Das Arlberg1800 – Kulturquartier

Das malerische St. Christoph am Arlberg bildet mit Lech und Zürs ein Dreigestirn und zählt zu den legendären Skiorten der Tiroler Alpen. Seinen Namen verdankt es einem im 14. Jahrhundert erbauten Hospiz: Ein Hirte, Heinrich, ein Findelkind aus Kempten, baute es als schützenden Platz gegen die Unbilden der Natur. Auf dem ehemaligen Grund steht heute eines der exklusivsten Alpen-Hotels mit gleichem Namen. Florian Werner führt das Hotel Hospiz in der dritten Generation und hat sich und der Region mit dem Bau eines spektakulären Kulturresorts einen Traum erfüllt. Bereits im Oktober 2015 startete der neue Konzertsaal in seine erste musikalische Saison, im November wurde auch die Kunsthalle fertiggestellt und mit der Ausstellung HIGH PERFORMANCE eröffnet worden.
Initiator und Bauherr des 1.500 qm großen Kultur- und Veranstaltungszentrums ist Hotelier Florian Werner, der in St. Christoph in der dritten Generation das traditionsreiche 5-Sternehotel Arlberg Hospiz führt. Besonders stolz ist Werner darauf, dass es ihm gelungen ist, dieses ehrgeizige Kultur-Projekt ausschließlich aus privaten Mitteln, ohne Subventionen zu stemmen. Insgesamt 26 Millionen Euro haben er und sein Investorenteam in das Projekt gesteckt, das aus zwei Appartement-Häusern, einem Konzertsaal, Proberäumen, Künstlerstudios und der Kunsthalle besteht. Geplant und entworfen wurde der neue Gebäudekomplex vom renommierten österreichischen Architekten Jürgen Kitzmüller.

Florian Werner © Klaus Andorfer

Einen eigenen Ort für Kultur nach seinen Vorstelllungen zu erschaffen, und das in heimatlichen Gefilden – für Florian Werner erfüllte sich damit im Winter 2015 mit der Fertigstellung ein lang gehegter Traum: Denn er ist nicht nur leidenschaftlicher Hotelier, sondern auch ein begeisterter Kunstliebhaber. So sehr, dass er vor gut zehn Jahren selbst zum Pinsel griff und an Meisterkursen von Markus Lüpertz und Herman Nitsch teilnahm. 2009 eröffnet er seine eigene Galerie in Bregenz, gleichzeitig legte er damit den Grundstein für eine umfangreiche Privatsammlung. Konsequent erscheint in diesem Licht die Eröffnung der Hospiz Galerie St. Christoph in den Räumlichkeiten des Arlberg Hospiz Hotels 2009. Bereits seit 2008 initiierte er dort ein Artist in Residence-Programm, das sich der Förderung und Sichtbarmachung einer neuen Generation von KünstlerInnen verpflichtet hat. Viele der mehr als 100 Residencies haben sich seitdem in den Ort eingeschrieben und hier ihre künstlerischen Spuren hinterlassen.

Foto: arlberg1800

Das Kunstareal will ein lebendiger Ort für GEGENWARTSKUNST sein
In der Kunsthalle wird das ganze Spektrum von Skulptur über Video bis zu akustischen Installationen und Performance reicht, gezeigt. Die neu entstandenen Atelierräumlichkeiten der Kunsthalle arlberg1800 ermöglichen zudem ein erweitertes Artist in Residence-Programm, das durch den neuen Konzertsaal zudem auch eine Dialogsituation mit MusikerInnen ermöglicht. Über seine Engagements gelang es Werner Schritt für Schritt, ein breites und fundiertes Netzwerk innerhalb der Kunstszene aufzubauen und so lag es nahe, sich für das arlberg1800 ein kompetentes Beraterteam an Bord zu holte. Gelungen ist ihm das mit Christiane Meyer-Stoll, Kuratorin am Kunstmuseum Liechtenstein, und Yilmaz Dziewior, ehemaliger Direktor des Kunsthaus Bregenz und jetziger Direktor des Museums Ludwig Köln.

Konzerthalle arlberg1800 © Elias Hassos

Der Konzertsaal – für alle Sinne
Der Kammermusik-Saal verfügt nicht nur über eine hervorragende Akustik, sondern ist auch optisch ein Genuss. Geschwungene Formen und Holzstreben an Decke, Wänden und Galerie erinnern an einen Schiffskörper und verleihen dem Saal Dynamik und Wärme. Rund 290 Sitzplätze stehen zur Verfügung, die je nach Veranstaltung ganz oder teilweise auch entfernt werden können und so eine flexible Raumnutzung erlauben. Für die künstlerische Leitung hat Florian Werner Peter Vogel, Gründer der Europäischen Musikakademie Bodensee und Impresario verschiedener Konzertreihen am Bodensee, engagiert. Damit wird eine intelligente und stringente Programmpolitik mit Konzertschwerpunkten zu Klavier- und Kammermusikreihen verfolgt, in denen sowohl junge KünstlerInnen als auch Stars der internationalen Klassik-Szene zu Gast sind. Außerdem gibt es Jazz- und Popkonzerte, Literatur, Kabarett und Vortragsreihen zu aktuellen zeitgeschichtlichen Themen.
Art Prize
Mit dem auf 2.000 Euro dotierten Preis würdigt Florian Werner die herausragenden Leistungen der jungen Künstlerinnen und Künstler, die bereits Teil des Artist in Residence Programms in seinem Haus in St. Christoph waren.

Foto: arlberg1800

Kunstatelier – Inspirationsraum
Im Kunstatelier können Sie arbeiten, Board Meetings abhalten, sich vorbereiten oder Ihre Ideen vor großem Publikum präsentieren. Das Kunstatelier ist ein zeitgemäßer Veranstaltungsraum, der Ihnen neue Möglichkeiten eröffnet – vorausgesetzt, Sie setzen Ihrer Phantasie keine Grenzen. Geeignet für: Breakouts, Tagungen, Ausstellungen

Mit dem arlberg1800 RESORT ist ein außergewöhnlicher kultureller Knotenpunkt in der Arlbergregion entstanden – eine lebendige Kunstinstitution, schöpferisch und spartenübergreifend. Für das Vier-Länder-Eck Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Deutschland, bedeutet dieser neue Standort eine weitere Farbe. Kunst- und Musikliebhaber erleben dort besondere Kulturevents zwischen Klassik, Moderne und zeitgenössischer Kunst .

Aktuelle Ausstellung
„Unter den Bergen“ Hermann Nitsch

Anhand von 30 Grafiken und 48 Schüttbildern aus den Jahren 1979 bis 2014 veranschaulicht die Ausstellung Hermann Nitsch: „Unter den Bergen“ in der Kunsthalle arlberg1800 auf eindrucksvolle Art und Weise die architektonische Struktur, die seinem 6-Tage-Spiel zugrunde liegt. Der Künstler hat die Räume, in denen sich das Orgien und Mysterien Theater entwickelt, bewusst unter der Erde angesiedelt, darauf spielt der Titel „Unter den Bergen“ an. Die zu drei Vierteln unter der Erde liegende Kunsthalle arlberg1800 erscheint in dieser Hinsicht daher als ein besonders geeigneter Ausstellungsort.

Hermann Nitsch »o.T.« aus Mappe III »Die Architektur des Orgien Mysterien Theaters« Lithografie auf Büttenpapier 106 x 75 cm Auflage III A-P 1984-92©Atelier Hermann Nitsch

Eingebettet in die große Philosophie des Orgien Mysterien Theaters sind Nitschs zahlreiche druckgraphische Mappenwerke und Blätter eine Form der Bildsprache des Künstlers. Der erste Teil der Ausstellung in der Kunsthalle arlberg1800 widmet sich diesem Schaffensbereich des Künstlers. Der zweite Teil der Ausstellung Unter den Bergen zeigt eine Auswahl von Nitschs Schüttbildern. „Meine Aktionsmalerei ist die visuelle Grammatik des Orgien Mysterien Theaters auf einer Bildfläche“, so Hermann Nitsch. Der kathedralenartige Ausstellungsraum der Kunsthalle wird ca. 50 dieser großformatigen Schüttbilder präsentieren.
Laufzeit der Ausstellung: 09. Juli 2017 – 02. Januar 2018


Weitere Info & aktuelle Veranstaltungen: Arlberg Hospiz Hotel, St. Christoph,
Fon 0043/5446 2611
www.arlberg1800.at

Banner-Foto/Bildnachweis: Winterpanorama Arlberg/TVB St. Anton am Arlberg/Josef Mallaun 

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