sucht wahrlich seinesgleichen.

Foto: Ufuk Arslan

Die Architektur

Das Neue Globe ist wieder ein Rundbau, jetzt allerdings aus Holz, Beton, Stahl und Glas. Es vereint Elemente des Londoner Globe der Shakespeare-Zeit, des griechischen Amphitheaters und der von Walter Gropius 1927 konzipierten „Raumbühne“. Die Distanz zwischen dem Bühnengeschehen und dem Publikum ist gering, was ein unmittelbares, sinnliches Erleben möglich macht.

Probenarbeit im Haller Globe

Einzigartig ist das offene Dach, das den Himmel frei gibt, bei Regen jedoch in kürzester Zeit verschlossen werden kann. Ganz neue Möglichkeiten eröffnet die Doppelbühne des Theaters, die im Sommer auch von außen bespielt werden kann. Wunderbar verbindet sich das Theater mit der Schönheit des Ortes direkt am Fluss und doch mitten in der Stadt: Das lichtdurchflutete Eingangsfoyer öffnet sich zum Park hin und ein Kocherbalkon lädt zum Verweilen ein. Das Publikum soll sich wohlfühlen und das Theater auch als Treffpunkt entdecken. Die Variabilität des Gebäudes und die gute technische Ausstattung ermöglichen eine vielfältige Verwendung als Veranstaltungsstätte, vor allem auch in den Wintermonaten.

Eroeffnungsgala Neues Globe mit Publikum Foto: Jürgen Weller

Christian Doll, Intendant der Freilichtspiele Schwäbisch Hall sagte im März 2019: „Ich wünsche mir, dass dieses neue Theater zu einem Ort wird, der für alle da ist, ein Raum für die Bürgerinnen und Bürger mitten im Herzen der Stadt, zu einem Ort des Sich-Einmischens und der mutigen Widerworte, der Auseinandersetzung und der Empathie und zugleich zu einem Ort der Sinnlichkeit und des Rausches, zu einem Ort der Erkenntnis und der Leidenschaft. Ich wünsche mir moderne Dramen und historische Komödien, Bürgerversammlungen und Kleinkunstabende, geistreiches Boulevard und deftiges Volkstheater, performative Experimente und lärmende Spektakel, leise Kammerspiele und bunte Kinderstücke, Tanztheater und Konzerte, Jugendstücke und Gala-Abende, akrobatische Kampfszenen und derbe Clownerien, philosophische Streitgespräche und herzerweichende Liebesbekundungen, rotzige Polemiken und berührende Bekenntnisse.
Das Neue Globe ist ein Schatz. Eine große Chance. Ein Füllhorn voller Möglichkeiten, wenn wir es immer wieder beleben und weiterdenken.“ Text: Jutta Parpart,

Neues Globe im Licht, Foto: Jürgen Weller

Bereits eine Stunde vor Beginn aller Nachmittags- und Abendvorstellungen sorgt das professionelle Team der Theatergastronomie im Foyer für das leibliche Wohl der Gäste. Von September bis April kann man das Theater über die Freilichtspiele auch für Veranstaltungen und Events buchen.
Mehr unter: www.freilichtspiele-hall.de

jazzopen 2019

Im Juli laden die jazzopen wieder Stars und Newcomer der Internationalen Jazz- und Popszene nach Stuttgart ein. Neben Bob Dylan, Sting und Jamie Cullum tritt Christina Aguilera am 13.7. zu einem von zwei Deutschland-Konzerten auf der jazzopen-Hauptbühne im Ehrenhof des Neuen Schlosses auf. Im Vorprogramm stehen Rickie Lee Jones, José James, Aloe Blacc und das Moka Efti Orchestra feat. Severija auf der Schlossplatz-Bühne. Auf der zweiten Hauptbühne im Innenhof des Alten Schlosses präsentiert das Festival Mnozil Brass, Bobby McFerrin, Chilly Gonzales & Kaiser Quartett, Chick Corea und Kidjo, Reeves & Wright.

Dee Dee Bridgewater © Reiner Pfisterer

Zum Festivalauftakt wird am 4. Juli die German Jazz Trophy* an Dee Dee Bridgewater verliehen, eine der großen Entertainerinnen der internationalen Jazzszene. Mit der Verleihung findet auch das Konzert der dreifachen Grammy-Preisträgerin im SpardaWelt Eventcenter statt. Die Fachwelt sieht sie als Nachfolgerin der großen Ella Fitzgerald. Mit ihrer dunkel-samtigen Stimme fasziniert sie mit Soul, Jazz und Swing gleichermaßen.

Eine Besonderheit der jazzopen ist es neben den oben bereits genannten Weltstars fulminante, hochvirtuose Künstlerinnen und Künstler einzuladen, deren Namen noch nicht so bekannt sind. Einige von ihnen stellen wir Ihnen auf diesen Seiten vor.

Marius Neset: Lisbeth Holten

Ebenfalls im SpardaWelt Eventcenter treten die Soul Diamonds XXL, Marius Neset & Yaron Herman Trio, Nik West & Ida Nielsen and the FunkBots und die Stuttgarter Jazz-Ikone Wolfgang Dauner auf. Marius Neset ist ein Virtuose auf dem Tenor- und Sopransaxophon. Seine eigenen Kompositionen enthalten Elemente von Stravinsky, Charles Ives, Steve Reich, Wayne Shorter, Django Bates und Michael Brecker. Der Pianist und Komponist Yaron Herman, besitzt trotz seines jungen Alters bereits Fans auf allen Kontinenten. Darüber hinaus kann Yaron auf zahlreiche Auszeichnungen wie den Victoires du Jazz, den iTunes Choice Award, die New Talents Trophy, das Adami Jazz Talent, den Choc Jazzman und die Disque d’émoi Jazz zurückblicken – Er selbst war wiederum bereits Vorsitzender der Jury des renommierten Montreux Jazz Festival Wettbewerbs. Eines seiner Highlights war außerdem sein Auftritt als erster Jazzpianist in der „Verbotenen Stadt“ im Zentrum Pekings.

Nik West © Konzertdirektion Mayer/Just Jazz International

Nik West ist nicht nur eine begnadete Entertainerin, sondern auch eine der außergewöhnlichsten Bassistinnen der Gegenwart. Mit ihren atemberaubenden Performances, ihrem kraftvollen Bassspiel und ihrer souligen Stimme und mit ihren extravaganten Looks gelingt es ihr immer wieder, ihre Zuschauer bei ihren Bühnenshows in Bann zu ziehen. Sie gehört zu den wenigen Künstlern, die sanften Jazz spielen und gleichzeitig kratzigen Rock singen können. Egal ob ein gekonnter Spagat am Bühnenrand oder waghalsige Moves während ihres Spiels.
Parov Stelar zählt zu den Pionieren des Electro Swing und gehört neben Falco zu den wichtigsten österreichischen Musikern weltweit. Ob Lady Gaga, Lana Del Rey oder Tony Bennett – sie alle haben bereits mit ihm zusammengearbeitet. Hinzu kommen über einer Milliarde YouTube Views, und unzähligen Auszeichnungen. Eröffnen wird den Abend auf der großen Bühne im Ehrenhof des Neuen Schlosses das Moka Efti Orchestra, das Original-Orchester der deutschen Blockbuster-Serie Babylon Berlin. Gemeinsam mit der Original-Sängerin Severija Janušauskaitė wird das Ensemble seine Konzertbesucher in die Musik und das Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger Jahre zurückversetzen.

Auch die Bühne im Jazzclub BIX bietet wieder eine Auswahl an kleinen feinen Konzerten in intimer Atmosphäre, bei denen man die Künstler hautnah erleben kann. Zu ihnen gehören u.a. Jonah Nilsson, Bill Evans and The Spy Killers! & Snej, Christian Sands Trio, Jazzmeia Horn, Judith Hill, Camille O’Sullivan & Las Migas, Ghost Note, Donny McCaslin und Julia Biel.
Julia Biel besitzt südafrikanische Wurzeln und ist eine der wohl vielseitigsten Künstlerinnen des internationalen Jazz. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme räumt die Britin seit Veröffentlichung ihres ersten Albums Not Alone weltweit Preise ab. Mit ihren Hits nimmt sie ihr Publikum auf eine musikalische Reise mit tief emotionalen Songs voller Intensität, leidenschaftlichem Soul und groovigem Funk und offenbart in ihnen Gefühle von Sehnsucht, Sinnlichkeit, Ausgelassenheit, Freude, Schmerz oder aber Wut.

Jazzmeia Horn © Jacob Blickenstaff

Sängerin Jazzmeia Horn hatte bereits in den frühen Jahren ihrer Karriere die Möglichkeit mit Größen wie Billy Harper, Delfeayo Marsalis, Mike LeDonne, Peter Bernstein aufzutreten. Judith Hill ist die Tochter der japanischen Pianistin Michiko und des R&B-Bassisten und Produzenten Robert „Peewee“ Hill. Nach ihrem Kompositionsstudium begann sie ihre Karriere als Songwriterin für Robbie Williams, Anastasia und Elton John und tourte mit namhaften Künstlern wie Michael Jackson oder Stevie Wonder als Backgroundsängerin. Bei der weltweit übertragenen Trauerfeier für den verstorbenen King of Pop Michael Jackson sang sie sich mit ihrer atemberaubenden Soloversion von Heal the World mitten ins Herz der über einer Milliarde TV-Zuschauer und wurde damit schlagartig berühmt.
Darüber hinaus wird 2019 erneut die Domkirche St. Eberhard bespielt – dieses Mal im Duo von Fola Dada und Martin Meixner, die mit Lesungen von Stadtdekan Msgr. Dr. Christian Hermes begleitet werden. Auch in diesem Jahr engagiert sich die Stadt Stuttgart erneut mit einem Förderbeitrag, der in eintrittsfreie Bühnen investiert wird.
So bespielt der Veranstalter Opus das in neuem Glanz erstrahlende Stadtmuseum Stuttgart sowie eine weitere Bühne in der Innenstadt unter dem Titel „Open Stages“ mit einem Fusion-Programm.

Weitere Informationen:www.jazzopen.com,
Karten: Eventim und Easy Ticket Service sowie über tix-box-Hotline,
Fon 0711-99 79 99 99.

DISKURS BAYREUTH 2019

Das Rahmenprogramm DISKURS BAYREUTH ergänzt seit 2017 das Programm der Bayreuther Festspiele. 2019 steht der Diskurs unter dem Motto „Szenen-Macher“. Als bahnbrechender Neudenker des musikalischen Theaters definierte Richard Wagner das Verhältnis von Tönen, Bildern, Worten, Drama neu. Die Veranstaltungen folgen den Spuren dieser Innovationen und ihrer Wirkungen in der Zukunft: Von Wagners Vorbildern über Cage, Kagel & Co
bis zu Simon Steen-Andersen.
Siegfried
Einer von den „Szenen-Machern“ war Siegfried Wagner, zu dessen 150. Geburtstag das Auftragswerk „SIEGFRIED“ von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel uraufgeführt wird.
Regie führt Philipp Preuss.
Info: 13., 15., 19., 21.8.2019, Uraufführung „SIEGFRIED“ Feridun Zaimoglu/Günter Senkel, Kulturbühne Reichshof. Auftragswerk der Bayreuther Festspiele, (BF Medien in Kooperation mit Diskurs Bayreuth) Podiumsdiskussion Siegfried Wagner zum 150. Geburtstag: 30.7.2019, Haus Wahnfried
https://www.bayreuther-festspiele.de/programm/diskurs-bayreuth/siegfried/
Symposium „Szenen-Macher“ Richard Wagner – Drama und Inszenierung
2.-4.8.2019. Was darf, kann, muss Interpretation – und was nicht? Wie verändern Inszenierungen die Sichtweisen auf Richard Wagner und auf die Geschichte?
Als „Szenen-Macher“ stehen Regisseure, Dirigenten, Festspielleiter, Interpreten und ihre Arbeit im Zentrum der Gespräche bei Diskurs Bayreuth. Teilnehmer: Tobias Kratzer, Rebecca Grotjahn, Francis Hüsers, Markus Kiesel, Kai Köpp, Alexander Meier-Dörzenbach, Stephan Mösch, Wolfgang Nägele, Matthias Pasdzierny, Kristel Pappel,
Claus Spahn u.a.
https://www.bayreuther-festspiele.de/programm/diskurs-bayreuth/symposium-2019/
Konzerte: Von Wagner und seinen Vorbildern über Cage, Kagel & Co
bis zu Simon Steen-Andersen

Richard Wagners Werk steht für den Aufbruch in eine neue Zeit. Diskurs Bayreuth verfolgt in den Konzerten seine Spuren in die Zukunft. So bringen im 1. Konzert die Werke von Cage, Stockhausen und Kagel Szenisches ins Konzert. Im 2. Konzert inszeniert der Komponist und Medienkünstler Simon Steen-Andersen einen ganzen Abend in Haus Wahnfried.

30.7.2019 Diskurs-Konzert 1: Am Grabe Richard Wagners. Aufbruch in die Moderne
3.8.2019 Diskurs-Konzert 2: Simon Steen-Andersen goes Bayreuth
Gefördert von der Ernst von Siemens Musikstiftung
12.8.2019 Liederabend Günther Groissböck (Markgräfliches Opernhaus)
22.8.2019 Diskurs-Konzert 3: Oper im Quartett
24.8.2019 Diskurs-Konzert 4: Auf dem Weg zum neuen Musikdrama: Wagners Stilbildungsschule
https://www.bayreuther-festspiele.de/programm/diskurs-bayreuth/konzerte-2019/

Weitere Informationen: https://www.bayreuther-festspiele.de/diskurs-bayreuth/
Kuratorin: Dr. Marie Luise Maintz, Mail: diskurs@bayreuther-festspiele.de
Bayreuther Festspiele GmbH
Festspielhügel 1-2
95445 Bayreuth

Abbildung:Filmplakat

WAGNER IM KINO
TANNHÄUSER, am 25. Juli 2019 ab 18:00 Uhr
Der Film zeigt Wagners Oper „Tannhäuser” in einer Inszenierung von Tobias Kratzer, Bühne und Kostüm stammen von Rainer Sellmaier, die musikalische Leitung hat Valery Gergiev inne. Kinostart ist am Premierentag aus dem Bayreuther Festspielhaus. der Film läuft in zahlreichen Kinos und bietet ein packendes Klangerlebnis mit brillanten Bildsequenzen.
Die Übertragung in den Kinos findet leicht zeitversetzt zur eigentlichen Opernaufführung in Bayreuth statt, um mehr Kinobesuchern die Möglichkeit zu geben, die Übertragung anzusehen.
Im Kino-Pausenprogramm kann man zudem spannende Interviews erleben sowie außergewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen der Bayreuther Festspiele bekommen.
Weitere Infos:
https://www.wagner-im-kino.de/

7. Kompositionswettbewerb
ad libitum

Die Winfried Böhler Kultur Stiftung organisiert zusammen mit dem Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg zum siebten Mal den Kompositionswettbewerb ad libitum. Kooperationspartner 2019/2020 ist die Musikschule Offenburg/Ortenau. Die Musikschule Offenburg/Ortenau stellt folgende Besetzungsmöglichkeiten für den Wettbewerb zur Verfügung: Streichquartett, Fagott-Trio, Trio für zwei Klarinetten und Klavier, Bläser-Quintett oder -Tentett mit freier Besetzung und Großes Ensemble. Es werden drei bis vier Kompositionsaufträge im Gesamtwert von bis zu 10.000 Euro vergeben. Die Auswahl wird von einer repräsentativ besetzten Fachjury getroffen. Komponist*innen können sich bis zum 7. Juli 2019 für einen ad-libitum-Kompositionsauftrag
bewerben.

Mit dem Wettbewerb möchten die Organisatoren dazu beitragen, ein attraktives, künstlerisch hochwertiges und spielbares Repertoire zeitgenössischer Musik für Kinder, Jugendliche oder auch erwachsene Amateure verfügbar zu machen.

Nähere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie in der Ausschreibung unter
www.neuemusikbw.com

Die Winfried Böhler Kultur Stiftung wurde im Jahr 2007 gegründet und hat ihren Sitz in Stuttgart. Stiftungszwecke sind die Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere der Musik. Die Winfried Böhler Stiftungen und die b+h hilfsprojekte ggmbh bilden insbesondere einen Vermögensanlage- und -verwaItungs-Pool, dessen Anlagepolitik sich seit vielen Jahren an Grund-sätzen der „wirkungsorientierten Investition“ und an ethischen, ökologischen und sozialen Kriterien ausrichtet.

Architektur in Baden Württemberg

Der Bund Deutscher Architekten Baden-Württemberg vergibt seit 1969 im dreijährigen Zyklus den Hugo-Häring-Landespreis, den bedeutendsten Architekturpreis des Landes. Mit ihm werden Architekten und Bauherren gleichermaßen ausgezeichnet. 151 Bauwerke wurden 2018 prämiert darunter öffentliche Bauten wie Universitäts- und Gerichtsgebäude, Schulen, Museen, Hochschulen, Schwimmbäder aber natürlich auch Geschäfts- und Wohnhäuser.

Architektur in Baden-Württemberg Band 13

Anlässlich der Verleihung des Hugo-Häring-Landespreises erscheint seit 1980 alle drei Jahre ein neuer Band der Reihe Architektur in Baden-Württemberg.

In dieser Buchreihe sind die Hugo-Häring-Auszeichnungen und Landespreise des aktuellen Verfahrens 2020/2021 sowie die Preise, Anerkennungen und Shortliste des Nachwuchspreises des Bund Deutscher Architekten Die*Jungen Hugos 2021 dokumentiert.

Hochschule der Medien, Erweiterung Süd, Stuttgart, Simon Frei Architekten BDA
Tankturm, Heidelberg, AAg Loebner Schäfer Weber BDA

Unter den sieben Preisträgern sind u.a. die Generalsanierung Haus des Landtags in Stuttgart, die Hochschule der Medien in Stuttgart, der Tankturm in Heidelberg und die Turmbergterrasse Karlsruhe Durlach. Die Ausstellung zeigt alle ausgezeichneten Gebäude und die sieben Preisträger.

Generalsanierung Haus des Landtags, Stuttgart, Staab Architekten
Neubau Kärcher-Areal, Winnenden, Reichel Schlaier Architekten
Umnutzung einer landwirtschaftlichen Hofanlage, Weikersheim-Schäftersheim, Architekturbüro Klärle

Bei den ausgezeichneten Bauten geht es um den Umgang mit bestehender Bausubstanz, städtebaulichem Umfeld oder um Neubauten. Die Projekte zeigen, welche Wirkkraft gute Architektur auf das Zusammenleben der Menschen haben kann. Architektur gibt den Bedürfnissen der Menschen einen Ausdruck, sie verbildlicht in sich Werte und Perspektiven einer Gesellschaft. So drückt sich das Verhältnis des Einzelnen zum Gemeinwesen seit je her durch die Qualität seiner Architektur im öffentlichen Raum aus. In Zeiten wachsender Wohnungsnot, der zunehmenden Verödung der öffentlichen Stadträume kommt dem Umgang mit Architektur und ihrer Förderung daher eine ganz entscheidende Bedeutung zu.

Kreativwirtschaftszentrum Mannheim, hartwig schneider architekten
Turmbergterrasse Karlsruhe-Durlach, Architekten Hähnig Gemmeke

 

 

„Architektur in Baden Württemberg 2018. Hugo-Häring-Landespreis, Hugo-Häring-Auszeichnung, Hugo-Häring-Nachwuchspreis“ vor.

2021, av edition GmbH Stuttgart, 392 Seiten, 19,90 EUR

Mehr dazu unter folgendem Link: https://www.hugo-häring-preis.de/publikationen
weitere Infos auch unter
https://www.hugo-häring-preis.de/

Die Ausstellung fand vom 24.05. – 23.06.2019 in der Kunsthalle Göppingen statt.
www.kunsthalle-goeppingen.de