Sir Karl Jenkins

Im Rahmen ihres jährlichen Festivals für Europäische Kirchenmusik vergibt die Stadt Schwäbisch Gmünd einen Musikpreis an herausragende Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße für geistliche Werke und Kirchenmusik engagieren. In diesem Jahr wird der renommierte walisische Komponist Sir Karl Jenkins mit dieser Auszeichnung für sein herausragendes kompositorisches Schaffen geehrt.

Sir Karl Jenkins, Foto: Rhys Frampton

Jenkins‘ Musik zeichnet sich nicht nur durch die Überwindung von Genregrenzen aus, sondern sie vermag auch Menschen auf der ganzen Welt zu begeistern. Seine Kompositionen integrieren Elemente der Weltmusik, klassischer Musik und des Jazz und reflektieren zugleich aktuelle Themen und gesellschaftspolitische Fragen. Durch die universelle Sprache der Musik setzt sich Jenkins nachhaltig für Frieden und Völkerverständigung ein.

Geboren 1944 in Penclawdd, Wales, studierte Jenkins Musik an der University of Wales in Cardiff sowie an der Royal Academy of Music in London. Seine musikalische Karriere begann er zunächst als Jazzmusiker, wobei er Saxophon und Oboe beherrschte. Später wurde er Mitglied der progressiven Rockband „Soft Machine“. In den 1980er Jahren wandte er sich verstärkt der Komposition zu und schuf Musik für Werbung und Filme. Heutzutage ist Jenkins vor allem für seine Chorwerke und Orchesterkompositionen bekannt. Zu seinen berühmtesten Werken zählen „The Armed Man: A Mass for Peace“, „Adiemus“, „Requiem“, „Palladio“ und „Stabat Mater“.

Das Festival Europäische Kirchenmusik steht in diesem Jahr unter dem Motto „Freiheit“. Die Preisverleihung, dotiert mit 5000 Euro, findet am 17. Juli statt, im Anschluss an die deutsche Erstaufführung seines Oratoriums „One World“. Weitere Informationen sind auf der Website www.kirchenmusik-festival.de erhältlich.